Saints Row IV: Re-Elected – Test auf der Nintendo Switch

Saints Row IV: Re-Elected im Überblick

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Kostenpflichtiger Seasonpass für DLCs

Saints Row IV Re-Elected (Switch)
  • Der Koop-Modus wurde noch weiter verbessert, denn, was ist stärker als ein Präsident? Genau. Zwei!
  • Passe nicht nur deinen Charakter und deine Kleidung an, sondern gestalte auch dein Waffenarsenal nach deinen Wünschen
  • Lerne und meistere zerstörerische Superkräfte
  • Nutze beeindruckende Alien-Fahrzeuge und -Waffen

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Releasedatum: 27. März 2020

Genre: Action-Adventure

USK: ab 18 Jahren freigegeben

Publisher: Deep Silver

Plattformen: PC, PlayStation 4, Xbox One, Nintendo Switch

Nachdem im letzten Jahr Saints Row: The Third die Nintendo Switch unsicher machte, war es nur noch eine Frage der Zeit, bis auch der vierte Teil der Reihe Einzug auf den Hybriden erhält. Ende März 2020 war es nun endlich soweit und das Abenteuer rund um die Saints kehrte zurück. Natürlich dürfen dabei alle bisherigen DLCs und Zusatzinhalte nicht fehlen. Ob sich die Saints also auch auf der neuen Konsole beweisen können, lest ihr nun in unserem Test.

Mit der Portierung auf Switch werden wir euch im folgenden Text eine kleine Aktualisierung unseres damaligen Tests geben.

 

Respekt ist alles, was man benötigt

Bei Saints Row ging es immer um den vollen Respekt, welchen man sich innerhalb der Stadt verdienen musste. Seien es Stripclubs, Drogenaufträgen, Dealz oder riesige Energiedosen, alles machte man zu Geld. Knapp sieben Jahre nach dem ersten Teil der Reihe haben die “Saints” nun so viel Respekt verdient, dass sogar die Wahl zum US-Präsidenten eine Selbstverständlichkeit ist. Dadurch steht man nun selbst an der mächtigsten Stelle der Welt und sorgt für die richtigen Weichen. Dabei sind die Saints auch im Weißem Haus stetig mir ihrem eigenen Look vertreten, der nicht nur durchgeknallt, sondern auch farbenfroh daherkommt. Dieses erstrahlt nun in einem Weiß-Lila-Look und enthält viele durchgeknallte Partys inklusive Stripperinnen.

Wahrscheinlich wird es auch noch ein wenig dauern, bis die Welt diesen amerikanischen Machtwechsel versteht. Nach kurzer Einarbeitungszeit der Mitarbeiter und ein paar schnellen Entscheidungen für die Weltbevölkerung, kommt auch schon das erste Problem auf die neue Regierung zu: Aliens. Diese Wesen nennen sich Zin und kommen mit Unmengen an Verbündeten nach Steelport. Dort muss sich der Präsident gegen Zinyak geschlagen geben und wird gleichzeitig von ihm entführt. Eine große Anzahl an Gegnern steht uns nun bevor, die wir alle nach und nach erledigen müssen. Viel Chaos gehört dabei der Tagesordnung an, da die Verteidigungsmaßnahmen gegenüber den Aliens nichts gebracht haben. In einer alternativen Realität von Steelport müssen wir nun versuchen, unsere “Saints” zusammenzutrommeln und die Macht der Stadt wieder an uns zu reißen.

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Aliens übernehmen Steelport und wir müssen die Stadt wieder befreien.

 

Eigentlich könnte man es auch als Add-on sehen

Wer den Vorgänger spielte, wird sich die Frage stellen: Warum kommt mir alles so bekannt vor? Das liegt daran, weil Saints Row 4 eigentlich als Add-on für den dritten Teil geplant wurde. Letztendlich entschied man sich allerdings dazu, ein einzelnes vollwertiges Spiel daraus zu entwickeln. Im Vergleich zum Vorgänger hat sich also kaum etwas verändert. Die Möglichkeit, seinen Charakter individuell zu gestalten, blieb bestehen und die verschiedenen Kostüme der Charakter sind wieder mit dabei. Auch die anpassbare “Männlichkeit oder Weiblichkeit” steht einem wieder zur Verfügung. Größere Brüste für die Frauen und für die Männer größere Gliedmaßen, kein Problem! Die Kombination zwischen den Klamotten, dem Aussehen und dem jeweiligen Geschlecht ist hier unbegrenzt.

Auch die Auswahl der Synchronsprecher ist erneut gelungen.  So mischt unter anderem “Nolan North”, bekannt durch “Nathan Drake” und “Desmond Miles” in der Synchronisation mit. Aber auch die Aktivitäten und Herausforderungen zwischen den Hauptmissionen sind größtenteils aus dem Vorgänger The Third übernommen worden. Man muss erneut die jeweiligen Bezirke der Stadt einnehmen, um wieder vollständig regieren zu können. Jeder Bezirk wird immer dann eingenommen, wenn alle Nebenmissionen erfüllt werden. Zwar haben diese nicht an ihrem Unterhaltungswert verloren, trotzdem gibt es keine großen Neuerungen. Einige Aufgaben haben sich nur wenig verändert. So muss man bspw. nicht mehr mit einem Helikopter, sondern mit einem UFO von den Aliens fliegen.

