Angespielt: Master X Master (gamescom 2016)

Angespielt: Master X Master (gamescom 2016)

Die Beiträge in den Rubriken Angespielt und Angeschaut von der gamescom neigen sich langsam dem Ende entgegen. Deshalb stellen wir euch nach dem Motto „last, but not least“ ein Online-Spiel vor, zu dem wir nach der Präsentation auf der gamescom einen Alpha-Playtest Key erhielten. Mit Master X Master präsentierte uns NCsoft ihren neusten Free to Play Action MOBA. Mit Charakteren, die euch aus bekannten Spielen der Marke NCsoft wie Aion oder Blade & Soul bekannt vorkommen dürften, könnt ihr nicht nur wie in anderen MOBAs in Arenen gegeneinander kämpfen, sondern euch auch in Minispielen, PVE-Stages und vielem mehr austoben. Wollt ihr trotz des Free-to-Play-Modells Vorteile vor den „normalen“ Spielern haben, steht es euch frei, euch einen kostenpflichtigen Premium-Account anzulegen, der euch erhöhte Abschlussbelohnungen und andere Vorteile einbringt. Ob uns das neuartige Konzept von NCsoft überzeugt? Lest dazu das folgende Angespielt!

 

Die Qual der Wahl

Die Besonderheit von Master X Master steckt bereits im Namen: Ihr habt die Möglichkeit, zwei sogenannte Master auszuwählen, unabhängig davon, welchen Spielmodus ihr bestreitet. Zu Beginn des Spiels stehen euch lediglich zwei Charaktere zur Auswahl, allerdings nimmt die Anzahl der spielbaren Master zu. Der Großteil der auswählbaren Charaktere ist neu, allerdings entstammen einige Master aus hauseigenen Spielen. Vor Master X Master habe ich beispielsweise Blade & Soul gespielt, so freut es mich, zwei Charaktere in der Auswahl zu treffen, die in Blade & Soul vorkamen, jedoch nicht spielbar gewesen sind. Da Master X Master das Free to Play Konzept verfolgt, ist es euch möglich, alle spielbaren Charaktere freizuschalten, ohne echtes Geld dafür auszugeben. Denn wenn ihr bestimmte Achievements erreicht (bestimmte Karten meistern oder Ähnliches), könnt ihr die Master mit im Spiel vorkommenden Solon statt mit C-Coins rekrutieren. Eure Charaktere könnt ihr zudem mit Skins verzieren, die ihr euch kaufen oder verdienen müsst. Die Attacken ändern sich durch den Skinwechsel nicht. Habt ihr zwei Charaktere ausgewählt, könnt ihr diese in den verschiedenen Spielmodi ohne Zeitverzögerung via Mausrad wechseln. Allerdings dauert es dann 30 Sekunden, bis ihr euren Master erneut switchen könnt. Dies ist vor allem von Vorteil, wenn einer eurer beiden Master kurz vorm Sterben ist. Sind seine Lebenspunkte fast auf 0 reduziert worden, wechselt ihr einfach zum anderen Master und habt somit wieder eine volle Lebensenergieanzeige. Denn bedenkt: Segnet einen eurer beiden Charaktere das Zeitliche, so sterben beide und ihr respawnt nach gegebener Zeit.

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Es gibt wirklich viele Master zur Auswahl

 

