Angespielt: Metal Gear Survive (gamescom 2017)

Als Hideo Kojima vor einiger Zeit Konami verlassen hat, waren wir alle gespannt, was der Publisher mit der Metal Gear Marke macht. Nun wissen wir, dass mit Metal Gear Survive ein Action Rollenspiel mit Loot und Crafting System kommt. Auf der Gamescom hatten wir die Möglichkeit einer Präsentation beizuwohnen und erstmals das Spiel anzuspielen.

 

Die Lebenden gegen die Untoten

Metal Gear Survive steigt genau in den Trend ein, in den Spiele wie Fortnite setzen. Man muss seine Basis, Waffen etc. aufbauen und stetig weiter ausbauen. Dies kann man sowohl im Singleplayer als auch im Multiplayer alleine oder mit Freunden im Koop tun. Dabei spielt Survive zeitlich kurz vor Phantom Pain. Hier wurde die Mother Base in ein alternatives Universum gesaugt, in der ein Haufen fieser Zombies herumläuft und einen immer wieder attackiert. Während der Anspielsession konnten wir eine Mission gemeinsam mit vier anderen Journalisten anspielen. Zu Beginn dieser Mission konnten wir einen von mehreren vorab generierten Soldaten auswählen. Jeder von den wählbaren Soldaten hatte eine andere Bewaffnung und damit andere Stärken und Schwächen. Im fertigen Spiel kann man dann seinen eigenen Soldaten kreieren und selbständig mit den gefundenen oder gebauten Waffen ausrüsten. Bevor es zu der Mission ging fanden wir uns alle in einer weißen, sauberen Hub World wieder. Hier konnte man die verschiedenen Waffen nach Belieben ausprobieren und seine Dinge bauen. So konnte man leicht per Knopfdruck Bauzäune oder Geschütze an einem gewünschten Platz hinbauen. Bereits hier machte das Spiel durch den Koop Gedanken eine Menge Spaß, denn wenn fünf Leute in einem Raum gesperrt sind, dann kommt nur Quatsch bei rum. Denn nach kurzer Zeit wurden die Waffen an den eigenen Leuten ausprobiert oder Leute in den Zäunen eingeschlossen. Durch das spaßige Unterfangen wurden wir auch gleich an das Gameplay heran geführt. Alle Befehle sind passend belegt und wer bereits Metal Gear Solid V: The Phantom Pain gespielt hat, wird sofort zurechtkommen. Denn die Steuerung ist bis auf das Bauen nahezu identisch geblieben.

Bevor es losgeht, versammelt sich unsere Gruppe, legt die Ausrüstung fest und startet die Mission.

 

Unterhaltsame Gruppendynamik

In der Hub World konnte man Koop Mission auswählen und starten, was wir dann auch taten. Die Mission begann und wir fanden uns in einer abgewrackten Basis in einer Einöde wieder. Im Zentrum dieser Basis war der Wormhole Generator. Das Ziel der Mission ist es, diesen Generator vor den feindlichen Zombies zu beschützen. Zu Beginn haben wir erstmal damit begonnen, die Basis abzusichern. Hierfür haben wir Bauzäune und Geschütze an verschiedenen Stellen platziert. Jedoch erfordert das Bauen Ressourcen, welche in der Spielwelt verteilt sind. Nachdem wir alle Öffnungen geschlossen hatten, starteten wir den Generator, worauf auch gleich die Zombies auf die Basis zugerannt kamen. Diese rückten aus verschiedenen Richtungen an, worauf wir uns absprechen mussten, wer welche Seite abdeckt. Je nachdem, welchen Soldaten man zu Beginn ausgewählt hatte, hatte man eine andere Bewaffnung. Unser Soldat war mit einem Bogen, einer Schrotflinte und Pistole bewaffnet. Der Bogen schoss zwar präzise und teilte eine Menge Schaden aus, war jedoch für die Menge an Zombies, die auf die Basis zustürmte, zu langsam. So nahmen wir schnell die Schrotflinte in die Hand und ballerten auf jeden Untoten, der in der näheren Umgebung herum pilgerte. Schnell und ohne Probleme schlossen wir die erste von insgesamt drei Wellen ab. Doch die zweite wurde spürbar anspruchsvoller. Denn neben den kleinen flinken Zombies kamen nun auch große dicke gepanzerte Zombies, die eine Menge Körpertreffer einstecken konnten. Der Trick hierbei war ihnen nicht auf den Körper zu schießen, sondern auf die Füße. Denn damit konnte man nicht nur eine Menge Schaden austeilen, sonder machten diese auch langsamer. Die großen Zombies hat zudem die Möglichkeit sich zu sprengen und ebenso eine Menge Schaden an unserer Basis auszuteilen. Zudem wurde im Laufe der zweiten Welle auch die Munition der Schrotflinte immer knapper, wodurch wir nach neuer suchen musste. Zum Glück stand eine Kiste mit der gesuchten Munition da. Allerdings hätten wir auch die Möglichkeit, Munition mit den nötigen Ressourcen an einer Werkbank zu bauen. Im Laufe der zweiten Mission gab es auch die Möglichkeit eine Nebenmission abzuschließen. Hierfür musste man, während der Angriff der Zombies noch andauerte, die Basis verlassen, sich in das Zielgebiet begeben und dort die Mission erfüllen. Ein paar Kollegen gingen dort hin, wir blieben jedoch bei unserer Basis und verteidigten diese weiter. Auch hier ist eine gute Absprache wichtig, denn nicht alle können die Basis verlassen, denn sonst wird diese von den Zombies überrannt und der Generator zerstört. Die Nebenmission sollte aber auch erfüllt werden, denn bei Abschluss winkt eine Kiste mit wichtigem Loot.

