Angespielt: Death Trash (Early Access)

Seit den großen Erfolgen von Titeln wie Fallout oder Cyberpunk 2077 wurde der Videospielmarkt von Spielen mit postapokalyptischen Cyberpunk-Settings geradezu überflutet. Da kann es durchaus schwerfallen, die Spreu vom Weizen zu trennen. Das deutsche Entwicklerstudio Crafting Legends liefert mit ihrem Debut-Titel die Nadel im Heuhaufen.

Death Trash kombiniert die Stärken von klassischen old-school Rollenspielmechaniken mit den Freiheiten moderner Action-Adventures, das Ganze eingebettet in, ihr ahnt es bereits, einem postapokalyptischen Cyberpunk-Setting. Derzeit befindet sich das Spiel noch in einer frühen Phase des Early Access, doch hat es bereits starken Eindruck hinterlassen. Wie dieser ausgefallen ist und warum ihr den Titel unbedingt im Auge behalten solltet, erfahrt ihr im folgenden Angespielt.

 

Wir bedauern Ihnen mitteilen zu müssen, dass Sie von nun an aus der Gesellschaft ausgeschlossen sind

Die Menschheit machte sich auf zu den Sternen und siedelte auf fremde Planeten. Nachdem sie sich auf Nexus niederließ, traten durch unvorhergesehene Ereignisse dessen uralte Geheimnisse an die Oberfläche und die Menschen waren gezwungen, sich in die stummen Städte zurückzuziehen. Aufgrund einer mysteriösen Krankheit werden wir aus den schützenden Reihen dieser Städte verbannt und sind nun dazu gezwungen, ein Leben als Ausgestoßener an der Oberfläche zu führen.

Auf unserer Reise durch das Ödland von Nexus begegnen wir anderen Ausgestoßenen, Wurmgewachsenen und sogar Titanen. Schnell wird uns klar, dass auf dem einst schönen Planeten etwas Schreckliches vorgefallen sein muss und wir setzen alles daran, diesem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Was hat es mit den einst mächtigen Titanen auf sich? Wer sind die Gottesjäger? Warum sind wir die Einzigen, die die Sprache der Titanen verstehen und warum um alles in der Welt wachsen überall mutierte Fleischklumpen aus der Erde?

Death Trash

Während unserer Reise müssen wir weite Strecken durch das Ödland von Nexus zurücklegen.

 

Preiset das Fleisch und die Göttlichkeit der Titanen

Die Spielwelt von Death Trash hält allerhand Skurriles für uns bereit. Unsere Reise führt uns durch Wüsten, Ruinen, Wälder und sogar in den Untergrund in uralte Bunker und Minen. Dabei sind die einzelnen Areale in sich geschlossen, doch können wir uns frei in ihnen bewegen. Neue Orte entdecken wir über die Weltkarte, mit deren Hilfe wir durch die postapokalyptischen Gegenden reisen. Die Karte können wir frei erkunden und ganz nach Belieben von Ort zu Ort reisen. Unsere Reiseroute wird auf der Karte markiert und wir können unseren Schnellreiseweg mitverfolgen. Doch wer hier von einer Verschnaufpause und kreativer Ladezeitenüberbrückung ausgeht, hat weit gefehlt, denn die Schnellreisen laufen nicht immer ohne Zwischenfälle ab. Es ist durchaus möglich, dass auf unserer Route zufällige Begegnungen oder sogar Anomalien auf uns warten. Diese können friedlich, aber auch außerordentlich tödlich sein. Also stets wachsam bleiben!

Einige der auf der Oberfläche lebenden Menschen haben sich dem Fanatismus zugewandt und sich in zwei verfeindete Lager gespalten. Auf der einen Seite stehen die Gläubigen. Diese verehren die Titanen als Gottheiten und sind der Überzeugung, dass die Menschheit mit ihnen in Symbiose leben sollte. Verhalten wir uns den Titanen und dem Fleisch gegenüber respektvoll, begegnen sie uns mit Wohlwollen und haben sogar die eine oder andere Quest für uns parat. Anders als die Gottesjäger, die zu der Kategorie “erst schießen und dann Fragen stellen” gehören. Sie führen ein strenges Regiment und machen Jagd auf die Titanen und alle, die nicht ihrer Sache angehören.

