Top of the Decks – Die besten Hearthstone Decks und Schlachtfeld Strategien für den Patch 21.6

Herzlich Willkommen zur 25. Ausgabe “Top of the Decks – Die besten Hearthstone Decks”! In diesem umfangreichen Format möchten wir von NAT-Games die Hearthstone Puristen unter euch ansprechen und mit aktuellen Informationen rund um die Meta von Blizzards Sammelkartenspiel versorgen. Generell erwartet euch im Folgenden ein monatliches Update zur Meta-Landschaft im Standard Format, gefolgt von jeweils zwei kompetitiven Decklisten für jede der neun Klassen. Wir versuchen dabei jeden Monat einen guten Mix aus den besten und unterhaltsamsten Decks für euch herauszusuchen. Dafür machen wir uns zum einen die Daten von HSReplay zunutze, zum anderen durchforsten wir die Hearthstone Community auf der Suche nach Geheimtipps.

Do you even Standard, Bro?

Hinter uns liegt eine vergleichsweise lange Durststrecke. Neben dem Wirbel um den neuen Söldner-Modus und umfangreichen Patch-Updates für den Duell- und Schlachtfeld-Modus, schien unser gutes altes Standard-Format in Vergessenheit zu geraten. Keine neuen Karten, keine Updates, eine weitestgehend auserzählte Meta-Landschaft, wir für unseren Teil haben uns nach dem neuen Mini-Set verzehrt! Und hier sind wir nun, Patch 21.6 ist erschienen und damit verbunden auch die Todesminen – 35 neue Karten, voller Leichtmatrosen und Halunken, wie es so schön im Werbematerial angepriesen wird. Tatsächlich sind auffallend viele Piraten unter den neuen Karten zu finden, teilweise sogar in Klassen, in denen es noch nie welche gegeben hat. Doch konnte diese hinterlistige Piratenbande das Standard-Format von Hearthstone entern und auf einen neuen Kurs bringen? Im Folgenden stoßen wir gemeinsam mit euch in diese ungewissen Gewässer, um zu klären, welchen Einfluss die Todesminen auf die Meta-Landschaft genommen haben – keine Sorge, die maritimen Wortspielereien ziehen wir nicht bis zum Ende durch.

Wie gewohnt findet ihr neben diesen Zeilen unsere hauseigene Tier-Liste, die euch alle erwähnten Decks in hierarchischer Reihenfolge präsentiert – unterteilt in drei Hauptkategorien. Unter der Kategorie der Best Decks findet ihr die Crème de la Crème der aktuellen Meta, während ihr in der Kategorie Great Decks ihre heißesten Verfolger einsehen könnt. Den Schluss bilden die Off-Meta Decks, die den ein oder anderen Sieg versprechen und meist exotischer Natur sind, aber insgesamt unter dem Durchschnitt liegen. Seit Februar gastiert Maarten in unserem Hearthstone Format und versorgt euch mit seiner Expertise zum überaus erfolgreichen Schlachtfeld-Modus.

Hearthstone

 

Der neue heiße Scheiß

Starten wir doch direkt an der Spitze der Nahrungskette. Malfurion hat es sich dort nach dem Erscheinen der Todesminen schleunigst bequem gemacht und darf sich dafür bei seinem Spott-Archetypen bedanken. Dieser verleibte sich mit Druide des Riffs dankbar eine der herausragendsten Karten des gesamten Sets ein und et voilà eines der besten Decks der neuen Meta-Landschaft ward “geboren”. Zugegeben, im Grunde genommen profitiert Malfurion aktuell eher von einer Art Meta-Upgrade, als von den neuen Karten, denn insbesondere der Wirbel um die Krieger-Klasse spielt dem Spott-Druiden mächtig in die Karten. Aber auch aus den eigenen Reihen gibt es ungewollte Hilfestellung. Denn abseits des Krieger-Hypes gilt eine neue Variante des Anacondra-Duiden derzeit als der neueste heiße Scheiß für die Ladder, wobei unserer Meinung nach die Betonung dabei auf “Scheiß” liegen sollte. Diese Offenbarung eines Hearthstone-Decks verliert satte 8 von 10 Begegnungen mit dem Spott-Druiden. Aber hey, wir sprechen hier ja nur von einem der beliebtesten und erfolgreichsten Decks der Ladder, das macht den Anacondra-Druiden noch lange nicht zu einem schlechten Deck. Keine Sorge, diese Diskussion werden wir in der Deck-Besprechung fortführen.

