Mass Effect – Ein galaktisches Epos

Am 14. Mai 2021 ist es soweit: Die Mass Effect Legendary Edition erscheint für die PlayStation 4, Xbox One und den PC. Warum bin ich deshalb so gehyped? Es ist doch nur ein Remaster. Nun, für mich ist die Mass Effect Trilogie rund um Commander Shepard die beste Spiele-Reihe, die je erschienen ist. Da habt ihr es, ich habe es gesagt. Und wehe, jemand erwähnt auch nur ein Sterbenswörtchen über Andromeda. Für mich ist das einfach nur eine Galaxie oder eine Figur aus der griechischen Mythologie. Aber ich schweife ab: Hier erfahrt ihr nun, was die Mass Effect Trilogie so großartig macht.

 

Space Opera

Ich bekomme bereits eine Gänsehaut, wenn ich an das epische Storytelling in Mass Effect zurückdenke. Wobei sich die einzelnen Teile durchaus in dem Ausmaß ihrer Erzählungen unterscheiden. Während der erste Teil noch relativ gemächlich voranschreitet und die große Bedrohung erst nach und nach offenbart, ist in Mass Effect 2 von Anfang an klar, was auf dem Spiel steht. Spätestens im dritten Teil ist die Kacke dann so richtig am Dampfen. Aber fangen wir von vorne an: Der erste Teil spielt im Jahre 2183. 35 Jahre zuvor hat die Menschheit die sogenannten Massenportale entdeckt, mit der sie an weit entfernte Punkte in der Galaxie reisen kann. Relativ früh wird ihr bewusst, dass sie nicht alleine ist und wird Teil der intergalaktischen Gesellschaft.

Eine der menschlichen Siedlungen auf den neu bewohnten Planeten wird attackiert und als weiblicher oder männlicher Shepard ist es eure Aufgabe die Gefahr abzuwenden. Doch bei dieser kleinen Aufgabe bleibt es natürlich nicht. Die Story entwickelt sich zu einem größeren Epos mit einer unbekannten Rasse im Zentrum, die jegliche intelligente Spezies auslöschen möchte. In Mass Effect 2 ist die Geschichte kompakter und verfolgt ein klares Ziel. Im Verlauf der Geschichte versammelt ihr eure Crew, um auf eine gewagte Selbstmordmission zu gehen. In allen drei Teilen spielen eure Entscheidungen eine Rolle, doch insbesondere im zweiten Teil haben diese Tragweite. Der dritte Teil ist ganz klar als Finale ausgelegt. Es gilt einen Krieg gegen einen übermächtigen Feind zu führen. Viele Spieler haben das Ende von Mass Effect 3 kritisiert, da es eure Entscheidungen letztlich bedeutungslos macht. Ich war zwar auch nicht unbedingt begeistert vom Ende, aber der Weg ist das Ziel oder etwa nicht? Auch der dritte Teil der Reihe erzählt eine epische Geschichte mit tollen Charakteren und zahlreichen Wendungen und Schicksalen.

Mass Effect: Legendary Edition

Eine epische Geschichte, die durch drei Spiele erzählt wird. Wer die gesamte Story erleben möchte, sollte alle drei Teile spielen.

 

Eine ganze Galaxie entdecken

Was mich direkt zu Beginn von Mass Effect so gefesselt hat, war die durchdachte und komplexe Welt, beziehungsweise Galaxie. Ich wollte mehr über die verschiedenen Spezies erfahren und die zahlreichen Planeten entdecken. Wie schon erwähnt, ist die Menschheit erst vor kurzem auf mehrere außerirdische Zivilisationen gestoßen und hat das eigene Sonnensystem verlassen. Wir sind also als Commander Shepard selbst noch dabei alle neuen Informationen aufzunehmen und die Welt in Mass Effect kennenzulernen. Von den Asari über die Turianer bis hin zu den Kroganern, jede einzelne Spezies hat seine eigene Vorgeschichte, Biologie und Eigenheit. Das kann einen am Anfang vielleicht etwas überwältigen, aber das Spiel versorgt uns mit mehr als genug Hintergrundwissen in Form von Kodex-Einträgen. Und glaubt mir, ich habe jede einzelne durchgelesen. Ich schätze, ich weiß mehr über die biologische Beschaffenheit der ganzen Mass Effect Lebewesen als über die der Erde.

Im Laufe der Reihe erfahren wir als Spieler zudem immer mehr über die Vergangenheit unserer Galaxie und stoßen mehrmals auf Überreste der Protheaner. Der Entdeckerdrang wird konstant stimuliert. Das World Building in Mass Effect ist in sich geschlossen und durchaus komplex. In einer Galaxie, in der diverse Spezies aufeinander treffen, kann es zu Konflikten kommen. Politik spielt in Mass Effect eine große Rolle, das spiegelt sich vor allem in der Citadel wider. Sie ist eine Art politisches Zentrum der Milchstraße und eine der ersten Orte, zu denen man aufbricht. Wer sich darauf einlässt, kann sich in Mass Effect in eine Welt fallen lassen, die einen so schnell nicht wieder loslässt.