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Die Superkräfte helfen uns gegen die Aliens.

 

Doch lieber Ironman oder Superman?!

Der Humor lässt im Vergleich zum Vorgänger nicht nach und setzt noch einmal eine Schippe drauf. Filme wie “Die nackte Kanone”, “Harry Potter” oder “Matrix” werden in diesem Teil ordentlich aufs Korn genommen. Aber auch die Spielindustrie bekommt ihr Fett weg. Die Entwickler machen sich dabei nicht immer nur lustig, sondern veräppeln die Konkurrenz um ein Vielfaches. So erinnern die Superkräfte des Spielers nicht nur an bekannte Superhelden, sondern auch beispielsweise an das Spiel Prototype. Ohne diese Superkräfte hätten wir nämlich nicht den Hauch einer Chance gegenüber unseren Gegnern. Mit dem Gleiter können wir zum Beispiel über Häuser, Gegnerhorden und Gegenstände gleiten, sodass wir schnell von einem bevorstehenden Angriff entkommen können. Mit der Telekinese können wir Gegner und Gegenstände durch die Gegend werfen. Der Stampfer bietet uns die Möglichkeit, mehrere Gegner auf einmal zu töten, solange diese auf einem Haufen stehen. Alternativ können wir die Zin aber auch einfrieren oder mit einem Feuer-Inferno verbrennen.

Auch die eigenen Waffen können mit Spezialfähigkeiten versehen werden. Diese sind zwar ganz nett und abwechslungsreich zu spielen, allerdings passen sie nicht in das altbekannte Saints Row-Setting. Insgesamt fühlt sich das Gameplay eben arg anders und nicht mehr wie ein klassisches Saints Row an. Egal, ob wir mit einer Höchstgeschwindigkeit auf die Wand zulaufen oder meterhoch von einem Dach springen, es erinnert eher an ein Spiel mit Superhelden des Marvel-Universums oder an einen brandneuen Infamous-Teil. Anders als ein Grand Theft Auto steuert sich Saints Row 4 arcadiger. Die Waffenauswahl ist groß und breit gefächert. So stehen zum Beispiel die Dubstep-Gun im Arsenal bereit. Schießt man mit dieser auf Menschen, kommen musikalische Strahlen aus der Kanone und bringt die Bevölkerung zum Tanzen. Bei mehreren Gegnern ist dies besonders effektiv, da die Energieanzeige von ihnen schnell sinkt. Dies ist nur ein kleiner Vorgeschmack auf die Waffen, welche man noch im Spiel findet: ein Dino-Schwert mit Dödel, eine Antimaterie-Kanone, die für schwarze Löcher sorgt oder die Inflation Gun, die den Gegnern den Kopf aufbläst, bis dieser platzt. Viele neue und alte Überraschungen können in Steelport gefunden werden. Und genau da punktet Saints Row mehr als andere Titel im Open-World-Genre. Überall liegen neue Waffen, Aufträge, Gegenstände und Superkräfte-Upgrades herum, die direkt ausprobiert oder gespielt werden können.

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Die Präsidentschaft gehört den Saints.

 

Trotz alter Technik macht es Spaß

Bereits auf der PlayStation 3 war die Technik leider schon nicht mehr ganz zeitgemäß. Immerhin lief die Version damals recht flüssig und ohne grobe Schnitzer. Während die PlayStation 4-Version noch bei einer Auflösung von 1080p mit einer konstanten Framerate lief, sieht es auf der Nintendo Switch etwas anders aus. Auf der Nintendo Switch kann die Bildrate nämlich leider nicht konstant auf 30 Frames gehalten werden. Sobald viele Effekte, Explosionen und oder der Supersprint aktiviert wird, kann es durchaus einige Ruckler geben. Zwar ist in den Optionen die Möglichkeit gegeben, die Auflösung dynamisch zu gestalten, um die Bildrate stabil werden zu lassen. Darunter leidet dann aber die Bildqualität, was dann vor allem am Kantenflimmern sichtbar wird.

Aufploppende Objekte, grafische Einbußen im Vergleich zu den Current-Gen-Versionen und ein durchweg dunkles Bild lassen die Saints insgesamt nicht mehr zu den hübschesten Titeln aufsteigen. All dies ist aber auch gar nicht nötig, denn das Gameplay und der verrückte Humor funktionieren auch auf der Nintendo-Konsole wie eine glatte Eins. Selbst der Koop-Modus hat es in seiner kompletten Form auf die Switch geschafft. Nunja, einzig der Splitscreen-Modus an einer Konsole ist leider nicht mit an Bord. Jeder Spieler braucht seine eigene Konsole und damit auch die eigene Version des Spiels. Macht aber nichts, denn zu zweit macht das Abenteuer gleich doppelt so viel Laune. Immerhin stimmen aber das Gesamtpaket und der große Umfang, weshalb man auch über die etwas ältere Technik gerne mal hinwegsehen kann. Zumal der Sound und die Vertonung wirklich sehr gut gelungen sind. Sämtliche Charaktere sind nämlich extrem gut vertont und können sich wirklich hören lassen. Da stört es fast gar nicht, dass es keine deutsche Vertonung gibt.

