Valkyrie Elysium

Test zum spaßigen Action RPG mit fragwürdiger Story

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Releasedatum: 26. September 2022

Genre: Action RPG

USK: ab 12 Jahren freigegeben

Publisher: Square Enix

Plattformen: PS4 & PS5, PC

Mit Valkyrie Elysium liefert uns Square Enix ein neues Action RPG, in welchem ihr als Walküre die Welt Midgard retten sollt. Square Enix verspricht neben einer packenden Story auch noch rasante Kämpfe, in denen ihr mit Magie und beschworenen Kriegern einiges an Abwechslung geboten bekommen sollt. Ob diese Versprechen denn so zutreffen und ob sich Valkyrie Elysium für den stolzen Preis von rund 70 Euro (Digital Standard Edition) lohnt, erfahrt ihr hier in unserem Test.

 

Ein Abklatsch der nordischen Mythologie

Wer sich von Valkyrie Elysium eine, wie angepriesen, interessante und packende Geschichte verspricht, den muss ich hier leider direkt enttäuschen. Aber der Reihe nach. Das Spiel beginnt mit unserem Spielcharakter. Eine namenlose Walküre wird vom Allvater Odin geschaffen, nachdem dieser in Ragnarök gegen den Schreckenswolf Fenrir gekämpft hat. Beide haben sich dabei verletzt und lecken nun ihre Wunden. Da Odin und die Welt verbunden sind, sollt ihr als Walküre Seelen läutern und so den Allvater und die Welt heilen. Soweit so einfach.

Auf eurem Weg durch die fünf verschiedenen Gebiete von Midgard erwarten euch dabei auch ein paar Krieger, bzw. deren Seelen. Diese Krieger können dann eure Einherier werden, womit ihr sie im Kampf beschwören könnt und von ihnen begleitet werdet. Außerdem begegnet ihr noch einer mysteriösen anderen Walküre, die einen ziemlichen Hass auf Odin zu haben scheint. Würde ich noch mehr verraten, würde euch das die Geschichte zu sehr spoilern, aber leider gibt es gar nicht so viel mehr zu erzählen.

Auch wer sich auf eine tolle Adaption der nordischen Mythologie gefreut hat, wird hier nicht ganz glücklich werden. Mit Spielen wie Assassins Creed Vallhalla und dem erwarteten God of War scheint es gerade im Trend zu sein, Odin und Co neu zu inszenieren. Valkyrie Elysium macht das jedoch nur sehr rudimentär und benutzt einige bekannte Namen, wie etwa Valhalla. Aber Valhalla selbst erinnert eher an einen französischen Palast und die besuchten Orte in Midgard haben bis auf ein Dorf nichts Nordisches an sich. An sich hat auch Ragnarök, über das sehr viel gesprochen wird, keine große Bedeutung, denn wir sehen davon nichts.

Warum man sich jetzt also hier für das nordische Setting entschieden hat, ohne es dann ordentlich umzusetzen, ist bis auf den Fakt, dass wir eine Walküre spielen, nicht ersichtlich.

 

Ein einsames Geschnetzel durch die Story

Die Geschichte und die Welt von Valkyrie Elysium sind vor allem eins: Leer und langweilig. Von den groß angekündigten Einheriern gibt es ganze vier, ich hatte da schon mit etwas mehr gerechnet. Im Verlaufe der gesamten Geschichte trefft ihr neben Odin und euren Kriegern lediglich drei andere Charaktere, sonst begegnen euch ausschließlich Monster, die gerne mit eurer Klinge geläutert werden wollen.

Zwar begleiten euch die Einherier durch die Geschichte und es gibt einige Dialoge, aber die Welt fühlt sich unglaublich leer an. Ja, Ragnarök hat anscheinend unzählige Leben gekostet, aber was genau sollen wir da retten, wenn es so gut wie keine Sterbliche und keine anderen Götter mehr gibt? Generell ist das ein großer Schwachpunkt von Valkyrie Elysium: Es wird unglaublich oft und wiederholt über Dinge geredet, aber wir sehen davon nichts im Spiel. Ständig wird über die Rettung der Menschheit schwadroniert, aber wir treffen nur einen einzigen lebenden Menschen. Da bleiben fast nur die zu schnetzelnden Untoten als Begleitung.

