Der große Movies Jahresrückblick 2022 von NAT-Games

Das Jahr 2022 liegt hinter uns und für uns ist es wieder einmal an der Zeit, zurückzublicken. Nachdem 2021 noch stark von Corona geprägt war, sah es im vergangenen Jahr schon weitaus besser im Kino aus. Geöffnete Kinos, zahlreiche Blockbuster, überraschende Geheimtipps und die eine oder andere lang erwartete Fortsetzung.

Dabei war 2022 geprägt von vielen Höhe- aber auch einigen Tiefpunkten und Enttäuschungen, wenn man sich einmal die Kinoreleases anschaut. Wir wollen auf jeden Monat zurückblicken und schauen noch einmal quer, was 2022 im Kino und auf den diversen Streamingdiensten lief, was uns begeistert und was uns enttäuscht hat. Taucht mit uns noch einmal in das Filmjahr 2022 ein. Wir erheben natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern bieten Euch nur einen Querschnitt der wichtigsten oder interessantesten Starts des Jahres.

Einen detaillierten Rückblick auf das Marvel-Jahr 2022 findet ihr übrigens hier.

Beginnen wir, überraschend logisch, am Anfang, im Januar, der schon ein buntes Mischmasch aus Überraschungen, Flops und Tops bot.

 

Januar

Das Jahr begann schon mit einem Kracher für Horrorfans: Am 13. Januar kehrte der Ghostface-Killer im neusten ScreamTeil auf die Leinwand zurück und konnte uns voll überzeugen. Und auch Nightmare Alley konnte uns im Kino voll und ganz begeistern. Doch wie bereits erwähnt, bot der Januar auch einige Enttäuschungen. Der größte Flop des Monats dürfte wohl The King’s Man sein, ein Prequel zu den wilden Actionkomödien. Hier stimmte leider so gar nichts und auch der andere Actionkracher im Januar, The 355, bildete eher eine Geduldsprobe im Kino und keinen Film, den man lange im Gedächtnis behält. Mit Lamb und Licorice Pizza liefen dann noch zwei Streifen an, die vor allem unter Kritikern ihre Anhänger fanden.

 

Februar

Der Februar brachte einige Blockbuster mit sich, auf die die entsprechenden Zielgruppen lange warten mussten. Zum einen war da die Verfilmung von Uncharted, die nach der Cast-Ankündigung von Tom Holland vor allem von vielen Zweifeln begleitet wurde. Passt das? Tom Holland als Nathan Drake? Darüber scheiden sich wahrscheinlich bis heute die Geister, doch der Film selbst war dann eine positive Überraschung. Anders verhielt es sich leider bei Tod auf dem Nil, der nicht nur viel zu lang war, sondern auch mit seiner komischen Optik abschreckte. Regisseur Kenneth Branagh hatte aber noch einen zweiten Film im Februar in der Hinterhand, der dann seine Ehrenrettung darstellte: Belfast. Das Drama wurde 2022 sogar für den besten Film bei den Oscars nominiert, musste sich dort aber geschlagen geben. Hier stimmte dann anders als bei Branaghs Krimi auch die Optik. Apropos Optik: Für besonders opulente Bilder im Februar sorgte Roland Emmerich mit Moonfall. Ohne Frage einer der hirnrissigsten Filme des Jahres, aber für ein bisschen Hirn-aus-Action alle Male geeignet.

 

März

Was sollen wir zum März 2022 sagen? Selten lagen Höhe- und Tiefpunkte im Kino wohl so nah beieinander – oder auseinander wenn man auf die Qualität blickt. Zum einen brachte der März den wohl stärksten DC-Film seit Jahren, aber auch den stärksten Superheldenfilm 2022 generell mit sich: The Batman. Wie schon bei Uncharted wurde hier im vorhinein starke Unkenrufe laut: “Was!? Der Twilight-Vampir spielt Batman!?” Oh ja, und wie! Hier stimmte einfach alles! Das kann man leider nicht über Marvels/Sonys-Comickonter im März sagen. Morbius lief nach etlichen Verschiebungen an und wurde vor allem zum absoluten Meme. Der eine Vampir wird zum Superhelden, der andere Vampir zum Onlinegag – so schnell kanns gehen.
Schnell ist überhaupt ein gutes Stichwort, denn mit Sonic the Hedgehog 2 erschien gleich die zweite gute Videospielverfilmung des Jahres. Doch das Jahr sollte später noch zeigen, dass schlechte Spielefilme immer noch ein Ding sein sollten… Für die Hirn-Aus-Kinogänger, was durchaus nicht böse gemeint ist, gab es im März mit Jackass Forever und Michael Bays Ambulance dann noch einiges zu sehen.

