Top of the Decks – Die besten Hearthstone Decks und Schlachtfeld Strategien für den Patch 21.3

Herzlich Willkommen zur 24. Ausgabe “Top of the Decks – Die besten Hearthstone Decks”! In diesem umfangreichen Format möchten wir von NAT-Games die Hearthstone Puristen unter euch ansprechen und mit aktuellen Informationen rund um die Meta von Blizzards Sammelkartenspiel versorgen. Generell erwartet euch im Folgenden ein monatliches Update zur Meta-Landschaft im Standard Format, gefolgt von jeweils zwei kompetitiven Decklisten für jede der neun Klassen. Wir versuchen dabei jeden Monat einen guten Mix aus den besten und unterhaltsamsten Decks für euch herauszusuchen. Dafür machen wir uns zum einen die Daten von HSReplay zunutze, zum anderen durchforsten wir die Hearthstone Community auf der Suche nach Geheimtipps.

Wer hat an der Uhr gedreht?

Team 5 konnte mit dem jüngsten Balance-Update 21.3 erfolgreich das Tempo der bis dahin rasanten Sturmwind-Meta drosseln und damit der Community neue Zeit zum Durchatmen verschaffen. Zeit die direkt dafür genutzt wurde unterentwickelte Archetypen zu erforschen, ungenutzte Vereint im Sturmwind-Ideen auszubauen oder einfach nur verrückte Experimente auszuprobieren. So konntet ihr am vergangenen Dienstag Kuriositäten wie dem Rattenkönig, Mordresh Feuerauge oder der Krieger-Klasse live und in Farbe im Standard-Format von Hearthstone über den Weg laufen. Zwar ist diese anfängliche Euphorie mittlerweile wieder vertrauten Klageliedern gewichen – wir schauen dabei in deine Richtung, Jaina – allerdings präsentiert sich die Sturmwind-Erweiterung nach diesem umfangreichen Update deutlich entschleunigter und insgesamt einfach anders.

Die allgegenwärtigen Hexenmeister und Priester verschwanden über Nacht, Jaina darf sich wieder einmal des beliebtesten Archetypen rühmen, der Buchband-Paladin ist aus der Versenkung zurückgekehrt, wir leben in verrückten Zeiten. Für euch haben wir uns wieder einmal auf die Standard-Ladder von Hearthstone gestürzt, um herauszufinden, wer aus dieser turbulenten Woche als Sieger hervorgegangen ist und bis zum Erscheinen des Mini-Sets regieren dürfte. Das Ergebnis dieser investigativen Nachforschungen findet ihr im Folgenden.

Wie gewohnt findet ihr neben diesen Zeilen unsere hauseigene Tier-Liste, die euch alle erwähnten Decks in hierarchischer Reihenfolge präsentiert – unterteilt in drei Hauptkategorien. Unter der Kategorie der Best Decks findet ihr die Crème de la Crème der aktuellen Meta, während ihr in der Kategorie Great Decks ihre heißesten Verfolger einsehen könnt. Den Schluss bilden die Off-Meta Decks, die den ein oder anderen Sieg versprechen und meist exotischer Natur sind, aber insgesamt unter dem Durchschnitt liegen. Seit Februar gastiert Maarten in unserem Hearthstone Format und versorgt euch mit seiner Expertise zum überaus erfolgreichen Schlachtfeld-Modus.

 

 

Comeback des Jahres

Garrosh darf sich als unangefochtener Sieger des Balance-Updates feiern und das liegt nicht nur an den beachtlichen Buffs die er für drei seiner Karten einstreichen durfte. Auch die Nerfs haben ihren Teil zum Comeback der Krieger-Klasse beigetragen, in dem sie die Meta signifikant entschleunigt und besonders der Questreihe der Krieger eine Daseinsberechtigung beschert haben. Endlich kann die Die Moloch ihren Wert unter Beweis stellen und ausgedehntere Partien für sich entscheiden. Unter den Buffs sticht dabei besonders Ankerer der Steinbrecher heraus, der jetzt mit stolzen 6 Lebenspunkten seinen Effekt nahezu garantiert nutzen kann in einer Meta-Landschaft, die nur wenige Bedrohungen mit mehr als 6 Angriffspunkten aufweist. Jüngste Entwicklungen geben Anlass zu der Vermutung, dass sich der aggressive Questline-Krieger als solider Archetyp im Standard-Format etablieren dürfte, auch wenn er wahrscheinlich nicht zu den Besten gehören wird. Anders könnte das für eine Kontroll-Variante der Deck-Liste aussehen. Ja, ihr habt richtig gelesen, es besteht die Möglichkeit einer Renaissance des Kontroll-Kriegers!

Leider fehlen uns zu diesem Archetyp aussagekräftige Datensätze, in der Theorie bietet jedoch eine besondere Variante der Deck-Liste ernsthafte Vorteile gegenüber der aggressiveren Version und könnte sich als eines der besten Decks der kommenden Wochen behaupten. Zu allem Überfluss für die freudetrunkenen Krieger hat sich kurz nach dem Update ein weiterer Archetyp seine Sporen verdient. Der Große-Krieger dürfte aktuell das wohl erfolgreichste Deck der Klasse verkörpern. Nachdem die Questreihen-Decks der Hexenmeister und Schamanen den Rückzug angetreten hatten, bot sich diesem Archetyp die reelle Möglichkeit, seine übergroßen Bedrohungen ins Spiel zu bringen und Partien auf diese Weise zu entscheiden. Zwar wird der Große-Krieger auf sehenswerte Weise vom Questline-Magier dezimiert, kann sich allerdings abseits dieser Begegnung in auffallend vielen Partien behaupten. Insgesamt darf Garrosh die Sektkorken knallen lassen und die kommenden Wochen im Überschwung genießen!