Mass Effect: Legendary Edition

Planeten, Raumstationen und sogar Asteoriden. In Mass Effect gibt es eine ganze Galaxie zu entdecken. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Abstecher zur Raumstation Omega – das dreckige Gegenstück zur Citadel.

 

Intergalaktische Freundschaften

Was wäre ein Rollenspiel ohne Companions und was wäre ein Commander ohne eine Crew? Die Charaktere, die man im Laufe der Spiele trifft, haben Persönlichkeit und Wiedererkennungswert. Ich denke, vielen geht es da ähnlich wie mir: Meine Verbündete sind mir ans Herz gewachsen. Jeder Einzelne von ihnen hat eine Hintergrundgeschichte und Motivation. Insbesondere abseits der Missionen interagiert man mit ihnen und festigt die Beziehungen. Dabei fühlen sich die Dialoge natürlich an. Egal, ob es um belangloses Plaudern geht oder man sie von etwas zu überzeugen versucht – es wirkt nie aufgesetzt.

Bei Freundschaft muss es allerdings nicht bleiben. Commander Shepard kann mit ihnen Romanzen eingehen und tiefere Beziehungen knüpfen. Spätestens, wenn sich die Story im dritten Teil dem Ende nähert, macht sich ein Gefühl breit, das ich so nur selten in Videospielen hatte – Wehmut. Es fühlte sich wie ein Abschied an. Ok, vielleicht überdramatisiere ich gerade ein wenig. Die Reihe bietet sich förmlich dafür an, mehrmals durchgezockt zu werden. Aber die Crewmitglieder in Mass Effect fühlten sich an wie eine Familie. Insbesondere im zweiten Teil, im dem die Geschichte der Verbündeten sozusagen im Mittelpunkt stand, wurde das noch einmal verstärkt.

Mass Effect: Legendary Edition

Einer meiner persönlichen Lieblingscharaktere: Garrus Vakarian. Ein Turianer, der vom ersten Teil an mit von der Partie ist.

 

Commander Gameplay

Wie bereits erwähnt, bietet die Mass Effect Trilogie einen enormen Wiederspielwert. Das liegt vor allem an der zahlreichen Entscheidungen, die wir als Spieler im Verlauf der Spiele treffen. Mein Erlebnis kann sich stark von dem anderer unterscheiden. Aber auch der Rest des Gameplays ist in sich stimmig. Grafik, Sound und Kämpfe funktionieren wunderbar. Der erste Mass Effect Teil hatte dabei noch mehr RPG-Elemente, während ab dem zweiten Teil das Kampfsystem zu mehr Action tendierte. Meiner Meinung nach war das der richtige Schritt. Mass Effect 1 spielte sich noch etwas behäbig und krankte hier und da mit Bugs. Doch spätestens der zweite Teil zeigte, wie ein riesiges RPG-Game mit actionreichen Shootouts verbunden werden kann. Nicht umsonst ist der zweite Teil für mich ganz klar der beste von den dreien.

Auch das Ausrüsten wurde hier geändert. Im ersten Teil war das fast schon mühselig, da wir mit Ausrüstungsgegenständen beinahe schon zugemüllt wurden. Ab dem zweiten Teil wurde auch das angepasst. Insgesamt lässt sich jedoch sagen, dass jeder Teil seine Stärken hat. Schwächen gibt es natürlich auch, wie zum Beispiel etwas hölzerne Bewegungen in den Dialogen. Auch die Qualität der Vertonung schwankt sehr stark, je nach Charakter. Dennoch ist und bleibt die Mass Effect Trilogie für mich eine der besten, wenn nicht sogar die beste Spiele-Reihe bis dato.

Mass Effect: Legendary Edition

Wie sich euer Commander Shepard spielt, hängt stark davon ab, welche Klasse ihr wählt. Mein Favorit: Der Frontkämpfer.

 

Ich kann es kaum abwarten, endlich wieder meine Alienfreunde wiederzusehen. Freut ihr euch auch so auf die Legendary Edition von der Mass Effect Trilogie? Oder holt ihr damit vielleicht sogar die Reihe jetzt nach? Erzählt uns doch mal, was ihr mit der Mass Effect Reihe so verbindet.

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Geschrieben von Fabian Konschu
Redakteur im Bereich: Games Hört am liebsten Radio Los Santos
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2 Kommentare
  1. Sehr schöne Kolumne. Weiter so.

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