Kommen wir zum größten Gewinner des Mini-Sets in der Kategorie Aufmerksamkeit/ Beliebtheit. Hier darf sich Garrosh als Sieger küren, der mit seiner aggressiv ausgerichteten Variante des Questline-Kriegers die Meta im Sturm erobern konnte. Mit Kanonier der Defias und allen voran Handlanger Pein durfte sich dieser Archetyp nennenswerte Verbesserungen einverleiben, die unter anderem das verhasste Match-Up mit Questline-Magiern umkehren konnten. Große Teile der Community sahen in dieser verbesserten Version des Questline-Kriegers die neue Geißel von Hearthstone und waren schon fast dabei den Titel “unbeliebtestes beliebtes Meta-Deck” den Questline-Magiern zu entreißen. Dabei schien der Hype-Train von Garrosh in den höchsten Rängen des Standard-Formats jedoch gegen eine steinharte Wand zu fahren – ab dem Rang der Legende rauschten die Gewinnraten raputsartig in den Keller. Wie konnte das nur sein? Nun, einerseits profitierte das neu geformte Aggro-Deck auf den unteren Rängen vom gewohnten Chaos eines neuen Updates, in welchem gefasste Aggro-Decks meist die Nase vorn haben. Andererseits konnte sich der Questline-Krieger, abseits der Magier, keines der anderen relevanten Meta-Decks zum Untertan machen, die auf den höheren Rängen verbreiteter sind. Insbesondere die desaströse Begegnung mit Spott-Druiden schmerzt dem Archetypen sehr. So kommt es, dass der Questline-Krieger nicht einmal innerhalb der Klasse die Nase vorn hat und von uns den Titel “Overhyped and Overplayed” erhält. Wenn ihr auf der Suche nach einem besseren Krieger-Deck seid, schaut doch einmal bei unserer Deck-Besprechung vorbei.

 

Die Rückkehr eines Helden

Edwin van Cleef is back in the game! Nachdem der mächtige Herrscher der Defias aus dem Standard-Format von Hearthstone gekickt werden musste – nach gefühlten Jahrzehnten der Dominanz – ist er mit dem Patch 21.6 aus den Todesminen zurückgekehrt. Wie es scheint, hat Team 5 es geschafft der legendären Karte ein gebührendes Comeback zu bereiten, ohne sie an die ehemalige Dominanz anknüpfen zu lassen. Immerhin ist es eine viel unscheinbarere Karte, die Edwin glatt die Show stiehlt: Schwarzmeerentersäbel. Diese Karte scheint derzeit jeden Archetypen von Valeera aufwerten zu können, wobei noch fraglich ist, welcher dieser Archetypen letztlich die Nase vorn haben wird. Zumindest was uns Normalsterbliche angeht. Auf den höchsten Rängen der Legenden bleibt der Kontakt-Schurke weiterhin das unangefochten beste Deck im Spiel – ebenfalls mit dem Schwarzmeerentersäbel im Gepäck. Für den Rest von uns dürfte der Questline-Schurke die beste Option darstellen. Sonst scheint es im Grunde genommen keine neuen Entwicklungen innerhalb der Klasse zu geben.

A propos keine neuen Entwicklungen. Uther hat sich von dem Wirbel um das Mini-Set nur wenig beeindrucken lassen und prompt seine staubbedeckten Müllpressen auf die Ladder losgelassen. In bekannter Manier haben es die vollends ausgereiften Buchband-, Handbuff und Geheimnis-Paladine verstanden, die optimistisch bastelnden Hearthstone Puristen von der Bildfläche zu fegen und sich so beachtliche Gewinnraten erarbeitet. In einer ausgefeilten Meta-Landschaft sehen wir die Paladin-Klasse in einer leicht schwächeren Position als es gerade den Anschein erweckt. Immerhin verlieren sämtliche Archetypen eindrücklich gegen Spott-Druiden und auf den höheren Rängen gesellt sich dazu noch der Kontakt-Druide. Für einen verlässlichen Aufstieg in den Olymp der Legenden dürfte Uther in den kommenden Wochen jedoch allemal noch taugen. Und das ohne neuen Schnickschnack. Typisch Uther eben.

 

Schattenklingenwerferin

Team 5 hat es geschafft Gul’dan eine Karte zu entwerfen, die in ihrem Erfolg nur knapp hinter dem zweimal generften Fleischriesen steht – Schattenklingenwerferin. Wir haben selten eine Karte gesehen, die dermaßen maßgeschneidert für einen Archetypen wirkte wie diese, aber hier sind wir und Schattenklingenwerferin ist ein fester Bestandteil eines jeden Questline-Hexenmeisters. Schattenklingenwerferin scheint innerhalb dieses Archetypen sogar mächtiger als Preisplünderer innerhalb der Schurken-Klasse. Ihr merkt vielleicht schon, diese Karte hat es uns angetan. Zurecht möchte man meinen, denn dank ihr darf der Questline-Hexenmeister wieder bei den besten Decks der Meta mitmischen. Und damit nicht genug, es könnte sogar sein, dass der Zoo-Hexenmeister ein Comeback feiern darf, wobei diese Vermutung derzeit noch auf wackligen Beinen steht. Feststeht jedoch allemal, dass Gul’dan sich über die Öffnung der Todesminen freuen kann und damit verbunden diese Erweiterung als einer der größten Gewinner abschließen dürfte. Gut gespielt, Gul’dan!

Was dem einen die Schattenklingenwerferin ist dem anderen der Hundekuchen. Auch wenn diese Terminologie niemanden erschaudern lassen dürfte, stellt sie eine nennenswerte Innovation in einer Klasse dar, die sich sonst wie keine andere gegen Innovation sträubt. Die Rede ist natürlich von Rexxar und seinen Face-Jägern. Wie gewohnt konnten die Jäger von einer unbeständigeren Meta profitieren und dabei verlässlich gegen erprobte Kontrahenten abschneiden. Dass sich der Archetyp jedoch entwickeln könnte, hatte wohl niemand auf dem Zettel. Entsprechend spannen wir einen Spannungsbogen und gehen erst im Folgenden weiter darauf ein. Andere Experimente schlugen derweil gewohnt fehlt. Ein Todesröcheln-Jäger scheint noch in weiter Ferne und der  Questline-Jäger sieht sich mit einer widerspenstigen Meta-Landschaft konfrontiert.