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April

Der April macht was er will und 2022 machte er vor allem Spaß im Kino. Anders als zuvor erschienen hier aber vor allem kleine und große Geheimtipps, bis auf eine Ausnahme pausierten die großen Blockbuster. Der eine große Kracher war dann aber leider nur solide: Phantastische Tierwesen 3 – Dumbledores Geheimnisse führte die Spin-Off-Serie im Harry-Potter-Universum zwar weiter, konnte aber nur mäßig überzeugen. Anders verhielt es sich da bei The Northman und Everything Everywhere All at Once, die auf nicht wenigen Toplisten unter der obersten Plätzen rangieren. Gerade zweiterer bot für viele Zuschauer das, was ein Film im Mai zwar im vorhinein versprach aber bei weitem nicht halten konnte: Multiversums-Geschichten!

 

Mai

Nach dem kolossalen Morbius-Fail warteten Marvel-Fans auf den wohl gehyptesten Superheldenfilm des Jahres: Doctor Strange in the Multiverse of Madness! Was hatten die Macher nicht alles angeteast: Unzählige Gastauftritte und Cameos von bekannten und neuen Figuren und eine Reise ins – wer hätte es beim Titel erwartet – Multiversum! Am Ende bestand diese Reise aus einem schnellen Sturz durch eine Hand voll Welten, die Cameos waren schon im Trailer zu sehen und der Hype naja… von Strange und Co. weggezaubert. Doch glücklicherweise bestand der Mai nicht nur aus mehr oder weniger enttäuschenden Zauberern, sondern auch noch aus dem wohl mitreißendsten Actionfilm des Jahres, der, wie könnte es anders sein, natürlich mit Tom Cruise daherkam. Die Rede ist natürlich von Top Gun: Maverick. Der Streifen war so ein Erfolg, dass ihn einige Kinos in Deutschland noch bis in den November hinein zeigten. Und mit Mission: Impossible – Dead Reckoning Teil eins steht uns 2023 wohl der nächste Kracher ins Haus.

 

Juni

Eigentlich beginnt im Juni so langsam das Kinosommerloch, doch 2022 dachte sich wohl: Nicht mit mir! Kaum ein Monat punktete mit derart vielen mehr oder weniger wichtigen Filmen wie der Juni. Der dritte Jurassic World-Teil schloss die aktuell Trilogie ab und brachte einige Charaktere aus den alten Dino-Filmen auf die Leinwand zurück. Mit Belle, Lightyear und dem neusten Minions-Film starteten gleich drei sehenswerte Animations/Zeichentrickstreifen. Wem eher der Sinn nach etwas Lustigem stand, war mit Massive Talent gut beraten, Horrorfans konnten sich durch The Black Phone kämpfen, der leider hinter den Erwartungen zurückblieb. Mit Elvis startete zudem ein wirklich schönes Biopic zum King of Rock’n’Roll. Und auch der kommende Monat sollte uns kein Sommerloch bescheren…

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Juli

Der Juli begann wieder einmal mit Marvel. Dieses Mal erwartete interessierte Zuschauer der vierte Thor-Film mit dem Untertitel “Love and Thunder“, der von Fans entweder geliebt oder gehasst wurde. In jedem Fall bildet der neuste Donnergott-Film Stoff zur Diskussion – ebenso wie Men, ein Horrorfilm, der mit etlichen Alleinstellungsmerkmalen punkten konnte. Zum einen ist da die wirklich extreme Schlusssequenz, die sicherlich nicht für jeden Zuschauenden geeignet ist. Zum anderen ist da die Inszenierung, die Hand in Hand mit dem sehr feministischen Unterton geht. Für Horrorfans ein echter Tipp! Wo Marvel mit Thor punkten konnte, schickte DC eine etwas komische Truppe ins Rennen: DC League of Super-Pets war ein Film über Tiere mit Superkräften… naja. Netflix wollte mit The Gray Man punkten, lieferte aber nur einen Actionfilm nach dem absoluten Netflix-Schema-F ab – braucht keiner. Apropos braucht keiner: Arthur Malediction bildete ein Horrorsequel zur Kinder-Serie Arthur und die Minimoys. Warum? Das wissen wir auch nicht.

