Final Fantasy Crystal Chronicles – Die Besonderheiten des Spin-offs

Wie doch die Zeit vergeht – gute 15 Jahre ist es her, dass Final Fantasy Crystal Chronicles erschienen ist. Hört man den Namen Final Fantasy, kommen einem gleich Bilder von blonden, heißen Boys in den Kopf, die mit riesigen Waffen das Mädchen ihrer Träume und nebenbei auch die gesamte Welt vor dem Unheil retten. Doch wer bei der Spin-off-Reihe Crystal Chronicles eine epische Geschichte erwartet, in der in rundenbasierten Kämpfen Monster im Einzelspielermodus verkloppt werden, der irrt gewaltig!

Denn Crystal Chronicles hat einige Besonderheiten, die in der Final-Fantasy-Reihe so nicht vorkommen. Zum Glück kommen wir in wenigen Wochen noch einmal in den Genuss, die Besonderheiten nachzuholen, denn am 27. August erscheint die Remastered Edition für Nintendo Switch, PlayStation 4, iOS und Android. Welche Besonderheiten das genau sind, könnt ihr in unserem Special zu Final Fantasy Crystal Chronicles nachlesen!

 

Das Miasma verschlingt die Welt

Die Welt in Final Fantasy Crystal Chronicles wird von einem dunklen Nebel namens Miasma heimgesucht. Jeder, der diesen Nebel berührt, segnet das Zeitliche. Der Ursprung dieses Übels ist ein Alienparasit, der mit einem Meteoriten den großen, die Welt beschützenden Kristall zerstört hat. Als reisende Karavane liegt es an euch, das Unheil abzuwenden und die Welt zu retten. Als Spieler könnt ihr eines von vier Völkern wählen, die mit unterschiedlichen Stärken daherkommen. Selkies sind flink und agil, Clavats gute Alleskönner, Liltys zählen eher zu den physischen Angreifern und Yukes entfalten ihr Potential in der Magie.

Leider können die Charaktere nicht nach dem eigenen Geschmack gestaltet werden. Ihr könnt lediglich zwischen den vorgefertigten männlichen und weiblichen Variationen der Völker wählen. Allerdings ist es im Laufe des Spiels möglich, seine Ausrüstung zu verbessern, um noch stärkere Gegner herausfordern zu können. Die Welten von Final Fantasy Crystal Chronicles waren in einzelne Level unterteilt, an deren Ende ein Bossgegner wartete. Zuvor mussten allerdings Rätsel gelöst, Monster besiegt und Schätze eingesammelt werden. Ein Spieler war leider immer der Buhmann, der einen vor dem Miasma schützenden Kelch tragen musste, damit die Gruppe den Radius seines Schutzes nutzen konnte, um nicht zu sterben. Das Myrrhe, das ihr am Ende eines Levels von seltenen Bäumen erhaltet, schützt nämlich sowohl die Siedlungen, als auch euch vor dem Miasma.

Der Kristall beschützt die Siedlung vor dem unheilvollen Miasma.

 

Alleine und doch getrennt?

Sein volles Potential entfaltet das Spiel erst im Mehrspielermodus, ganz anders, als es in der Hauptreihe der Fall ist. Zu Zeiten der GameCube musste der Game Boy Advance mit einem Kabel mit der Konsole verbunden werden. Das galt übrigens für jeden Spieler! So kam zwar ein Kabelsalat vom Allerfeinsten zustande, allerdings konnte man seinen Mitspielern noch direkt ins Auge blicken, wenn diese ihren Job mal wieder nicht zur vollsten Zufriedenheit erfüllten.

Leider wird der lokale Mehrspielermodus für die Remastered Edition gestrichen. Es ist also nicht möglich, zusammen vor der Couch auf den gleichen Bildschirm zu starren. Doch Square Enix gleicht diesen Nachteil mit einem neuen Feature aus – dem Crossplay! So ist es egal, welche Version der Remastered Edition ihr erwerbt, ihr könnt sogar vom Smartphone aus mit Konsolenspielern gemeinsam spielen! Ein besonderes Schmankerl ist dann noch die kostenlose Lite Version, bei der ihr die ersten drei Gebiete sowohl einzeln, als auch im Crossplay erleben könnt. Ihr denkt, das war alles? Es wird noch besser: Besitzt einer der Spieler die Hauptversion und fungiert als Gastgeber für die Besitzer der Lite-Version, so können alle Abenteurer die 13 Areale gemeinsam meistern! Ist das nicht cool? Ihr müsst allerdings im Hinterkopf behalten, dass Konsolenspieler die jeweils kostenpflichtigen Abonnements Nintendo Switch Online und PlayStation Plus erwerben müssen.

Egal, was ihr tut: Verlasst nicht den Kelch!

 

Action statt rundenbasierte Kämpfe und ATB-System

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, gibt es in Crystal Chronicles keine rundenbasierten Kämpfe. In Echtzeit müsst ihr Standardangriffe, kombinierte Angriffe sowie Magie einsetzen, um die Gegner zu besiegen. Mit Magie ist es möglich, Statuseffektänderungen bei den Gegnern zu bewirken – das ist noch aus der Hauptreihe Final Fantasy bekannt. Nach dem Töten der Monster gibt es allerdings keine Erfahrungspunkte, die eure Gruppe stärken. Vielmehr müsst ihr seltenen Loot sammeln, um euer Equipment zu verbessern, denn am Ende dürft ihr einen Gegenstand behalten. Auch die Zauber, die ihr in einem Dungeon findet, dürfen nicht behalten werden.

Zu Beginn des Spiels könnt ihr zudem den Beruf eurer Eltern wählen. Moment, wie soll das etwas mit dem Spiel zu tun haben? Nun, wenn ihr euren Eltern regelmäßig Briefe sendet, schreiben sie euch zurück und legen ab und an einen nützlichen Gegenstand bei. So können Eltern, die in einer Schmiede arbeiten, euch mit wertvollen Gegenständen zur Verbesserung eurer Ausrüstung unterstützen.

Die Dungeons sind sehr unterschiedlich gestaltet.

 

Nostalgie pur oder erfrischender Neubeginn?

Die Verantwortlichen kündigten bereits an, dass es keine großen Änderungen zum Original geben wird. Somit werden Nostalgiker voll und ganz auf ihre Kosten kommen. Natürlich wurden trotzdem einige Verbesserungen vorgenommen, so können Spieler beispielsweise eine überarbeitete Grafik und einen neuen Soundtrack bewundern. Zudem soll es neue Dungeons sowie weitere Schwierigkeitsgrade geben, die noch einmal extra Herausforderungen geben.

Freut ihr euch auf Final Fantasy Crystal Chronicles? Oder ward ihr damals schon kein Fan des Spin-offs? Lasst es mich gerne wissen und schreibt es in die Kommentare!

Jasmin Beverungen
Geschrieben von
schwärmt heimlich für ein Leben als Strohhutpiratin!

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