 

Heilloses Chaos

Kommen wir zu der Klasse, die sich bislang noch uneins zu sein scheint, wie sie die kommenden Wochen gestalten möchte. Illidan hat mit dem Mini-Set einige potenzielle Kracher-Karten erhalten, die sich allerdings nicht von allein in seine bestehenden Archetypen einpflegen möchten. So schient Ungezügelte Gier ein Meisterstück für seinen Lebensraub-Archetypen zu sein, ohne dass bislang wirklich klar ist, welche andere Karte dafür weichen soll. Auch Krähennestspäher verspricht eine nennenswerte Option für die Kontrolle des gegnerischen Spielfelds zu sein, doch welche Deck-Liste kann sich diesen Luxus am ehesten leisten? Nicht nur wir stehen in dieser Angelegenheit auf dem Schlauch und so kommt es, dass aktuell wieder einmal der Todesröcheln-Dämonenjäger die beste Figur innerhalb der Klasse abgibt, dank der verlässlich unkomplizierten Grundstruktur. Andere Archetypen könnten diesen Erfolg vielleicht überbieten, liegen derweil jedoch auf der Werkbank. Es bleibt fraglich, ob Illidan bis zum Erscheinen der nächsten Erweiterung eine Lösung für dieses Dilemma finden kann. Eine Sache ist bei all der Ratlosigkeit jedoch klar: Feuerprobe-Dämonenjäger ist ein lupenreines Meme-Deck.

Und Anduin? Nun, der Schatten-Priester durfte sich kurz nach dem Erscheinen des Mini-Sets über eine unbeständige Meta-Landschaft freuen und in der Folge seine Gewinnraten in die Höhe schrauben. Allerdings sinken diese derzeit parallel zur Stabilisierung der neuen Hackordnung. Gleichwohl dürfte der Schatten-Priester in den kommenden Wochen die wohl einzige Option für Anduin darstellen, da die Experimente um Unsterblichkeitsamulett allesamt zu scheitern scheinen. Auf einen solchen Archetypen werden Priester erst im Zuge der neuen Erweiterung hoffen dürfen, sofern Team 5 dazu bereit ist, diesen mit neuen Karten zu versehen. Dank dieser eher perspektivlosen Ausgangssituation muss sich Anduin fürs Erste mit dem letzten Platz zufriedengeben und auf die Weihnachtszeit hoffen.

 

Fallenkarte aktiviert

Was wäre, wenn wir euch sagen würden, dass die Todesminen einen Piraten für Jaina entfesselt haben, der ihren Questline-Magier signifikant verbessern kann? Würdet ihr es wissen wollen? Nun, wir lassen euch erst einmal noch Zeit mit eurer Entscheidung und berichten vom allgemeinen Verlauf der Magier-Klasse in diesen trügerischen Gewässern. Der Aufstieg der Krieger-Klasse konnte der Geißel von Hearthstone einen kräftigen Dämpfer verpassen und die Gewinnraten des Questline-Magiers jenseits der 50 %-Marke drücken. Und tatsächlich reagierte die Community auf diese Veränderung und sagte sich zum Teil vom sonst so unbegründet beliebten Archetypen los. Der Questline-Krieger wurde zum neuen Objekt der Begierde, es schien so, als könne Hearthstone als Gemeinschaft die Schrecken des Questline-Magiers hinter sich lassen. Doch weit gefehlt, ausgerechnet eine Kreatur könnte dem Archetyp neuen Glanz verleihen! Vollends glanzlos wirken derweil jegliche Versuche einen anderen Magier-Archetypen salonfähig zu machen. Sorry, Grauweisenpapagei.

Die gleiche geheimnisvolle Karte sorgt auch innerhalb der Schamanen-Klasse für Aufsehen, genauer gesagt beim Questline-Schamanen. Zwar reden wir hier von einer deutlich feineren Optimierung einer Deck-Liste, gleichwohl aber von einer Verbesserung. Leider sieht es auch trotz dieser Verbesserung nicht allzu rosig aus für diesen Archetypen. Spott-Druiden und Questline-Krieger machen es Thrall insgesamt schwer derzeit Fuß zu fassen. Zwar kann sich der Elementar-Schamane momentan noch gut über Wasser halten, das liegt aber nicht zuletzt an den Nachwirkungen des Mini-Sets mitsamt neuer Prügelknaben. Sobald nur noch gestandene Meta-Decks auf der Ladder zu finden sind, wird es auch langsam für diesen Archetypen eng. Das macht Thrall zwar nicht zum Schlusslicht von Hearthstone, allzu weit kann er sich aber nicht davon abgrenzen. Hoffen wir, dass sich die Situation innerhalb der kommenden Wochen nicht verschlechtert und Thrall bis zur nächsten Erweiterung durchhalten kann. Ach, und vom Evolutions-Schamanen haben wir seit dem Erscheinen des Mini-Sets nichts mehr gehört – Gott sei Dank möchte man meinen.