Wenn dann aber mal etwas passiert, was eine Bedeutung haben könnte, fällt das flach. Odin möchte z. B. dass wir ihm besondere göttliche Gaben bringen, die in Midgard verloren gegangen sind. So etwa den berühmten Speer Gungnir oder den Ring Draupnir. Nachdem wir die Artefakte unseren Gegnern abringen konnten und sie Odin übergeben, passiert damit: nichts. Sie werden tatsächlich das ganze Spiel nicht wieder relevant. Warum genau ich also diesen verdammten Ring jetzt eine Stunde lang gesucht habe, wusste ich auch nicht, als ich das Spiel komplett durchgespielt hatte.

Und so ist die gesamte Geschichte von Valkyrie Elysium etwas wie Draupnir, ganz hübsch anzusehen, aber am Ende doch völlig irrelevant. Die einzigen Momente, die mich dann etwas besänftigt haben, waren die, in denen die Einherier miteinander gesprochen haben, während man in einem Level umherläuft. Das hatte nicht die Qualität der grandiosen Gespräche der Begleiter eines Dragon Age: Origins, aber es brachte etwas Leben in diese leblosen Level hinein. Leider gab es davon nicht besonders viel.

 

Schnelle Kämpfe en masse

Irgendwas muss an Valkyrie Elysium dann doch toll sein. Schließlich habe ich nicht umsonst in den Titel geschrieben, dass das Action RPG Spaß macht. Denn wenn man die Story nur als Nebenschauplatz betrachtet, die uns einen Grund für Kämpfe bietet, dann könnt ihr mit diesem Spiel wirklich Spaß haben. Eure Walküre hat nämlich wirklich zahlreiche Waffen und Fähigkeiten in ihrem Arsenal, um auch die schlimmsten Seelen zu läutern.

Neue Waffen bekommt ihr für ein paar abgeschlossene Hauptquests, die in neun Kapitel unterteilt sind. Jedes Kapitel hält dabei meist zwei bis drei Quests für euch parat. Die ihr dann übrigens im selben Gebiet bestreitet, ihr seht die leblose Landschaft also gleich mehrmals, macht aber was anderes dabei. Die Nebenquests hingegen sind zahlreicher und können euch ebenfalls neue Waffen und Zauber geben. Jeder Waffentyp, so z. B. Einhandschwert oder Speer, haben ihr eigenes Moveset, was mit steigendem Waffenlevel immer neue Kombos ermöglicht.

Besiegte Gegner und Truhen geben euch nämlich zahlreiche und verschiedene Juwelen, mit denen ihr eure Waffen und auch die Walküre selbst verbessern könnt. Die Auswahl der Nahkampfwaffen ist zwar nicht riesig, reicht aber, um immer genug Abwechslung zu haben. Schade ist jedoch, dass es keine richtige Fernkampfwaffe gibt, lediglich eine Waffe schleudert beim Schlagen noch magische Projektile. Ansonsten könnt ihr jedoch verschiedene Zauber, genannt “Göttliche Künste” einsetzen.

Die Kämpfe in Valkyrie Elysium spielen sich relativ flott. Die Walküre hat zackige Bewegungen und kann sich mit der Seelenkette schnell zu Gegnern hinziehen. Die Seelenkette schleudert sie dabei einfach aus ihrer Hand. Damit können dann noch mal verschiedene Kombos gestartet werden.

 

Mit verschiedenen Elementen zum Sieg

Neben dem Einsatz der richtigen Kombos ist es wichtig, die verschiedenen Schwächen der Gegner richtig auszunutzen. So ist jeder Gegner schwach gegen ein bestimmtest Element. Jede göttliche Kunst hat ein Element und auch eure Einherier sind einem Element zugeteilt. Schade ist, dass es nur vier dieser Krieger gibt, aber mehr Elemente. Ruft ihr einen Krieger an eure Seite, entfalten eure Angriffe auch die Wirkung ihres Elements. Außerdem werden göttliche Künste mit dem Element des Kriegers deutlich verstärkt.

Im Kampf selber könnt ihr zudem durch bestimmte Aktionen wie perfektes Blocken oder Ausweichen den Gegnern Seelen entlocken. Die liegen dann auf dem Schlachtfeld und dienen entweder als Ressource für Upgrades oder füllen euer Leben oder die Seelenleiste auf. Ist die nämlich leer, könnt ihr keinen Einherier mehr beschwören.

An sich macht das Kämpfen mit der Walküre wirklich Spaß. Je nach Waffe setzt ihr andere Kombos ein, stimmt eure Zauber und Einherier aufeinander und auf eure Gegner ab. Das einzige, was das ein wenig schmälert, ist die relativ geringe Variation der Feinde. Es gibt ein paar Typen und diese erhalten dann nur ein anderes Element. Die Bewegungen bleiben jedoch gleich. Anspruchslos sind sie deswegen aber nicht. Gerade bei den Bossgegnern solltet ihr darauf achten genug Items mitnehmen. Die könnt ihr aber leider nicht kaufen, sondern seid auf das Finden von Truhen in euren Quests angewiesen.

