LEGO Star Wars: Die Skywalker Saga

Test zum (fast) rundum erneuerten Klötzchen-Abenteuer

LEGO Star Wars: Die Skywalker Saga im Überblick

Online Multiplayer

Couch-Koop / Splitscreen

Mikrotransaktionen

Lootboxen

Onlinezwang

Kostenpflichtiger Seasonpass für DLCs

LEGO Star Wars: Die Skywalker Saga (Nintendo Switch)
  • Erlebe deine Lieblingsmomente aus allen neun Filmen der Star Wars Saga, einschließlich der finalen Episode Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers
  • Erzählt mit dem berühmten LEGO Humor: Alle unvergesslichen Momente der gesamten Saga werden mit dem spaßgeladenen und wahnwitzigen Humor
  • Es gibt Hunderte von spielbaren Charakteren, die über die gesamte Galaxis und jede Ära der Saga verstreut sind
  • Immer familienfreundlich: Das Spiel bietet ein fantasievolles, lustiges LEGO Spielerlebnis für alle Altersgruppen
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren

*Werbung: Die Amazon-Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du auf so einen Affiliate-Link klickst und über diesen Link einkaufst, bekommt die Redaktion von dem betreffenden Online-Shop oder Anbieter eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.

Releasedatum: 05. April 2022

Genre: Action-Adventure

USK: ab 12 Jahren freigegeben

Publisher: Warner Bros.

Plattformen: PC, Xbox One, Xbox Series S/X, Playstation 4, Playstation 5, Nintendo Switch

Das ist es endlich: Das Warten auf LEGO Star Wars: Die Skywalker Saga hat ein Ende. Das ambitionierte Projekt soll die drei Trilogien vereinen und spielerisch rundum erneuern. Mit offenen Welten, neuen Gameplay-Mechaniken und optimierter Grafik soll der Traum eines jeden LEGO-Games wahr werden. Aber auch abseits der Crunch-Thematik stellt sich nun die Frage: Verrennt man sich in seinen Ansprüchen oder macht es genauso viel Spaß wie erhofft?

 

Ein gedanklicher Ausflug in die Vergangenheit

Bevor ich aber auf das Spiel eingehe, möchte ich erst einmal einen kurzen Ausflug in die Historie der LEGO-Games machen und schauen, was diese Spiele eigentlich so reizvoll macht. Ob Harry Potter, Indiana Jones, diverse Marvel-Helden oder eben Star Wars. Viele Franchises haben bereits ein Spiel im Bauklötzchen-Verschnitt spendiert bekommen. Anders als die Vorlagen, nehmen sich die Spiele allerdings kaum ernst, bzw. noch weniger ernst. Mit viel Humor, der aber auch kindgerecht ist, versprühen diese Games ihren ganz eigenen Charme und nehmen sich dabei die Möglichkeiten der LEGO-Steine zu Hilfe. So gibt es halt eben keine Enthauptung, sondern der LEGO-Kopf fällt ab und schneidet dabei noch Grimassen.

Im Großen und Ganzen erlebt man zwar die eigentliche Story, aber eben in komprimierter und humoristischerer Form. Gepaart mit dem zugänglichen Gameplay, welches eine Mischung aus seichten Kämpfen, simplen Rätseln und einigen Plattforming-Passagen ist, ergibt sich hier eben die beliebte Formel. Doch die Spiele haben sich in ihrer Art mit den Jahren kaum verändert. Die Struktur blieb stets gleich und sorgte bei mir für ein zunehmendes Desinteresse. Bis jetzt! Denn insbesondere Level-Struktur und die Gameplay-Elemente will man noch viel vielseitiger gestalten. Genau das, was ich jetzt gebraucht habe!

LEGO Star Wars

Die Spielwelt fällt dieses Mal etwas größer und belebter aus.

 

In einer weit entfernten Galaxis…

Ich habe anfangs zumindest ein bisschen Freiheit. Nämlich kann ich wählen, ob ich die originale Trilogie zuerst starten möchte, die letzte oder vielleicht auch geschichtlich korrekt mit den Prequels. Allerdings kann ich nicht einfach Episode 2 spielen und im Anschluss Episode 6. Ein gewisser Faden ist vorgegeben, was mich aber gar nicht stört. Ich entschied mich für die Prequels. Geprägt sind die natürlich von den Abenteuern von Qui-Gon und dem noch jungen Obi-Wan. Neu und omnipräsent ist aber direkt die offenere Spielwelt. Open World ist aber tatsächlich der falsche Begriff dafür, was ich später noch erklären werde.