 

August

August bedeutet doch nun aber endlich Sommerloch, oder? Nope. Gutes Stichwort, denn Nope war nicht nur die Antwort zur Sommerlochfrage, sondern auch der heißerwartete neue Film von Jordan Peele. Bei uns kam der Streifen leider nicht so gut weg, da er in unseren Augen vor allem eine große Identitätskrise mit sich brachte. Western? Horror? Sci-Fi? Am Ende war Nope leider alles und nix. Anders sah das schon bei Bullet Train aus. Nachdem John Wick 4 auf 2023 verschoben wurde, konnte diese Actionperle die entstandene Lücke perfekt ausfüllen. Im August löste zudem ein Film eine deutschlandweite Debatte aus – auch wenn die eher mit einem Buch ZUM Film und kaum mit dem Film an sich zu tun hatte: Der junge Häuptling Winnetou. Doch auch andersherum kann es gehen und so lief mit Der Gesang der Flusskrebse eine Literaturverfilmung an, die durchaus ihre Momente hatte. Die Heimatkrimi-Reihe ist inzwischen fester Bestandteil des deutschen Kinos und mit Guglhupfgeschwader startete der mittlerweile achte Teil im Kino. Erwähnenswert ist dann noch After Forever, der den irren Erfolg der Teenie-Liebesfilme fortsetzte – die Qualität der Filme sei einmal dahingestellt. Anime-Fans fanden mit Dragon Ball Super: Super Hero ihren Spaß.

 

September

Nachdem klar war, dass wir 2022 kein Sommerloch durchleben mussten, ging es im September hochkarätig weiter. Der wohl größte Hype des Monats entfiel ohne Frage auf Smile – Siehst du es auch, der dank TikTok-Hype und reißerischen Schlagzeilen über den vermeintlich gruseligsten Horrorfilm der letzten zehn Millionen Jahre zum Kassenschlager mutierte. Haben wir das auch so gesehen? Nein. Smile hat seine an einer Hand abzählbaren Momente. Der gruseligste Horrorfilm überhaupt ist er aber definitiv nicht – und auch nicht der beste. Smile schwimmt im soliden Gruselmittelfeld. Was es aber in sich hatte, war Three Thousand Years of Longing, eine Romanze, die auf voller Linie überzeugen konnte. Gleiches gilt für Im Westen nichts Neues auf Netflix. Leider war’s das aber auch schon für den September mit Highlights, der Rest dümpelte so vor sich hin: Don’t Worry Darling war zwar nett, mehr aber auch nicht. Tausend Zeilen ging den Skandal rund um Ex-Spiegel-Reporter Claas Relotius an, machte das aber auf eine eher plumpe und seichte Art und Weise. Da wäre viel mehr drin gewesen!

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Oktober

Oktober bedeutet Halloween und Halloween bedeutete 2022 leider nichts gutes. Nach dem durchaus gelungenen Halloween-Soft-Reboot von 2018 ging es mit Michael Myers und Co. leider bergab. Halloween Ends stellt dabei den Tiefpunkt der neuen Trilogie da, der jedem Halloween-Fan das Herz bricht. Doch glücklicherweise gab es im Oktober auch sehr helle Lichtblicke. Da ist zum einen Triangle of Sadness, der an allen Ecken und Enden – unter anderem bei uns – mehr als gut aufgenommen wurde. Gleiches gilt für The Woman King, der sich noch Hoffnungen auf den Oscars 2023 für die beste Filmmusik machen kann. Der Nachname und Rheingold bildeten die Auswahl an deutschen Filmen, die im Oktober auf die Leinwand kamen. Ersterer bildet die humorvolle Fortsetzung zu Der Vorname, zweiterer erzählt etwas überromantisiert die Lebensgeschichte von Deutschrapper Xatar. Nach Jahren der Vorbereitung erschien dann auch noch DCs Black Adam, der zwar an den Kassen solide lief, und so eine Fortsetzung durchaus realistisch erscheinen ließ, nach diverse Umstrukturierungen im Hause DC inzwischen wohl aber vom Tisch sein dürfte.