Doch stolpern wir auf der Reise durch Nexus Wildnis nicht nur auf Menschen. Das Fleisch, welches aus dem Planeten quillt, hat außerdem Wurmgewachsene hervorgebracht, Mutanten, die zwar menschenähnlich aussehen, aber nichts Menschliches mehr in sich tragen. Von ihnen gibt es verschiedene Arten, von denen eine gefährlicher ist als die andere und sie sind stets feindlich gesinnt. Doch auch Titanen und übergroße Monster leben noch immer in versteckten Ecken und Winkeln von Nexus. Wo wir bei den Titanen Gespräche führen können und möglicherweise mehr über die Geheimnisse des Planeten erfahren, heißt es bei den Monstern nur kämpfen oder sterben. Und diese Kämpfe haben es in sich. Ohne gute Ausrüstung und fortgeschrittenem Level sind wir hoffnungslos unterlegen.

Death Trash

Über die Weltkarte können wir Nexus erkunden und an neue Orte reisen.

 

Mit Stärke, Geschick oder Hinterlist ans Ziel

Schon zu Beginn des Spiels können wir bei der Erstellung unseres Charakters Skill- und Attributpunkte frei verteilen. In bester Rollenspielmanier haben wir also die Möglichkeit, unseren Charakter ganz an unseren Spielstil anzupassen. Im Laufe des Spiels sammeln wir durch das Erfüllen von Quests, durch gewonnene Kämpfe, Wissensfragmente und den Einsatz unserer Attribute Erfahrungspunkte und steigen im Level auf. Mit jedem neuen Level erhalten wir neue Skill- und Attributpunkte, die wir nach Belieben verteilen können. So stehen uns zu jeder Zeit alle Möglichkeiten offen, unsere Spielweise zu verändern. Zwar ist die Differenzierung der einzelnen Attribute und Fähigkeiten nicht so umfangreich, wie man es aus großen Genrevertretern gewohnt ist, doch schadet das dem Spiel in keinster Weise. Im Gegenteil, jedes Attribut und jede Fähigkeit ist nützlich und sollte nicht außer Acht gelassen werden.

Wir haben in beinahe jeder Situation die Möglichkeit, Konflikte zu umgehen und Kämpfe vollständig zu vermeiden. Das ist mal mehr und mal weniger herausfordernd, aber prinzipiell immer im Rahmen des Möglichen. Kommt es doch zu einem Kampf, so stehen uns auch hier mehrere Optionen zur Verfügung. Wir können sowohl mit Nah- als auch mit Fernkampfwaffen kämpfen. Dabei unterscheiden sich die einzelnen Waffentypen grundlegend voneinander. Im Nahkampf haben wir die Wahl zwischen stumpfen und scharfen Waffen. Meist machen die stumpfen Waffen zwar mehr Schaden, sind dafür aber langsamer und benötigen teilweise eine gewisse Anzahl der Attributpunkte auf Stärke. Hier kann jeder entsprechend seines eigenen Spielstils seine Wahl treffen.

Ähnlich verhält es sich mit den Fernwaffen. Elektronische Waffen machen weniger Schaden, haben dafür ein größeres Magazin und eine höhere Feuerrate. Ein großer Vorteil des Kampfsystems ist der automatische Wechsel zwischen Nah- und Fernkampf. Sobald uns ein Gegner zu nah auf die Pelle rückt, steckt unser Charakter automatisch die Schusswaffe weg und zieht die entsprechende Nahkampfwaffe heraus. Außerdem erhalten wir im Lauf des Spiels mentale Fähigkeiten, die uns im Kampf ebenfalls sehr nützlich sind. Beispielsweise können wir unsere Gegner mit Elektrizität in einen Schockzustand versetzen, sodass sie für einige Zeit bewegungsunfähig an Ort und Stelle verharren.