Die große Stadt Courosant dient immer wieder als zentrale Anlaufstelle. Hier laufen viele CPU’s umher, der Weitblick ist klasse und ohh hier sind ja LEGO-Steine zum sammeln! Ein Marker verrät uns, wo wir für unsere nächste Hauptmission hin müssen. Wer sich also gar nicht mit der Welt beschäftigen möchte, muss das auch nicht wirklich tun. Die Option tut dem Spiel sicherlich gut. Auf den unterschiedlichen Missionen, die in Ihrem Setting schon stark an die bisherigen LEGO-Star Wars-Spiele erinnern, fällt aber schnell das bekannte Muster auf. Mal bekämpfe ich feindliche Droiden, dann gibt es wieder kleine Rätsel und hin und wieder gibt es auch Minispiele. Aber zu sagen, dass sich hier nichts verändert hat, wäre absolut falsch.

LEGO Star Wars

Die obligatorischen Rätsel dürfen nicht fehlen.

 

Alles neu (?) macht LEGO Star Wars: Die Skywalker Saga

Die Kämpfe haben sich grundlegend verändert. Das liegt zum einen schon an der ganz anderen Kameraperspektive. Die ist nämlich deutlich näher an der Figur und vermittelt eher den Eindruck von klassischen Third-Person-Spielen. Als Jedi habe ich nun die Möglichkeit mit meinem Laserschwert los zu fuchteln, dieses zu werfen oder die Macht zu nutzen. Damit kann ich Gegner zurück stoßen oder Objekte aus der Umgebung anheben und auch Gegner schmeißen. Das spielt sich deutlich dynamischer als in den vorigen Teilen, ist dennoch aber simpel und zugänglich. Ich kann aber auch im richtigen Moment Konter ausführen, wenn mich mal ein Feind von der Seite überrascht. Somit wird es auch nach mehreren Stunden nicht langweilig, den ganz großen Anspruch stellt es aber auch nicht an euch.

Doch am wichtigsten an der Sache ist doch: Es macht Spaß! Es gibt aber auch andere Figuren, die eben anderen Klassen angehören. So verfügen manche Charaktere, wie etwa der junge Luke Skywalker aus Episode 4, noch über keinerlei Fähigkeiten. Dennoch sind die Kämpfe nicht weniger spaßig. Dank Nahkampf-Kombinationen habe ich hier eine Figur, mit der ich eben verschiedene Schläge, Sprünge und Tritte ausführen kann. Charaktere mit Blastern spielen sich dagegen schon wie in einem Third-Person-Shooter. Ui, da sind ja schon wieder so viele LEGO-Klötzchen zu sammeln. Durch die Vielzahl an Charakteren und Klassen ist es somit das Gesamtpaket, die Abwechslung, die die Kämpfe insgesamt so unterhaltsam machen.

LEGO Star Wars

LEGO meets Gears of War.

 

Ein bisschen Denksport

Die Rätsel erinnern da schon eher an vorangegangene Teile. Mal gilt es kleine Konstruktionen zusammen zu bauen und zu aktivieren, mit R2 muss ich etwa zwischendurch Schaltkreise richtig zusammensetzen und mit C3PO gilt es an bestimmten Terminals das Steuerkreuz zur richtigen Zeit zu betätigen. Vieles davon wiederholt sich und in der Regel sind die Dinge auch nicht sonderlich anspruchsvoll. Hin und wieder bindet das Spiel aber auch mal andere Rätsel ein, insbesondere dann, wenn man sich mal abseits der Hauptmissionen mit dem Spiel beschäftigt. So manche Nebenquest hat nämlich auch mal ausgefallenere Rätsel, die immer noch nicht schwierig, aber etwas kreativer sind. Davon gerne mehr!

Aber kann mir mal jemand verraten, weshalb ich jetzt schon wieder 10 Minuten lang durch die Welt renne und einfach nur LEGO-Steine sammle?! Ach das Sammeln, das hat sich übrigens nicht verändert. Noch immer gibt es tausende Objekte zu finden. Ob die interne Währung, blaue Steine, Mini-Kits oder neue Charaktere. Collectibles an jeder Ecke. Dadurch, dass die Welt nun größer ist, gibt es auch noch mehr zu sammeln. Und das ist auch so ziemlich der einzige Mehrwert, wenn man es denn überhaupt so nennen kann, den diese neue Level-Struktur mitbringt.