Der Einstieg ins Spiel

In einem kurzen Tutorial zu Beginn des Spiels werden einem die wichtigsten Funktionen erklärt. Allerdings gibt es im Spiel weiterführende Quests, die euch die einzelnen Modi des Spiels erklären und euch in das etwas komplexere System einführen. Die Quests werden von teils albernen Dialogen begleitet, wobei keine Videos gezeigt werden, sondern Charaktere mit übertriebener Mimik via Sprechblasen miteinander kommunizieren. Bei der deutschen Version fehlt zudem die Sprachausgabe. Nachdem ich mir meinen Daily Login-Bonus abgeholt habe, lande ich auf der futuristisch gestalteten Brücke Dredgion. Dies ist der Treffpunkt für alle gerade aktiven Spieler und erinnert an eine Raumschiff-Kommandobrücke. Hier finden die Spieler alles, was das Herz begehrt – sämtliche Händler und Gildenverwalter sind hier versammelt. Das Herzstück der Brücke bildet eine Jukebox, in der die Spieler aus einer Vielzahl von Titeln Songs auswählen können, die für alle hörbar sind. Das Lied, was bei mir die meiste Zeit on Air war, war von Vita – Harmonie. Vita ist ebenfalls ein spielbarer Master, welche mit einem Mikrofon bewaffnet ihre Gegner durch Musik bezwingt. Allerdings ist von süßen Girlie-Songs bis zu rockigen Musikstücken alles dabei, was das Musikerherz begehrt. Die Steuerung im Spiel ist kinderleicht: Mit WASD bewegt ihr euch fort, stattdessen könnt ihr auch dem Mauszeiger folgen. Mit Q und E belegt ihr eure Skills, mit R eure Ultimative Fähigkeit. Haltet ihr die linke Maustaste gedrückt, feuert ihr ab. Simpel, oder? Allerdings könnt ihr kein Dauerfeuer auf euren Gegner loslassen, da sich eure Waffe überhitzen kann oder ihr schnell erschöpft seid.

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Die Jukebox ist nichts gegen meinen DJ-Skin

 

Individualisierung der Charaktere

Die verschiedenen Charaktere haben zwar die unterschiedlichen Typen, die man aus anderen Spielen kennt (Tank, Healer, DD usw.), allerdings könnt ihr diese Typen durch die Skills der einzelnen Charaktere bestimmen. Vor jedem Kampf müsst ihr aus einer Anzahl an Skills (und Abilities), die ihr euch vorher gekauft habt, einige wenige aussuchen, mit denen ihr das Match bestreiten wollt. So könnt ihr beispielsweise einen typischen Heiler mit Attacken, die eine große Reichweite haben, ausstatten. Durch die Wahl erhaltet ihr somit eine komplett andere Spielweise des gleichen Charakters. Allerdings sind die Charaktere in drei Schadenstypen unterteilt, an welchen ihr nicht mehr rütteln könnt. Im klassischen Waffendreieck schlägt der Typ Impuls (rot) den Typ Helix (grün). Dieser ist wiederum stark gegen Typ Kinetik (blau), welcher wiederum gegen Typ Impuls stark ist. Eure Charaktere könnt ihr mit maximal sechs Elementen ausstatten, die euch je nach Elementtyp verstärken (Offensiv-, Defensiv- und Hilfselemente). Setzt ihr die Attacken in den verschiedenen Spielmodi ein, könnt ihr euch an bunten Spezialeffekten erfreuen, die keinesfalls überladen wirken. Generell liegt die Grafik von Master X Master eher im durchschnittlichen Bereich, allerdings erwartet euch eine kunterbunte Knuddeloptik, die sogar Master wie den Todesritter eher weniger bedrohlich erscheinen lassen.

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Hier die Vorteile des Premium-Accounts

 

