Spätestens Baldur’s Gate 3 sollte gezeigt haben, dass rundenbasierende Kämpfe in RPGs noch immer Relevanz haben. Das dachte man sich auch bei Terra Memoria. Das kleine, sympathische Rollenspiel nimmt sich also spielerisch ein sehr altes Feature dieses Genres. Aber das Spiel hat mehr zu bieten.
Bewährtes trifft Neuartiges
Terra Memoria ist optisch eine Mischung aus Pixel-Art und 2,5D Look. Die Mischung geht voll auf. Nicht nur ist es in seinem Vorhaben detailliert und äußerst charmant, sondern vermittelt dabei eine gewisse Oldschool-Ästhetik, die mich an RPGs aus der PS2 Ära erinnern. Es brauchte nur Sekunden, bis ich mich hier schlichtweg wohl fühlte. Doch die gamescom-Demo bot mehr. Zum anderen ist die Welt von vielen skurrilen Figuren bevölkert, die auf ihre ganz eigene Art und Weise aber total liebenswert sind. Auch in ihrem Writing bieten diese viele Facetten hervor und immer wieder eine schöne Prise Humor. Doch Terra Memoria ist mehr als eine gute RPG-Grundformel. Es bietet nämlich eine Bau-Mechanik. Sofern man eben passende Gegenstände gesammelt hat, lassen sich dann verschiedene Objekte bauen. In der Demo etwas musste ich etwa einen Schutzwall bauen und diesen dann der Spielwelt platzieren. Das Bauen ist aber ein Element, welches im weiteren Verlauf noch wichtiger und präsenter werden soll.
Rundenbasierte Kämpfe sind wohl modern!
Aber kommen wir zu den Kämpfen. Diese sind, wie bereits verrieten, rundenbasiert. Im Spiel steuert man bis zu 6 Hauptfiguren, die als ungleiches Team durch die Lande ziehen und eben auch den ein oder anderen Kampf austragen. Unterteilt wird dabei in jene Figuren, die vor allem Schaden ausrichten und in jene, die in die Support-Rolle schlüpfen und für Heilung und Statusveränderung zuständig sind. Es gibt auch verschiedene Elemente, die beim jeweils anderen Typ mal mehr oder weniger Schaden ausrichten. Die ganze Komplexität wurde mir zwar jetzt noch nicht offenbart, aber zumindest verlief mein Einstieg durchaus zugänglich und machte Laune. Wenn ich dem Spiel dann doch etwas vorwerfen müsste, dann, dass die Framerate auf der Oberwelt irgendwie inkonstant wirkt. Ich kann nicht einmal genau sagen woran das liegt, aber irgendwie wirkte es etwas anstrengend, wenn sich viele Bildelemente über den Bildschirm bewegten, weil es an der ein oder anderen Stelle nicht gänzlich flüssig wirkte.

Etwas untypisch ist sicherlich die Bau-Funktion. Aber gerade das macht das Spiel umso interessanter.
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Fazit zu Terra Memoria
Irgendwie macht das Spiel etwas mit mir. Ob es der liebenswerte Grafikstil im Pixel-Art-Stil ist oder die charmanten Dialoge? Wahrscheinlich ist es einfach die Summe vieler Dinge, denn ich fühle mich trotz einiger sehr ungewöhnlicher Mechaniken, wie dem Bauen, doch 30 Jahre in die Zeit zurück versetzt. Das meine ich aber positiv, denn ein solche Art Spiel mit modernen Elementen zu verbinden, ist genau das, worauf ich mal wieder Lust hätte! Ein Releasedatum gibt es zwar noch nicht, aber zumindest darf man sich auf Terra Memoria freuen, sofern man eines der aktuellen Systeme besitzt.


