Angespielt: No Straight Roads (Previewversion)

Auf der letzten EGX in Berlin konnten wir erstmals einen Blick auf das Indiespiel No Straight Roads vom Entwickler Metronomik werfen. Dabei wird die Produktion des Spiels von Wan Hazmer geleitet, der zuvor an Spielen wie Final Fantasy XV mitgewirkt hat. Bereits auf der EGX hat uns das Indiespiel mit seinen Cartoonlook und seiner Musik gefallen. Nun konnten wir einen weiteren Blick in eine Preview werfen, die umfangreicher und mehr vom Spiel zeigt. Wie unsere Eindrücke sind und ob ihr euch das Spiel vormerken solltet, erfahrt ihr in unserem Angespielt.

 

Rock vs. EDM

In No Straight Roads ist man Teil der Indie Rock Truppe, die einmal groß in der Stadt Vinyl City rauskommen möchte. In der Stadt wird durch die riesige Firma NSR Musik erzeugt. Die beiden Mitglieder der Band Bunk Bed namens Junction Zuke, der Drummer, und Mayday, die Gitarristin, nehmen an einer Talentshow der Firma NSR teil. Bei dieser wird ihnen jedoch mehr als deutlich gemacht, dass Rock mittlerweile out ist und nur noch EDM Musik Erfolg haben kann. Das können die beiden passionierten Rocker natürlich nicht auf sich sitzen lassen und rebellieren gegen den Konzern. Dafür müssen sie in Vinyl City ordentlich aufräumen und in jedem Stadtteil den Konzernboss schlagen. Dabei ist das Spiel ein klassisches Action RPG im Stile eines Ratchet and Clanks. So kann man das sowohl Solo als auch im Koop durchzocken. Mit seinen Instrumenten, die dabei als Nahkampfwaffe dienen, bekämpft man diverse Roboter der Firma und in gut inszenierten Bosskämpfen die jeweiligen NSR Angestellten. In der von uns gespielten Preview konnten wir erstmals einen Blick auf den zweiten Boss und was man abseits der Bosskämpfe macht werfen. Denn man kann auch zwischen den Storyabschnitten Vinyl City erkunden. Jedoch sollte man keine riesige Openworld erwarten. Vielmehr ist die Stadt ein lang gezogenes Schlauchlevel, bei dem man mal einen Gang nach links oder rechts machen kann. Mit jedem Boss, den man im Laufe der Kampagne besiegt, erhält man weitere Stadtteile, die man erkunden kann. Denn ist ein Bossgegner besiegt, regiert nun der Rock auf den Straßen des Stadtteils. So ist es das Ziel des Spiels, immer weitere NSR Angestellte herauszufordern und deren Stadtteile zu erobern. Daneben kann man noch zig Stromteile einsammeln. Mit dieser Ressource kann man diverse Objekte mit Strom versorgen und so neue Fans generieren. In der von uns gespielten Preview war es jedoch noch nicht ersichtlich, was man mit den Fans tätigen kann. Zudem kann man in den Levels noch verschiedene Sticker und Musikgegenstände sammeln. Diese kann man dann ausrüsten, wodurch man dann zusätzliche Fähigkeiten, Attacken oder Boni wie mehr Schaden erhält.

Wird die Band dem Rock zum Durchbruch verhelfen?

 

Abstriche in der B Note

Das Gameplay stach beim Spielen nicht besonders hervor. Ganz klassisch gibt es ein paar Jump ‘n Run Einlagen, die dann von Kampfszenen unterbrochen werden. Jedoch ist das Gameplay sowohl in den Sprung-, als auch in den Kampfeinlagen relativ unpräzise als auch monoton. Das liegt daran, dass man beim Springen aus der Thirdperson-Sicht nie genau weiß, ob der Sprung genau dahin geht, wo man hinspringen will. Dadurch starb man beim Anspielen mehrmals an einer eher einfachen Stelle, bei der man im richtigen Timing über einen Absprung machen musste. Auch das Kampfsystem ist relativ simpel, da man lediglich eine Nahkampfattacke besitzt und auch Fernkampf nur in bestimmten Situationen einsetzen kann. Doch all das sind Kritikpunkte, die man bislang verschmerzen kann. Stand jetzt, ist die große Stärke des Spiels die Atmosphäre, die durch den Grafikstil und der treibenden Musik erzeugt wird. Nicht selten hat man das Gefühl, eine Samstagsvormittag-Cartoon-Serie zu schauen.

 

Ein Technobeat, den man nicht verpassen sollte?

Bereits jetzt macht No Straight Roads einen guten Eindruck. Zwar kann das Spiel aus Gameplaysicht nicht überzeugen. Das macht das Spiel jedoch mit seiner hervorragenden Inszenierung, der musikalischen Untermalung und den packend inszenierten Bosskämpfen wieder wett. Ebenfalls gelungen sind der Grafikstil und der Humor. Gerade in den inszenierten Momenten und in den Zwischensequenzen erinnert das Spiel auch durch seinen Humor des Öfteren mal an eine 90er-Samstagvormittag-Cartoon-Serie. Der Humor kommt dabei vor allem von den beiden Hauptcharakteren Zuke und Mayday. Ihr Verhalten lässt einen öfters mal schmunzeln und darauf hoffen, dass es weitere solche Momente gibt. Doch der größte Pluspunkt ist die Musik. Gerade die Bosskämpfe werden in packenden und treibenden Technobeats untermalt. Dabei wird der Beat sogar immer treibender, je weiter der Kampf verläuft. Diese Tracks sind teilweise so gut, dass man sich dies am besten gleich holen will und unterwegs hören möchte. Passend dabei ist, dass jeder Bosskampf thematisch einen anderen Musikstil bekommen hat. Zwar konnte man in der von uns gezeigten Demo nur zwei Bosskämpfe spielen, doch bereits diese beiden waren so abwechslungsreich und thematisch unterschiedlich, dass man es kaum abwarten kann die nächsten Bosskämpfe zu spielen.

 

  • No Straight Roads
    “Schon in der Preview-Fassung macht das Spiel einen gelungenen Eindruck. Gerade mit der musikalischen Einbindung und den fantastisch inszenierten Bosskämpfen, kann No Straight Roads überzeugen. Wenn das fertige Spiel hier weiter macht und abseits der Bosskämpfe für mehr Abwechslung sorgt, kommt im August eine kleine Indieperle auf die Konsolen. Vor allem Koopspieler und Musikfans sollten das Spiel im Auge behalten.”
    Kevin Kreisel, Redakteur
Kevin Kreisel
Geschrieben von
Freier Redakteur von NAT-Games.de

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