Jaina darf sich allem Anschein nach ebenfalls als Siegerin des Patch 21.3 feiern, auch wenn sich keiner ihrer neuen Archetypen hervortun konnte. Schade eigentlich, denn die ersten Stunden des sogenannten Ping-Magiers erschienen vielversprechend. Immerhin hatte sich dieser Archetyp mit dem Buff an Mordresh Feuerauge und Lauffeuer gleich zwei Verbesserungen an elementaren Karten dieser Spielidee sichern können. Allerdings erwies sich diese Spielidee bereits nach wenigen Tagen als Rohrkrepierer, sodass die Klasse der Magier beinahe ausschließlich durch den Questline-Magier repräsentiert wird. Und das auf sehenswerte Art und Weise. Obwohl sich der Archetyp in Sachen Gewinnraten nicht sonderlich verbessern konnte, ist er aktuell der mit weitem Abstand beliebteste im Standard-Format von Hearthstone. Egal auf welchem Rang ihr euch befindet, Questline-Magier werden euch in großer Zahl begleiten. Tatsächlich ist es im Anbetracht dieser Tatsache beeindruckend, dass sich der Archetyp trotz mehrerer eindeutig schlechter Match-Ups weiterhin über der 50 %-Marke halten kann! Allerdings gehen wir stark davon aus, dass sich diese Tatsache in den kommenden Wochen erübrigen wird – ein erwartbarer Fakt, der die Beleibtheit der Deck-Liste nicht verändern dürfte. Und so dauern die Klagelieder der Reddit-Foren weiter an.

 

Die Tribute von Hearthstone

Während sich andere Klassen über ein Comeback freuen durften, erfreute sich Malfurion einer überaus favorisierten Meta für seinen stärksten Archetypen. Der Spott-Druide hat mit dem Questline-Schamanen eine seiner schlechtesten Begegnungen verloren und präsentiert sich dank dieser Entwicklung als das beste Deck von Hearthstone. Dieses Deck ist aktuell einfach nur der Wahnsinn! Wenn ihr euch euer Leben auf der Ladder einfach machen wollt, greift bedenkenlos zum Spott-Druiden. Warum genau das so ist, werden wir im Folgenden noch ausführlicher erörtern. Abseits dessen hat sich innerhalb der Klasse nicht viel getan. Der Anacondra-Druide ist weiterhin eine solide Option, der Himmlische-Druide eher nicht. Auch wenn die Gewinnraten optimierter Aggro-Decks zu Beginn eines neuen Balance-Updates zunächst inflationär erscheinen, rechnen wir fest damit, dass sich der Spott-Druide in den kommenden Wochen als das beste Deck behaupten wird.

Auch Rexxar erfreut sich einer gnädigeren Meta und das überraschenderweise nicht nur in Form seines Face-Archetypen. Natürlich konnte sich dieser zunächst das Macht-Vakuum der gefallenen Schatten-Priester unter den Nagel reißen, allerdings ist es der Questline-Jäger der innerhalb der Klasse die Nase vorn haben könnte. Obwohl dieser Archetyp keinen Buff erhalten hat, wurde er indirekt durch die Nerfs an Questline-Hexenmeistern und -Schamanen begünstigt und hat mit den neuen Krieger-Archetypen favorisierte Begegnungen gewonnen. Hier liegt auch der Vorteil des Archetypen gegenüber dem Face-Jäger! An dieser Stelle knallen wir mit den Sektkorken. Wir können uns nicht daran erinnern, wann es zuletzt ein Jäger-Deck gab, welches dem Face-Jäger die Show stehlen konnte. Für alle, die diesbezüglich ihre Hoffnungen in einen Biest-Jäger gesetzt haben, möchten wir unser herzlichstes Beileid aussprechen. Denn nein, einfach nur nein.

 

Skill or no Skill?

Wie gewohnt freute sich auch Uther über ein neues Balance-Update und nutzte die darauffolgenden Unruhen innerhalb der Meta-Landschaft. Sowohl sein Handbuff- als auch sein Geheimnis-Archetyp machten sich geschwind daran, die ambitionierten Experimente der Ladder mit gnadenloser Effizienz zu zermalmen. Mit steigender Effizienz der Kontrahenten, sank jedoch auch schnell der Erfolg dieser beiden Archetypen, die aktuell eher im Mittelfeld schwimmen und dort erfahrungsgemäß verweilen werden. Abseits dieser erwartbaren Entwicklung ist jedoch ein weiterer Archetyp der Paladin-Klasse zurückgekehrt und scheint sich so schnell nicht mit dem Mittelmaß zufriedenzugeben! Der Buchband-Paladin ist wieder da, nachdem Gul’dan mittlerweile ähnlich oft mit dem Nerf-Hammer verdroschen wurde, wie seinerzeit Uther. Derzeit zeichnet sich diese Deck-Liste als eine der besten im gesamten Format ab und das trotz eines furchtbaren Match-Ups mit Questline-Magiern. Wieso, weshalb, warum erfahrt ihr in der folgenden Deck-Besprechung.

