Angespielt: Zombie Army 4: Dead War (gamescom 2019)

Einst ein Standalone-DLC für Sniper Elite V2 hat sich die Zombie Army-Reihe inzwischen zu einem eigenen Franchise gemausert. Im Frühjahr 2020 erscheint mit Zombie Army 4: Dead War der nunmehr vierte Teil der Serie und soll erneut ein Koop-Feuerwerk bieten. Wir konnten den Titel bereits auf der gamescom hinter verschlossenen Türen ausprobieren und verraten, ob sich Koop-Spieler auf Zombie Army 4 freuen sollten.

 

The same procedure…

Zur Story von Zombie Army 4: Dead War haben wir vom Entwickler noch nicht allzu viel gehört. Der grobe Rahmen ist jedoch schnell erklärt: Zombie-Nazi-Soldaten greifen an und müssen besiegt werden. Klingt simpel, bekannt und dumm – ist es vermutlich auch. Die Chance, dass Entwickler Rebellion hier noch ein Story-Ass im Ärmel hat, schätzen wir als sehr gering ein. Aber mal ehrlich: Für gute Action zwischendurch braucht es doch auch gar keine tief greifende Story und wenn Zombie Army 4 eines kann, dann ist es Action. Das Spiel für einen bis vier Spieler lässt die Zombie-Horden in Europa auftauchen. Bereits bestätigte Locations, die wir im finalen Spiel sehen werden, sind Milan und Venedig. Das Demolevel der gamescom spielt auf einem Bahnhof in Milan, der von den Untoten überrannt wurde. Zusammen mit einem anderen Journalisten müssen wir nun die Horden aufhalten und zurück in die Hölle schicken. Dazu können wir uns zunächst für einen Charakter entscheiden. Natürlich können wir diese Charaktere verbessern, aufleveln und optisch anpassen. Die Entwickler versichern uns jedoch, dass alle Waffenupgrades, Charakter-Skins und andere kosmetische Items nicht durch Loot-Boxen in die Hände der Spieler geraten werden. Gut so!

In Zombie Army 4: Dead War bekommen wir es unter anderem mit Flammenwerfer-Zombies zu tun.

 

Ein falscher Schritt und du bist tot

Auf den ersten Blick wirkt Zombie Army 4 wie Teil 1, 2 oder 3 – die Verbesserungen stecken im Detail. So sind nun beispielsweise Fallen in den Levels versteckt, die durch Beschuss ausgelöst werden können. In unserem Fall ist das ein gigantischer Ventilator, der nach seiner Aktivierung die untoten Horden kleinhäckselt. Das ist nicht nur äußerst blutig, sondern im schlimmsten Fall auch tödlich für unsere Mitstreiter – die Fallen machen nämlich vor Teammitgliedern keinen Halt. Neben den Fallen tauchen nun auch spezielle Zombies in den Levels auf. In der Demo ist das vor allem eine neue Art Zombie, die mit Dynamit bestückt ist, auf uns zu rennt und sich dann selbst in die Luft sprengt. Im fertigen Spiel werden noch etliche Sondertypen auftauchen. Einer wird am Ende des Levels in Form eines Minibosses angeteast: ein großer Zombie samt Flammenwerfer.

Die Kill-Cam ist natürlich wieder mit dabei.

 

Cut oder Uncut?

Vor ein paar Jahren hätte man darauf wetten können, dass Zombie Army 4: Dead War in dieser Form niemals in Deutschland erscheinen würde. Platzende Köpfe, Blut und Nazi-Symbolik – das geht normalerweise nicht. Doch in den letzten Jahren wurde die USK scheinbar immer zahmer und tatsächlich strebt Rebellion laut Entwicklern eine ungeschnittene Veröffentlichung an – und das, obwohl die Killcam aus den Sniper-Spielen wieder mit an Bord ist. Doch so schön die Uncut-Version für Deutschland auch wäre, beim Spiel läuft bisher nicht alles rund. Zum einen ist da die Grafik, die nicht wirklich zeitgemäß scheint. Zunächst erscheint das Spiel für den PC, die Xbox One und die PlayStation 4 – über Next-Gen- oder Stadia-Portierungen wollte man nicht sprechen. Doch selbst wenn Zombie Army 4 nur für die Current Gen-Plattformen erscheinen sollte, ist die Grafik etwas altbacken. Das viel größere Problem ist jedoch, dass dem Spiel bisher die eigenen Ideen fehlen. Das Gesehene spielt sich zwar gut, das Waffengefühl ist top und wenn 50 Untote auf einen zu rennen, setzt der Puls auf jeden Fall aus – doch das alles kennt man irgendwie schon. Sollte es Rebellion schaffen, bis zum Release mit eigenen Ideen zu punkten, könnte Zombie Army 4: Dead War ein durchaus spaßiger Koop-Titel sein. Bleibt das fertige Spiel auf dem Niveau der gamescom-Demo, erwartet uns ein nettes Best-of der Zombie-Shooter.

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“Mir hat der kleine Einblick in Zombie Army 4 durchaus Spaß gemacht. Die Action geht gut von der Hand, das Waffengefühl ist kaum zu toppen. Sorgen machen mir bisher einzig die Grafik, die noch ein wenig zweckmäßig daherkommt, sowie die Innovationstiefe des Spiels: Braucht es wirklich noch einen weiteren Zombie-Shooter? Eine Left 4 Dead 3-Alternative wird Zombie Army 4 sicherlich nicht, ein spaßiges Koop-Häppchen für zwischendurch aber allemal.”

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Geschrieben von Lukas Hesselmann
Redakteur im Bereich: Movies
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