Angespielt: Randal’s Monday (Preview)

Daedalic haben wieder ein ganz heißes Eisen im Ofen. Diesmal handelt es sich um Randal’s Monday, von Nexus Game Studios. Wir haben einen Blick auf die Preview-Version geworfen und sagen euch, ob sich das Spiel lohnt.

 

Ein ganz normaler Tag

Randal’s Monday beginnt in einer Bar. Unser schnittiger Protagonist sitzt dort mit seinen Freunden Matt und Sally, die bald heiraten werden. Da die beiden Knallköpfe für ihren Unsinn bereits bekannt sind, warnt die zukünftige Braut die Beiden irgend einen Unfug anzustellen. Natürlich sind sich die beiden keinerlei Schuld bewusst. Der Abend wird länger und nach einer weiteren Runde (oder fünf?), muss Matt kurz an die frische Luft und wir übernehmen die Kontrolle. Natürlich sehen wir uns erstmal um. Da hätten wir die Bardame, die wohl etwas für Randal übrig hat oder einen Fremden, der genauso gut ein Rowdy sein könnte. Im hinteren Teil der Bar wäre da ein Pärchen das… nun, das beschäftigt ist. Vater Roy, der keine Lust auf ein Gespräch zu haben scheint und Charlie, der offensichtlich seinen Meditationsübungen nachgeht. Da es hier wohl nicht viel zu tun gibt, gehen wir raus, um nach unserem Kumpel zu sehen. Der kotzt sich inzwischen die Seele aus dem Leib, wie man es von ihm gewohnt ist. Doch bei all dem Spaß macht sich Randal Sorgen. Schließlich ist der Lockenkopf bald ein verheirateter Mann der Verantwortung tragen muss. Als sie wieder zurück zu Sally gehen wollen, fällt Matt’s Brieftasche aus der Hose, mit dem dazugehörigen Kleingeld und dem Ehering.

Die Bar

Die Bar

 

Auf zur Arbeit

Am nächsten Tag, Montag um genauer zu sein, befinden wir uns in Randal’s Appartement. Coole Poster und sehr viele Anspielungen auf andere Videospiele erwarten uns. Zum Beispiel steht im Regal eine grüne Kräuter-Pflanze mit dem Umbrella-Logo auf dem Behälter, was unser Protagonist nur mit einem “Näh… die brauche ich nicht, meine Lebensleiste is eh voll”, kommentiert. Als wir das Haus verlassen wollten, wartet Mr. Cannelloni – pardon – Mr. Maroni auf uns. Er ist seines Zeichens der Vermieter und will natürlich endlich Kohle sehen. Er verweist auch auf Randal’s Mitbewohner der, durch seine quasi nicht existente Art, der Perfekte Mieter ist. Er macht keine Probleme und zahlt auch seine Miete pünktlich. Lustigerweise nutzt er zur Verständigung ein undeffinierbares Gröhlen, was es nur schwer macht, Mr. Maroni’s Worten glauben zu schenken.

 

Nat Games Randal's Monday Screenshot 2

Randal’s Zimmer

 

Wir kommen also nicht an dem Kerl vorbei, bis er seine Miete hat. Als wir uns in der Wohnung umsehen, entdecken wir allerlei nützliches Zeug, das wir zwar jetzt noch nicht verwenden können, doch so ein Thunfisch-Sandwich vom Vortag wird schon irgendwo seine Verwendung finden! Der einzige Ausweg scheint die Feuerleiter zu sein. Doch der Weg nach unten wird von einem wahren Ungetüm mit rassiermesserscharfen Zähnen und Klauen bewacht: einer Katze. Wir funktionieren den Besenstiel und den Kleiderhaken zu einer Fern-Grappsch-“Waffe” um und schicken das Vieh erstmal einen Stock tiefer, indem wir den Stift aus der Leiterverankerung ziehen. Praktischerweise haben wir sogar einen Draht aus der Umbauaktion behalten können und verstauen das im Inventar. Unten angekommen erzählt uns ein Penner seine Lebensgeschichte. Das diese so spannend wie ein Stück Tostbrot ist, können wir uns alle denken. Doch tatsächlich macht es Spaß den gut geschriebenen und vertonten Dialogen der Charaktere zu lauschen. Vieles davon ist herrlicher Nonsens, wie wir ihn etwa aus Deponia kennen. So ähnlich gestalten sich auch die Rätsel. Zwar ist vieles logisch, doch ein wenig müssen wir unsere grauen Zellen dann wohl doch anstrengen. Er gibt uns übrigens eine Rasierklinge. Warum? Nun, das müsst ihr schon selbst herausfinden (oder unsere Vorschau ansehen, hehe). Im Mülle finden wir noch eine Tube Kleber. Wozu wir die brauchen, werdet ihr schon gleich lesen.

