Angespielt: Alaloth – Champions of The Four Kingdoms (Early Access)

In Alaloth: Champions of The Four Kingdoms könnt ihr ein RPG erleben, dass von den alten Klassikern wie etwa Baldurs Gate inspiriert ist. Außerdem sieht es sogar so ähnlich aus und kommt mit einem charmanten altbackenem Stil daher. Trotzdem ist es jetzt im Early Access noch nicht ganz ohne Tadel. Wie sich das Spiel in seiner jetzigen Form schlägt und ob es sich für euch lohnt, erfahrt ihr hier in unserem Angespielt.

 

Alaloth: Champions of The Four Kingdoms bietet eine klassische Fantasy Welt

Die Welt von Palmen steht am Abgrund. Der böse und Namensgebende Gott Alaloth hat die guten Götter besiegt und droht alles zu zerstören. Die Göttin des Lichts wurde vernichtet und nur mit ihren Überresten, die in ganz Palmen verstreut sind, kann ein Champion ihn besiegen. Ihr seht schon, eine wirklich bahnbrechende Story erwartet euch in Alaloth: Champions of The Four Kingdoms nicht. Es erwarten euch jedoch zahlreiche NPCs und Gegenstände, die euch mehr über die Welt erzählen.

Palmen selbst bietet euch dabei eine ziemlich generische Fantasy Welt. Die Welt wird von den üblichen Verdächtigen bevölkert: Die Elfen leben in ihren Wäldern, die Zwerge in ihren Bergen, die Orks in einer Einöde und die Menschen beheimaten ein Gebiet, das an Mitteleuropa erinnert. Somit gibt es nicht viel, was einen noch überraschen würde. Da hilft es auch nicht, dass bei den Orks ein Matriarchat herrscht, ob nun männliche oder weibliche Orks aggressiv pöbeln, man kennts.

Wirklich gelangweilt hat mich die Welt des Spiels dennoch nicht. Überrascht oder zum Staunen gebracht hat sie mich aber auch nicht. Palmen ist ganz nett und wer die Welt erkunden möchte, findet dort auch relativ viel. Gut gefallen haben mir die Bücher, die ihr wie in Skyrim lesen könnt. Nur der Story und der Welt wegen würde ich das Spiel nicht empfehlen. Sie sollten euch aber auch nicht davon abhalten, sofern euch das Gameplay gefällt.

Das startet ihr, indem ihr euch erst mal einen Charakter erstellt. Dabei könnt ihr aus den vier Rassen, einer Gottheit und verschiedenen Familien wählen. Optische Anpassungsmöglichkeiten sind dabei sehr rudimentär, aber ihr seht euren Charakter ja ohnehin nur von oben. Eure Gesinnung kann entweder gut, neutral oder böse sein und bestimmt lediglich, welche Begleiter ihr später mitnehmen könnt. Eure Familie hat Einfluss auf ein paar Dialoge und auf euer Wappen.

 

Ein etwas hakeliges Soulslike

Habt ihr euren Charakter erstellt, so könnt ihr noch einen Schwierigkeitsgrad auswählen. Außerdem müsst ihr euch entscheiden, ob mit euch auch die Champions der anderen Königreiche nach den Splittern der Lichtgöttin suchen. Diese können dann Orte vor euch in Besitz nehmen und euch bei Sichtkontakt angreifen. Wenn ihr sie besiegt winken euch jedoch besondere Belohnungen, sodass beide Spielmodi vor und Nachteile haben. Entspannter ist es ohne die anderen Champions.

Ihr startet eurer Abenteuer in der Hauptstadt des Königsreich, deren Rasse euer Charakter angehört. Vom Herrscher bekommt ihr die Aufgabe, den bösen Gott Alaloth zu besiegen. Easy. Damit ihr ihm gewachsen seid, solltet ihr aber ein paar neue Fähigkeiten lernen und im Rang aufsteigen. Anders als ihr das aus den meisten Spielen kennt, verdient ihr in Alaloth: Champions of The Four Kingdom aber keinerlei Erfahrungspunkte. Es gibt zwar zahlreiche Quests, bei Abschluss winken euch aber lediglich Ausrüstung und Gold. Um euch zu verbessern, müsst ihr sogenannte Kampfareale erobern. Das tut ihr, indem ihr auf der Weltkarte zu ihnen reist und dann das Level dort von allen Gegnern befreit.

Meist gibt es dort einen Boss am Ende. Die Bosse und auch die normalen Gegner hauen auf dem normalen Schwierigkeitsgrad schon richtig rein. Das soll eben die besondere Schwere des Spiels darstellen, wie es so schön im Trailer heißt: “Eine falsche Aktion und du stirbst.” Ganz so schlimm ist es nicht, aber sofern ihr nicht auf einfach spielen wollt, solltet ihr schon etwas Geduld mitbringen. Wenn ihr sterbt, verliert ihr nämlich die Splitter der Lichtgöttin und es vergehen ein paar Ingame Tage. Die Splitter müsst ihr dann mühsam wiederfinden und da einige Quests tatsächlich auf Zeit spielen, wollt ihr auch keine Tage verschwenden.