 

Top of the Decks: Die Klassen

 

Dämonenjäger

Keine Sorge nicht nur euch hängt der Todesröcheln-Dämonenjäger zum Halse heraus, daher möchten wir euch nicht lange quälen. Die Todesminen hatten kein neues Werkzeug für diesen Archetypen parat, sodass er sich in seiner Brachland-Version weiterhin am wohlsten fühlt. Und tatsächlich sehen wir auch in unserer Glaskugel nichts, was daran in der kommenden Zeit etwas ändern sollte. Wenn ihr euch noch zu Partien mit dieser Deck-Liste überzeugen könnt, greift bedenkenlos zu. Sollte das nicht so sein, raten wir euch generell von Illidan und seinen Dämonenjägern ab.

Todesröcheln-Dämonenjäger

Denn obwohl der Questline-Lebensraub-Dämonenjäger mit Ungezügelte Gier ein mächtiges neues Spielzeug erhalten hat, erscheinen die Erfolgsaussichten mit diesem Archetypen in keinem Verhältnis zu dem Investment zu stehen, welches er von euch abverlangt. Anders als beim Kontakt-Schurken erwartet euch beim Meistern dieser Deck-Liste keines der besten Decks von Hearthstone, sondern lediglich ein überpolarisiertes Deck mit ernsthaften Defiziten. Bis zum Erscheinen der kommenden Erweiterung lohnt es sich unserer Meinung nach nicht mehr, den Lebensraub-Dämonenjäger zu studieren. Hoffen wir, dass wir uns zu Weihnachten über einen neuen Archetypen der Dämonenjäger freuen dürften, ganz ohne Todesröcheln oder Lebensraub.

Lebensraub-Dämonenjäger

 

Schamane

Auch wenn sich der Questline-Schamane mit Multiwirkerin eine beeindruckende neue Karte sichern konnte, scheint er insgesamt den Anschluss verloren zu haben. Der Aufstieg der Spott-Druiden und Questline-Krieger haben die Gewinnraten des Archetypen unter die 50 %-Marke gedrückt und wir sehen momentan keine Möglichkeit dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Daran kann auch Brillantara nichts ändern als einzige geradeso spielbare Papageien-Karte. Somit bleibt abzuwarten, inwiefern die kommende Erweiterung neues Leben in diesen spannenden Archetypen einhauchen kann.

Questline-Schamane

Der Elementar-Schamane konnte keinen nennenswerten Nutzen aus dem Mini-Set ziehen und steht dadurch zunehmend auf dem Abstellgleis. Zwar kann sich der Archetyp momentan noch beeindruckender Gewinnraten rühmen, diese erzielt er jedoch größtenteils gegen unbeständigere Decks. Auf lange Sicht sehen wir entsprechend eine absteigende Tendenz ins untere Mittelfeld. Entgegen den Erwartungen erscheinen Brillantara-Züge zu unbeständig, insbesondere Aufgrund der Wildtier-Natur des Papageis, die die Elementar-Kette bröckeln lässt. An dieser Stelle würden wir einen Richtungswechsel innerhalb der Schamanen-Klasse begrüßen, da uns der Elementar-Ansatz so langsam zum Halse raushängt. Aber wer weiß welche Richtung Team 5 für Thrall im Kopf hat.

Elementar-Schamane

 

Paladin

Uther wird später an die Vereint im Sturmwind-Meta zurückdenken und sich wundern, ob das nicht einfach eine Verlängerung der Brachland-Meta gewesen ist. Haufenweise neue Karten konnten seine Paladine nicht verführen, selbst Papageien scheinen die stoischen Rittern nicht in Versuchung zu bringen. Somit bleiben die alten verlässlichen Stärken. Stärke Nummer 1: Der Buchband-Paladin. Gute Buffs und gute Begegnungen mit fast jedem außer Spott-Druide und Kontakt-Schurke ergeben eine gute Zeit auf der Ladder von Hearthstone.

Buchband-Paladin

Stärke Nummer 2: Der Handbuff-Paladin. Noch bessere Buffs, gute Begegnungen mit fast jedem außer Spott-Druide, Questline-Magier und Kontakt-Schurke ergeben eine etwas weniger gute Zeit auf der Ladder von Hearthstone. Warten wir einmal ab, ob die kommende Erweiterung neuen Schwung in die altersschwache Klasse der Paladine bringen kann.

Handbuff-Paladin

 

Priester

Trotz der kurzen Lebenszeichen einer neuen Auferstehungs-Variante, kann Anduin derzeit wohl nur mit seinem Schatten-Priester den Anschluss halten und auch diese Option wird von Tag zu Tag unattraktiver. Da der Deck-Liste zudem noch eine Möglichkeit fehlt sich nennenswert weiterzuentwickeln, sehen wir keinerlei Grund euch diesen Archetypen in einer Meta-Landschaft zu empfehlen, in der der Face-Jäger dermaßen gut dasteht. Anduin hat in diesem Vergleich keine Argumente für seine Deck-Liste, die im Kern das gleiche Ziel anstrebt. Somit scheint es, als seien die alten Kräfteverhältnisse wiederhergestellt. Nur, dass es den Priestern an einem kompetitiven Kontroll-Archetypen mangelt. Also bleibt nur das Hoffen, auf die kommende Erweiterung.