Auf der anderen Seite des Skill-Spektrums scheint auch Valeera von dem Update zu profitieren. Sowohl ihr überaus anspruchsvoller Kontakt-Schurke, der bereits vor dem Balance-Update für Aufsehen gesorgt hatte, als auch ihr eigenes Questline-Deck gehen mit einem Plus aus dem Patch 21.3. Besonders der Questline-Schurke könnte sich in den folgenden Wochen zu einem formidablen Deck mausern, auch wenn die Community aktuell noch Abstand zu nehmen scheint. Der Fall Kontakt-Schurke ist derweil ebenso schwierig wie der Archetyp selbst. Zwar scheint diese Deck-Liste auf dem Papier eines der besseren Decks zu sein, steht sich dabei jedoch mit einem absurd hohen Schwierigkeitsgrad selbst im Weg, auch wenn sich die Meta-Landschaft zu seinem Vorteil verändert hat. Nicht ohne Grund gibt es selbst Spieler auf Grandmaster-Niveau, die sich regelmäßig zu Fehlentscheidungen mit diesem Deck verleiten lassen.

 

Zwischen Langeweile und Innovation

Zwischen all dem Wirbel um neue Klasse und Archetypen, war es für Illidan der Todesröcheln-Dämonenjäger, der am besten ablieferte. Eine Tatsache, die auch nach einer Woche noch Bestand zu haben scheint, selbst wenn sich kaum jemand eine Partie mit dem Deck der Brachland-Erweiterung abringen möchte. Fans der Klasse sind jedoch mit diesem Archetypen für die kommenden Wochen am besten beraten, immerhin scheint der Rest von Illidans Archetypen eine chaotische Wundertüte zu sein. Neue Experimente mit einem Lebensraub-Dämonenjäger erscheinen in der Theorie vielversprechend, könnten allerdings in eine ähnliche Kerbe wie die Brachland-Variante schlagen und zu einer Randerscheinung verkommen. Und der Dämonische-Dämonenjäger brilliert nur auf dem Papier gegen Aggro-Decks, wird allerdings in der Realität vernichtend von Spott-Druiden, Questline-Kriegern und Paladinen geschlagen. Der verlässlichste Weg zum Mini-Set führt entsprechend an der Seite des Todesröcheln-Dämonenjäger.

Illucia war der Hearthstone-Community und damit verbunden höchstwahrscheinlich auch Team 5 seit ihrem Erscheinen ein Dorn im Auge. Wer hätte allerdings erwartet, dass es einmal ihre Rolle in einem Aggro-Deck sein wird, die die Entwickler dazu zwingen würde, ihren Effekt zu überarbeiten. Doch hier sind wir im Jahr des Greifen und Illucia ist ab jetzt eine andere und objektiv weitaus schlechtere Karte. Und obwohl wahrscheinlich niemand ihrer alten Version hinterher weinen wird, ist es schade mit anzusehen, wie sehr ihr Verlust den Schatten-Priester getroffen hat. Obgleich Illucia die wohl beste Karte des Archetypen war, so besiegelte die Neuausrichtung der Meta-Landschaft das Schicksal des Schatten-Priesters. Die Rückkehr der resilienten Krieger-Klasse, ein vermehrtes Auftreten von Midrange-Decks und Lebensregeneration, all diese Faktoren überforderten den erfolgsverwöhnten Archetypen und ließen ihn abstürzen. Ob es für den Schatten-Priester in den kommenden Wochen Hoffnung gibt, erfahrt ihr im Folgenden. Leider ist die Meta von Hearthstone nach dem Balance-Update immer noch nicht langsam genug, um einer Version des Questline-Priesters Raum zu bieten, sodass der Schatten-Priester auf absehbare Zeit die einzige schwindende Hoffnung für Anduin bleibt.

 

Chirurgische Präzision

Ihr habt euch vielleicht schon gewundert, wann wir uns endlich mit den beiden Hauptzielen des Balance-Update 21.3 beschäftigen und wie sehr Gul’dan und Thrall in den Limbo generft wurden. Nun, das Beste kommt bekanntlich zum Schluss und in diesem Fall müssen wir zunächst einmal die Leistung von Team 5 loben, die mit dem Patch 21.3 grösstmögliches Feingefühl bewiesen haben. Denn entgegen der initialen Vermutungen wurden die erfolgreichsten Archetypen von Gul’dan und Thrall nicht unspielbar gemacht! Die Hexenmeister-Klasse musste sich im Zuge des Updates zwar von seinem reinen Questline-Hexenmeister, der sich stark auf die Questreihe und Runenverzierte Mithrilrute verlassen hat, verabschieden, seinem Hand-Hexenmeister scheint es jedoch nach einigen Detailänderungen überraschend gut zu gehen. Wir gehen sogar so weit zu behaupten, dass dieser Archetyp in den kommenden Wochen wieder zu den besten des Standard-Formats zählen dürfte! Bevor ihr jetzt allerdings panisch Hearthstone von eurem Rechner oder Smartphone löscht, lest euch erst einmal die Deck-Besprechung durch, denn der Hand-Hexenmeister ist nicht länger die Geißel, die ihr zu kennen glaubt.

Und auch Thrall geht es blendend. Der Questline-Schamane ist weiterhin wettkampffähig und brilliert in Begegnungen mit aggressiven Kontrahenten. Allerdings stampft er diese nicht länger chancenlos in den Boden. Darüber hinaus, haben die Entwickler die restlichen Archetypen der Klasse unangetastet gelassen, sodass sich der Elementar-Schamane weiterhin einer ebenso eintönigen wie erfolgreichen Gewinnrate rühmen darf. Der einzige Wermutstropfen bleibt der Evolutions-Schamane, der sich in der Vergessenheit einer langsameren Meta erfreut und zu einer nervigen Randerscheinung heranwachsen könnte.