LEGO Star Wars

Die Boss-Kämpfe sind toll inszeniert, auch wenn sie sich allesamt sehr ähneln.

 

Die Sache mit der offeneren Spielwelt

Wie bereits erwähnt ist dies hier keine Open World. Es sind eher größere Areale, die aber nicht direkt miteinander verknüpft sind. Diese sehen toll aus und vermitteln sehr gut die Stimmung der Film-Sets. Allerdings ist das, was sie füllt, eben der Sammelkram. Ja, es gibt Nebenmissionen, aber diese erzählen keine spannenden Geschichten. Es besteht aus dem Trieb zu sammeln. Und das Kuriose an der Sache ist dabei sogar noch, dass mich die Inhalte spielerisch eigentlich kaum nach vorne bringen. Die erwähnten blauen Steine gibt es überall in der Welt verteilt, sind aber meist über Rätsel zu ergattern, die sogar oftmals sehr unterschiedlich ausfallen. Mit denen, und der internen Währung, kann ich neue Fähigkeiten freischalten. Dabei gibt es zahlreiche Skill-Trees. Einen allgemeinen und je zu allen verschiedenen Klassen.

Doch nur wenige der Fähigkeiten machen einen Unterschied. Alle Kampf-bezogenen Skills sind schon mal größtenteils nice to have. Die Kämpfe stellen zu keinem Zeitpunkt eine große Anstrengung dar und wieso sollte ich dann die begehrten Steine in mehr Schaden oder mehr Leben stecken. Also: Warum sammle ich den Kram denn überhaupt? Und ich bin ehrlich, eine zufrieden stellende Antwort habe ich hierauf nicht. Doch wahrscheinlich ist es einfach das total befriedigende Gefühl eine Konstruktion zu zerstören und zu sehen, wie dann zig Steinchen in meinen Besitz gelangen oder die vielen Rätsel in der Spielwelt zu meistern, um an ein Sammelobjekt zu gelangen. Eigentlich mache ich sowas gar nicht so gerne, aber das neue LEGO Star Wars hat in mir eine unerklärliche Sammellust geweckt. Zum Glück! Denn sonst wären die neuen offenen Gebiete nur Deko.

LEGO Star Wars

Der Fähigkeitenbaum ist extrem umfangreich. Wer hier alles freischalten will, muss viel Zeit investieren.

 

Es geht hoch hinaus

Das Sternenkrieg-Abenteuer besteht jedoch nicht nur aus Missionen zu Land. Auch in die Weiten der Galaxien können wir hinaus fliegen. Manchmal eben bedingt durch die Story, manchmal aber auch einfach nur zum Spaß. Hier steuere ich eines von vielen verfügbaren Flugschiffen, die in Ihrer Art aber Unterschiede aufweisen. Manche sind klein und wendig, manche eher robust und behäbig. Manche sind wahre Alleskönner im Kampf und wiederum andere können gar nicht attackieren. Die Weltraum-Abschnitte sind allesamt begrenzt in ihrer Größe. Also einfach und ohne Barrieren von Planet zu Planet fliegen ist nicht drin. Aber ihr könnt durchatmen, denn das eigentlich simple von A nach B Fliegen wird etwas aufgelockert.

Mal landet man plötzlich inmitten einer Weltraumschlacht, ein anderes Mal kann ich einem Kopfgeldjäger hinterher sprinten und hin und wieder finden sich auch große LEGO-Meteoriten. Diese kann ich unter Dauerbeschuss zerstören, um so an die blauen Steine zu kommen, mit denen ich meine Upgrades durchführen kann. Zwischendurch habe ich sogar die Möglichkeit an Weltraum-Rennen teilzunehmen. Apropos Rennen: Auch das Podracer-Rennen können wir spielen. Ein weiteres Gameplay-Element sind aber weiterhin die Plattforming-Passagen. Diese kennen wir ja aus den Vorgängern, sie spielen sich durch die versetzte Kamera-Perspektive viel handlicher und interaktiver. Somit schafft es das Entwicklerteam einen wirklich ausgewogenen Mix aus verschiedenen Gameplay-Elementen zu kreieren, der aber dennoch gut abgestimmt wirkt und für Abwechslung und eine hohe Motivationskurve sorgt.

LEGO Star Wars

Podracing, Weltraumschlachten oder Verfolgungsjagden mischen das Geschehen immer wieder auf.