Schatten-Priester

 

Schurke

Valeera scheint nach dem Mini-Set endlich wieder eine Option für den Pöbel bieten zu können, auch wenn der Questline-Schurke mit schlechten Match-Ups gegen Druiden, Jäger und Magier nicht gerade für Aufsehen sorgt. Allerdings verspricht der neue Edwin in Kombination mit einer insgesamt günstigeren Kreaturen-Armee und Schwarzmeerentersäbel eine Verbesserung innerhalb des Archetypen. Dabei raten wir euch entschieden von Handlanger Pein ab, der in keinster Weise mit dem Spielplan des Questline-Schurken harmoniert und letztlich eine viel zu teure Last darstellt. Wenn diese neue Gleichung aufgehen sollte, könnte sich der Questline-Schurke wieder zu einem der besseren Decks mausern, bis dahin bleibt der Archetyp jedoch “nur” wettkampffähig.

Questline-Schurke

Karten auf den Tisch Leute, wer hat seit der letzten Ausgabe von Top of the Decks sein Privatleben aufgegeben und sich dem Studium des Kontakt-Schurken verschrieben? Zugegeben, wir dürfen an dieser Stelle nicht mit Steinen werfen, da auch wir kläglich an dem Versuch gescheitert sind diesen Archetypen ausreichend zu verstehen, um damit auf der Ladder Erfolg zu haben. Selbst nach Stunden der YouTube-Guides und Selbsterfahrungen können wir uns noch lange nicht als Novizen des Kontakt-Schurken bezeichnen. Dabei scheint der Archetyp durch das Mini-Set nur noch attraktiver geworden zu sein, allen voran dank Schwarzmeerentersäbel. Diese Karte harmoniert erstklassig mit der Spielidee der Deck-Liste und sorgt gleichzeitig für neue Kopfschmerzen bereitende Entscheidungsmöglichkeiten. Es scheint, als habe diese Karte im Alleingang die Gewinnraten des Archetypen angehoben, wobei wir uns nicht ganz sicher sind, ob es nicht vielleicht der kollektive Lernprozess der Community ist, der die Gewinnraten steigen lässt.

Im Grunde genommen bleiben wir bei unserer Empfehlung vom letzten Mal. Wenn ihr nach einer neuen Herausforderung sucht, ist der Kontakt-Schurke das Deck für euch. Ihr werdet auf eurem Weg euer Wissen über Hearthstone erweitern und unweigerlich Fortschritte machen, die über das Führen dieser Deck-Liste hinaus gehen. Allerdings muss euch dringend klar sein, dass ihr das am Ende dieses Monats nicht an eurem Rang sehen werdet. Wahrscheinlich auch nicht im Nächsten. Aber Wissen vergeht nicht und wann konnte euch Hearthstone zuletzt so eine Herausforderung bieten? Entscheidet selbst, wir für unseren Teil haben es nicht bereut.

Kontakt-Schurke

 

Druiden

Malfurion dürfte nach der Veröffentlichung von Druide des Riffs die Sektkorken geknallt haben. Schon lange hat Hearthstone keinen dermaßen flexiblen und mächtigen 1-Drop mehr gesehen, keine Frage also, dass dieser in zweifacher Ausführung Platz im Spott-Druiden finden konnte. Hinzu kommt noch Aushilfsschiffsflickerin und perfekt ist ein dynamisches Duo, welches kleine, aber dafür umso wichtigere Lücken im Spielaufbau des Spott-Archetypen schließen konnte. Dank der Eifer-Version von Druide des Riffs hat die Deck-Liste nämlich endlich eine Möglichkeit auf gegnerische Bedrohungen zu reagieren! Wie jedoch eingangs bereits erwähnt, waren es eher die Meta-Entwicklungen, die den Erfolg des Spott-Druiden ermöglicht haben. Zwar erwarten wir, dass einige der positiven Einflussfaktoren nur von kurzer Dauer sein dürften – allen voran die unverhältnismäßige Beliebtheit von Anacondra-Druiden und Questline-Kriegern – aber auch ohne diese sehen wir eine rosige Zukunft für das aggressive Druiden-Deck voraus. Immerhin bleibt eine höchst ausgeglichene Gewinnrate und nur eine Hand voll klarer Konter-Möglichkeiten. Alles beim Alten also.

Spott-Druide

Kommen wir zum Anacondra-Druiden und ja, ihr werdet es schon ahnen, wir sind keine Fans dieses Archetypen. Entsprechend wollen wir im Folgenden nicht weiter auf der Deck-Liste herumhacken. Nur gibt es leider wenig Positives, mit dem wir uns den Wirbel erklären können. Wenn ihr nicht gerade über eine hellseherische Begabung verfügt oder einen Oktopus euer Eigen nennt, der euch garantiert einen Zauber-Magier, nach dem anderen vor die Nase wirft, werdet ihr mit dem Anacondra-Druiden furchtbare Ergebnisse einfahren. Eine Gewinnrate von 15 % gegen Spott-Druiden. 35 % gegen Questline-Krieger. 27 % gegen Face-Jäger. Glaubt niemandem, der euch diesen Archetypen als geheimen Meta-Breaker verkaufen möchte. Entweder lügt diese Person oder sie hat keine Ahnung. Gleiches gilt im Übrigen auch für den Malygos-Druiden von Hearthstoner Jambre. Vielleicht kann ein Nohandsgamer mit einer solchen Deck-Liste Erfolg haben, aber seid einmal ehrlich zu euch selbst, spielt ihr auf dem Niveau von Nohandsgamer?