Die verschiedenen Modi

Einer der verschiedenen Modi ist die Phase bzw. die Zeit-Raum-Krümmung, die gelegentlich einige Event-Stages bietet. Bei diesen könnt ihr in PVE Maps, die teilweise aus Spielen des NCsoft-Universums entstammen, gegen verschiedene Monster und Bossgegner kämpfen. Hier werden euch fünf Level mit je fünf Stages geboten. Nach Abschluss dieser Modi werdet ihr nach einem Ranking in den Kategorien Attack, Defend, Score Time und anderen eingeteilt. Dabei könnt ihr einen Rang von C bis SSS erreichen. Anhand dessen könnt ihr am Ende eurer Mission Belohnungen verdeckt aussuchen, indem ihr in einer Art Memoryfeld Karten umdrehen müsst. Manche Maps müssen gemeistert werden, um bestimmte Charaktere freizuschalten. Im Arenamodus könnt ihr entweder in 3 vs 3 oder in 5 vs 5 Matches gegeneinander antreten. Wollt ihr bei diesem Spielmodus an der Arena Rangliste teilnehmen, müsst ihr mindestens 8 Master besitzen und Level 40 sein. Bei den 3 vs 3 Matches gilt: Das Team, das innerhalb von fünf Minuten die meisten Kills hat, gewinnt. Dabei könnt ihr entweder gegen richtige Spieler oder gegen Bots antreten. Sterbt ihr, erwartet euch eine zehnsekündige Respawnzeit. Der 5 vs 5 Modus dagegen erinnert eher an MOBAs wie LoL: Auf dem sogenannten Titanenfeld müsst ihr in 5er Teams den gegnerischen Titanenkern zerstören. Alle 30 Sekunden respawnen „Titaniten“, die zum gegnerischen Kern marschieren und diesen attackieren. Vorher müssen sie allerdings an Geschütztürmen und dem gegnerischen Team vorbei. Gewonnen hat das Team, das zuerst den gegnerischen Kern zerstört oder 1000 Punkte erreicht. Gelingt beides nicht, ist das Zeitlimit auf 30 Minuten gesetzt, danach gewinnt das Team mit der höchsten Punktzahl. Sammelt ihr fleißig Punkte durch das Bezwingen von Gegnern, könnt ihr in der Stufe aufsteigen. Kehrt ihr zur Basis zurück, könnt ihr eure Abilities verbessern (Waffen-Boost, LP_Boost), allerdings halten diese nur für das aktuelle Match. Sammelt ihr einen der begehrten Titanensplitter ein, könnt ihr alle zehn Splitter einen Titanen beschwören. Dieser ist ein mächtiger Zeitgenosse, in den ihr euch verwandeln könnt. Die Titanen kommen in drei Arten vor (ähnlich dem Waffendreieck) und können der Schlüssel zu eurem Sieg sein. Pro Team kann sich zeitgleich immer nur ein Spieler in einen Titanen verwandeln deshalb kann abgestimmt werden ob der Mitspieler sich in einen Titanen verwandeln darf oder nicht. Während dieses Modus ist mir allerdings direkt die Unfreundlichkeit der Community entgegen geschlagen: Nach meinem ersten Tod beschwerte sich jemand lautstark im Chat, dass mich doch alle melden sollen, da ich immer nur sterben würde. Leider gibt es solche Trolle immer wieder, allerdings sollte man dann die Möglichkeit geben, den Chat ausstellen zu können, um den Spielfluss und Spielspaß nicht zu gefährden. Der letzte Modus besteht aus zufällig ausgewählten Minispielen wie einem Hindernis-Parcours oder dem Ausweichen von Blitzen, bei dem man nicht durch Angreifen punktet, sondern durch Erreichen eines bestimmten Zieles. Insgesamt stehen sechs Minispiele zur Verfügung, allerdings kam ich durch die zufällig ausgewählten Minispiele nicht in den Genuss, alle anspielen zu können.

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Die Auswahl der verschiedenen Spielmodi als Planetenkonstellation

 

Fazit:

Master X Master versucht, von allem etwas zu sein. Es gibt unterschiedliche PVE-, PVP-Modi sowie eine Minispielsammlung, um sich die Zeit zu vertreiben. Dabei reist man nicht von Dorf zu Dorf und erfüllt seine Quests, sondern bewegt sich von der immer gleichen Brücke aus zu seinen Zielen hin. Damit ist Master X Master nicht für Spieler gedacht, die sich an tollen Landschaften erfreuen, sondern für Liebhaber komplexer Charaktergestaltungssysteme, die mehr als nur eine Runde daddeln wollen. Mit dem breiten Spektrum und dem neuartigen Wechsel zwischen zwei Mastern wirkt das Spiel interessant und keineswegs wie ein billiger Abklatsch bereits bekannter MOBA-Titel. Um ein endgültiges Fazit zu ziehen, ist das Spiel noch in einer zu frühen Phase, allerdings solltet ihr euch – falls wir euer Interesse geweckt haben – unbedingt die Open Beta ansehen, die Ende des Jahres stattfinden soll.

 

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Jasmin Paskuda
schwärmt heimlich für ein Leben als Strohhutpiratin!

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