DIG IT!: Der Bagger-Simulator – Review zum männlichsten aller Spiele

Große, schwere Maschinen und Geräte, eine riesige Halle besitzen, sein eigener Herr sein und Erde umgraben; das sind die innigsten Wünsche jedes Mannes. Wer sich diesen Traum nicht komplett erfüllen konnte, ihn aber Leben möchte, kann diesem Drang nun mit DIG IT!: Der Bagger-Simulator nachkommen. Wie der Name bereits verrät, handelt es sich um eine Simulation von Rondomedia und besitzt nicht nur einen eigenen Internetauftritt, sondern auch eine Facebook-Seite. Was die Welt so alles braucht!

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Unsere Firma! Wir haben umgeschult!

 

Chefsache!

Zu Beginn können wir unsere eigene Firma aus dem Boden stampfen, hier können wir uns ein Bildchen, aus einer Reihe vorgegebener Fotos, heraussuchen. Dann wählen wir einen passenden Namen, nicht nur für uns selbst, sondern auch für unsere Firma und schon kann es los gehen. Mit etwas Startkapital und einem kleinen Bagger eröffnen wir unser Geschäft. Dann wählen wir aus der Übersichtskarte einen verfügbaren Job aus. Dieser wird uns in einer kurzen Aufgabenbeschreibung vorgestellt und eine Zeit vorgegeben. Starten wir unseren ersten Auftrag, bekommen wir die Grundlagen des Spiels erklärt, also ein kleines Tutorial. Eine richtige Story gibt es nicht. Wir können in verschiedenen Gebieten eine Reihe von Jobs annehmen und abarbeiten. Hierbei wächst unser kleines Unternehmen schnell zu einem großen Betriebshof heran. Wir müssen uns aber nicht diesem “Karriere-Modus” widmen, es steht ein freier Baumodus zur Verfügung. Hier können wir zwischen 4 Modi wählen, die von klein bis sehr groß gehen, wer hier meint, die Fläche würde größer, täuscht sich, denn es ändert sich lediglich die Größe der Baumaschinen.

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Schutt muss auch beseitigt werden!

 

Baggern was das Zeug hält

Wie bereits erwähnt, gibt es 4 Welten, bei denen es verschiedene Aufträge gibt. Nimmt man einen Auftrag an, landet man direkt auf dem Bauplatz, auf dem bereits die Bagger stehen. Man muss aber nicht bloß riesige Löcher ausgraben, sondern auch viele Gräben schaufeln, Fundamente vorbereiten und Erdmaterial in die Aufladezone befördern. Hierfür haben wir nicht nur Bagger mit verschiedenen Schaufeln, sondern auch Planierraupen, Muldenkipper und auch Radlader. Allerdings müssen, bzw. dürfen, wir uns neues, schweres Gerät kaufen. Die Preise sind verglichen mit der Realität aber stark untertrieben. Für manche Aufträge benötigen wir einen bestimmten Maschinen-Typ, den wir entsprechend vorher erwerben. Blöderweise sehen wir nur das Gerät, aber keinen Namen, so müssen wir hoffen, das Richtige gekauft zu haben. Für einen Auftrag bekommen wir Geld, der Betrag ist zwar vorgegeben, ändert sich aber noch etwas nach den Kritikpunkten “Zeit” und “Sauberkeit”. Sauberkeit bedeutet, dass wir die Erde nicht irgendwo auf dem Gelände verteilen, sondern in die ausgewiesenen Zonen schaffen. Benötigen wir länger, bekommen wir weniger Geld. Allerdings reicht es den Auftrag nur mit 75%, auszuführen. Eine gewisse Toleranz, da man nicht 100%ig buddeln kann, ist ja schön, aber gleich 25%? Zusätzlich bekommen wir maximal 3 Sterne, Perfektionisten können sich so etwas ausleben. Die Vielfältigkeit der Aufträge ist wirklich gut und am Ende kann man richtig große Maschinen bewegen. Die Zeit ist nicht immer fair vorgegeben, manchmal zu lang, aber meist zu kurz. Muss man einen Muldenkipper verwenden, da keine Abladezone vorhanden ist, dann dauert es immer sehr lang, da man die Fahrzeuge oft wechseln muss, um den Muldenkipper zu leeren. Gesteuert werden die Fahrzeuge mit der Tastatur, jeder Arm hat zwei Tasten, je eine für rauf und runter. Auch können wir die Fahrerkabine drehen, wie es sich für einen echten Bagger gehört. Was aber nicht zu einem echten Bagger gehört ist, dass man manchmal durch das Eintauchen der Bagger-Schaufel in den Boden mehr Erde entfernt, als durch die richtige Löffel-Bewegung. Drehe ich die Schaufel in die Erde, tut sich des Öfteren nichts, nur bei einer Bewegung der Schaufel und des nächsten Armes passiert etwas. Wie tief ich dabei graben muss, wird mir durch ein Raster aus Punkten angezeigt. Färbt es sich von, weiß zu grün, ist es gut, auch wenn es hier eine große Toleranz gibt. Färbt es sich zu rot, ist es zu tief. Nett ist, dass wir das Endergebnis betrachten können, also jenes Gebilde, das in den Graben gelegt werden soll.

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Eine Menge an Aufträgen, die wir erst freischalten müssen.

 

Tiefer, langer Graben

Grafisch ist DIG IT!: Der Bagger-Simulator nicht das Gelbe vom Ei, aber es kann sich durchaus sehen lassen. Zwar sind die Kanten öfter stufig und die Texturen relativ unscharf, dabei wirkt aber alles detailliert und recht realistisch. Fallende, rieselnde Erde sieht aber nicht sehr schön aus, da haben wir schön bessere Partikel-Effekte gesehen. Die Umgebung ist eher unschön gestaltet, auch wenn hier ebenfalls gute Abwechslung geboten wird. Auch wird mal bei Nacht gebuddelt, wobei ich dem Bagger-Fahrer einiges erzählen würde, nachts vor meiner Tür Löcher aus zu heben. Die Klang-Kulisse ist akzeptabel, die Bagger machen ordentlich Krach und der Subwoofer wummert schön vor sich hin. Auch aus dem Hintergrund vernehmen wir Geräusche, wie Verkehr oder Ähnliches.

 

 

Fazit:

Gräben ziehen, Löcher ausheben, Einfahrten erneuern und Fundamente setzen; dies kann man im Bagger-Simulator DIG IT! machen. Die verschiedenen Aufträge sind ganz schön, auch wenn 75% der Arbeit ausreicht. Grafisch könnte es etwas mehr hermachen und auch das Baggern an sich schwächelt etwas. Für das Geld auch etwas wenig Spielzeit und zu wenige Fahrzeuge. Für zwischendurch ganz ok, aber mehr auch nicht.

 

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Geschrieben von Thomas Solzic
Immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen.

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