Angeschaut: Vampyr (gamescom 2017)

Ein Titel, den wir schon seit dem vergangenen Jahr näher beobachten, ist das düstere Third-Person Action RPG Vampyr. In diesem Titel spielen wir einen Arzt, der auch gleichzeitig als Vampir die Nächte von London unsicher macht. Was sich im Vergleich zur vergangenen Gamescom-Präsentation getan hat und ob wir dem Spiel immer noch so entgegen fiebern wie vor einem Jahr, könnt ihr im folgenden Beitrag nachlesen.

 

Arzt oder doch eher Vampir?

Vampyr spielt im 20. Jahrhundert zur Zeit der Spanischen Grippe in London. Diese Pandemie fordert viele Todesopfer, weshalb der Protagonist durch seine Leidenschaft als Arzt versucht, der Ursache dieser viralen Krankheit auf den Grund zu gehen und die Menschheit zu heilen. Doch gleichzeitig steht ihr in einem Konflikt mit eurem inneren Vampir, dem es nach frischem menschlichen Blut durstet. Euch ist es zwar möglich, das Spiel komplett ohne menschliche Todesopfer zu beenden, allerdings gibt das Aussaugen von menschlichem Blut viel mehr Erfahrungspunkte als das Bekämpfen von Gegnern. Die Güte der Blutqualität eines Menschen entscheidet darüber, wie viel EXP euch euer Todesopfer bringt. Saugt ihr dann eurem Opfer das Blut aus, erlebt ihr noch einmal seine letzten Gedanken bei dem Tod und alle Hinweise auf eine Quest, die sich um diese Person gedreht haben, werden freigegeben. Alternativ können diese sonst nur mühsam durch Gespräche in Erfahrung gebracht werden, indem ihr die richtigen Optionen im Dialog wählt. In der in der Präsentation gezeigten Szene konnten wir uns zum Beispiel entscheiden, ob wir einen Serienmörder mit schlechter Blutqualität oder seine sich sorgende Mutter mit äußerst guter Blutqualität umbringen. Diese Entscheidung steht dem Spieler komplett frei und hat je nach Ausgang immer andere Konsequenzen.

Das Aussaugen eurer Opfer ist eine optionale Komponente des Spiels

 

Tragische Schicksale in London

Alle NPCs, die sich in London aufhalten, haben eine eigene Geschichte, einen Namen und Beziehungen. In einer Beziehungsübersicht sieht man, wer direkt mit der Person verknüpft ist. Stirbt eine Person aus dem Geflecht von Beziehungen, wirkt sich das auch auf die direkte Umgebung aus. Habt ihr euer Opfer gewählt, müsst ihr an einem sicheren Ort bis zur nächsten Nacht warten, um die Erfahrungspunkte in eure Skills zu investieren. Im Spiel an sich sollen viele Verstecke in der Stadt verteilt sein, sodass ihr einen solchen Ort schnell aufsuchen könnt. Am nächsten Abend sieht man dann auch, welche Effekte sich auf den Bezirk, in der das Todesopfer gelebt hat, wirken. In unserem Fall stieg die Anzahl der kranken Menschen rapide an. Auch die Personen, die in direktem Kontakt mit der verstorbenen Person stehen, verhalten sich nach deren Tod anders. In der Präsentation drehte zum Beispiel der Sohn der Mutter völlig durch, verwüstete die Wohnung und nahm diese in seinen Besitz, während der geliebte Ziehsohn weinend am Hafen saß und den Tod seiner Ziehmutter betrauerte. Diese schier unendlichen Möglichkeiten, mit den Schicksalen der Bezirke zu spielen, macht wirklich neugierig auf das fertige Spiel.

Was sind die Auswirkungen der Spanischen Grippe?

 

Von Vampiren und Zombies

Doch die Spanische Grippe hat auch anderweitige Auswirkungen auf die Bevölkerung, denn einige scheinen sich durch die Krankheit in menschenfressende, zombieähnliche Wesen zu verwandeln. Diesen Umstand wollen wir untersuchen, allerdings sind diese Wesen weniger geneigt, uns bei der Lösung zu helfen. So kommt es in Vampyr zum ein oder anderen Kampf, bei dem wir ganz schön mit unserem Blut und unserer Ausdauer haushalten müssen. Mit einem Pool an Skills und Waffen können wir in den Kampf starten, allerdings müssen wir auf das Timing beim Kampf achten. Verletzen wir unseren Gegner, verliert dieser Blut und unsere Blutleiste, die wir zum Benutzen unserer Vampirskills benötigen, füllt sich stetig. Bekommen wir sogar die Chance, unser Opfer zu beißen, füllt sich unsere Blutleiste immens. Die Effekte der Vampir-Skills, zum Beispiel das Verschwinden und Auftauchen an einem anderen Ort, sehen im Kampf wirklich bombastisch aus. Man fühlt sich wie ein übermächtiges Wesen und durch die vielen unterschiedlichen Skills wirken die Kämpfe wirklich spaßig. Auch nach dem Kampf bleibt das Blut gespeichert und wir können weit entfernte Orte gegen einen geringen Betrag aus unserer Blutleiste erreichen. In London verteilt findet man zudem einige Minibosse, die stärker sind als die normalen Zeitgenossen und nur durch stetiges Leveln bezwungen werden können.

 

[testimonial_slider][testimonial image_url=”58908″ image_width=”180″ image_height=”180″ name=”Jasmin Paskuda, Redakteurin”]

“Im letzten Jahr hat Vampyr nichts von seiner düsteren Atmosphäre verloren. Die Kämpfe sehen noch beeindruckender aus als letztes Jahr und auch die Grafik kann sich wirklich sehen lassen. Allerdings sind während der Präsentation vor allem die belanglosen Dialoge, die starre Gesichtsanimation und das Ruckeln an einigen Stellen aufgefallen. Doch trotz dieser Schwächen macht Vampyr durch das komplexe Beziehungssystem und den einzelnen Hintergrundgeschichten hinter der Bevölkerung Lust auf mehr. Wir sind richtig gespannt auf den Release im November und freuen uns, den Konflikt des Arztes, der zum Vampir wurde, mitzuerleben.”

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Geschrieben von Jasmin Beverungen
schwärmt heimlich für ein Leben als Strohhutpiratin!
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