Dokomi 2022 – Unser Messebericht zu den Highlights und Events

Nach 2 Jahren der Pandemie eröffnete die größte Anime & Japan-Expo Deutschlands 2022 endlich wieder in fast gewohntem Umfang die Pforten und bot Anime-, Manga-, Games-, Cosplay- und Japan-Fans ein weiteres Mal einen Treffpunkt inmitten der Landeshauptstadt Düsseldorf. Während im vergangenen Jahr die Dokomi zwar vor Ort stattfinden konnte, musste allerdings nicht nur auf beliebte Events wie das J-Rave oder der Cosplayball verzichtet werden, auch das Kartenkontingent wurde aufgrund der anhaltenden Pandemie erheblich reduziert.

2022 sollte nun alles wieder zur Normalität zurückkehren: mit einem ausgearbeiteten Hygienekonzept in der Hinterhand konnten die Hallen nun auch wieder stärker gefüllt werden. Wie sich die Dokomi nach zwei Jahren Pandemie für uns angefühlt hat sowie alles zu den Highlights der Messe und den speziellen Events erfahrt ihr in unserem Messebericht.

 

Messehallen und Einlass in der Pandemie

Nachdem im vergangenen Jahr nur knapp 15.000 Tickets für beide Besuchertage über die virtuelle Ladentheke gewandert sind, konnte man 2022 nun endlich zu den regulären Kapazitäten zurückkehren. Gut 70.000 Besucher frönten am Samstag als auch Sonntag dem Trubel um das Land der aufgehenden Sonne. Bereits im letzten Pandemie-Jahr wurden die Gänge in den einzelne Hallen erheblich vergrößert, dieses Konzept wurde auch 2022 beibehalten, um den Besucherstrom etwas aufzulockern. Bei dem massiven Ansturm an Manga- und Anime-Interessierten gab es dennoch gerade zu den Stoßzeiten nur ein erschwerten Durchkommen durch breiten Hallengänge.

Trotz einer strukturierten Konzeptes gestaltet sich der Einlass am Samstagvormittag ebenfalls etwas holprig. Hier waren die Laufwege zwar klar organisiert und Einweiser klug positioniert, was nichtsdestotrotz in längeren Wartezeiten sowie überforderten Messebesuchern resultierte. Das Einlasschaos ließ am Sonntag der Convention dann aber erheblich nach, weniger überfordertes Personal löste dann die Menschenmassen gekonnt auf und sorgte so für ein deutlich schnelleres Vorankommen als noch am Vortag.

 

Replika, Merchandise und Cosplay

Das Herzstück der diesjährigen Messe war auch in diesem Jahr die Merchandise Area in Halle 1. Hier durften kommerzielle Aussteller der Anime-, Manga- und Gaming- Branche allerhand Fanartikel und Sammlergegenstände ausstellen und zum Kauf anbieten. Neben Statuen und Actionfiguren aus der japanischen Popkultur, fanden hier auch Replika populärer Waffen, allerhand Cosplay-Utensilien sowie Tattoo-Artists genügend Raum. Letztere haben auf der Messe sogar Besucher*innen neue langlebige Körperkunst verpasst, ob Wannados oder eigene Ideen – wer sich früh genug einen Termin sichern konnte, dufte in den Genuss einer neuen dauerhaften Körperbemalung im Anime-/Manga-Stil kommen.

Um das hiesige Angebot weitreichend aufzulockern, boten in Halle 3 zahlreiche Artists ihre Kunstwerke, einzigartigen Bilder sowie selbstgemachten Schmuck zum Kauf an. Als besonderes Schmankerl lieferte der Bring & Buy Bereich im Obergeschoss der Messehallen den besonderen Flohmarkt-Flair. Hier hatten Besucher*innen nicht nur die Möglichkeit gebrauchte Gegenstände günstig zu erwerben, sondern ebenfalls eigene Merchandise-Artikel zu einem vorher festgesetzten Preis von dem anwesenden Personal verkaufen zu lassen.