Grundsätzlich machen die Kämpfe oft Spaß. Sie leiden jedoch unter der hakeligen Steuerung, die trotz Updates, welches volle Unterstützung für Maus und Tastatur bringen sollte, ziemlich deutlich auf ein Gamepad ausgelegt ist. Selbst damit finde ich gerade das Aufschalten der Gegner nicht flüssig genug. Außerdem hätte dem Spiel die Auswahl einer Fernkampfwaffe gut getan. Ihr könnt nämlich nur mit vier verschiedenen Waffentypen im Nahkampf agieren. Auf die Ferne bleibt euch nur Magie, davon könnt ihr jedoch nur maximal vier Zauber lernen.

 

Gute Idee mit einigen fragwürdigen Umsetzungen

Vieles in Alaloth: Champions of The Four Kingdom gefällt mir sehr gut. Die Liebe zum Detail in den einzelnen Städten ist wunderbar und viele Questgeber haben viel zu ihrem Wohnort oder der Welt an sich zu erzählen. Aber so richtig packt mich die Welt einfach nicht. Es gibt kein besonderes Alleinstellungsmerkmal und ich hatte ständig das Gefühl, all das schon einmal in anderer Form gelesen zu haben. Daher habe ich mich auch dabei erwischt, wie ich Dialoge einfach übersprungen habe.

Ein weiterer negativ Faktor ist die Weltkarte. Es ist zwar schön, dass ich man je nach Reittier schneller oder langsamer ist und das es auch vom Gelände abhängig ist. Auf einer Straße seid ihr deutlich schneller, als wenn ihr den Weg quer durch die Wüste nehmt. Aber mit Öffnen der Weltkarte läuft sofort die Zeit ab und um sie zu pausieren, muss man die Taste drücken, mit der man sich die Orte anschauen kann. Das hätte ich mir als Voreinstellung gewünscht, denn wenn man zuerst die Karte öffnet und sich umschaut, ist schon ein ganzer Tag verstrichen.

Ebenfalls ist das Levelsystem fragwürdig. Man kann ein paar Werte, wie Stärke verbessert, davon merkt man selbst auf Endstufe aber in den Kämpfen nicht sonderlich viel. Wie die Gegner skalieren wird nicht klar und von den Werten her habe ich von Anfang bis Ende des Spiels kaum einen Unterschied gemacht. Außerdem stört mich, dass ich nur vier Fähigkeiten freischalten und diese dann nicht mal in meiner Leiste verteilen kann. Ihr habt den Blitz als zweite Fähigkeit gewählt, hättet ihn aber nach dem nächsten Aufsteigen lieber auf der Taste drei? Pech gehabt. Da bleibt nur eine komplette Umverteilung.

Ich bin mir sicher, Alaloth: Champions of The Four Kingdom kann noch deutlich besser werden. Gerade an den Kämpfen müsste noch geschraubt werden. Und auch wenn gerade das Update für Maus und Tastatur erschienen ist, so sehe ich hier noch einigen Bedarf an Verbesserungen. Trotzdem ist gerade die Optik ein Punkt, der vielen Spielern gefallen könnte, die die Anfänge des RPG Genres miterlebt haben. Mit ein wenig Geduld und Einsatz der Entwickler kann es noch zu einem guten Spiel heranreifen.

 

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  • Angespielt: Alaloth – Champions of The Four Kingdoms (Early Access)
    Fazit zu Alaloth: Champions of The Four Kingdoms

    Alaloth: Champions of The Four Kingdom ist eines der wenigen Spiele, bei denen ich mich frage, ob der Early Access eine gute Idee war. Hauptaugenmerk des Spiels ist neben der Kämpfe ja das Erkunden und erleben der Welt. Wer das im Early Access schon getan hat, hat eigentlich kaum einen Grund das Spiel noch mal zu starten. Deshalb ist es so schade, dass es momentan noch so unausgegoren ist. Dabei ist es jetzt schon kein schlechtes Spiel, sondern hat lediglich einige Macken. Vom fragwürdigen Levelsystem abgesehen, das finde ich so wie es jetzt ist leider einfach schlecht. Dennoch können hier gerade Fans von alten RPGs ihre Freude haben und einige spannende Spielstunden verbringen. Ob das den aktuellen Preis von rund 25 Euro rechtfertigt, muss letztlich jeder selbst entscheiden.

    Tobias Mehrwald, Redakteur und Lektor
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Geschrieben von Tobias Mehrwald
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