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Eurovision Song Contest 2023 – Deutschland mal mit mehr als Null Punkten

Gestern Abend ab 21 Uhr deutscher Zeit war es wieder soweit: Das Finale des Eurovision Song Contest fand zum 67. Mal statt! Eine Zusammenfassung und unsere Highlights gibt es in diesem Überblick.

 

Ein Eurovision Song Contest mit politischem Unterton

Begonnen hat alles am 9. Mai mit dem ersten Halbfinale und gestern, am 13.05., fand das Finale mit den restlichen 26 Teilnehmenden statt. Im letzten Jahr hat die ukrainische Band Kalush Orchestra gewonnen, weshalb der ESC dieses Jahr eigentlich in der Ukraine hätte stattfinden müssen. Aufgrund des immer noch anhaltenden Kriegs Russlands gegen die Ukraine hat jedoch der Zweitplatzierte von 2022, das Vereinigte Königreich, die diesjährige Austragung übernommen. Gesungen und gefeiert wurde dieses Jahr somit in Liverpool. Gemeinsam mit der BBC veranstaltete die ukrainische Rundfunkanstalt den ESC. Im Publikum saßen außerdem ukrainische Geflüchtete, die im VK aufgenommen worden waren.

Die Politik und der aktuell anhaltende Krieg in der Ukraine waren auch Themen bei den Acts und der Veranstaltung. Das ukrainische Duo Tvorchi hatte sich für ihren Song beispielsweise die Männer im Asow-Stahlwerk als Vorlage genommen. Die kroatische Band Let 3 parodierte bei ihrem Auftritt Diktatoren wie Putin und Lukaschenko. Außerdem sangen während dem Voting ESC All Stars verschiedene bekannte Hits, darunter auch You’ll Never Walk Alone, das für einen tränenrührenden Moment sorgte, als ein ukrainischer Chor live in Kiew dazu geschalten wurde.

 

Eine Ära geht zu Ende

Trotz der Umstände des Krieges war es ein ausgelassener ESC. Unter dem Motto “United by Music” wurde mit Special Effects und Tanzeinlagen gefeiert. Wie jedes Jahr moderierte für das deutsche Fernsehen Peter Urban die Show, dieses Jahr jedoch zum letzten Mal. Nach 25 Jahren verabschiedet sich der Moderator. Sein Talent lag nicht nur im Übersetzen und Zusammenfassen der Aussagen, Songtitel und weiterem vor Ort, er hatte auch eine ganz spezielle Art, Auftritte zu kommentieren. Für alle, die bisher nicht in den Genuss von Urbans Moderation gekommen sind, haben wir hier einige seiner gestrigen Highlights. Den serbischen Sänger kommentierte er beispielsweise als Konfirmanten im weisen Hemdchen, der gegen böse Mächte kämpfe, und bei Frankreichs Sängerin fragte er sich, wer sie oben auf das Podest gestellt habe, wo sie nur bewegungslos herumgestanden hätte. Zu Deutschlands wunderbaren Platzierung auf Platz 26 hatte er die pointierte Einschätzung, dass die ESC-Jurys und -Zuschauenden wohl noch nicht bereit für diese Art Metal gewesen wären.

 

Die Top 4 des gestrigen Abends

Und damit wären wir auch schon beim spannendsten Thema des Abends: Wer ist auf Platz eins und wo ist Deutschland gelandet? Wie zu befürchten war, nimmt Deutschland erneut den letzten Platz ein. Diesmal jedoch nicht mit den vom Satiriker Jan Böhmermann scherzhaft besungenen “Zero Points”, sondern mit sage und schreibe 18 Punkten. Dennoch täuscht das nicht darüber hinweg, dass Deutschland erneut versagt hat. Böhmermanns Song Allemagne Zero Points hat somit doch etwas Wahres in sich. Die Metalband Lord of the Lost ist spätestens seit der Platzierung gestern das Gespräch im Internet – allerdings im negativen Sinne. Die Band für das Versagen verantwortlich zu machen scheint natürlich einleuchtend, allerdings ist das Ausmaß mal wieder zu bedauern. Schließlich ist die Band nicht erst gestern entstanden und im Metalgenre gut verhaftet, also definitiv kein Reinfall.

Vom letzten zum ersten Platz: Gewonnen hat in diesem Jahr und insgesamt zum siebten Mal Schweden. Die Sängerin Loreen hat mit dem Song Tattoo und einer sie erdrückenden Sonnenbank auf der Bühne, wie Peter Urban es kommentierte, den Sieg errungen. Bereits 2012 hat sie mit dem Hit Euphoria gewonnen, der seitdem in den Radios rauf und runter läuft. Zum Vergleich mit Deutschlands 18 Punkten: Schweden hat insgesamt 583 Punkte von einer Fachjury aus den ESC-Ländern und dem TV-Publikum erhalten. Auf Platz Zwei lag Finnland mit dem vor Ort gehypten Song Cha Cha Cha, der mal düster und mal psychodelisch von dem halbnackten Sänger mit grünen Puffärmeln gesungen wurde. Platz Drei belegt die Sängerin Noa Kirel mit Unicorn und einer wahnsinnigen Tanzeinlage. Platz Vier erhält der Italiener Marco Mengoni mit seiner nachdenklichen Ballade über die zwei Seelen in uns mit Due vite.

Die Favoritenrollen hatten sich bereits im Vorfeld nach den ersten Juryvotings abgezeichnet. Die Publikumsstimmen hatten daran nicht mehr viel geändert. Zum ersten Mal in diesem Jahr hatten auch die anderen Länder wie Südamerika eine Publikumsstimme. Wer noch einmal alle 37 teilnehmenden Acts erleben will, kann dies in dieser Zusammenfassung nachholen:

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Quelle: Eurovision Song Contest via YouTube

Titelbild:  ©Eurovision Song Contest

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