Mein erstes Jahr mit Overwatch

Mein erstes Jahr mit Overwatch

Happy Birthday, Overwatch! Blizzards Shooter feiert einjähriges Jubiläum, und da dieser Titel seit seinem Erscheinen mein Gamingverhalten beträchtlich verändert hat, möchte ich mit diesem Special mal ein wenig Dampf ablassen. Sowohl über die positiven, als auch frustrierenden Momente, die Overwatch zu bieten hat, als auch dessen Entwicklung und seinen Einfluss auf mich persönlich.

 

Der Beginn der Sucht

Zum Anfang brauchte es einige Überredungskunst, um mich von Overwatch zu überzeugen. Gleich zwei Kumpels mussten mich mit Nachrichten zubomben, um mich schließlich vom Kauf zu überzeugen. Ich war noch nie ein großer Fan von irgendeiner IP aus dem Hause Blizzard, warum sollte mich also dieses Spiel jetzt am Haken haben? Nachdem ich also überredet wurde, zockte ich gleich ein paar Ründchen mit meinen Kumpels, und was soll ich sagen, ich war sofort hin und weg. Die tollen Charaktere, die nicht notwendige aber dennoch vorhandene Hintergrundgeschichte, das sehr variable Gameplay mit den unterschiedlichen Fähigkeiten, ich war direkt gefesselt. Shootertechnisch bin ich nicht so versiert, die eine oder andere Runde CS damals auf einer LAN ging schon klar, so Storyshooter wie Bioshock geb ich mir auch ab und an, aber ein reiner Multiplayershooter, in dem ich online gegen Fremde antreten soll? Nein, dazu sind meine Aiming-Skills nicht wirklich ausgereift genug. Doch seit ich Overwatch spiele, hat sich meine Einstellung geändert. Ich empfinde den Drang, meinen Aim zu verbessern, damit ich ein besserer Overwatch-Spieler werde. Und auch, wenn es Helden wie Reinhardt, Winston und Symmetra gibt, mit denen man nicht so genau zielen muss, so möchte ich gerne Helden spielen, die ein wenig Genauigkeit erfordern. Ich werde mich diesbezüglich nie in der Oberliga befinden, aber wenn ich das mal so sagen darf, dann sehe ich mich mittlerweile als recht passablen Shooterspieler an. Was Overwatch so anders macht als jeden 0815-Shooter, brauche ich jetzt nicht zu erläutern. Ich möchte nicht wirklich auf alle möglichen Gameplayfeatures eingehen, das hat Jasmin in ihrem Test bereits zu Genüge getan.

Ana war die erste neue Heldin, die veröffentlicht wurde

 

1 Jahr mit Overwatch

Ich stand nicht direkt beim Release des Spiels im Laden, und ich habe auch nicht die Beta gespielt. Dennoch bin ich recht früh in das Spielgeschehen von Overwatch eingestiegen. Und das ist auch gut so, denn das Spiel hat sich über das erste Jahr recht schnell weiterentwickelt. Dass Blizzard seine IPs niemals im Stich lässt, kann man am Beispiel von World of Warcraft sehen. Auch 13 Jahre nach Release des MMORPGs bringt der Entwickler immer noch neue Updates heraus. Und genauso wird auch mit Overwatch verfahren, da bin ich mir sicher. Allein im Erscheinungsjahr gab es drei neue Helden, drei neue Maps, mehrere neue Spielmodi und zahlreiche Events mit neuen Skins und Goodies für die Helden sowie einer netten Spielerei wie Capture the Rooster oder Lucioball. Jeff Kaplan, Vizepräsident von Blizzard und Game Director von Overwatch, versprach auch für die kommenden Jahre viele kostenlose Updates. Und dies ist ein weiterer Grund, warum dieses Spiel mich so sehr in seinen Bann zieht. Kreative Neuerungen, die sich so sehr in das Spiel eingliedern, als wären sie schon immer da gewesen. Und die wohl wichtigste Neuerung, die Overwatch erhalten hat, war der Ranked-Modus. Er ist mittlerweile das Kernstück des Spiels und zugleich ein Fluch als auch ein Segen.

