Angespielt: Flotsam (Early Access)

Nachdem wir uns Flotsam bereits auf der gamescom 2019 anschauen durften, konnten wir nun erstmals selber Hand anlegen. Das belgische Team des Studio Pajama Llama hat am 26. September 2019 Flotsam im Early Access bei Steam veröffentlicht. Wir durften bereits ein paar Tage eher mit dem Testen anfangen und hier erfahrt ihr unsere Eindrücke.

 

Eine Stadt aus Müll

Flotsam ist keine klassische Städteaufbausimulation, anders als sonst gibt es kein Festland, auf dem ihr Gebäude, Felder oder ähnliches platzieren könnt. Denn die Welt ist komplett überflutet. Wieso die Welt so aussieht, erklärt euch Flotsam aber nicht und so müsst ihr diesen Umstand einfach als gegeben hinnehmen. Oder ihr überlegt, was aktuell in der Welt so alles schief läuft und ob wir eines Tages auch so enden können. Sollte dies der Fall sein, kann Flotsam direkt als Survival-Guide für eine schreckliche Zukunft gesehen werden. Wichtig ist dann vor allem die Fähigkeit schwimmen zu können. Denn in der ersten Phase des Spiels bewegen sich eure Einwohner, Drifter genannt, hauptsächlich schwimmend fort. Euer Ausgangspunkt ist dabei ein schwimmender Leuchtturm. Dieser ist Lager und Lebensmittelpunkt eurer neuen Stadt. Gebäude können entweder direkt am Turm platziert werden oder ihr baut Stege. An diesen können dann wiederum neue Gebäude platziert werden. Gehen euch die Startressourcen aus, müsst ihr neue beschaffen. Auch hier geht Flotsam einen etwas anderen Weg, denn ihr könnt keine Steine abbauen, Bäume fällen oder Felder bestellen. Hier gilt es die Fähigkeit der Drifter zu nutzen und schwimmen zu gehen. Überall im Meer sind Ansammlungen von Müll und genau dieser dient und als Abbauquelle. Hier könnt ihr entweder nasses Holz oder Plastik einsammeln. Das Holz muss zuerst noch auf Gestellen getrocknet werden, bevor es benutzt werden kann, das Plastik kann direkt verbaut werden.

 

Forschen und Entdecken

Habt ihr die ersten Gebäude errichtet, habt ihr die Möglichkeit, einen Bootsanlegeplatz zu bauen. Hier könnt ihr entweder ein Boot zum Sammeln von Rohstoffen und Erforschen oder ein Fischerboot platzieren. Das Sammelboot kann mehr Einheiten aufnehmen als ein schwimmender Drifter und kann euch an spezielle Orte auf der Karte bringen. Dort könnt ihr entweder neue Drifter, Rohstoffe wie Algen, Metallschrott, Konserven oder Forschungspunkte finden. Findet ihr dort ein Segel, ist eure Basis von nun an mobil. Zunächst müsst ihr das Segel natürlich noch errichten. Anschließend könnt ihr weitere Kartenabschnitte entdecken, aber euch muss bewusst sein: Habt ihr einen Kartenabschnitt einmal verlassen, könnt ihr nicht wieder zu diesem zurück. Manchmal ist ein schneller Aufbruch aber von Nöten. Denn es gibt zwei Bedürfnisse der Bewohner, die gestillt werden wollen: Hunger und Durst. Vor allem zu Beginn einer Runde müsst ihr einen Kartenabschnitt schnell verlassen, um auf einem anderen eine größere Wasserquelle zu finden. Fisch ist eigentlich immer genügend vorhanden. Diesen könnt ihr angeln und anschließend trockenen oder braten, um ihn für die Drifter genießbar zu machen. Die Versorgung mit Wasser muss entweder über Entsalzungsanlagen oder Sammelbecken geschehen. Die Entsalzungsanlage ist effizient, aber benötigt Brennholz, welches aus zuvor getrocknetem Holz hergestellt werden muss. Ein Sammelbecken arbeitet langsam, braucht jedoch keinen Drifter, der sich darum kümmert und keine weiteren Ressourcen.

 

Möwen sind die neuen Menschen

Neben Driftern könnt ihr noch weitere Bewohner in eurer Stadt haben. Denn Möwen suchen auch ein neues Zuhause. Wie Drifter benötigen Möwen einen Schlafplatz, Nahrung und Wasser. Im Gegenzug helfen sie euch bei dem Warentransport oder sammeln Treibgut aus dem Meer. Nur in Produktionsgebäuden können Möwen nicht helfen. Wäre auch ein wenig komisch. Da Flotsam sich aktuell noch in der Early Access Phase befindet, ist seit der gamescom 2019 noch nicht viel neuer Inhalt hinzugekommen. Die Möglichkeit, weitere Kartenabschnitte zu erforschen, endet irgendwann, und der nächste Punkt ist wieder euer Ausgangspunkt. Eure Basis bleibt bestehen und ihr habt nun die Möglichkeit einen anderen Weg zu gehen und eure Basis weiter auszubauen. Aktuell läuft die Basis nach rund 3 Stunden relativ autark, so dass nur noch wenig eigenständig gemacht werden muss. Es sind alle Gebäude erforscht und ihr habt einen recht großen Vorrat an Nahrung und Wasser angesammelt.

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  • Flotsam
    “Flotsam macht Spaß, aber aktuell bietet es noch zu wenig Inhalt. Dafür läuft das Spiel bisher flüssig. Im Test hatte ich keine Ruckler oder Abbrüche. Das Studio Pajama Llama macht spielerisch auf ein Thema aufmerksam, welches uns alle betrifft. Die Umweltverschmutzung nimmt überhand und die Polkappen schmelzen. Aber um nicht während des Spielens in Depressionen zu verfallen, wie es bei Frostpunk oder The War of Mine passieren kann, macht Flotsam das auf eine charmante Art und Weise. Der Grafikstil ist bunt und minimalistisch. Dabei wirkt es aber nicht zu kindisch und die Animation des Wassers ist schon was feines. Es bleibt zu hoffen, dass in nächster Zeit noch etwas mehr Inhalt dazu kommt, um nicht den ein oder anderen Spieler zu vergraulen.”
    Kevin Beverungen, Redakteur

Kevin Beverungen
Geschrieben von
hat immer Hunger!

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