 

In Death Trash gelten Alleinreisende als lebensmüde oder dumm

Leider ist Couch-Koop zum Großteil aus der Videospielwelt verschwunden. Sehr schade für alle, die gern einen Abend zu zweit mit einem guten Spiel auf der Couch verbringen wollen. Glücklicherweise bietet uns Death Trash genau diese Möglichkeit und das auch noch mit einigen Freiheiten. Jeder Spieler übernimmt die Kontrolle über seinen eigenen Charakter, den er frei nach eigenen Vorzügen gestalten und mit Fähigkeiten und Attributen ausstatten kann. So können wir uns zu zweit den Gefahren des Ödlands von Nexus stellen. Besonders praktisch ist hierbei, dass man jederzeit in die Kampagne einsteigen, aber auch wieder aussteigen kann. Es steht uns völlig frei, ob wir allein oder gemeinsam starten, enden oder dazwischen die Spieleranzahl ändern. Durch gemeinsamen Questfortschritt gibt es auch keine Schwierigkeiten, falls derjenige, der den Questgegenstand eingesammelt hat, aussteigt.

Jeder Charakter verfügt über sein eigenes Inventar und Werte, sodass sich jeder frei entfalten kann. Sollte ein Charakter das Zeitliche segnen, so haben wir die Möglichkeit, diesen zurück ins Leben zu holen. Allerdings nur, bis der Zeitbalken abgelaufen ist. Sind wir nicht in der Lage, unseren Partner rechtzeitig wiederzubeleben, so wird am letzten Speicherpunkt neu gestartet. Die Speicherpunkte sind für beide Spieler gleich, da wir uns stets in demselben Areal aufhalten. Über die Weltkarte reisen ist ausschließlich gemeinsam möglich.

Death Trash

Gemeinsam erkunden wir die Mine und helfen dem Blinden seine Augen zurückzuerlangen.

 

Kliffhänger voraus

Bedenken wir, dass sich Death Trash derzeit noch in einer früher Early Access-Version befindet, so ist es umso beeindruckender, wie viel es schon jetzt zu bieten hat. Von der wunderschönen Pixel-Art-Grafik abgesehen, besitzt das Spiel ein flüssiges Kampfsystem, eine interessante Geschichte, individuelle Charaktere und sehr viel Witz und Charme. Auch lief es komplett bugfrei, ohne Ruckler oder Grafikfehler. Das ist mehr als so mancher AAA-Titel zum Fullrelease auf den Tisch bringt.

Natürlich hat der Early Access aber auch einen Nachteil, die derzeitige Version endet mit einem riesen Kliffhänger. Bisher war es den Entwicklern noch nicht möglich, die komplette Storykampagne in ihr Spiel einzubauen. Umso gespannter können wir auf den weiteren Verlauf rund um Death Trash sein. Denn eins ist klar, kaum ein anderes Spiel hat von Anfang an eine so gute Figur gemacht.

 

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  • Death Trash
    Fazit zu Death Trash

    Death Trash hat mich sofort überzeugt. Nicht nur, dass die Pixel-Art-Grafik super aussieht und stimmungsvoll in Szene gesetzt wird, zusätzlich trieft das Spiel geradezu vor skurrilem, makaberen und schwarzem Humor und trifft damit voll meinen Geschmack. Außerdem sind die Gameplaymechaniken intuitiv und stimmig, ebenso wie die Verteilung und Auswirkung der verschiedenen Attribute und Fähigkeiten. Einzig und allein der sehr begrenzte Inventarplatz ohne die Möglichkeit, erweitert zu werden, stößt mir sauer auf. Das mag aber auch an meinem nicht zu bändigendem Lootfinger in Rollenspielen liegen.

    Vivien Ziermann, Redakteur
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Geschrieben von Vivien Ziermann
Redakteurin im Bereich: Games, Movies
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