Mit Eichenwalde präsentierte man passend zur gamescom eine deutsche Map

 

Overfrust

Die Überschrift dieses Absatzes ist eine Wortschöpfung, die ich mit meinen Kollegen ersonnen habe. Nicht zuletzt ist der Ranked-Modus dafür verantwortlich. Selten habe ich an einem Spiel so viele spaßige Momente, wie ich zur selben Zeit auch frustrierende habe. Overfrust ist der Ausdruck des puren Hasses, wenn man ein schlechtes Team erwischt, von einem zufälligen Hanzo-Pfeil erwischt wird oder den letzten Punkt nicht captured, obwohl man ihn doch noch berührt hat. Also Overwatch veröffentlicht wurde, gab es lediglich die Schnellsuche. Man wurde direkt in ein Spiel geworfen, und konnte hier ohne verbindliche Regeln seinen Spaß haben. Doch mit Ranked änderte sich alles. Jetzt wurde euer Skill durch eine Zahl und später durch eine Medaille dargestellt, und so stieg der Druck und auch gleichzeitig der Hass der Community. Charaktere wie Genji (den ich übrigens sehr gerne spiele) und Hanzo sind bereits eigenständige Memes. Der Cyborgninja schreit dauernd nach Heilung, und der Bogenschütze taugt schlichtweg nichts. Bitte, nehmt nicht Widowmaker und bildet auf jeden Fall eine Teamkomposition nach dem 2-2-2 Schema: 2 DPS, 2 Tanks und 2 Heiler. Bleibt bitte bei der Payload, tötet diese nervige Pharah und um Himmels willen: Hört auf, scheiße zu sein! Wenn ihr all dies nicht tut, dann seid ihr sofort ein dreckiger Kackboon und gehört auf den Scheiterhaufen. Richtig, Online-Communities sind immer ein wenig schwierig, doch Overwatch bietet leider einen sehr effizienten Platz für Trolls und Hater aller Art. Doch wenn man dann irgendwann Teammitglieder findet, mit denen eine gute Kommunikation möglich ist, dann gewinnt man auf einmal. Und kaum etwas fühlt sich aktuell für mich so gut an wie ein Sieg in einem kompetitiven Overwatch Ranked-Match. Und das ist genau der Grund, warum ich immer wieder zu diesem Spiel zurückkehre. Gemeinsam mit seinem Team einen harten Sieg erringen, um am Ende seine Rangpunkte ansteigen zu sehen. Dies ist doch die Essenz, weswegen wir uns online mit anderen Leuten messen. Und ja, manchmal muss man einfach mal nur entspannen, weil man wieder mal so dermaßen wütend auf irgendeinen Troll ist, aber hat sich die Wut gelegt, steht wieder der Spaß am kompetitiven Wettkampf im Fokus.

Das ganze ARG um Sombra wurde zu sehr in die Länge gezogen

 

Die Zukunft von Overwatch

Jetzt ist dieses Spiel also schon ein Jahr alt. Was erwartet uns Overwatch-Fans also in den nächsten 365 Tagen? Laut Blizzard genau so viel Content, wie wir es bislang gewohnt sind. Bereits am Geburtstag selbst, also heute, startet ein neuer Event mit frischen Skins, Emotes und neuen Karten und Spielmodi. Doch auch abseits des Shooters finden Fans viel neuen Stoff für ihr Fandom. Neue Kurzfilme und Comics, welche die Hintergrundgeschichte noch weiter vertiefen, neues Merchandise und, und, und. Mich hat Overwatch jetzt fast jeden Tag an den PC gelockt, und wenn es nur für ein kleines Match war. Dass ich mich mal so in einem reinen Onlinespiel verlieren würde, hätte ich nie für möglich gehalten. Ich stehe eigentlich auf Einzelspielererlebnisse, die entweder eine tiefgründige Story oder puren Spielspaß a la Nintendo bieten. Doch irgendwo auf diesem Pfad hat mich Overwatch abgeholt, und es steht jetzt ganz oben auf meiner Topliste meiner Lieblingsspiele. Ich bin gespannt, was die Zukunft für Blizzards Fun-Shooter zu bieten hat, und sage in diesem Sinne: Alle Gute zum einjährigen Jubiläum, auf dass noch viele weitere erfolgreiche Jahre folgen werden.

Mit Oasis kam eine neue Kontrollpunktmap, inklusive Trampolin

 

Und jetzt würde mich natürlich eure Meinung interessieren. Spielt ihr Overwatch? Wenn ja, dann erzählt doch mal eure Overwatch-Story. Wie habt ihr das letzte Jahr mit dem Spiel erlebt? Was gefällt euch am besten, was gar nicht? Und was prognostiziert ihr dem Titel für die Zukunft? Schreibt es doch mal in die Kommentare.

 

Maarten Cherek
isst nichts so heiß, wie es gekocht wird!

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