Vorschau: Forspoken (Demoversion) – Trotz kleiner Schwächen freuen wir uns auf den Release!

Forspoken ist momentan eines der sehnsüchtig erwarteten Spiele vom japanischen Publisher Square Enix. Bislang mussten wir uns mit Trailern begnügen, nun gibt es jedoch eine kostenlose Demo, die rund drei Spielstunden bietet. In unserem Podcast haben wir bereits kurz über die Demo gesprochen. Einen ausführlicheren Bericht, warum man sich auf den Release von Forspoken am 24. Januar 2023 freuen sollte, lest ihr hier in unserer Vorschau.

 

Frey und ihr sprechender Armreif

Worum geht es in Forspoken eigentlich? Zwar gibt es in der Demo so gut wie keine Storyinhalte, wir wissen aber bereits ein wenig über die Spielwelt. Hauptcharakter ist die New Yorkerin Frey, welche sich plötzlich in einer anderen Welt, die so gar nicht nach New York aussieht, wiederfindet. Hier bekommt sie einen sprechenden Armreif verpasst, den sie nicht mehr abnehmen kann. Immerhin erhält sie durch ihn magische Fähigkeiten.

Doch anstatt auf Weltenbummel zu gehen findet sich Frey als Retterin der Welt Athia wieder, worüber sie nicht wirklich froh zu sein scheint. In Athia lauern viele Gefahren, allen voran die Tantas. Waren sie einst die gefeierten Beschützer von Athia, sind sie nun finstere Despoten. All das könnte mit dem sogenannten “Bruch” zusammenhängen. In der Demo sahen wir einige Gegner und auch Gebäude, die von einer Art Verderbnis befallen waren, was wohl dieser Bruch sein wird. Dieser könnte auch der Grund für den Wahnsinn der Tantas sein.

Ein wenig spoilerte uns die Demo dann auch. Denn anscheinend legt man die Tantas um und erlangt dann deren Magie. Zumindest verfügte Frey über zwei Arten von Magie: Ihre eigene, sowie die Feuermagie der Tanta Sila. Dass die Bösewichte besiegt werden, war aber zu erwarten. Auch wenn uns die Demo sonst nicht viel über die Story verriet, sie macht Lust auf mehr. Das einzige wovon ich gerne weniger hätte waren die unnatürlichen Dialoge. Frey und ihr Armreif reden pausenlos miteinander, sodass sich auch während der drei Spielstunden die Gespräche recht schnell wiederholt haben. An sich finde ich es schön, dass man nicht in völliger Stille durch die Welt reist. Dann sollten die Dialoge aber bitte nicht wie in einer schlechten Fanfiktion anmuten und die Sprecher auch wissen, welche Emotion in einer Antwort grade Sinn macht. Hoffentlich wird das im fertigen Spiel etwas besser.

 

In Sneakers um die Welt

Lässt man die fragwürdigen Dialoge einmal beiseite, so hat die Demo mir verdammt viel Spaß gemacht. Und dass liegt vor allem an der Art und Weise, wie sich Frey durch Athia bewegt. Bewaffnet mit ihren Sneakers flitzt Frey nämlich durch die Welt in einer Art magischen Sprint. Dabei gleitet man wirklich schnell über die Blumenwiesen von Athia und kann schnell Gegner entkommen oder Kämpfe initiieren. So sind auch Riesensprünge möglich, mit denen man kleinere Klippen hochkommt. Mit einer Art Feuer-Lasso konnte Frey die ganz großen Steilwände erklimmen, indem sie sich an großen steinernen Drachenköpfen hochzog. Das alles sieht erstens fabelhaft aus und spielt sich zweitens wunderbar flüssig und flott.

Wer sich gerne schnell über die Spielkarte bewegt, dem wird das Bewegungssystem in Forspoken definitiv gefallen. Im Gameplay-Trailer sahen wir außerdem schon, dass Frey auch mit einer Art Surfboard aus Wasser losdüsen kann. Mir hat die Reise durch den kleinen Teil von Athia in der Demo sehr viel Spaß gemacht und ich bin gespannt, was ich mich Frey noch alles für Möglichkeiten bekommen werde.

Die Bewegung in der Welt macht also Spaß. Aber die Welt Athia selbst wirkte in der Demo noch etwas leer. Hier und da gibt es natürlich Gegner, es gibt Schatzkisten zu plündern und Ruinen zu untersuchen. Aber trotzdem hatte ich bei der Erkundung nicht unbedingt Lust, die Welt zu sehen, sondern wollte mit Frey durch die Gegend sausen. Städte oder Dörfer gibt es dann hoffentlich im fertigen Spiel zu sehen. Ansonsten gab es natürlich wie in mitlerweile fast jeden Spiel mit großer Karte Türme, von denen aus Frey ihre Umgebung scannen kann und interessante Orte entdeckt.

