Warframe – Impressionen zur The New War Quest

Pünktlich zu Weihnachten hat Digital Extremes der Community die neue Quest The New War zum Geschenk gemacht. Zum ersten Mal konnten wir einen Blick auf die neue Quest während der TennoCon 2021 werfen. Dort haben wir auch zum ersten Mal sehen können, dass wir diesmal nicht nur als wir selbst spielen werden. Wie weit dieses Feature aber wirklich gehen würde, war bis dahin noch nicht abzusehen. Als dann der Tag endlich kam, habe ich mich natürlich direkt in die Quest gestürzt.

Was meine Erfahrung war und was mir besonders gut und weniger gefallen hat, erfahrt ihr jetzt. Wer die Quest bisher noch nicht gespielt hat und sie gerne selbst erleben will, sollte jetzt nicht mehr weiterlesen. Von hier an warten nur noch Spoiler auf euch.

 

Der Krieg hat begonnen

Wie bereits aus den vorherigen Präsentationen bekannt, startet die Quest spektakulär mit der Zerstörung von Cetus, der Siedlung der Unum. Zu diesem Zeitpunkt ist noch keine Spur von uns in diesem Konflikt, vielmehr wechselt der Fokus zum Grineer Soldaten Kahl-175. Nachdem seine Truppe durch einen Sentient Angriff in den Plains of Eidolon abstürzt, rappelt er sich als einziger wieder auf. Und in bester Kahl of Duty Manier ballern wir uns durch die Invasionstruppen der einfallenden Sentients um unsere Grineer Brüder zu unterstützen. Kahls neue Mission ist dann ein Orphyx (ein Portal der Sentients) zu zerstören. Doch am Ziel angekommen, endet die Mission anders als erhofft. Von hier aus geht die Action nahtlos weiter und der Fokus wechselt zur Flotte der Corpus die sich bereits im All ein Gefecht mit den Sentients liefern.

Hier übernehmen wir die Kontrolle über den Techniker Veso. Dieser bekommt den Auftrag, die Verteidigungssysteme der Corpus Flotte zu deaktivieren. Doch Grofit ist nicht alles und so verweigert Veso den Gehorsam und feuert auf das Mutterschiff der Sentients. Leider ist es das Ende für das Schiff und einen großen Teil der Flotte. Und das ist der Moment, an dem wir ins Spiel kommen. Unser Railjack springt in das System und wir liefern uns eine Raumschlacht mit den Schiffen der Sentients. Im Gepäck haben wir Teshin, dem wir einen Weg ins Schiff bahnen müssen. Wir schaffen den Durchbruch natürlich und Teshin schlachtet sich mit seinen Katanas durch die Sentients auf dem Schiff.

Doch leider endet seine Mission eher unerfreulich und auch wir bekommen nicht das Ende, das wir uns vorgestellt haben. Zusammen mit Space Mom werden wir von Ballas in den Void und damit unser Verderben geschleudert. Die Mission ist allerdings nicht vorbei, denn plötzlich finden wir uns in der Rolle des Drifter wieder. Die Identität des Drifter ist unklar und das Gesicht verhüllt. Ohne unsere Warframe Fähigkeiten müssen wir Gefangene befreien neue Narmer Feinde bekämpfen und machen einige verstörende Entdeckungen. Es ist seit dem Verschwinden unseres Tenno einige Zeit vergangen und Warframes sind Vergangenheit. Stattdessen hat Ballas die Kontrolle übernommen und das Sonnensystem versklavt.

In bester Rebellen Manier kämpfen wir in den kommenden Missionen dafür, diese Entwicklung rückgängig zu machen. Ohne weitere ins Details zu gehen steht am Ende unserer Quest der Endkampf gegen Ballas und nachdem wir seinen wirklich toxischen Hintern ins Jenseits befördert haben, gibt es die langvermutete Wiedervereinigung mit unserer Space Mom. Nicht jedoch ohne ein kleines Intermezzo mit dem Man in the Wall. Die Struktur der Quest hat einen guten Mix aus Action, Stealth und Story geboten. Und auch das Gameplay hat viele der Systeme im Spiel sinnvoll zusammengeführt. Einzig was den Konflikt mit dem Lotus angeht, hatte ich mir etwas mehr erhofft, aber dazu später mehr.

