Dragon Ball Super: Super Hero

Kritik zum neuesten Dragon Ball Super-Ableger

Dragon Ball-Fans dürfen sich auf die nächste Anime Night von Crunchyroll besonders freuen, denn sie bringt Dragon Ball Super: Super Hero in die deutschen Kinos. Die Freude ist berechtigt, denn trotz eines kleinen Mankos lohnt sich der Film für alle Liebhaber von Dragon Ball und die, die es noch werden wollen. Freut euch also auf den 30. August, denn dann startet der Film in den deutschen Kinos. Dabei könnt ihr ihn wahlweise im Originalton mit deutschen Untertiteln oder mit deutscher Vertonung ansehen.

 

Die Story von Dragon Ball Super: Super Hero

In Dragon Ball Super: Super Hero erwartet uns eine altbekannte Organisation, die erneut ihr Unwesen treiben will: die Red-Ribbon-Armee. Nachdem diese bereits vor einiger Zeit von Son Goku zerschlagen wurde und C16 und C17 sich der Dragon Ball-Truppe angeschlossen haben, möchte Magenta die Organisation mit der Hilfe von Dr. Geros Enkel, Dr. Hedo, wieder aufleben lassen. Und noch schlimmer: Er möchte auch einen weiteren bereits besiegten Charakter wieder zum Leben erwecken.

Glücklicherweise bekommt Piccolo rechtzeitig Wind von dem Vorhaben, nachdem er von einem Cyborg namens Gamma 2 angegriffen wird. Dieser gehört zu Dr. Hedos neuen selbsternannten “Superhelden”. Piccolo infiltriert daraufhin die Red-Ribbon-Armee, um Informationen zu sammeln und einen erneuten Aufstieg zu verhindern. Bald findet er heraus, dass Son Gohan Ziel der Armee ist und Pan als Lockvogel dienen soll. So tüftelt er gemeinsam mit der kleinen Pan einen Plan aus, um die Organisation zu retten und die Gefahr zu bändigen.

Gemeinsam mit einer neu verliehenen Kraft kommt es zum Kampf zwischen Piccolo und Son Gohan und den Cyborgs Gamma 1 und Gamma 2. Doch der wahre Endgegner wartet nur noch auf seine Chance. Zum Glück stehen Piccolo, Son Gohan und die kleine Pan nicht alleine da, sondern bekommen von Bulma und Co. Unterstützung.

 

Unsere Kritik zu Dragon Ball Super: Super Hero

Wie die Einleitung bereits vermuten lässt, kommt mit Dragon Ball Super: Super Hero ein ziemlich guter Film auf die deutschen Kinoleinwände. Was diesen Film so gut macht und was vielleicht eine kleine Kritik verdient hat, schauen wir uns mal etwas genauer an.

Voller Erfolg auch ohne Son Goku und Vegeta

Wenn man sich die Zusammenfassung des Films durchliest, dann fragt man sich sofort: Und was ist mit Son Goku und Vegeta? Diese beiden Hauptcharaktere der Serie und anderer Filme spielen zur Abwechslung in diesem Film keine bedeutende Rolle. Zwar müsst ihr auf die beiden nicht gänzlich verzichten, dennoch dreht sich in Dragon Ball Super: Super Hero alles um Piccolo, Son Gohan und andere Nebencharaktere. Dabei spielen sie eine größere Rolle und andere Protagonisten eine eher kleinere. Und dieses Konzept geht voll auf. Die Nebencharaktere tragen den Film von Anfang bis Ende souverän auf ihren starken Schultern.

Wer also besonders Fan von Piccolo ist, wird in diesem Film bedient. Man lernt zudem etwas mehr die Beziehung zwischen ihm und der kleinen Pan kennen, die noch einmal den weichen Kern Piccolos zu erkennen gibt. Doch auch die Beziehung Son Gohans zu seiner Tochter wird ein wenig näher betrachtet. Doch wer jetzt denkt, dass der Film eine Familienschnulze ist, kann beruhigt sein. Zwar werden die Beziehungen zwischen den Charakteren deutlich, die obligatorische Action und die Vernichtung einer unsagbaren Bedrohung bestimmen aber den Film.

Während sich Son Goku und Vegeta eine kleine Auszeit gönnen, können auch die Erdbewohner eine kleine Verschnaufpause einlegen. Denn dieses Mal steht nicht gleich die ganze Galaxie auf dem Spiel. Diese Eindämmung der Katastrophe soll den Nebencharakteren vielleicht etwas dabei helfen zu glänzen – und zwar in allen möglichen Farben und Formen, wie vielleicht durch den ein oder anderen Spoiler in den Trailern leider schon verraten wurde …

Ein Film für Veteranen und Neulinge

Trotz der Wiederauferstehung einer Organisation aus alten Tagen müssen Veteranen jetzt nicht in ihrem Gedächtnis nach der Red-Ribbon-Armee herumkramen. Auch Neueinsteiger müssen sich keine Sorgen darüber machen, die Handlung nicht nachvollziehen zu können. Der Film startet nämlich mit einer kleinen Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse, die zum Verständnis wichtig sind und gibt Neulingen im Franchise die nötigen Hintergrundinformationen. Wer also seinen Partner oder seine Partnerin mit ins Kino schleppen möchte: Die Sorge um das Nichtverstehen des Films aufgrund fehlenden Kontextes ist kein valides Argument und kann guten Gewissens für nichtig erklärt werden.