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Kranke Action auch mit einem Monster-Truck.

 

Kurzer Überblick zu Gat out of Hell

Da auch alle Erweiterungen, DLCs und Zusatzinhalte zum Komplettpaket dazugehören, stehen rund 45 Stunden weiterer Spielspaß mit an der Tagesordnung. Gat out of Hell ist eine allein lauffähige Erweiterung, die natürlich die Geschichte von Saints Row 4 im Hintergrund behält. Alle Inhalte des Add-ons sind frei zugänglich. Einzig die Charaktererstellung fällt bei der Erweiterung leider flach. Auch das Gameplay ist im Grunde weitestgehend gleich, bietet insgeheim wenig Veränderungen. Bei einem Gesamtpaket ist dies ohnehin nicht sonderlich brisant, da zu große Abweichungen einem neuen Spieler nur unnötig irritieren würde. Doch kurz zur Geschichte von Gat out of Hell: Passend zum Geburtstag holen die Saints ein altes Ouijabrett hervor. Die wichtigsten Regeln beim Spielen beachten sie zwar, dennoch werden der Präsident und ein paar Figuren aus den vorherigen Teilen allesamt in die Hölle gezogen. Nun muss Johnny Gat ein zweites Portal zur Unterwelt eröffnen und den verloren gegangenen Anführer finden. Zusammen mit Kinzie starten wir eine Rettungsmission, die serientypisch schräg, verrückt und abgedreht inszeniert wurde. Beim Spielen dieses Klassikers wurde leider noch einmal klar, wie sehr doch ein fünfter Teil fehlt.

Folgende DLCs sind in Saints Row 4: Re-Elected für die Nintendo Switch enthalten:

  • Enter the Dominatrix
  • How the Saints save Christmas
  • Gat out of Hell
  • Anime Pack
  • Bling Bling Pack
  • Brady Games Pack
  • Child’s Play Pack
  • College Daze Pack
  • Commander-in-Chief Pack
  • Dubstep Remix Pack
  • Element of Destruction Pack
  • Game On Pack
  • Gamestop Weapon Contest Pack
  • GAT V Pack
  • Grass Roots Pack
  • Hey Ash Whatcha Playin? Pack
  • Pirate’s Booty Pack
  • Presidential Pack
  • Reverse Cosplay Pack
  • Stone Age Pack
  • Thank You Pack
  • The Executive Privilege Pack
  • The Rectifier
  • The Super Saints Pack
  • Volition Comics Pack
  • Wild West Pack
  • Zinyak Attack Pack
Saints Row IV Re-Elected (Switch)
  • Der Koop-Modus wurde noch weiter verbessert, denn, was ist stärker als ein Präsident? Genau. Zwei!
  • Passe nicht nur deinen Charakter und deine Kleidung an, sondern gestalte auch dein Waffenarsenal nach deinen Wünschen
  • Lerne und meistere zerstörerische Superkräfte
  • Nutze beeindruckende Alien-Fahrzeuge und -Waffen

*Die Amazon-Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du auf so einen Affiliate-Link klickst und über diesen Link einkaufst, bekommt die Redaktion von dem betreffenden Online-Shop oder Anbieter eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.

 

Positiv:

Humorvolle Story mit derben Sprüchen
Superkräfte mit verschiedenen Fähigkeiten sind ein wichtiger Bestandteil des Gameplays
Tolle Vertonung...
Das Waffendesign kommt mit witzigen Ideen daher
Abwechslungsreiche Missionen

Negativ:

Schlechte Gegner-KI
Keine konstante Bildrate von 30 Frames pro Sekunde aus der Switch
...die leider weiterhin nur auf Englisch ist
[testimonial_slider arrows=”false”][testimonial image_url=”58913″ image_width=”180″ image_height=”180″ name=”Tobias Liesenhoff, Chefredakteur”]

“Auch auf der Nintendo Switch werden die Saints ihren Namen gerecht. Auch nach mehr als sechs Jahren hat das Spiel den Humor nicht verloren und bietet gewohnt gekonnt abgedrehte Open-World-Action. Zwar ist die Switch-Version technisch die wohl schlechteste Variante, das Abenteuer in Steelport zu erleben, dennoch ist es wahrlich kein technischer Totalausfall. Wer es bisher noch nicht geschafft hat, den vierten Teil der Reihe zu spielen, kann es zumindest jetzt nachholen und sogar von unterwegs aus eine Runde Superkräfte gegen Gegner einsetzen.”

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Ab in die Sammlung?

Jedes Open-World-Abenteuer ist auf der Nintendo Switch willkommen. Da dürfen die Saints mit ihrem vierten Ausflug ebenfalls nicht fehlen.

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Geschrieben von Tobias Liesenhoff
Chefredakteur für Games, Movies, Hardware seit Juni 2013.

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