 

Videospiele, Wettbewerbe und Nostalgie

Neben den Einkaufsmöglichkeiten bot die Japan-Messe auch zahlreiche weitere Unterhaltungspunkte. Zusätzlich zu Karaoke, vielfältigen Wettbewerben oder dem großen Pen & Paper Bereich durften natürlich auch ‘Videospiele’ auf der Messe nicht fehlen. Ein erheblicher Teil der hiesigen Gaming Area ging dabei verstärkt auf die Thematik Retro Gaming ein. Hier können nicht nur besondere Flipper und Arcade-Automaten ausprobiert werden, auch einige Ausstellungsstücke aus längst vergangenen Zeiten wurden den Zuschauer*innen präsentiert – alles ganz im Zeichen der Nostalgie.

Zudem konnten Spiele wie Genshin Impact, Just Dance, Doom, American McGee’s Alice, Quake 3 oder Ni No Kuni 2 angespielt werden. Wer sich hingegen lieber den kompetitiven Wettkämpfen hingeben wollte, hatte in Halle 4 die Möglichkeit, in der Community Turnier Area sein Können unter Beweis zu stellen. Die Anmeldung konnte dabei sogar ganz bequem vor Ort vorgenommen werden.

 

Food Passion

Unter dem Motto “Food Passion” positionierte die diesjährige Dokomi das Thema japanische Speisen ganz klar im Fokus der Veranstaltung. Mit leckeren Ramensuppen, Onigiri, gebratenen Nudeln oder zahlreiche Curry-Gerichten durften Fans der japanischen Esskultur aus einem großen Portfolio an herzhaften Snacks wählen. Wer hingegen eher den japanischen Süßspeisen frönen wollte, durfte mit Crêpes, Wasser-Eis, Mochi oder die durchweg beliebten Pocky-Stäbchen ein ebenso großes Angebot erleben.

Als besonderes Highlight konnten Besucher*innen auch in diesem Jahr die beliebten Lucky Chocolate Maid Café oder dem männlichen Pendant Sweet-Spice Host Club einen Besuch abstatten. Ob süße Maids oder die coolen Hosts – wer hier einen Tisch ergattern konnte,durfte sich auf ein einzigartiges Unterhaltungsprogramm mit leckeren Speisen und süßen Getränken in einem wirklich einzigartigen Ambiente freuen. Auch in diesem Jahr war der Andrang allerdings so hoch, dass bereits im Vorfeld der Messe keine Reservierungen mehr getätigt werden konnten. Wer im nächsten Jahr einen Blick auf das besondere Highlight der Messe werfen möchte, sollte sich bereits Wochen vor Messestart einen Termin sichern.

 

Party oder Ball ?

Auch abseits der Messe durften Besucher*innen in diesem Jahr das jährliche Geschehen in Düsseldorf angemessen zelebrieren. Dank des Cosplayball und des J-Rave gab es auch nach dem Messeende für Besucher*innen Alternativen, die das Messeerlebnis perfekt abrundeten. Im Rahmen des J-Rave durften Fans – sofern sie vorab das separate Ticket erworben haben – einem Mix aus Clubatmosphäre und dem besten, was die Welt der japanischen Elektromusik zu bieten hat, frönen. Das Event wurde in diesem Jahr auf die Black Stage verlagert und bot somit genügend Platz für die zahlreichen Besucher*innen. Die übrig gebliebene Messebestuhlung dämpfte hingegen geringfügig die Clubatmspäre, lieferte nach dem stressigen Messetrubel aber immerhin einige Sitzoptionen. Das Getränkeangebot war zudem recht limitiert, eine Auswahl an Cocktails oder weitere Alternativen zu alkoholhaltigem Gerstensaft würden wir uns hier fürs nächste Jahr aber dann doch eher wünschen.

Mit dem Cosplayball folgte zudem eine weitere Abendveranstaltung, die vor allem den Fans des Opulenten und Festlichen ansprechen drüfte. In dem pompösen Ballsaal auf dem Messegelände konnten Ticketkäufer erneut dem Tanz und einem höchst edlen Ambiente frönen. Auch 2022 wurde von den Veranstaltern ein akribisches Auge auf den Dresscode gelegt: edelster Zwirn, königliches Gewand oder die feinsten Ballkleider waren hier das absolute Einlasskriterien.

 

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Geschrieben von Jennifer Engelhardt
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