Anacondra-Druide

 

Jäger

Zwei Wörter, zwei neue Karten, eine beeindruckende neue Version einer altbekannten Formel. Wir lösen auf: Der Face-Jäger hat sich mit Arkananomalie und Hundekuchen eine neue Kombination zu eigen gemacht, die aktuell die Ladder im Sturm zu erobern scheint. Selbst namhafte Zweifler zeigen sich beeindruckt von dem Schneeball-Potential dieser neuen Face-Jäger-Version, die es geschafft hat, das wichtigste und bis dahin schlechteste Match-Up des Archetypen umzukehren – das gegen Spott-Druiden. Für uns braucht es nicht mehr, um diesen Face-Jäger zum besten Deck der aktuellen Standard-Meta zu küren. Siehst du Rexxar? Eine Innovation und du wirst direkt belohnt, vielleicht lernst du daraus ja für die Zukunft.

Face-Jäger

Leider sieht es für den Questline-Jäger vergleichsweise düster aus. Die unverhältnismäßig hohe Anzahl der Anacondra-Druiden vermiest dem Sturmwind-Archetypen die Aussicht auf Erfolg und auch der rasante Anstieg der Krieger sorgt nicht gerade für Euphorie. Zwar gehen wir davon aus, dass der Anacondra-Hype bald abbrechen dürfte, der Krieger-Zug scheint jedoch unaufhörlich weiter zu rasen, sodass wir in den kommenden Wochen kaum Hoffnung für den Questline-Jäger haben.

Questline-Jäger

 

Krieger

Beim Klabautermann, Garrosh, wo kommen all diese Piraten her? Es scheint, als seien die Todesminen voller Piraten gewesen, immerhin gehört ein Großteil der neuen Kreaturen zu diesem Stamm. So freute sich vorwiegend die Krieger-Klasse über das Mini-Set. Angeführt von einer aggressiv ausgerichteten Variante des Questline-Kriegers enterten die Anhänger von Garrosh die Meta von Hearthstone und das zunächst mit sehenswertem Erfolg. Und ja, Team 5 hat es gewagt eine neue Ansturm-Karte zu drucken, obwohl sie uns versprochen haben, das nie nie wieder zu tun, diese Grobians! Allerdings ist Handlanger Pein in kaum einer Weise toxisch für das Standard-Format und in seiner jetzigen Form absolut adäquat. Aktuell stört uns lediglich das Highroll-Potential der Moloch, die diese Karte theoretisch ausspucken kann. Unterm Strich haben mächtige Neuzugänge wie Kanonier der Defias, Schmiedehammer oder Bemannt die Kanonen den Archetypen aufpoliert und auf ein höheres Niveau gehievt. Der aktuell extremen Beliebtheit wird er allerdings nicht gerecht. Insgesamt sehen wir die aggressive Ausrichtung dieses Archetypen eher im guten Mittelfeld der kommenden Meta-Landschaft, wie es in den höheren Rängen der Legenden bereits der Fall ist. Schwache Begegnungen mit gestandenen Meta-Decks  verhindern eine andere Prognose. Derweil sind wir ziemlich ratlos, was eine kontrollierende Ausrichtung des Questline-Kriegers angeht. Theoretisch könnte ein solches Deck insbesondere gegen Spott-Druiden brillieren, praktisch hat sich bislang noch keine verlässliche Variante dieser Spielidee gefunden – samt aussagekräftiger Datenlage.

Questline-Krieger

Wer unterdessen auf Nummer sicher gehen möchte, sollte innerhalb der Krieger-Klasse zum Großer-Krieger greifen. Unserer Meinung nach darf sich dieser Archetyp die Krone innerhalb der Klasse aufsetzten, auch wenn die reinen Daten von HSReplay an dieser Stelle etwas anderes behaupten. Im Detail wird allerdings deutlich, dass die größten Stärken der Deck-Liste in der Dominanz einiger mächtiger Meta-Konkurrenten liegt, allen voran der Spott-Druiden. Die Langzeit-Verlässlichkeit des Großer-Krieger hängt allerdings an einem seidenen Faden. Aktuell werden die verhassten Questline-Magier von Questline-Kriegern verdrängt, was dem Großer-Krieger deutlich in die Karten spielt. Sollte Jaina jedoch wieder zu alter Beliebtheit gelangen, wird es eng für das behäbige Deck von Garrosh. So wie wir die Vorlieben der Community kennen, dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis die Questline-Magier wieder einen Großteil der Meta-Landschaft ausmachen dürften, entsprechend positionieren wir den Großer-Krieger eher vorsichtig auf unserer Tier-Liste.