 

Top of the Decks: Die Klassen

 

Dämonenjäger

Ihr wollt nichts darüber lesen, wir wollen nichts darüber schreiben, aber ja, ein Brachland-Deck ist aktuell die beste Option für Illidan. Der Todesröcheln-Dämonenjäger fühlt sich in der entschleunigten Meta pudelwohl und kann wieder mit seinen Inquisitoren der Illidari auftrumpfen. Das haut zwar in Sachen Unterhaltung niemandem vom Hocker, scheint dabei jedoch ausgesprochen erfolgreich zu sein. Und dabei beziehen wir uns explizit auf die Brachland-Version! Haltet euch von den Versionen mit Jace fern, auch wenn diese etwas interessanter erscheinen. In der Praxis schneiden diese Varianten deutlich schlechter ab. Egal, was ihr davon halten mögt, der Todesröcheln-Dämonenjäger ist eines der besten Decks von Hearthstone!

Todesröcheln-Dämonenjäger

Sonst scheint Illidan keine wettkampffähige Alternative einzufallen. Der Dämonische-Dämonenjäger sieht sich mit einer feindlichen Meta-Landschaft konfrontiert und scheint sich in keinster Weise an diese anpassen zu können. Einzig eine neue Iteration des Questline-Lebensraub-Dämonenjäger (im folgenden Lebensraub-Dämonenjäger) scheint vielversprechend, wenn auch noch ganz am Anfang einer Erstellung. Nach dem Nerf an Zorngebundener Schläger scheint diese Karte innerhalb des Archetypen unspielbar und wurde entsprechend gestrichen. Dafür fokussieren sich die neuen Versionen stärker auf der Erfüllen des spielentscheidenden OTKs mit Il’gynoth. Das bedeutet, dass das reine Erfüllen der Questreihe Das letzte Gefecht, oberste Priorität erhält und dem Archetypen angreifbar gegenüber früher Kreaturen-Aggression macht. Ob sich dieses Wagnis lohnen wird, bleibt abzuwarten, da diese Ausrichtung bereits in der Theorie fragwürdig erscheint. Aber wer weiß, vielleicht straft uns der Lebensraub-Dämonenjäger in den kommenden Wochen Lügen.

Lebensraub-Dämonenjäger

 

Schamane

Der Questline-Schamane hat den Balance-Patch 21.3 überraschend gut überstanden und seine grundlegenden Stärken beibehalten. Der Archetyp kann sich weiterhin auf favorisierte Begegnungen mit aggressiven Kontrahenten freuen, auch wenn er diese nicht mehr in einem unfairen Verhältnis vernichten kann. Und in langsameren Begegnungen muss sich die Deck-Liste mit einem gedrosselten Tempo zufriedengeben, welches dem Gegenüber Zeit zum Reagieren verschafft. Dadurch reicht es für Thrall mit diesem Archetypen zwar nicht länger für einen Spitzenplatz, abgestützt ist er jedoch genauso wenig.

Questline-Schamane

Neben dem weiterhin verlässlich abliefernden Elementar-Schamanen, der sich dafür in keinster Weise ändern musste und das wohl erfolgreichste Deck für Thral darstellt, ist es eine neue Variante des Evolutions-Schamanen der uns Sorge bereitet. Dabei müssen wir klarstellen, dass wir uns nicht sorgen, dass dieser Archetyp ein neuer Meta-Tyrann werden könnte, wir können diese Deck-Idee nur so wenig leiden, dass wir uns schon bei der geringsten Wettkampffähigkeit sorgen. Diese scheinen die neuen Deck-Listen jedoch erreicht zu haben, nicht zuletzt, da das entschleunigte Tempo der Meta die Möglichkeit bietet, Miniaturen auszuspielen und zu überleben. Damit wäre der grundlegende Spielplan des Archetypen auch schon fast beschrieben. Alles, was ihr vorher noch tun müsst, ist den Sumpfdornschlagring auszurüsten und voilà ihr dürft euch über ein Spielfeld voller 6-Mana-Kreaturen freuen. Das klingt nach Spaß, oder? Hoffen wir einfach, dass dieser Archetyp jenseits der 50 %-Marke kein weiteres Wachstum verzeichnen wird. Vielleicht solltet ihr aber auch beten, sicher ist sicher.

Evolutions-Schamane

 

Paladin

Sowohl der Handbuff- als auch der Geheimnis-Paladin haben sich kaum bis gar nicht verändert und nicht zuletzt deswegen in der ersten Woche nach dem Balance-Patch brilliert. Wir erwarten, dass sich in den kommenden Wochen der Geheimnis-Paladin in diesem Vergleich hervortun wird und am oberen Mittelfeldrand mitspielen kann. Den Vergleich zum folgenden Paladin-Deck verliert der Archetyp allerdings deutlich.

Geheimnis-Paladin

Denn der Buchband-Paladin ist zurückgekehrt und erfreut sich einer Meta, die auf sein Niveau runtergenerft wurde. Wir erinnern uns, es war dieser Paladin-Archetyp, der vor dem Feldzug gegen die Hexenmeister einen Nerf nach dem anderen kassiert hat. Jetzt scheint die Konkurrenz wieder auf Augenhöhe und das allgemeine Tempo der Meta langsam genug, um wieder erfolgreich mit Büchern zu werfen. Einem desaströsen Match-Up mit Questline-Magiern zum Trotz setzt sich der Archetyp eindrucksvoll durch und hat in kaum einer anderen Begegnung das Nachsehen. Wo der Buchband-Paladin zuvor noch von Questline-Hexenmeistern zurückgehalten wurde, herrscht nun gähnende Leere. Innerhalb der Community werden schon jetzt erste Vergleiche mit dem einstigen Highlander-Jäger gezogen, dem ewigen besten Deck, welches kaum gespielt wurde. Dem Buchband-Paladin dürfte ein ähnliches Schicksal blühen, immerhin sprechen wir auch hier von einer nahezu unveränderten Deck-Liste einer vergangenen Erweiterung. Hoffen wir ehrlich gesagt darauf, dass die Beleibtheit um diesen Archetypen nicht explodiert, sonst sind es ausgerechnet die Questline-Magier, die unsere einzige Hoffnung sein werden.

