Nvidia GeForce Now – Der neue Streaming-Dienst in der Stadt

Das Jahr 2020 steht nicht nur für den Beginn einer neuen Konsolen-Generation, nein, auch das Thema Game-Streaming nimmt immer mehr Fahrt auf. Mit Nvidia GeForce Now wirft ein weiterer Anwärter seinen Hut in den Ring und lässt den bislang einzigen Kontrahenten Google Stadia alt aussehen. Was der Streaming-Dienst des Grafikkartenherstellers so zu bieten hat und wie er sich gegen die Konkurrenz schlägt erfahrt ihr im Folgenden.

 

Nvidia GeForce Now verlässt die Beta-Phase

Microsofts Project XCloud und Google Stadia bekommen ernsthafte Konkurrenz im jungen Markt der Game-Streaming Anbieter. GeForce Now, der Streaming-Dienst des Grafikkartenherstellers Nvidia, hat offiziell seine Beta-Phase verlassen und öffnet seine Tore für die Allgemeinheit. Dabei scheint es einen entscheidenen Vorteil gegenüber der Konkurrenz zu haben: Während Google Stadia versucht eine eigenständige Plattform aufzubauen und Projekt XCloud auf die breite Bibliothek der hauseigenen Konsolen-Familie setzt, bietet euch GeForce Now nahtlosen Zugriff auf einen Großteil eurer PC-Spiele. Insbesondere gegenüber Google Stadia kann das Streaming Angebot von Nvidia deutlich punkten. Nicht nur, dass ihr eure Spiele nicht ein weiteres Mal erwerben müsst um es über GeFroce Now nutzen zu können, auch eure Spielstände und Errungenschaften bleiben plattformübergreifend erhalten.

Aktuell könnt ihr auf GeForce Now mit jedem Windows-PC oder Mac und jeglichen Android-Geräten zugreifen. Unterstützung für iOS und diverse Chromebooks sichert Nvidia noch für dieses Jahr zu. Doch wie genau funktioniert der neue Streaming-Dienst. Mit Hilfe der Geforce App könnt ihr auf jedem der oben aufgeführten Geräte direkt mit dem Streaming loslegen und hunderte aktuelle Spiele starten. Dabei werden alle aktuellen Titel automatisch auf dem neuesten Stand gehalten. Auf dem Spielgerät eurer Wahl muss dafür lediglich eine kleine Datei angelegt werden, die laut Nvidia kaum größer als 100 Megabytes sein wird. Neben der obligatorischen Maus und Tastatur Kombination, könnt ihr selbstverständlich auch eure Controllern verbinden.

Spiele-Bibliothek von GeForce Now

 

Gaming auf höchsten Niveau

Ihr wundert euch jetzt vielleicht, warum ihr einen Streaming-Dienst auf eurem Gaming-PC abonnieren solltet, wenn ihr die vielen Spiele auch ganz regulär zocken könntet. Nun das Angebot von GeForce Now richtet sich voranging an all jene die keinen überzüchteten Gaming-Tower daheim stehen haben, aber dennoch keine Abstriche in Sachen Grafik und Performance machen möchten. Nvidia versichert absolute High-End Grafik für all ihre Streaming-Spiele, sofern euer Internet die nötige Bandbreite von minimal 15 MBit/s im Download liefern kann. Laut dem Grafikkartenhersteller sei die Performance mit einer RTX 2080 Ti-Karte zu vergleichen – und das auf jeder Kartoffel die eines der erforderlichen Betriebssysteme mitbringt. Sogar Ray Tracing soll möglich sein, eine grafische Option die aktuell nur High-End-Rechnern vorbehalten ist.

Einziger Wermutstropfen scheint bislang zu sein, dass noch unklar ist welche kommenden Spiele von dem Streaming-Dienst unterstützt werden sollen. Zwar kann sich die aktuelle Bibliothek von hunderten Titeln durchaus sehen lassen, zukünftige Spiele müssten sich jedoch aktiv dafür entscheiden ihre Spiele für die Streaming-Plattform umzusetzen. Nvidia selbst spricht zwar von marginalen Anpassungen die dafür nötig seien, entscheiden müssen das aber letztlich die Entwickler selbst. Sollten sich allerdings die Entwickler künftiger Games dafür entscheiden, gilt weiterhin, dass ihr das Spiel nur einmal regulär erwerben müsst um es streamen zu dürfen. Und immerhin sprechen 300.000 Beta-Nutzer mit über 70 Millionen Spielstunden eine deutliche Sprache in Richtung der Entwickler.

 

Monatliche Gebühren?

So schön das alles klingen mag, so stellt sich doch die Frage, was sich Nvidia für dieses Angebot bei euch in Rechnung stellen möchte. Aber keine Sorge die Preise für GeForce Now scheinen mehr als human zu sein. Nach Veröffentlichung habt ihr als Nutzer die Wahl zwischen zwei Abo-Stufen. Die erste Stufe ist dabei vollkommen umsonst, limitiert jedoch eure tägliche Spielzeit auf eine Stunde und es fehlen Features wie Ray Tracing und co. Natürlich ist das nicht viel und sollte weder Hardcore- noch Casual-Gamer sonderlich zufrieden stellen, aber diese Gratis-Option ist wahrscheinlich eher als Demo-Version zu verstehen. Ihr erhaltet die Möglichkeit umsonst zu probieren, ob GeForce Now überhaupt in eurem Netzwerk funktioniert oder ihr mit der verfügbaren Performance zufrieden seit. Eine Möglichkeit die euch Google Stadia zum Beispiel verwehrt und somit durchaus positiv bewertet werden kann.

Die zweite Stufe kostet euch um die 5,50 € im Monat und stellt das Komplettpaket dar. Neben allen Grafikoptionen und einer Bevorzugung auf den Servern werden auch längere Spielsessions versprochen. Was allerdings genau mit “Extended Session Length” gemeint ist können wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen. Allerdings scheint es so als sei eure Spielstunden-Zahl am Tag begrenzt. Insgesamt klingt Nvidias GeForce Now auf dem Papier verdammt gut, doch wie wir mit dem Launch von Google Stadia gelernt haben, hat das nur bedingt etwas mit der Wirklichkeit zu tun. Wie sich der Streaming-Dienst im Praxis-Test schlägt bleibt noch abzuwarten.

Abo-Modell GeForce Now

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Quelle: nvidia.com

Maximilian Apel
Geschrieben von
Unity. Precision. Perfection.

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