Die Gerüchteküche um das Projekt „Alterra“ hat sich bestätigt: Ubisoft hat die Entwicklung des ambitionierten Social-Sim-Spiels endgültig eingestellt. Wie das Branchenportal „Insider Gaming“ exklusiv berichtet, wurde das Team bei Ubisoft Montreal am Dienstag überraschend über das Ende informiert und für den Rest des Tages nach Hause geschickt. Das Projekt war zu diesem Zeitpunkt fast drei Jahre in der Entwicklung. Ein offizieller Kommentar des Publishers zu den genauen Gründen steht noch aus, jedoch reiht sich die Einstellung in einen drastischen Sparkurs ein, den der französische Konzern derzeit verfolgt.
Mit Alterra wurde ein weiteres Projekt eingestellt
Die Entscheidung, „Alterra“ zu beerdigen, ist kein isolierter Vorgang, sondern Teil einer umfassenden Neuausrichtung von Ubisoft. Das Unternehmen hatte zuletzt mehrere Projekte gestrichen, um sich auf seine Kernmarken zu konzentrieren. Bereits im Februar wurden unter anderem das Remake von Prince of Persia: The Sands of Time sowie ein Multiplayer-Ableger der Assassin’s Creed-Reihe beendet. Im März 2026 folgte die Einstellung der Spieleentwicklung bei Red Storm Entertainment, dem Studio hinter Rainbow Six. Nach bisherigen Informationen sind von der Einstellung von „Alterra“ keine direkten Entlassungen betroffen. Die Teammitglieder wurden auf eine interne Verfügbarkeitsliste gesetzt und sollen auf andere Projekte innerhalb des Unternehmens verteilt werden. Was die Entscheidung für die beteiligten externen Support-Studios bedeutet, ist derzeit noch unklar.
Es sollte eine Life-Simulation mit vielen Freiheiten werden
Offiziell angekündigt wurde „Alterra“ nie, doch durch den Bericht von „Insider Gaming“ aus dem Jahr 2024 sowie durchgesickerte Konzeptzeichnungen war bereits einiges über das Spiel bekannt. Es sollte eine Social-Simulation werden, die stark von Nintendos Erfolgsreihe Animal Crossing inspiriert war. Das Spiel setzte auf einen charakteristischen Voxel-Grafikstil und Sandbox-Mechaniken ähnlich wie in Minecraft, sodass Spieler mit gesammelten Materialien eine blockbasierte Welt nach eigenen Vorstellungen bauen konnten.
Die Spielwelt sollte aus verschiedenen Biomen bestehen, die jeweils einzigartige Kreaturen und Ressourcen beherbergten. Die NPCs, sogenannte „Matterlings“, waren im Design an die beliebten Funko-Pop-Figuren angelehnt. Die kreative Leitung des Projekts lag in den Händen von Patrick Redding, der bereits als Story Designer für Far Cry 2 und Creative Director für Gotham Knights tätig war, sowie Lead Producer Fabien Lhéraud. Die Einstellung von „Alterra“ zeigt einmal mehr, wie tiefgreifend der Strukturwandel bei Ubisoft derzeit ist und dass selbst vielversprechende Projekte diesem Sparkurs zum Opfer fallen können.
Quelle: Insider-Gaming
Bild © Ubisoft/ Nintendo