Buchband-Paladin

 

Priester

Ausgehend von den ersten Tagen nach dem Balance-Update hätte man auch glauben können, dass der Patch die Klasse der Priester aus dem Spiel gelöscht hätte. Die Schatten-Priester schienen ab dem Zeitpunkt des Updates chancenlos und waren kurze Zeit später nahezu ausgestorben, während andere Strategien der Klasse lächerlich unwahrscheinlich blieben. Nun, die Situation betreffend anderer Strategien hat sich für Anduin nicht geändert, wohl aber die Lage für seinen Schatten-Priester. Zwar wird dieser bis zum Erscheinen des Mini-Sets nicht länger zu den besten Decks des Formats zählen können, vor dem Reich der Off-Meta-Decks konnte sich der Archetyp jedoch retten.

Es ist erstaunlich, wie viele Spieler an Illucia festgehalten hatten, obwohl sich deren Effekt grundlegend geändert hatte und in dieser Form keinerlei Nutzen für ein Aggro-Deck besaß. Doch ohne diese Karte und mit einer stärkeren Ausrichtung auf Karten wie Arbeiter und Kaplan von Kul Tiras scheint sich der Schatten-Priester im soliden Mittelfeld einzupendeln. Mit dem Erscheinen des Mini-Sets benötigt Anduin trotzdem dringend Unterstützung für andere Spielideen, denn dieser Archetyp wird spätestens zu diesem Zeitpunkt seine Daseinsberechtigung verlieren.

Schatten-Priester

 

Schurke

Kommen wir zunächst zum einfacheren Archetypen von Valeera. Ihr Questline-Schurke scheint maßgeblich vom jüngsten Balance-Update zu profitieren, auch wenn sich die Community noch scheut dieser Deck-Liste eine Chance zu geben. Woran das genau liegt, können wir nur schwer ausmachen, immerhin handelt es sich um einen neuen Archetypen der Sturmwind-Erweiterung. Wahrscheinlich liegt dieser Umstand in der eher eindimensionalen Natur der Deck-Liste, insbesondere im Vergleich zu vergangenen Archetypen der Schurken-Klasse. Wir sehen allerdings gerade darin den großen Vorteil des Questline-Schurken, der vielen Neulingen der Klasse einen verständlichen Einstieg in die Spielweisen Valeeras bieten und zudem mit einer erstaunlich ausbalancierten Gewinnrate für sich werben kann. Einzig die Begegnung mit Spott-Druiden geht häufig verloren.

Questline-Schurke

Dem entgegengesetzt steht der Kontakt-Schurke der das Paradebeispiel eines Schurken-Decks verkörpert. Dieser Archetyp keimte bereits vor dem Balance-Update auf und warb mit einer vermeintlich belohnenden, aber ungleich hohen Einstiegshürde. Nach dem Balance-Update sehen wir ernsthafte Erfolgsaussichten für diesen Archetypen, auch wenn er weiterhin ein extremes Spielverständnis von euch abverlangt. Da wir euch diese Deck-Liste noch nicht vorgestellt haben, folgt nur eine grobe Zusammenfassung des Spielplans: Das grundlegende Ziel des Archetypen ist es euer Deck schnellstmöglich mithilfe von Kontaktmann und zahlreichen Kombo- und Kampfschrei-Karten zu leeren, es mit Erdrosseln-Zaubersprüchen zu füllen und deren Schadenswerte mit durch Astraler Aufrüster verstärkten Kreaturen zu erhöhen, um euren Kontrahenten innerhalb eines Zuges zu vernichten.

Allein schon dieser komplizierte Satz dürfte euch die Komplexität des Archetypen verdeutlichen. Nicht nur, dass ihr bis dahin überleben müsst, ihr benötigt auch eine bestimmte Anzahl von Kreaturen und Astraler Aufrüster, um überhaupt einen letalen Zug auf die Beine stellen zu können. Ihr braucht essenzielle Okto-Bot-Züge, in denen ihr Schlüsselkarten vergünstigt. Ihr braucht fulminante Kontaktmann-Züge, in denen ihr gerne einmal dutzende Karten ziehen und spielen müsst. Dieses Deck ist eine eigene Hausnummer und extrem anspruchsvoll! Wenn ihr euch in den kommenden Wochen auf einen Archetypen einschießen wollt, könnte der Kontakt-Schurke eines der spannendsten Deck-Listen für euch sein. Plant allerdings viele Lern-Partien ein, in denen ihr oftmals verlieren werdet. In der Theorie sind es dann irgendwann nur noch rüstungshortende Krieger, gegen die ihr chancenlos sein werdet.