 

Umfang satt

Für massig Spielspaß ist gesorgt. Tatsächlich hat sich bei mir auch keine Ermüdung eingestellt, wie ich sie ein wenig befürchtet habe. Wer die reine Story durchspielen will, kann mit 10-15 Stunden Spielzeit rechnen. Beschäftigt man sich ein wenig mehr mit dem Spiel, spielt einige Nebenmissionen und verfällt dem Sammelwahn, dann kann man locker auch 30 – 40 Stunden damit verbringen. Die Skywalker Sage lädt nämlich auch zum mehrmaligen Erkunden ein. Zum einen natürlich per Koop-Modus, der leider ausschließlich lokal funktioniert, zum anderen aber auch durch manche zunächst gesperrte Bereiche. Im ersten Durchgang bemerkte ich nämlich immer wieder Stellen, die ich gar nicht betreten konnte, weil diese nur mit speziellen Charakteren oder Charaktergruppen zu erreichen sind.

Nach dem Story-Modus habe ich allerdings im Freien Modus die Möglichkeit meine bis dato gesammelten Figuren für erneute Besuche in den Episoden zu nutzen, um bislang Verborgenes zu entdecken. Auch hier zieht sich der bewährte Mix aus Plattforming und Rätseln fort. Wer mehr und mehr Zeit mit diesem Spiel verbringt, schaltet auch immer wieder neue Charaktere frei. Doch leider verzichtet man nicht auf Mikrotransaktionen. Manche Figuren lassen sich somit für ca. 2 oder 3 Euro dazu kaufen. Uncool.

LEGO Star Wars: Die Skywalker Saga (Nintendo Switch)
  • Erlebe deine Lieblingsmomente aus allen neun Filmen der Star Wars Saga, einschließlich der finalen Episode Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers
  • Erzählt mit dem berühmten LEGO Humor: Alle unvergesslichen Momente der gesamten Saga werden mit dem spaßgeladenen und wahnwitzigen Humor
  • Es gibt Hunderte von spielbaren Charakteren, die über die gesamte Galaxis und jede Ära der Saga verstreut sind
  • Immer familienfreundlich: Das Spiel bietet ein fantasievolles, lustiges LEGO Spielerlebnis für alle Altersgruppen
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren

*Werbung: Die Amazon-Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du auf so einen Affiliate-Link klickst und über diesen Link einkaufst, bekommt die Redaktion von dem betreffenden Online-Shop oder Anbieter eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.

  • LEGO Star Wars: The Skywalker Saga
    Fazit zu Lego Star Wars: Die Skywalker Saga

    Evolution, statt Revolution. Das trifft wahrscheinlich am Besten auf die LEGO Skywalker Saga zu. Und das ist zu großen Teilen auch gut so. Denn der altbekannte Mix aus Humor, Sammelspaß und einem simplen, aber spaßigen Gameplay, bleibt auch hier in seinen Grundzügen bestehen. Allerdings hat man all diese Bereiche einfach rundum verbessert und ausgeweitet, sodass sich dieser Ableger vertraut und neu zugleich anfühlt. Das frische Gameplay macht Laune, die Sammlerei packt wieder und man kann sich hier wieder absolut wohl fühlen. Die größeren Hub-Welten sind allerdings Fluch und Segen zugleich. Während die optische Gestaltung und die Verpackung von Sammelobjekten und Rätseln gelungen sind, schafft es das neue LEGO mir darüber hinaus keine interessanten Aktivitäten und Geschichten zu liefern. Wie schwer das ins Gewicht fällt, liegt bei euch. Ich jedenfalls hatte dennoch eine Menge Spaß und habe meine verloren geglaubte Begeisterung für diese Reihe wieder entfacht.

    Christian Koitka, Redakteur

 

Positiv:

Typischer LEGO-Humor
Viel abwechslungsreicheres Kampfsystem
Verschiedene Klassen, die sich spielerisch unterscheiden
Sammelwahn pur!
Minispiele lockern Gameplay-Loop etwas auf
Optisch und auditiv wundervoll umgesetzt

Negativ:

Das Spiel profitiert nicht immer von der offeneren Welt
Mikrotransaktionen
Etwas anspruchsvollere Rätsel hätte man gerne einbauen dürfen

Ab in die Sammlung?

Wer die LEGO-Games mag oder mal mochte, kann ruhigen Gewissens zugreifen.

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Geschrieben von Christian Koitka
The guy who loves videogames
1 Kommentar

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