 

Die Magie der Elemente

Neben dem Parkour und der Story hat Forspoken vor allem viele Kämpfe zu bieten. Und die bestreitet Frey alle mit der Magie der vier Elemente. Ihr eigenes Element, mit dem sie startet, scheint das der Erde zu sein. So kann sie entweder ein Speerfeuer aus kleinen Kieseln entfesseln oder große explodierende Brocken feuern. In der Demo stand außerdem noch die Feuermagie zur Auswahl, welche vor allem ein paar coole Nahkampfangriffe hatte.

Grundsätzlich gibt es die Fähigkeiten wie den Steinwurf oder den Feuerspeer, die Frey die ganze Zeit einsetzen kann. Zusätzlich bietet jedes Element noch verschiedenste Unterstützungsfähigkeiten, die jeweils eine eigene Abklingzeit haben. Gewechselt werden diese durch ein Fähigkeitenrad, dass ihr mitten im Kampf öffnen könnt, wodurch sich auch die Zeit deutlich verlangsamt. Munter in den Beschreibungen schmökern kann man zwar nicht, aber es verlangsamt schon genug, um komfortabel die nächste Fähigkeit zu wählen. Cool ist, dass ihr jederzeit zwischen den verschiedenen Magie-Elementen wechseln könnt und auch die Unterstützungsfähigkeiten bei Bedarf alle hintereinander abfeuern könnt.

Die Macht über die Elemente ist gerade mit Freys Parkour sehr cool und macht riesigen Spaß. Gerade am Anfang kann es etwas dauern, bis man sich an den flotten Wechsel der Fähigkeiten gewöhnt hat. Hat man das jedoch geschafft, so bietet Forspoken eine große Vielfalt. So kann ich mir mit der Feuermagie brennende Diener beschwören, die für mich kämpfen, um dann wieder zur Erdmagie zu wechseln und mit meinen Steinen drauf zu ballern. All das geht mit Übung sehr flüssig von der Hand und sieht dabei richtig gut aus. Jede Magie Art hat außerdem noch eine ultimative Fähigkeit, die Eindruck schindet und viel Schaden verursacht. Ich jedenfalls freue mich schon darauf auch die Luft- und Wassermagie aus den Trailern zu benutzen.

 

Wird Forspoken ein tolles Spiel?

Hat die Demo Lust auf mehr gemacht? Definitiv! Habe ich trotzdem die Befürchtung das Spiel könnte sein Potenzial nicht ausschöpfen? Ebenfalls ja. Die Demo von Forspoken hat mir zwar richtig viel Spaß gemacht, jedoch sehe ich bislang auch noch ein paar Schwächen. Einige davon ergeben sich im Zusammenhang mit dem, was wir aus den Trailern kennen.

Zum einen wäre das die Story bzw. die Art und Weise wie diese und präsentiert wird. Frey und der Armreif fühlten sich sehr gestellt und steif an und ihre Dialoge haben mir bislang gar nicht gefallen. Außerdem wirkten die Animation der Charaktere im Trailer etwas hakelig. Das erwartet man bei einem Spiel von Square Enix in Jahr 2023 eigentlich nicht mehr. Zum anderen ist da noch die Welt Athia selbst. Klar steuere ich Frey gerne im absurder Geschwindigkeit, aber wenn die Karte über die sie rast leblos wirkt, wird das auch nicht lange Spaß machen.

Zu guter Letzt ein kleines Manko was die Kämpfe angeht. Bei den vier Elementen hätte man sehr gut verschiedene Zauber miteinander interagieren lassen können. Ich stecke einen Gegner in Brand und fache das Feuer dann mit Windmagie an. Oder ich verlangsame Gegner, indem ich beschworene Erde mit Wasser in unwegsames Terrain verwandle. Hier hätte man meiner Meinung nach die Zauber aufeinander abstimmen können. Trotzdem haben mir die Kämpfe sehr viel Spaß gemacht und ich sehe dem Release von Forspoken am 24. Januar 2023 freudig entgegen.

 

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  • Forspoken Wallpaper
    Fazit zu Forspoken (Demo)

    Die Demo von Forspoken hat leider nicht alle meine Zweifel, die sich aus den Trailern ergeben haben, vertrieben. Was die leere Welt angeht hat sie sie sogar verstärkt. Die Kämpfe und der Parkour haben mich jedoch völlig überzeugt. Ganz zu schweigen vom wunderschönen Design der Menüs und des Inventars. Wer will nicht in einer Welt leben, in welcher der richtige Nagellack den entscheidenen Unterschied bei der Magie macht? Ich bin wirklich gespannt wie viel Spaß die Story machen wird, denn wenn die gut wird, hat Forspoken gute Chancen die Messlatte für Games in 2023 direkt sehr weit hoch zu legen.

    Tobias Mehrwald, Redakteur und Lektor
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Geschrieben von Tobias Mehrwald
entkommt in unter fünf Minuten aus der Unterwelt.
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