LEGO Star Wars: Die Skywalker Saga – Alle Neuerungen im Überblick

Lange mussten wir auf LEGO Star Wars: Die Skywalker Saga warten, nun ist es nach Jahren der Warterei endlich so weit. TT Games bringt das bislang ambitionierteste LEGO-Spiel auf den Markt und will dabei viele neue Wege gehen. Wir stellen euch die wichtigsten Neuerungen vor und verraten euch, warum das neue Spiel so anders wird als die Vorgänger.

 

Die LEGO-Formel

Dass wir die Klötzchen-Versionen von Han Solo, Luke und Co in einem Videospiel steuern dürfen, ist eigentlich nichts Neues. Alle Episoden haben bereits ihr eigenes Abenteuer erhalten, teilweise haben die aber schon so einige Jahre auf dem Buckel. Bereits auf der Wii, Xbox 360 und der PS3 konnten wir Droiden abschießen und unser Lichtschwert schwingen. Warum dann also alles nochmal neu machen? Dazu müssen wir uns ansehen, wie die Spiele bislang aufgebaut waren. Die TT Games Ableger waren bislang recht linear. Nach und nach ging es Level für Level voran, die natürlich deutlich von den Filmen inspiriert waren. Dabei ging es in Schlauchleveln voran, die eine Mischung aus Kampfszenen und eher einfachen Rätsel waren. Hier galt es Schalter zu bauen und zu aktivieren, Brücken zu reparieren oder andere Mechanismen aus LEGO-Steinen zu erschaffen. Gepaart mit einer ordentlichen Prise Humor, wodurch sich die Spiele nie sonderlich ernst nahmen, waren sie enorm zugänglich, boten aber dennoch viel Spaß. Durch das repetitive Gameplay ließ aber nicht bei Wenigen nach einigen Ablegern die Lust nach.

LEGO Star Wars: The Skywalker Saga

TT Games setzt voll und ganz auf authentische Film-Szenen, nur eben in LEGO-Optik.

 

Gewonnene Freiheit

Nun will man alles anders machen, ohne aber Bewährtes zu verwerfen. Dies fängt schon bei der Struktur an, wie wir das Spiel überhaupt angehen wollen. Hier bietet man uns die Möglichkeit, die Trilogien in komplett beliebiger Reihenfolge nachzuempfinden. Ihr wollt euch also das Beste zum Schluss aufbewahren und Episode 8 ganz zum Schluss spielen? Kein Problem, TT Games macht es möglich. Und bevor jetzt eure Schlappen gegen den Bildschirm werft, hier war gerade Ironie im Spiel. Diese Freiheit geht sogar noch weiter. Es gibt nun mehrere Hubwelten, je nach Gebiet, bzw. Film, die es ebenfalls zu erkunden gilt. Zuvor gab es je nach Spiel nur immer einen Hub-Bereich, von dem aus man die verschiedenen Abenteuer anwählen konnte. Diese beinhalten, wie sollte es anders sein, viele Dinge zu sammeln. Auch in dem Punkt bleibt man den Vorgängern treu. Wie weit der Sammelwahn aber gehen wird, werden wir wohl erst sehen, wenn es so weit ist. Die Spielereihen sind aber hinlänglich dafür bekannt mit Collectibles nur so um sich zu werfen.

LEGO Star Wars: The Skywalker Saga

Die Level-Struktur hat sich im Kern gar nicht so sehr verändert.

 

Die Gameplay-Evolution

Aber tauchen wir mal etwas tiefer ein. Noch immer bewegen wir uns in relativ linearen Levels von A nach B. Was jedoch auffällt ist die angepasste Kamera. Diese war in den alten Teilen noch relativ weit von den Charakteren entfernt und bot nahezu relativ üppigen Überblick über den jeweiligen Bereich. Dies kam insbesondere dem Koop-Spiel zugute, so hatten beide Spieler*innen eine gute Übersicht. Nun ist die Kamera deutlich näher an unseren Charakteren. Es erinnert schon beinahe an eine klassische Third-Person-Ansicht aus anderen Spielereihen. Insbesondere wenn wir mit Blastern unterwegs sind, ändert sich dadurch eine ganze Menge. Während man früher munter auf die Angriffstaste hämmern konnte, müssen wir nun gekonnt unsere Ziele anvisieren, wie etwa in Gears of War.