Kontakt-Schurke

 

Druiden

Der Spott-Druide verspottet derzeit hämisch die instabile Meta von Hearthstone. Aber auch nach einer Woche scheint die Erfolgsgeschichte des optimierten Archetypen nicht abzureißen und schlechte Begegnungen bleiben Mangelware. Kein anderes Deck dürfte sich mehr über den Nerf an Dauerflamme gefreut haben, auch wenn die Begegnung mit Questline-Schamanen weiterhin eine der “schlechteren” bleibt. Sonst düpiert der aggressive Archetyp Malfurions viele, der neu erstarkten Deck-Listen und muss sich in der näheren Zukunft einzig vor dem Kontroll-Krieger in Acht nehmen. Wie Eingangs bereits erwähnt gehen wir dabei jedoch davon aus, dass auch ein Aufstieg dieses Archetypen dem Erfolg des Spott-Druiden nur zum Teil Einhalt gewähren kann. Wenn eure Sammlung diese Deck-Liste hergibt, können wir sie euch uneingeschränkt empfehlen. Bis zum Erscheinen des Mini-Sets, sehen wir den Spott-Druiden an der Spitze der Nahrungskette.

Spott-Druide

Alternativ könnt ihr mit dem Anacondra-Druiden Jagd auf Questline-Magier machen. Mit einer Gewinnrate von satten 80 % gibt es keinen anderen Archetypen der die Geißel von Hearthstone dermaßen in den Boden stampft. Sonst hat sich an der Deck-Liste nicht viel verändert und die restlichen Begegnungen erscheinen im Vergleich zum Spott-Druiden nur wenig vielversprechend.

Anacondra-Druide

 

Jäger

Obacht, der folgende Satz könnte ohne Vorwissen zu dem bisherigen Verlauf der Sturmwind-Erweiterung sinnfrei erscheinen. Nach dem Nerf an Illucia und dem damit verbundenen Verschwinden des Schatten-Priesters, konnte sich der Face-Jäger erneut als eines der besten Aggro-Decks behaupten. Zwar hat der Archetyp mit dem Aufstieg der Krieger-Klasse einige schwere Begegnungen erhalten und freut sich auch nicht gerade über die wachsende Beliebtheit der Spott-Druiden, jedoch sind ihm die zahllosen Questline-Magier erhalten geblieben, die sein Überleben in den kommenden Wochen sichern dürften. Ändern musste sich der Face-Jäger für diese Entwicklung wie gewöhnlich nicht.

Face-Jäger

Kommen wir also zu dem spannenderen Thema innerhalb der Jäger-Klasse, immerhin muss sich Rexxar nach gefühlten Äonen nicht mit seinem Face-Deck zufriedengeben. Denn auch der Questline-Jäger profitiert von dieser neuen Meta-Landschaft! Mit dem Aufstieg der Krieger-Klasse hat der Archetyp einige machbare Begegnungen gewonnen, während andere Problem-Match-Ups verloren gingen. Der mit Abstand größte Vorteil des Archetypen liegt dabei in der favorisierten Begegnung mit Spott-Druiden. Als eines der wenigen Decks, kann sich der Questline-Jäger hier durchsetzten, auch wenn er dafür mit einer peinlich schlechten Begegnung mit Anacondra-Druiden zu bezahlen scheint. Betrachtet man jedoch die Beliebtheit dieser beiden Kontrahenten, wird schnell klar, dass der Questline-Jäger hier einen guten Deal eingegangen ist. Dazu kommen noch erfreulich gute Begegnungen mit Magiern, Paladinen, Schamanen und Hexenmeister und voilà, der Questline-Jäger ist eines der besten Decks der aktuellen Meta.

Questline-Jäger

 

Krieger

Nach drei Buffs und einer Reihe überaus angenehmer Nerfs für die direkte Konkurrenz, darf nun auch endlich der Questline-Krieger seine Zeit im Rampenlicht genießen. In dieser, eher von Midrange-Decks bevölkerten Meta, kann die Questreihe Stürmt die Docks ihre Muskeln spielen lassen und fühlt sich in gleich zwei Archetypen zu Hause. Zunächst wäre da die aggressiv ausgerichtete Variante des Archetypen, die mit den aufgewerteten Piraten-Karten die frühen Phasen einer Partie dominieren kann und letztlich mit Die Moloch den Sieg einfährt. Dabei ergänzen sich die eifrigen Piraten in sehenswerter Manier untereinander. Hafenschlingel versorgt euch verlässlich mit neuen Piraten. Ankerer der Steinbrecher kann Bedrohungen aus dem Weg räumen und gleichzeitig Ressourcen generieren. Schwertschlucker rettet euch in schnelleren Begegnungen regelmäßig die Haut.

Diese Truppe harmoniert erstklassig und ebnet euch verlässlich den Weg eurer Questreihe. Allerdings leidet der Archetyp weiterhin unter den bereits bekannten Schwächen und tut sich insbesondere in schnelleren Partien schwer. Besonders Malfurion und seine Spott-Druiden vermiesen Garrosh an dieser Stelle die aufkeimende Euphorie und drücken die Gewinnraten des erstarkten Archetypen von Tag zu Tag. Dennoch halten wir diese Variante des Questline-Kriegers für eine solide Option für die Ladder von Hearthstone, auch wenn sie nicht zwangsläufig zu den Besten des Formats zählt.

Aggro-Questline-Krieger

In der Theorie sehen wir in der kontrollierenden Version des Archetypen größeres Potenzial für die nähere Zukunft und einen Anwärter für eines der besten Decks von Hearthstone. Dafür muss sich der Kontroll-Questline-Krieger allerdings noch einigen Änderungen unterziehen und sich auf alte Stärken besinnen. Einige von euch erinnern sich vielleicht noch an die überaus erfolgreiche Kombination aus Saurfang, Panzerfürst Kresh und Ankerer der Steinbrecher die im Verlauf der Brachland-Meta zur Basis eines jeden Krieger-Archetypen gehörte. Dank des Balance-Updates scheint die Meta entschleunigt genug um dieser Traumkombination eine neue Bühne geben zu können, sodass wir euch aktuell dringend dazu raten würden.

