Housemarque – Die Arcade Wurzeln der Returnal Macher

Mit Returnal kehrt Entwickler Housemarque auf die Playstation zurück. Und obwohl das Studio angekündigt hatte, keine Arcade Titel mehr machen zu wollen, besitzt auch Returnal viele Arcade Merkmale. In einem Rückblick befassen wir uns dieses Mal mit der Geschichte des Studios und seinem Portfolio.

 

Anfänge des Studios Housemarque

Seine Anfänge fand das Studio aus Helsinki im Jahr 1995, als sich die beiden Entwickler Bloodhouse und Terramarque zusammenschlossen.  Ilari Kuittinen und Harri Tikkanen erschufen damit das heute älteste Entwicklerstudio Finnlands. Bloodhouse unter der Leitung von Tikkanen hatten 1993 bereits mit Stardust ihr erstes Spiel veröffentlicht und auch in den folgenden Jahren sollte der Titel ein fester Bestandteil des Firmenportfolios bleiben. Terramarque hingegen brachte sein erstes Spiel 1994 auf den Markt, einen 2D Fighter mit dem Titel Elfmania. Der Fighter kam jedoch nicht sehr gut an und so wurde begonnen, an einem neuen Titel für den Amiga zu arbeiten. Als dann mitten während der Arbeiten an dem neuen Projekt der Amiga eingestellt wurde, legte man das Spiel komplett auf Eis.

Nachdem die beiden Firmen sich zusammengeschlossen hatten, legten sie den Fokus auf die Entwicklung von PC Spielen für MS-DOS Systeme. Die ersten Umsetzungen waren ein DOS Port von Stardust, Adventure Alien Incident und The Reap. Über die Jahre sollte sich der Entwickler einen Namen im Arcade Genre machen, unter anderem mit Nachfolgern zum beliebten Stardust und auch vielen Playstation Titeln wie Resogun oder Nex Machina. Umso überraschender kam die Ankündigung im Jahr 2017, dass man von nun an keine Arcade Titel mehr produzieren wolle. Doch lange sollte dieser Vorsatz nicht halten, denn Returnal macht eine Rückkehr zu den Arcade Wurzeln sehr deutlich.

 

Dead Nation und Outland

Neben Super Stardust und den diversen Nachfolgern für Playstation 3, Playstation Portable, Playstation Vita und PS VR hatte Housemarque noch ein paar andere bekannte Titel in petto. Die beiden bekanntesten unter den Spielen sind dabei mit Abstand der Zombie Shooter Dead Nation und der 2D Action Plattformer Outland. Dead Nation kam ursprünglich für die Playstation 3 auf den Markt, der Titel war allerdings so beliebt, dass später Umsetzungen für Playstation Vita und später auch die PS4 folgten.

Bei Fans und Kritikern beliebt, jedoch eher unbekannt, ist Outland. Mit Sicherheit nicht der beste Titel im Portfolio, aber dennoch ein Geheimtipp. Ihr nutzt rote und blaue Energie, um Barrieren und Feinde mit der entsprechenden Farbe zu bekämpfen beziehungsweise zu umgehen. Der 2D Plattformer bot einen guten Mix aus Action, Puzzles und Platforming. Auch heute noch ist das Spiel einen Blick wert, nicht zuletzt wegen seiner interessanten Optik.

 

Der PS4 Launch und Resogun

Der Launch der Playstation 4 liegt nun schon mehr als sieben Jahre zurück und ein Titel zeigt gleich, was mit der Konsole möglich war. Zum Start der neuen Konsole stellte Sony Housemarques Shoot ’em Up Resogun für alle PS Plus Abonnenten zur Verfügung. So konnten die Early Adopter der PS4 gleich loslegen und die neuen Partikeleffekte und die schickere Optik genießen. Das flotte Gameplay mit treibenden Beats konnte dabei sowohl die Gamer also auch die Kritiker überzeugen. Und auch jetzt gilt Resogun noch immer als einer der besten Titel für die PS4. In den folgenden Jahren vertiefte Sony seine Zusammenarbeit mit dem finnischen Studio noch weiter.

2016 folgte Alienation, ein Twin Stick Shooter bei dem ihr aus der isometrischen Perspektive durch Alien verseuchte Level ballert. Ebenfalls im gleichen Jahr bekam zudem Super Stardust Ultra eine VR Version spendiert. Zwei Spiele pro Jahr war ein stattlicher Output und auch das folgende Jahr sollte zwei weitere Titel bringen. Den Anfang im Jahr 2017 machte Nex Machina, erneut ein Twin Stick Shooter. Der Titel entstand in Zusammenarbeit mit Arcade Legende Eugene Jarvis, bekannt für Hits wie Defenders oder Robotron. Das Gimmick des Shoot ’em Ups waren dabei die rotierenden Level, die eine ganz neuen Dimension zum Gameplay beitrugen. Den Abschluss machte dann Matterfall, ebenfalls ein Twin Stick Shooter, der allerdings diesmal eher an Metroid erinnerte. In klassischer Side Scroller Ansicht musstet ihr euch durch futuristische Gebäude und Gebiete. Beide Spiele konnten sich in Reviews und auch bei Spielern durchaus positiv platzieren, jedoch blieb der große finanzielle Erfolg aus. Darin liegt wahrscheinlich auch die 2017 angekündigte Abkehr vom Arcade Genre begründet.

 

Die Rückkehr von Arcade

Nachdem 2017 die Abkehr von den Arcade Wurzeln des Studios angekündigt wurde, war die Frage, was man als Nächstes erwarten kann. Die Antwort kam recht schnell und war zugleich sehr ernüchternd. Denn als nächstes Projekt wollte sich das Studio an einem Battle Royal Titel versuchen. Unter dem Namen Stormdivers wurde das Spiel vorgestellt und nach einer Beta legten die Entwickler den Battle Royal Titel schließlich ohne Release auf Eis. Wenig überraschend, denn trotz des leichten Sci-Fi-Hauchs war der Look der Welt und das Gameplay recht generisch. Und somit gab es erneut nichts zum Spielen von Housemarque für ihren Fans, doch das sollte sich bald ändern.

Der Launch Event zur Playstation 5 brachte einige Neuankündigungen für Sonys neue Heimkonsole. Und hier sahen wir dann auch zum ersten Mal Housemarques neues Projekt Returnal. Mit den ersten Trailern und Gameplay Präsentationen wurde auch schnell klar, dass sich die Finnen wohl wieder auf ihre Wurzeln besinnen. Im Kern von Returnal steckt ein klassisches Rouge-Lite gemixt mit einer düsteren Science Fiction Story. Das eigentliche Gameplay spielt sich dann aber überraschend deutlich in bester Shoot ’em Up Manier, wie man sie von den Entwicklern kennt, nur diesmal eben aus der Third Person Perspektive. Erneut steht uns ein reichhaltiges Arsenal an Waffen und Gimmicks zur Verfügung, um den ständig im Wandel begriffenen Planeten zu erkunden. Ob Returnal an Housemarques frühere Erfolge anknüpfen kann und ob noch mehr arcadige Titel in deren Zukunft liegen, erfahren wir zum Release von Returnal am 30. April.

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Geschrieben von Marco Schmandt
Ist unterwegs als Space Ninja in Warframe
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2 Kommentare

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