Metal Gear Survive

Der dicke gepanzerte Zombies stellt eine richtige Gefahr für unsere Basis da.

 

Looten, Leveln und Craften

Die Kollegen haben die Nebenmission absolviert und zusammen auch die zweite Welle bestanden. In der kurzen Pause und somit vor der letzten Welle, stockten wir nochmal unsere Ressourcen auf und bauten wieder Bauzäune und andere Verteidigungsanlagen auf. Einer unserer Kollegen hatte nun zudem einen Walker, bekannt aus Phantom Pain, welcher mit Geschützen bewaffnet ist. Nach kurzer Zeit startete die dritte Welle und diese wurde nochmals spürbar schwieriger. Noch mehr Gegner stürmten auf die Basis zu und brachen schnell durch die Zäune in Richtung Generator. Auch die ersten Kollegen lagen nach kurzer Zeit verblutend auf den Boden. Bevor sie starben, konnte man zu diesen hingehen und per Knopfdruck wieder auf die Beine helfen. So ballerten wir einen heranrückenden Zombie nach dem anderen nieder und hofften darauf, dass der tickende Timer zum Überleben endlich auf null sank. Ist dieser fertig bevor der Generator zerstört ist, haben wir die Mission erfolgreich bewältigt. Mit Müh und Not haben wir das dann auch geschafft. Nach Ende der Mission gibt es eine Abrechnung mit allerhand Statistiken und wer wie im Team abgeschnitten hat. Zudem gibt es auch Belohnung in Form von Loot. Dieses kann neue Kleidung, Waffen, Baupläne oder Ressourcen sein. Ähnlich wie in anderen Spielen sind diese Objekte in verschiedenen Farben eingeordnet, welche die Seltenheit angeben. So ist man immer auf der Suche nach neuen Objekten, die einen stärker machen. Denn die Zombies haben verschiedene Levelstufen und werden im Laufe des Spiels ebenfalls immer stärker. Einen Singleplayer wird es in Metal Gear Survive ebenfalls geben. In diesem muss man seine Basis immer weiter mit neuen Ressourcen ausbauen. Die Ressourcen und Objekte, die man im Multiplayer und Singleplayer findet, können auch in dem jeweiligen anderen Modus benutzt werden. Zudem kann das eigene Camp auch angegriffen werden und muss ebenfalls verteidigt werden.

 

[testimonial_slider][testimonial image_url=”58909″ image_width=”180″ image_height=”180″ name=”Kevin Kreisel, Redakteur”]

“Das Metal Gear Survive ein etwas anderes Metal Gear wird, daran besteht kein Zweifel. Denn Mastermind Hideo Kojima ist daran nicht beteiligt. Fans der Reihe haben bereits ihre Fackel heraus geholt und haben mit einem Shitstorm gegen das Spiel angefangen. Ob dies jedoch gerechtfertigt ist? Denn nach der Präsentation und dem Anspielen sind wir der Meinung: Metal Gear Survive könnte ein richtig gutes Spiel werden. Mit dem Koop, dem Loot und dem Ausbauen der eigenen Basis hat es viele Aspekte, die mir bereits in anderen Spielen sehr gut gefallen. Eben diese Aspekte setzt auch das Spiel sehr gut um und das Anspielen hat bereits eine Menge Spaß gemacht. Obendrauf kommt noch die gelungene Technik aus Metal Gear Solid V hinzu. Damit sieht das Spiel nicht nur umwerfend aus, sondern hat auch das hervorragende Gameplay aus dem Spiel. Wenn der Umfang stimmt und das Lootsystem gut gebalanced ist, dann könnte Metal Gear Survive ein echter Hit werden. Nur sollten Metal Gear Fans vielleicht ausblenden, dass es ein Teil der Reihe ist. Denn viel mit der Geschichte um Big Boss und Solid Snake wird es nicht gemeinsam haben.”

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Geschrieben von Kevin Kreisel
Freier Redakteur von NAT-Games.de
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