Großer-Krieger

 

Magier

Schluss mit der Geheimniskrämerei, wir lassen die Katze aus dem Sack: Multiwirkerin hat einen Weg in den Questline-Magier gefunden und scheint die Gewinnraten des Archetypen im Alleingang um 1-2 % anzuheben. Natürlich Multiwirkerin, werdet ihr vielleicht denken, immerhin ist es der Kern von Zauberergambit Zauberkarten unterschiedlicher Zauberschulen auszuspielen. Aber dabei ist euch vielleicht nicht bewusst wie gut diese Karte wirklich ist. Sie zieht euch fast ausnahmslos drei Karten, ohne dass ihr euch dafür anstrengen müsst. Sie erlaubt es euch Büffeln aufzuheben und erst nach dem Erfüllen der Questreihe zu nutzen, wo sie am meisten Potenzial besitzt. Und sie beschert euch eine nutzlose Kreatur, die ihr mit euren Frostzaubern überschütten könnt, ohne wichtige Ressourcen dafür zu opfern. Es tut uns furchtbar leid, aber diese Karte scheint den Questline-Magier zurück zur Wettkampffähigkeit zu verhelfen. Sobald sich diese Änderung herumgesprochen hat, erwarten wir, dass der Archetyp die 50 %-Marke knacken wird, Krieger hin oder her. Zwar wird die Deck-Liste trotzdem nicht zu den faktisch besten zählen, aber wir vermuten, dass sie wieder einmal eine der beliebtesten sein wird. Danke Multiwirkerin.

Questline-Magier

 

Hexenmeister

Der Questline-Hexenmeister ist zurück auf den Spitzenplätzen der Standard-Meta von Hearthstone – unter anderem dank Schattenklingenwerferin falls ihr es noch nicht gehört habt. Dafür hat sich der Archetyp auf seine Anfänge besonnen und kommt ohne viel Schnickschnack daher. Fleichriesen, Anetheron und Goldhaingoll für Kreaturen-Präsenz gepaart mit allerlei Kontroll- und Kartenzieh-Werkzeugen. Zwar ist der Nerf an die Dämonensaat weiterhin spürbar, insgesamt war es jedoch nie wirklich das Ziel des Questline-Hexenmeisters seine Questreihe zu erfüllen. Neben der ganzen Lobpreisungen für Schattenklingenwerferin ist aber auch der Aufstieg der Krieger für den erneuten Erfolg der Hexenmeister verantwortlich, da diese die Questline-Magier aus der Meta verdrängen konnten – einem verhassten Match-Up des Questline-Hexenmeisters. Also muss sich auch Gul’dan für das Opfer von Garrosh bedanken.

Questline-Hexenmeister

Steht uns die Rückkehr des Zoo-Hexenmeisters bevor? Ganz ohne Questreihe oder andere aufwendige Spielereien, einfach nur Zoo? Obwohl die meisten Deck-Listen dieser Spielidee aktuell noch in den Kinderschuhen stecken, stimmen die ersten Ergebnisse vorsichtig optimistisch. Üble Ladung, Schattenklingenwerferin und Handlanger Pein scheinen dem uralten Archetypen neues Leben einzuhauchen. Aufgrund der kümmerlichen Datenlage ist allerdings bislang nur zu erahnen, wie gut sich der Zoo-Hexenmeister gegen die dominanten Meta-Decks schlägt. Denn vielleicht profitieren die neuen Ansätze auch nur von der unbeständigen Meta. Egal, wie es letztlich für den Zoo-Hexenmeister ausgehen sollte, wir freuen uns über das altbekannte Gesicht. Wenn wir allerdings wetten müssten, würden wir unser Geld eher auf den Questline-Hexenmeister setzen.

Zoo-Hexenmeister

 

Die Schlachtfeld-Analyse mit Maarten

Blizzard schaltet schnell und veröffentlicht ein Halloween-Event direkt nach Halloween. Nicht nur kommt das Event zu spät, es ist auch nicht besonders gut. Diablo als temporärer Held ist eine lustige Idee, doch leider ist das Konzept nicht ganz gut durchdacht worden. Die gesamte Lobby tritt alle vier Runden gegen ihn an und jeder, der den speziellen Diener besiegen kann, bekommt einen Preis. Für jeden speziellen Diener, der nicht besiegt wird, bekommt Diablo den Preis. Doch der Diener ist nicht stark und so leicht zu besiegen. Somit bekommen auch Spieler*innen, die gegen Diablo verlieren, trotzdem den Preis da sie immerhin den Diener besiegen konnten. Die Preise lösen aber auch nur einen Effekt für einen Zug aus und sind somit ohnehin nicht gut, um das Spiel zu drehen. Somit kann Diablo selbst mit vielen Preisen nicht viel erreichen und spielt quasi das Spiel ohne Heldenfähigkeit, was ein extremer Nachteil ist. Zudem sorgt ein Bug aktuell dafür, das Diablo selbst dann keine Preise bekommt, selbst wenn seine Brut in den Kämpfen überlebt. Der passendste Begriff für dieses Event wäre also wohl ein riesiger Fail seitens Blizzard. Die Reaktion folgte prompt und Diablo wurde zwar gebufft, so dass seine beschworenen Diener nun höhere Werte haben, ob ihm das helfen wird, wird sich zeigen.