 

Reichen coole Kämpfe für Valkyrie Elysium?

Jein. So richtig beantworten lässt es sich nicht, ob Valkyrie Elysium nun ein gutes Spiel ist oder nicht. Die Kämpfe sind für sich genommen gut und werden die meisten Spieler sicherlich unterhalten. Es ist rasant und es macht Spaß schnell über die Karte zu flitzen oder seine Krieger für vernichtende Elementangriffe loszuschicken.

Die schlechte Story war für mich aber fast ein Grund, es beiseitezulegen. Das Ende hat mich ziemlich enttäuscht zurückgelassen und verlangt eigentlich nach einem DLC. Auch das alternative Ende war irgendwie einfach nichtssagend. Dabei gibt es eigentlich genug Stellen für ordentliches Worldbuilding, werden aber lediglich durch allgemeine Sätze wie “Ich werde die Welt retten” gefüllt. So wie sich die Einherier miteinander unterhalten, hätten deutlich mehr der Dialoge sein sollen.

Es hilft auch leider nicht, dass die eine große Wendung in der Geschichte bereits sehr früh und sehr deutlich angekündigt wird. Dass die Charaktere das nicht durchschauen, wirkt unglaubwürdig. Trotz all dem, hat mir Valkyrie Elysium Spaß gemacht. Ich wollte gerne meine Waffen auf die höchste Stufe bringen und alle Quests meiner Krieger abschließen. Genug Motivation ist also eigentlich da. Wenn Square Enix hier in Zukunft einiges mehr an Arbeit in die Geschichte und die Präsentation der Welt steckt, könnte ein DLC oder ein nächster Teil die Herzen der Gamingcommunity erobern.

Wären die Dialoge besser geschrieben, wäre übrigens auch die englische Synchronisation besser ausgefallen. Dennoch machen die Sprecher hier einen guten Job. Wer kein Englisch kann, hat die Möglichkeit sich deutsche Untertitel anzeigen zu lassen, muss aber mit einer japanischen oder englischen Tonfassung leben. Und falls ihr das alles gerne am PC erleben wollt, müsst auf den 11. November 2022 warten, wenn Valkyrie Elysium bei Steam erscheint.

 

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  • Valkyrie Elysium – Test zum spaßigen Action RPG mit fragwürdiger Story
    Fazit zu Valkyrie Elysium

    Ich bin ziemlich hin- und hergerissen, ob ich Valkyrie Elysium nun gut finde oder nicht. Einerseits habe ich zahlreiche Kritikpunkte und gerade die Story hat mich ziemlich gleichgültig, eher sogar enttäuscht, zurückgelassen. Trotzdem habe ich es ganz gerne durchgespielt, was einfach am guten Gameplay mit den verschiedenen Waffen liegt. Vielleicht kann es ja ein DLC richten, der muss die Welt dann aber unbedingt mit Leben füllen und am Storytelling arbeiten, denn das ist auf einem wirklich schlechten Niveau. Und wenn wir Glück haben, bekommt unsere Walküre dann eine ordentliche Rüstung. Denn der schwappende und sehr betonte Busen in der seltsam flexiblen Rüstung, wirkt wie aus einer anderen Videospielära.

    Tobias Mehrwald, Redakteur und Lektor

Positiv:

Sehr gutes und ausführliches Tutorial
Schöne Musik, die göttliches Flair versprüht
Zackige Kämpfe, bei denen Kombos und Timing gefragt sind
Verschiedene Waffen und Zauber, von denen es stets noch eine bessere Variante gibt

Negativ:

Die Gegnertypen sind nicht sehr vielfältig
Absolut anspruchslose Story die jeden Twist auf drei Killometer Entfernung ankündigt
Eine gut gelungene Adaption nordischer Mythologie sucht man vergebens
Langweilige und belanglose Dialoge
Der Schwierigkeitsgrad kann nach Beginn nicht mehr geändert werden

Ab in die Sammlung?

Wer großen Wert auf eine gute Story legt, lässt hier bitte die Finger davon. Falls es jedoch mehr auf spannende Kämpfe ankommt, könnt ihr beruhigt zugreifen.

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Geschrieben von Tobias Mehrwald
entkommt in unter fünf Minuten aus der Unterwelt.

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