Hinzu kommen noch andere alte Bekannte wie Blutrippe, Kargath und Lord Barov, der in Kombination mit Groll im Alleingang eine Partie gegen Spott-Druiden für sich entscheiden kann. Gerade diese Begegnung lässt sich mit dieser kontrollierenden Ausrichtung deutlich häufiger gewinnen, was im Kontext des enormen Erfolgs des Spott-Druiden Mut zur Annahme lässt, dass der Kontroll-Krieger eine strahlende Zukunft haben könnte. Die einzige Begegnung, die diesen Archtypen aktuell noch zurückhält, ist die mit den verhassten Questline-Magiern. In der Hoffnung, dass die Population von Questline-Magiern in den kommenden Wochen – entsprechend ihres Erfolgs – etwas abnehmen wird, sind wir einfach mal so optimistisch und spendieren dem Kontroll-Krieger einen Platz unter unseren besten Decks. Enttäusch uns nicht Garrosh!

Kontroll-Questline-Krieger

 

Magier

Wir hätten uns ehrlicherweise darüber gefreut euch an dieser Stelle etwas anderes berichten zu dürfen. Denn nach Monaten der eintönigen Herrschaft des Zauber-Archetypen hätten wir uns innerhalb der Magier-Klasse über einen neuen Spitzenreiter gefreut. Leider wird der junge Archetyp des Ping-Magiers dieser Aufgabe nicht gerecht, einem vielversprechenden Start zum Trotz. Die Gewinnraten der Deck-Liste stürzten wenige Tage nach dem Balance-Update ins Bodenlose und mittlerweile scheint jegliches Lebenszeichen verloren. Wir befürchten, dass nur das Mini-Set an dieser Tatsache etwas ändern werden kann. Jaina braucht gute Kreaturen, um sich von ihrem ewigen Zauber-Archetypen lossagen zu können. Vorher sehen wir schwarz für eine Alternative innerhalb der Klasse.

Ping-Magier

Derweil gibt es nur wenig Neues, was wir euch zum Questline-Magier erzählen können. Die erfolgreichsten Varianten des Archetypen lassen sich aktuell auf das wahnwitzige Experiment ein, eine Kreatur in Form von Zauberstabdiebin in ihre Listen zu integrieren. Ansonsten hat der Archetyp die favorisierten Begegnungen mit Questline-Hexenmeistern und -Schamanen gegen ebenso favorisierte Begegnungen mit Questline- und Große-Krieger getauscht. Die restlichen teils desaströsen Match-Ups sind geblieben, auch wenn das die Allgemeinheit zu ignorieren scheint und der Community teils frustrierende Partien beschert. Denn abseits des Questline-Magiers kämpft ihr wieder vermehrt mit früher Kreaturen-Aggression und gestaltet euer Deck entsprechend. Viele dieser Karten nützen euch allerdings nichts in der Begegnung mit Jaina, sodass die Rate an Frust-Aufgaben in den letzten Tagen explodiert ist. Das macht den Questline-Magier zum verhasstesten Archetypen der aktuellen Meta von Hearthstone. Chapeau, Jaina, dieser Auszeichnung darf sich sonst nur Anduin rühmen.

Questline-Magier

 

Hexenmeister

Gul’dan steht trotz zahlreicher Nerfs ausgesprochen gut dar und wird auch nach dem Patch 21.3 ein fester Bestandteil der Meta von Hearthstone bleiben. Obwohl die Communty und die Datenlage aktuell noch davon sprechen, dass Team 5 die Klasse in Grund und Boden generft hat, sehen wir erste Lebenszeichen des Hand-Hexenmeisters aufkeimen, die nur wenig schlechter als zuvor erscheinen. Klar ist, dass dieser Archetyp sich nicht länger auf lächerlich machtvolle Spielzüge verlassen kann, sondern jetzt auf Augenhöhe mit seinen Kontrahenten agieren muss. Wir glauben allerdings nicht, dass Gul’dan an dieser Aufgabe scheitern wird. Immerhin ist die Klasse nach dem Patch nicht länger mit einer Meta-Landschaft konfrontiert, die sich beinahe ausschließlich darauf konzentriert, sie auszukontern. Entsprechend heißt es für Gul’dan back to the basics.

Aktuell erscheinen die ursprünglichen Versionen des Archetypen am erfolgreichsten, die nicht die Questreihe in den Fokus setzen, sondern das Spielfeld des Gegenübers respektieren und mit effizienten Kontroll-Werkzeugen bearbeiten. Falls ihr euch im Übrigen wundern solltet, wie wir ausgehend von den Daten auf HSReplay auf das schmale Brett kommen, den Hand-Hexenmeister als eines der besten Decks zu bezeichnen, sei euch gesagt, dass diese Daten derzeit von veralteten Versionen des Archetypen verfälscht werden, die nach dem Nerf desaströs abschneiden. Keine Sorge, Gul’dan geht es gut, wenn auch nicht so gut wie zuvor. Perfekt gut also möchte man meinen.