Ebenfalls dazugekommen sind zwei weitere neue Helden, die aber dauerhaft bleiben werden. Während Krümel der Smutje ganz nett ist und klug genutzt werden kann, ist Sneed ein Held, welcher das ganze Schlachtfeld auf den Kopf stellt. Seine Heldenfähigkeit ist einfach viel zu stark und sorgt für allerlei Chaos. Besonders im Zusammenspiel mit Khadgar und Rache-Dienern gewinnt man hier Runden, die man eigentlich nicht gewinnen darf. Mit der Schreckenskobra wird die Angelegenheit noch ekeliger, wenn stetig 6-Sterne-Diener gespawnt werden, da man die Heldenfähigkeit auch auf einem einzelnen Diener mehrfach stapeln kann. Extremes Powerleveling garantiert euch mit Sneed zu 90 % den Sieg einer Lobby.

Außer den neuen Helden ist im neuen Patch nichts dazugekommen, also auch keinen neuen Diener. Dennoch haben sich ein paar interessante Strategien entwickelt, seit der letzte Patch veröffentlicht wurde. Es dauerte wohl, bis sich die Spielergemeinschaft an die neuen Diener gewöhnt hat. Wir wollen euch hier einige lustige Spielweisen kurz vorstellen. Sie auszuprobieren und erfolgreich zu nutzen liegt dann an euch.

Als die Archetypen eine Grunderneuerung bekommen haben, war die Schlachtfeld-Community ein wenig traurig, dass die Stacheleber kaum etwas bekommen haben. Doch der eine neue Diener entpuppt sich als extrem starker Zuwachs. Der Edelsteinspalter erfordert zwar, dass ihr euch aktive um Gottesschilde bemüht, aber selbst 2-3 Diener mit Gottesschild fahren euch ein paar Blutedelsteine ein. Mit diesen im Gepäck schnappt ihr euch noch einen Bodenrüttler und boostet euer Spielfeld mit Angriffswerten. Auch die Menagerie mit Aggem Dornfluch ist so wieder im Spiel. Wenn ihr als Gustav spielt, dann sollte der Edelsteinspalter zu eurem Standard-Repertoire gehören.

Eine lustige Spielweise ist auch die Mischung aus Dämonen und Elementaren. Wenn ihr mit Nomi und der Grellen Lichtbrut die Elementare in der Taverne gestärkt habt, könnt ihr diese hohen Werte mit eurem Ur’Zul und der Hungrigen Teufelsfledermaus an eure Dämonen verfüttern. So erreichen eure Dämonen schnell ungeahnte Höhen.

Ebenfalls eine ungewöhnliche Kombination ist die Verbindung zwischen Drachen und Piraten. Tarecgosa behält ja bekanntlich die Werte, die es im Kampf erhält. Wenn ihr also mit einer Eliza und ein paar Piraten euer gesamtes Bord stärkt, bleiben die Werte dauerhaft bei Tarecgosa hängen. Ist die Eliza auch noch in Gold, zum Beispiel durch einen Tony, dann steigen die Werte sehr schnell.

 

Impact Investment

Ihr habt vielleicht schon gemerkt, dass die Todesminen nicht den Umschwung in das Standard-Format von Hearthstone gebracht haben, den sich viele gewünscht haben dürften. Viele der zuvor dominanten Archetypen thronen auch nach dem Patch 21.6 an der Spitze, vollkommen neue Deck-Listen sucht man vergebens. Kann man das Mini-Set also als Fehlschlag abstempeln? Wir glauben, dass ihr mit einer solchen Einstellung der kreativen Arbeit von Team 5 unrecht tun würdet. Immerhin gilt es immer zu bedenken, dass wir bei solchen Bewertungen nie genau wissen können, welchen Weg die Entwickler für ihre Klassen im Kopf haben. Nehmen wir doch die Karte Unsterblichkeitsamulett als Beispiel. In einer anderen Meta-Landschaft hätte diese Karte ein wahrer Hammer sein können, in einer Meta mit zahlreichen machtvollen Todesröcheln-Kreaturen und entsprechenden unterstützenden Karten der Priester-Klasse. Vielleicht erwarten uns in der kommenden Erweiterung genau diese Karten und die Todesminen waren lediglich das Fundament für diese Spielidee. Fundament ist dabei das Stichwort, mit dem sich das Mini-Set unserer Meinung nach am genauesten beschreiben lässt. Viele der neuen Karten weisen ein beachtliches Potenzial unter Umständen auf, die schlicht noch nicht gegeben sind. Urteilen wir also erst im Dezember, wenn sich unser Wissensstand mit dem der Entwicklerinnen ausgleicht. Bis dahin wünschen wir viel Spaß auf der Ladder. Oder auf dem Schlachtfeld. Oder in einem Duell. Oder mit den Söldnern. Oder mit einem vollkommen anderem Game.

Nach dem Erscheinen der neuen Erweiterung oder einem erneuten Patch sollte die neueste Ausgabe von Top of the Decks an den Start gehen. Haltet eure Augen und Ohren in diesem Zeitraum offen – gerne auch auf unseren Social-Media-Kanälen (TwitterFacebook und Instagram). Bis dahin wünschen wir euch viel Spaß auf der Ladder von Hearthstone. Wie gewohnt freuen wir uns riesig über Fragen, Rückmeldungen, Kritik oder Diskussionen über die vorgestellten Decklisten!

 

Hearthstone: Die besten Gasthaus-Rezepte
  • Monroe-Cassel, Chelsea (Autor)

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Quellen: hsreplay.com, hearthstonetopdecks.com, reddit.com

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Geschrieben von Maximilian Apel
Unity. Precision. Perfection.

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