SPIEL ’21 – Das waren unsere Eindrücke zur Messe

Obwohl die Corona-Pandemie die Welt noch immer im Würgegriff hält, konnte die SPIEL-Messe in diesem Jahr unter strengen Auflagen ihre Pforten öffnen. Auch wir haben es uns nicht nehmen lassen, einen Blick in die Messehallen zu werfen und die Spieleneuheiten aus 2020 und 2021 zu testen.

 

Die Spieleneuheiten von 2020 und 2021

Durch die Corona-Pandemie waren die Spielneuheiten in diesem Jahr weniger vertreten als sonst. Die Verläge haben es nicht geschafft, eine reichhaltige Spielekost wie vor 2020 zu liefern. Dementsprechend waren etwas mehr ältere Spiele als auch noch Spieleneuheiten aus 2020 häufiger vertreten. Zu den extrem beliebten Spielen, die bereits nach wenigen Stunden vergriffen waren, zählen Bitoku und und Arche Nova. Beide Titel sind sehr umfangreich und haben ein ansprechendes Design, was vermutlich für den Ansturm der Fans gesorgt hat.

Das diesjährige Spiel des Jahres war von keinem Stand wegzudenken: MicroMacro: Crime City und seine Erweiterung Full House. Das Spielprinzip ist innovativ: Es gilt, auf einer schwarzweißen Karte bestimmte Mordfälle oder Raubüberfälle zu rekonstruieren. Dabei werden beispielsweise Verbrecher oder vermisste Personen gesucht, die quasi wie in einer Art Film mit Standbildern über die Karte laufen. Selbst auf der Verpackung ist bereits ein Rätsel versteckt, bei dem ihr testen könnt, ob das Spiel etwas für euch ist. Allerdings mussten wir am Pegasus-Stand feststellen, dass die Spielkarte am letzten Messetag ganz schön mitgenommen aussah. Das Spiel ist also nichts für diejenigen, die gerne mal beim Spielen essen und dabei schlabbern. Ein weiterer Nachteil ist außerdem der geringe Wiederspielwert. Denn habt ihr die Fälle einmal durch, könnt ihr nur die immergleichen Fälle lösen. Doch dafür ist der Preis für MicroMacro in einem akzeptablen Preisrahmen.

Zum Kennerspiel des Jahres 2021 wurde das Steinzeitabenteuer Paleo gewählt. Dieses kooperative Abenteuer stellt den Überlebenskampf als Steinzeitmensch dar. Fremde Stämme und wilde Tiere versuchen nämlich, euch das Leben schwer zu machen. Leider konnten wir dieses Spiel nicht selbst anspielen, doch unser Interesse war bereits im Vorfeld geweckt. Das Spielmaterial sieht wunderschön aus und kooperative Abenteuer können uns jederzeit begeistern. Doch falls ihr euch Paleo zulegen wolltet, solltet ihr bedenken, dass der Schwierigkeitsgrad nichts für Anfänger*innen ist.

 

So war der Besuch trotz Corona

Die Messeveranstaltenden haben ihr Wort gehalten und für ein ordentliches Hygiene-Konzept gesorgt. Noch vor den Türen fanden Kontrollen statt, ob die Besuchenden einen Nachweis für eine Impfung oder einen Test hatten. In den Hallen wurde dafür gesorgt, dass die Stände breiter auseinander standen, um die Flure zu vergrößern. Dadurch gab es nirgendwo eine größere Menschentraube, die noch vor Corona so manches Mal die Gänge blockierte. Das dürfte zudem der geringeren Besuchendenzahl geschuldet sein, die in diesem Jahr zu verzeichnen war. Auch bei den Ausstellenden gab es weniger Vertreter*innen als sonst. Nicht alle Hallen aus den Vorjahren waren mit Ständen gefüllt und wenn, dann waren vor allem die kleineren Hallen nur zur Hälfte gefüllt. Gäste aus fernen Ländern wie Japan oder China waren eher selten vertreten, was durch die strengen Ein- und Ausreisebestimmungen aktuell zu größeren Schwierigkeiten führt.

Die geringe Anzahl an Besuchenden machte sich auch anderweitig bemerkbar. So konnten wir in diesem Jahr besonders viele Spiele antesten, da die Spieltische total oft wie leergefegt waren. Wo sonst Menschenmassen um Tische standen, waren in diesem Jahr nur spärlich besetzte Plätze. Dementsprechend konnten wir so viele Spiele testen wie nie zuvor: Rorschach, Monster Expedition und Magistrar – Duell der Magier waren nur einige der Titel, die wir einem strengeren Blick unterziehen konnten. Außerdem gab es eine umfangreiche Betreuung durch die Betreibenden der Spielstände, sodass wir uns bei Fragen immer auf eine schnelle Hilfe verlassen konnten.

Es bleibt spannend, ob wir nächstes Jahr wieder mit etwas mehr Andrang arbeiten und rechnen dürfen oder ob Corona uns 2022 abermals die Zügel anzieht. Trotz der herrschenden Einschränkungen hatten wir dennoch eine wunderbare Zeit, was wieder einmal beweist, dass auch in schwierigen Zeiten, Events mit guter Planung und entsprechenden Konzepten durchaus umsetzbar sind. Wir freuen uns auf das kommende Jahr!

Angebot
Pegasus/Spielwiese 59060G MicroMacro: Crime City (Edition Spielwiese) *Spiel des Jahres 2021*
  • Spiel des Jahres 2021
  • Detektivspiel als Suche nach versteckten Gemälden
  • 16 spannende Fälle mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden
  • Riesen Spielplan (75 x 110 cm)
  • Familienspiel ab 10 Jahren

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Titelbild © SPIEL ’21

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Geschrieben von Jasmin Beverungen
schwärmt heimlich für ein Leben als Strohhutpiratin!
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