Hand-Hexenmeister

 

Die Schlachtfeld-Analyse mit Maarten

In unserem Schlachtfeld-Spezial haben wir euch alle neuen Diener vorgestellt und euch das neue Meta beschrieben, welches vor allem von kleinen grünen Fröschen beherrscht wurde. Doch nun hat es sich ausgehüpft. Wie damals in der Schule wurde der Frosch seziert und hat nun nicht mehr die Übermacht, die er vor diesem Patch noch hatte. Der Springfrosch gibt nun nur noch +1/+1 pro Todesröcheln und auch der Ara ist schwächer, da er nicht mehr sein eigenes Todesröcheln auslösen kann. Wildtiere sind somit nicht mehr die übermächtigen Bestien, können aber dennoch ein starkes Team bilden. Schließlich gibt es immer noch Goldrinn und mit einem Baron Totenschwur ist auch der Frosch immer noch gut anzuwenden. Das stärkste Wildtier ist aber nun definitiv der Reanimierte Klapperer. Eine Maexxna mit Wiederkehr ist halt nicht zu verachten.

Auch Dämonen sind ein wenig von ihrem hohen Ross heruntergeholt worden. Der Ungeduldige Verkünder bringt nun nicht mehr so viel verwertbares Material auf eure Hand und so könnt ihr nicht extrem schnell einen uneinholbaren Vorteil ergattern. Ziel von Dämonenspielern sollte es nach wie vor sein, so schnell wie möglich an einen Ur`Zul zu gelangen, um ihn hoch zu skalieren.

Auch Drachen mussten einen Nerf einstecken. Die Welpenschmugglerin war einfach zu stark und so vergibt sie nun nur noch einen Lebenspunkt beim Buff eurer Drachen. Unspielbar wird sie dadurch zwar nicht, aber sie ist nun um einiges schwächer und skaliert euer Drachenteam ein wenig langsamer. Als C’Thun und mit Kalecgos im Gepäck ist sie aber immer noch zu empfehlen.

Gebufft wurden hingegen die Stacheleber und die Piraten. Die Schweinchen profitieren noch nicht so sehr von den Buffs, aber die Piraten gehen nun so richtig auf Schatzjagd. Tony Zweihauer bringt euch die goldenen Piraten ins Haus, vor allem Käpt´n Hoggar sollte euer priorisiertes Ziel sein. Wenn ihr einen oder sogar mehrere Hoggar besitzt, spült sich das Gold von ganz allein in eure Kassen. Bleibt nur zu hoffen, dass eure APM gut genug sind.

Flurgl ist auch wieder in Mode, da die Spieler*innen entdeckt haben, dass seine überarbeitete Heldenfähigkeit gar nicht so schlecht ist. Viele Murlocs zum Anfang des Spiels, welche die Geheimflosse des SI:7 später vergiften kann, sind eine legitime Strategie. Man muss sich nur bewusst sein, dass die Murlocs im Durchschnitt wenig Sterne haben und so im Lategame nur kleinen Schaden anrichten können.

Die neuen Könige auf dem Schlachtfeld sind aus Blech. Die Mechs bilden aktuell die stärkste Komposition, die man sich zusammenstellen kann. Der Omegabrecher ist omegabroken, wenn man so will. Natürlich hilft auch hier, wie bei jedem Todesröcheln, ein Baron gut aus. Auch der Ara kommt hier seinen mechanischen Freunden zur Hilfe. Wir haben es seit Terminator und iRobot befürchtet, doch die Revolution der Maschinen ist gekommen.

 

Keine Zeit zum Durchatmen

Obwohl das allgemeine Tempo der Meta-Landschaft von Hearthstone entschleunigt wurde, sind wir trotzdem außer Atem. Team 5 versorgt uns in den vergangenen Wochen mit einer noch nie dagewesenen Fülle an Balance-Updates und hält das Standard-Format in einem ständigen Zustand des Wandels. Und auch wenn uns dieser Umstand aus der Sicht der Berichterstatter ordentlich auf Trab hält, können wir aus der Sicht der Spieler nicht genug davon bekommen! Es scheint fast so als gäbe es jede Woche neue Veränderungen und selbst wenn es einmal einen Archetypen gibt, der den Anschein eines Tyrannen erweckt, kann man sich sicher sein, dass dieser nicht lange regieren wird.

Natürlich gibt es auch Gegenstimmen, die die “alten” Zeiten von Hearthstone favorisieren, in denen es wochenlang darum gibt, das Maximum aus einigen Archetypen zu kitzeln, allerdings glauben wir, dass es sich dabei zum Teil um romantisch verklärte Erinnerungen handelt. Natürlich war es etwas besonders, wenn nach Wochen plötzlich eine Antwort auf ein unlösbares Problem aufkam und sich die Meta von selbst regulieren konnte. Jedoch stehen diesen seltenen Momenten Wochen und teils Monate der einseitigen Unterdrückung und Monotonie entgegen. Von unserer Seite also weiterhin Chapeau Team 5 für dieses beachtliche Patch-Tempo, trotz der Zusatzbelastung anderer neuer Projekte.

Nach dem Erscheinen der neuen Erweiterung oder einem erneuten Patch sollte die neueste Ausgabe von Top of the Decks an den Start gehen. Haltet eure Augen und Ohren in diesem Zeitraum offen – gerne auch auf unseren Social-Media-Kanälen (TwitterFacebook und Instagram). Bis dahin wünschen wir euch viel Spaß auf der Ladder von Hearthstone. Wie gewohnt freuen wir uns riesig über Fragen, Rückmeldungen, Kritik oder Diskussionen über die vorgestellten Decklisten!

 

Hearthstone: Die besten Gasthaus-Rezepte
  • Monroe-Cassel, Chelsea (Autor)

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Quellen: hsreplay.com, hearthstonetopdecks.com, reddit.com

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Geschrieben von Maximilian Apel
Unity. Precision. Perfection.

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