 

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Erkennt ihr die Berühmtheiten?

 

Da wir ja endlich zur Arbeit wollen, müssen wir eins der öffentlichen Verkehrsmittel nehmen. Und was bietet sich da mehr an als die U-Bahn die ganz zufällig jemand da hinprogrammiert bzw. gezeichnet hat? Die Dame am Schalter scheint mächtig beschäftigt, also wird es ihr wohl nichts ausmachen, wenn wir einfach durchgehen. Doch falsch gedacht! Die Alte hat nämlich Augen wie ein Luchs! Also müssen wir wohl oder übel an eine Fahrkarte kommen. Leichter gesagt als getan, denn sie schweift ständig ab, da sie mit ihrem Kreuzworträtsel beschäftig zu sein scheint. “…Tier auf einer Farm… Drei Buchstaben…”, “nun geben Sie mir schon diese verdammte Fahrkarte, Sie Kuh!”, schreit Randal. “Kuh… hmmm, passt!”. Da ein weiteres Gespräch nur in Wut ausarten würde, wird es Zeit für den Kleber. Ihr Telefon ist in greifbarer Reichweite und sobald man es runterstößt, braucht die Dame einen Augenblick den Hörer wieder aufzuheben. Doch der Kleber ist eingetrocknet! Schnell probieren wir unsere Gegenstände daran aus. Die Brieftasche macht keinen Sinn, ebensowenig die Zeitung. Aber die Rasierklinge müsste doch… bingo! Schnell das klebrige Zeug auf das Telefon geschmiert und den Notfall-Service angerufen! Durch die maßlose Kraftanstrengung kippt die Gute um und der Weg ist frei. Doch kaum haben unsere Füße den Boden berührt kommt auch schon das Gesetz… Wir könnten hier noch ewigkeiten weiterschreiben, doch empfehlen wir natürlich unser Angespielt.

GRUPO alta

 

Grafisch macht Randal’s Monday einen soliden Eindruck. Die Charaktere sind herrlich verrückt gezeichnet und die Dialoge sind oft witzig und schaffen es eine zusammenhängende Atmosphäre zu erzeugen. Spielerisch bleiben die gewohnten Aktionen wie interagieren, umsehen und laufen die gewohne Genrekost. Die Musik hat ihren eigenen verrückten Charme und drängt sich nicht in den Vordergrund.  Es gibt auch einige kleine Zwischensequenzen. Beispielsweise rennen wir im Indiana Jones Style vor einem riesigen Globus weg. Gerade diese verrückten Ideen, zusammen mit den unzähligen Anspielungen auf Videospiele und Filme haben uns sehr gut gefallen. Wo man noch etwas mehr Feingefühl hätte hinenstecken können, sind Randal’s Kommentare. Er sagt immer nur “Das passt nicht”, oder “Das macht keinen Sinn” was wir beim Versuch mit der Zeitung das Klo zu überfluten aber anders sehen.

 

 

Das Spiel von Nexus Game Studios scheint, bis auf kleine Feinschliffe, mit den großen Point&Click-Adventures auf einer Augenhöhe zu sein. Ob die fertige Geschichte und somit das ganze Abenteuer das Niveau halten kann und die Rätsel anspruchsvoller werden, erfahren wir wenn das Spiel am 12.11.2014 für PC erscheint.

 

Nekrokon
Geschrieben von
Ehemaliger Redakteur von NAT-Games.

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