 

November

Bevor das Jahr im Dezember mit einem Krachen beendet wurde, ließ der November noch einmal die filmischen Muskeln spielen. Amsterdam hatte vor allem auf Darsteller*innen-Seite alle Trümpfe in der Hand – avancierte aber leider zum finanziellen Flop. Anders sah es da schon bei Black Panther: Wakanda Forever aus, der zwar kein finanzieller Flop war, unter Fans aber (erneut) zu großen Diskussionen führte. 2022 schien nicht das Top-Jahr für Marvel zu sein. Doch wer weiß, ob es Guardians of the Galaxy Vol. 3 und Spider-Man: Across the Spider-Verse 2023 richten können. 2022 servierte dann aber erst noch The Menu, eine bitterböse Horrorsatire über die aktuelle Gastrokultur. Unbedingt ansehen! Gleiches gilt für Guillermo del Toros Pinocchio auf Netflix, der auch relativ gut ankam. Im November noch im Kino, im Dezember schon bei Disney+: Strange World.

 

Dezember

Das Beste kommt zum Schluss gilt seit 2021 mit Matrix Resurrections leider nicht mehr. Doch 2022 konnte den Karren wieder ein bisschen aus dem Dreck ziehen und endete mit DEM Blockbuster 2022: Avatar – The Way of Water, die Fortsetzung zum erfolgreichsten Film aller Zeiten. Ein Film fürs Kino gemacht, mit einigen Tief- und zahlreichen Höhepunkten. Der beste Film des Jahres? Vielleicht, auch wenn die Konkurrenz groß war. Doch blicken wir weiter auf den Dezember zurück. Nach Smile wartete mit Terrifier 2 der nächste Skandalhorrorfilm, der seinem Ruf aber schon eher gerecht wurde. Härter und gnadenloser wurde es 2022 nicht im Kino und so platzierte sich der Splatterstreifen zumindest kurzzeitig auf Platz eins der deutschen Kinocharts. Wahrscheinlich wollten viele Interessierte schauen, ob die Onlineschlagzeilen zutrafen. Als Kontrastprogramm gab es dann noch Der gestiefelte Kater 2, der vor allem auf technischer Ebene überzeugen konnte. Zum Abschluss bescherte Netflix allen enttäuschten Zuschauer*innen von Tod auf dem Nil noch ein Weihnachtsgeschenk: Glass Onion – A Knives Out Mystery ist ein wirklich schöner Krimi in alter Agatha Christie-Manier, der das Filmjahr 2022 dann noch zu einem schönen Ende führte.

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Was erwartet uns 2023?

Blickt man zurück, war 2022 aus Filmsicht ein Jahr mit sehr vielen Höhen, einigen Enttäuschungen und vielen Überraschungen. Das wichtigste ist wohl, dass wir langsam zur alten Kinowelt aus einer Zeit vor Corona zurückfinden und das will 2023 natürlich genutzt werden. Werfen wir also noch kurz einen Blick auf das, was uns 2023 im Kino erwartet. Da sind zum einen natürlich die üblichen Verdächtigen, wie die bereits erwähnten Marvel-Filme, ergänzt von Ant-Man and the Wasp – Quantumania im Februar. Alleine der März 2023 klingt fast schon zu vollgepackt: Creed 3, Scream 6, Shazam! – Fury of the Gods, John Wick – Kapitel 4, der Super-Mario-Film und natürlich Manta, Manta 2. Später im Jahr folgen dann noch Fast and the Furious 10, Transformers – Aufstieg der Bestien, Indiana Jones und der Ruf des Schicksals, Oppenheimer, Mission: Impossible – Dead Reckoning Teil eins, sowie der mögliche Film des Jahres: Barbie (der Trailer verspricht schon sehr viel Quatsch).

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Wir freuen uns sehr auf das kommende Kinojahr und wünschen Euch ganz viel Spaß bei allem was ihr im Kino oder zuhause anschaut.

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Lukas Hesselmann
Geschrieben von Lukas Hesselmann
Redakteur im Bereich: Movies
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