Im Film werden gerne mal Referenzen zu Ereignissen aus der Serie gemacht und kurze Ausschnitte dieser gezeigt. Und hier und da dürfen natürlich auch ein paar Insider-Witze nicht fehlen. Echte Dragon Ball-Fans wird das freuen und bei ihnen für den ein oder anderen Schmunzler sorgen. Gut, hier werden sich Neueinsteiger vermutlich schon fragen, was das zu bedeuten hat, aber das gibt ihnen auch einen guten Grund sich den Klassiker Dragon Ball mal etwas genauer anzusehen.
Wie auch in der Serie mangelt es auch in Dragon Ball Super: Super Hero nicht an Humor. Ein Witz hier, eine dumme Frage da. Dies bringt die richtige Prise Humor in den sonst actiongeladenen und ernst gehaltenen Film.

Ausgerechnet die Animation lässt Raum für Kritik …

In Dragon Ball Super: Super Hero wird das erste Mal auf 3D-Animationen gesetzt und Fans der Reihe werden vermutlich enttäuscht darüber sein, dass sich der Stil schon sehr stark verändert hat. Die Animation ist zunächst ungewohnt und nicht besonders schön anzusehen. Sie erinnert in den ersten Minuten doch eher an die Animation einer modernen Kinderserie. Besonders wenn Rückblicke gezeigt werden, fällt der Kontrast zum traditionellen Stil natürlich noch einmal stärker auf. Dennoch gewöhnt man sich im Laufe des Films an die Animation. Es wird einem auffallen, dass sie dennoch sauber und schön anzusehen ist. Daher heißt es hier leider: Abwarten und den Film nicht gleich verurteilen, nur weil die Animation etwas Neues hergibt. Im Laufe des Films wird man sogar die ein oder anderen Vorzüge dieser erkennen, sei es bei der Landschaft oder den farbgewaltigen Szenen. Die 3D-Animation gibt den Bewegungen und Kämpfen auch noch mal eine ganz andere Dynamik.

Dennoch scheint die Technik noch nicht ganz ausgereift zu sein und es erscheint auf den ersten Blick so, als sei an dem Film einfach mit etwas Neuem herumexperimentiert worden zu sein. Zugegebenermaßen trifft die 3D-Animation auch überhaupt nicht meinen Geschmack, versaut hat sie mir den Film aber trotzdem nicht. Kritik ist in meinen Augen dennoch angebracht. Beim nächsten Dragon Ball-Film doch eher wieder die altbewährte Animation, bitte!

Die Animation ist aber wirklich der einzige Punkt, an dem man herumkritisieren kann. Insgesamt ist Dragon Ball Super: Super Hero ein sehr gut gelungener Film mit viel Action, der richtigen Portion Humor und etwas Nostalgie. Außerdem gibt er Gelegenheit, mehr von einzelnen Nebencharakteren zu sehen. Dragon Ball-Fans sollten sich den Film nicht entgehen lassen und auch Zuschauer, die nicht jede einzelne Folge der Serie oder die anderen Filme gesehen haben, werden an diesem Film Spaß haben.

 

Informationen zu Dragon Ball Super: Super Hero

  • Originaltitel: Doragon Bōru Sūpā Sūpā Hīrō
  • Laufzeit: ca. 100 Minuten
  • Altersfreigabe (FSK): ab 12 Jahren freigegeben
  • Regie: Tetsurou Kodama
  • Besetzung: Masako Nozawa, Toshio Furukawa, Hiroshi Kamiya, Mamoru Miyano

 

 

Trailer zu Dragon Ball Super: Super Hero

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  • Dragon Ball Super: Super Hero – Kritik zum neuesten Dragon Ball Super-Ableger
    Fazit zu Dragon Ball Super: Super Hero

    Es hat mir sehr viel Spaß gemacht Dragon Ball Super: Super Hero anzuschauen. Es war schön mal mehr von Piccolo, Son Gohan und Co. zu sehen. Die Animation hat mich zwar am Anfang schon sehr gestört, aber nach einer Weile hatte ich mich daran gewöhnt und konnte den Film richtig genießen. Insgesamt wurde hier einfach sehr viel richtig gemacht.

    Vanessa Jochum, Redakteurin
Spannende und aufregende Geschichte
Der klassische Humor bringt einem zum Lachen
Hauptcharaktere dürfen sich hier mal etwas ausruhen, denn Nebencharaktere werden hier zu Protagonisten
Animation ist leider sehr stark gewöhnungsbedürftig und hat etwas von einer modernen Kinderzeichentrickserie

Ab in die Filmsammlung?

Ein Muss für alle alteingesessenen und neuen Dragon Ball-Fans!

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Geschrieben von Vanessa Jochum
bewegt sich schneller als 5cm/s durch Raum und Zeit.

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