Nex Machina – Test zu Housemarques Robotron Hommage

Wenn man an moderne Spiele im Oldschool Arcade Stil denkt, kommt man nicht an Housemarque vorbei. Nach Titeln wie Resogun oder Alienation kommt mit Nex Machina der nächste Twin Stick Titel heraus. Die Kooperation mit Legende Eugene Jarvis soll das Feeling alter Arcade Action Shooter perfekt einfangen. Ob es Housemarque geschafft hat, erfahrt ihr jetzt im Test.

 

Welcome to Resonation

Das Setup für Nex Machina wirkt wie ein knalligerer Mix aus Resogun Gameplayelementen und Alienation Mechaniken. Die Ansicht hat man dabei direkt aus Alienation übernommen. Euer kleiner flinker Charakter rennt dabei durch die einzelnen Parts der Stages und schießt die anrückenden Gegner in ihre Einzelteile. Eure Waffe steuert ihr dabei ganz einfach mit dem rechten Stick und nehmt damit Ziele ins Visier. Generell ist die gesamte Steuerung super simpel gehalten. Ein Stick zum Rennen, einer zum Feuern und dann noch der Dash und eure Nebenwaffe. Mehr als das müsst ihr euch nicht behalten und das ist auch perfekt so. Was euch das Spiel nämlich entgegen wirft, benötigt eure gesamte Aufmerksamkeit. Gegner spawnen in Gruppen und decken euch mit Waffenfeuer aus allen Richtungen ein. Während ihr zurückschiebt und ausweicht, müsst ihr dann noch in Resogun Manier Menschen retten. Hin und wieder droppen dann besiegte Gegner Upgrades wie Sekundärwaffen oder passive Upgrades wie Schilde oder Waffenstreuung. So lange ihr am Leben bleibt, behaltet ihr diese Boni, verliert diese aber mit dem nächsten Tod. Dafür bekommt ihr nach der Wiederbelebung ein kleines Zeitfenster, in dem ihr die Upgrades wieder aufsammeln könnt. Die Level bieten dabei noch jede Menge Nebenaufgaben. So könnt ihr eine Vielzahl an geheimen Routen entdecken, versteckte Menschen finden oder bestimmte Objekte zerstören. Am Ende jeder Stage wartet dann einer der Maschinengötter auf euch. Und die Bosskämpfe sind wie üblich ein echtes Shooter Highlight, bei denen ihr erstmal eine Taktik entwickeln müsst, um zu bestehen. Und eine Warnung noch, Nex Machina ist hart, so wie man es vom Vorbild Robotron her kennt. Das gilt dabei für jeden Schwierigkeitsgrad, die sich eigentlich nur durch die Anzahl der verfügbaren Continues unterscheiden.

Nex Machina

Die Bosskämpfe lassen euch nicht viel Platz.

 

Modi und Charakteranpassungen

Spielen könnt ihr in verschiedenen Modi wie zum Beispiel Arcade, Local Multiplayer oder Single World. Im Arcade Mode spielt ihr Level für Level bis je nach Schwierigkeitsgrad eure Continues aufgebraucht sind. In Single World könnt ihr die einzelnen Stages, die ihr im Arcade Mode freigeschaltet habt, separat anwählen für die Jagd nach einem neuen Highscore. Zusätzlich verdient ihr hier Credits, mit denen ihr entweder noch nicht bewältigte Stages freischalten oder euer Spielerprofil und euren Charakter anpassen könnt. Die Anpassungen reichen dabei von der Farbe eures Waffenfeuers bis hin zu Helmen. Auf das Gameplay wirken sich diese Änderungen allerdings nicht aus. Dennoch ist es sehr motivierend zu sehen, wo ihr im Vergleich zu anderen Spielern weltweit steht. Auch wenn der lokale Multiplayer Mode super ist, hat man doch Potenzial verschwendet, indem man auf echten Onlinemultiplayer verzichtet hat.

 

Knallbunte Voxelorgie

Housemarques Voxel basierte Engine sieht wieder einmal extrem effektvoll aus. Die Umgebung sowie die Feinde zerspringen in kleine Voxelklötzchen, begleitet von knalligen Effekten in Neonfarben. Alles getrieben vom erstklassigen Soundtrack von Ari Pulkkinen sorgt dabei für die perfekte Begleitung für das Chaos auf dem Bildschirm. Der treibende 80er Jahre Synth Sound passt hervorragend zu diesem Titel. Aus der Kombination von Sound und Optik entsteht ein echtes Erlebnis, insbesondere für Arcade Fans. Hier kommt echte Nostalgie in Kontakt mit neuester Technik.

 

Positiv:

Erstklassiges Robotron Gameplay wie beim Original
Level bieten viel zu entdecken und motivieren auf Highscore Jagd zu gehen
Steuerung ist super simpel und geht einfach von der Hand
Optik und Soundtrack überzeugen auf ganzer Linie

Negativ:

Online Multiplayer wäre nicht schlecht gewesen
Der Schwierigkeitsgrad könnte für den einen oder anderen anfangs etwas hart sein
[testimonial_slider][testimonial image_url=”58912″ image_width=”180″ image_height=”180″ name=”Marco Schmandt, Redakteur”]

“Nex Machina ist Housemarques bisher bester Titel, das kann ich mit gutem Gewissen sagen. Die Zusammenarbeit mit Legende Eugene Jarvis hat deutlich Spuren hinterlassen und liefert das echte 80er Jahre Arcadefeeling in Reinform. Egal in welchem Mode ihr die Maschinen in ihre Voxels zerballert, überall dominiert die simple aber effektvolle Action. Die Entwickler haben sich auf die Tugenden alter Arcadetitel besonnen und diese perfekt umgesetzt. Die simple Steuerung lässt euch leichtfüßig durch die Massen von Gegnern zischen. Jeder Treffer wird dabei von einem wundervollen Effektgewitter begleitet und ist eine echte Augenweide. Der Soundtrack von Ari Pulkkinen treibt euch dabei immer weiter voran und sorgt für erstklassige Begleitung für das bunte Chaos. Die vielen geheimen Passagen und Nebenaufgaben laden zudem ein, etwas auf Erkundungstour zu gehen. Wer Housemarques Spiele bisher schon klasse fand, wird von Nex Machina begeistert sein. Absolut empfehlenswert.”

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Ab in die Sammlung?

Wer an den bisherigen Spielen von Housemarque gefallen fand, sollte sich Nex Machina nicht entgehen lassen.

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Geschrieben von Marco Schmandt
Ist unterwegs als Space Ninja in Warframe
1 Kommentar

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