 

Die Ausführung war exzellent

Unbestritten war die gesamte Quest wirklich hervorragend umgesetzt. Die neuen spielbaren Charaktere mit ihren eigenen Fähigkeiten, unsere neue Erscheinung und natürlich der Auftritt des Man in the Wall, waren für mich eine großartige Erfahrung. Als wir vor Jahren einmal den Stalker Mode zu sehen bekommen haben, war es schon sehr enttäuschend, das nichts daraus wurde. Nach dieser Quest ist aber klar geworden, dass Digital Extremes diese Idee seitdem weitergeführt haben. Und die Arbeit hat sich wirklich gelohnt, denn Kahl-175, Veso und Teshin haben wirklich frischen Wind in die Quest gebracht. Alle haben nicht nur ein eigenes User Interface bekommen, sondern auch komplett eigene Fähigkeiten. Die Tatsache, dass das alles zudem so flüssig funktionierte, ist ein Beweis für die gute Teamarbeit bei DE trotzt der Umstände. Besonders gut fand ich auch die Episoden auf Zariman Ten Zero, die an manchen Punkten starke Dead Space Atmosphäre versprüht haben.

Und als persönlicher Fan des “Man in the Wall” war dessen Auftritt natürlich ein spezielles Highlight. Insbesondere das Ende gab zudem allen Fans, die mit der Geschichte stärker vertraut sind, einige Hinweise für die Zukunft. Viele neue Systeme aus den vergangenen Jahren wie Railjack oder Necramechs haben oft wie separate Einheiten im Spiel gewirkt. Sie waren kaum an andere Systeme angeschlossen, was oft von der Community kritisiert wurde. In dieser Quest sind Railjack, Necramechs und normales Gameplay endlich gekonnt zusammengeführt worden und haben sich wirklich gut ergänzt und Abwechslung gebracht. Ich hoffe, dass wir in Zukunft noch mehr spielbare Charaktere bekommen und Railjack weiterhin tiefer in das hauptsächliche Gameplay integriert wird. Unsere neue Operator-Form stimmt mich zudem sehr optimistisch, dass wir eine Erweiterung der Operatorsysteme bekommen werden. Plains of Duviri ist jetzt schon ganz oben auf meiner Liste.

 

Etwas Enttäuschung und Verwirrung

An The New War gab es für mich im Grunde nicht viel auszusetzen, jedoch war ich von einer Sache etwas enttäuscht. Ich denke, die meisten Fans hatten schon vermutet, dass wir Space Mom retten würden. Dass es allerdings so unspektakulär und ohne große Konfrontation mit ihr abgehen würde, war etwas schade. Nach ihrem Verschwinden zum Beginn der Quest, verbringen wir kurze Zeit damit, sie wieder zu stärken, wonach sie kurz auf uns losgeht. Danach verfolgen wir sie auf dem Weg zu Ballas wo uns dann auch schon der Endkampf erwartet. Und kaum haben wir Ballas besiegt, schließt sich uns der Lotus wieder an. Ich hatte auf ein paar epische Kämpfe gegen unsere einstige Beschützerin gehofft und auch ein wenig internen Konflikt hätte ich gern gesehen.

Neben diesem Punkt gab es aber auch etwas Verwirrung bei mir, als der Drifter sich im Lauf der Quest als unser Operator enthüllte. Rein von den Hinweisen zuvor war mir klar, dass der Drifter eine ältere (alternative) Version meines Operators sein musste. Nur war der Drifter optisch komplett anders als mein Operator. Offenbar wurden die optischen Anpassungen für meinen Operator nicht für den Drifter übernommen. Ich gab meiner Vermutung aber nach und änderte das Design wieder, sodass der Drifter wie eine ältere Version meines Operators aussah. Und schließlich bestätigte sich die Annahme ja dann auch während der Quest. Ich nehme an, dass es einfach ein etwas unglücklicher Bug war. Darüber hinaus war ich aber zumindest sehr erfreut darüber, dass die Quest ohne große Bugs für mich ablief.

 

Das war großartig

Ein Punkt, der mir besonders gut gefallen hat, war aber die Zariman Ten Zero Segmente in der Quest. Insbesondere natürlich, wenn alles plötzlich zur Hölle fährt. Zum ersten Mal haben wir einen Einblick in die Ereignisse auf dem Schiff bekommen, die uns unsere Fähigkeiten beschert haben. Und als Fan des “Man in the Wall” habe ich mich natürlich sehr über ein Wiedersehen gefreut. Es gibt nichts Besseres als seinem bösen Ebenbild die Hand zu schütteln.

Natürlich bedeutet das auch, dass wir in nächster Zeit mit Sicherheit noch mehr von unserem unheimlichen Begleiter sehen werden. Schon das nächste Update soll uns ja wieder zurück zur Zariman bringen. Ich kann es auf jeden Fall kaum erwarten, was DE uns als Nächstes in der Story präsentieren wird. Die aktuelle Quest war aber definitiv ein echtes Spkektakel, dass ich noch ein paar Mal wiederholen werde.

Warframe Volume 1
  • Hawkins, Matt (Autor)

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Titelbild: © Digital Extremes

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Geschrieben von Marco Schmandt
Ist unterwegs als Space Ninja in Warframe
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