Ganz so taktisch wie der bekannte Deckungs-Shooter wird es natürlich nicht, aber es wird klar, wie anders dadurch das Spielgefühl wird. Auch die Schwertgefechte werden dadurch vielseitiger. Wildes Knöpfe drücken war gestern. Nun lassen sich sogar Kombi-Angriffe durchführen. Hier unterscheidet man zwischen leichten, schweren und Machtangriffen. Das neue Kampfsystem verspricht also deutlich mehr Abwechslung und könnte für viel mehr Langzeitmotivation sorgen. Mit der Macht können wir außerdem nicht wieder nur die Bauklötzchen zusammensetzen. Auch auf Tiere hat dies einen Einfluss. So haben wir mehrere Optionen, wie wir diese anwenden. In einer Trailer-Szene können wir ein Tier beispielsweise in Panik versetzen oder wir lassen es zu rhythmischen Klängen tanzen. Je nachdem was wir anwenden, wirkt sich dies auch auf die Reaktion der umherstehenden Feinde aus.

LEGO Star Wars: The Skywalker Saga

Statt auf die Buttons einzuprügeln, muss man nun auf mehr Geschick in den Kämpfen setzen.

 

LEGO goes Star Fox

Wild ging es ja auch in den alten Spielen zu. Die Skywalker Saga legt aber nochmal einen obendrauf. Hier will man definitiv für noch mehr Abwechslung sorgen und erweitert das Game um einige Passagen, die wir in der Form noch nicht von der LEGO-Reihe kennen. So wird es diverse Flugpassagen geben, in denen wir etwa einen X-Wing oder auch mal den Millenniumfalken steuern. Wundert euch also nicht, wenn ihr euch bei den Szenen an Star Fox erinnert fühlt. Denn auch hier manövriert ihr euch durch lineare Leveln, in denen es heiß hergeht. Gleiches gilt für die bekannten Snowspeeder, mit denen man durch eisige Landschaften heizt. Manche Vehikel konnten wir früher bereits schon steuern, der große Unterschied liegt aber in der Inszenierung. Während diese bislang eher marginal ausfiel, hat das neue Abenteuer, insbesondere in solchen Szenen, schon beinahe einen filmischen Charakter. Imposantere Kamerafahrten, tolle Effekte und eine fulminante akustische Untermalung sorgen für noch mehr Action-Stimmung.

LEGO Star Wars: The Skywalker Saga

Bei dieser Szene bekommt man doch direkt Lust auf mehr.

 

Eine Konstante bleibt

Eine Sache, die sich aber nicht ändert, ist der Humor. Noch immer will TT Games ein Spiel für alle Altersklassen erschaffen, welches sich nicht allzu ernst nimmt. Man möchte Star Wars mit mehr Witz und Charme ausstatten. Daher dürfen wir uns auch wieder auf zahlreiche Gags und humoristische Einlagen freuen. Wer zudem keine Lust auf die Synchro hat, der kann auch auf das bekannte LEGO-Gemurmel schalten. Es finden sich also die Grundzutaten für ein Abenteuer mit Witz und Humor. Weniger humorvoll ist allerdings das, was man die letzten Monate bezüglich der Arbeitsbedingungen gehört hat. Von Crunch ist die Rede. Entwickler*innen müssten wohl massig Überstunden leisten, um den Releasetermin einhalten zu können. Denn erscheinen sollte es eigentlich bereits 2020. Eine weitere Verschiebung wolle man unbedingt vermeiden. Inwiefern sich dies auf das Spiel auswirkt, ist unklar. Bugs und einige fehlende Inhalte darf man nie ausschließen. Unterm Strich aber hoffen wir natürlich, dass alles am Ende doch rund lief und wir uns in das LEGO-Abenteuer stürzen können, welches wir uns schon immer gewünscht haben. Am 05. April ist es so weit. Dann erscheint das Spiel für alle gängigen Plattformen, sprich PC, Xbox, Playstation und Nintendo Switch.

LEGO Star Wars: Die Skywalker Saga (Nintendo Switch)
  • Erlebe deine Lieblingsmomente aus allen neun Filmen der Star Wars Saga, einschließlich der finalen Episode Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers
  • Erzählt mit dem berühmten LEGO Humor: Alle unvergesslichen Momente der gesamten Saga werden mit dem spaßgeladenen und wahnwitzigen Humor
  • Es gibt Hunderte von spielbaren Charakteren, die über die gesamte Galaxis und jede Ära der Saga verstreut sind
  • Immer familienfreundlich: Das Spiel bietet ein fantasievolles, lustiges LEGO Spielerlebnis für alle Altersgruppen
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren

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Geschrieben von Christian Koitka
The guy who loves videogames
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