Top of the Decks

Die besten Hearthstone Decks und Schlachtfeld Strategien für den Patch 20.0.2

Herzlich Willkommen zur 26. Ausgabe “Top of the Decks – Die besten Hearthstone Decks”! In diesem umfangreichen Format möchten wir von NAT-Games die Hearthstone Puristen unter euch ansprechen und mit aktuellen Informationen rund um die Meta von Blizzards Sammelkartenspiel versorgen. Generell erwartet euch im Folgenden ein monatliches Update zur Meta-Landschaft im Standard Format, gefolgt von jeweils zwei kompetitiven Decklisten für jede der neun Klassen. Wir versuchen dabei jeden Monat einen guten Mix aus den besten und unterhaltsamsten Decks für euch herauszusuchen. Dafür machen wir uns zum einen die Daten von HSReplay zunutze, zum anderen durchforsten wir die Hearthstone Community auf der Suche nach Geheimtipps.

 

It’s over 9000!

Mit der Gespalten in Alteractal-Erweiterung wurde Hearthstone pünktlich zur Weihnachtszeit die letzte große Erweiterung des aktuellen Jahreszyklus beschert. Mächtige neue Heldenkarten, teils wirklich unverschämt gute Zauber- und kolossale Kreaturen-Karten, Team 5 schien das Jahr des Greifen mit einem Knall enden lassen zu wollen – und geknallt hat es allemal. Falls ihr euch kurz nach der Veröffentlichung der neuen Karten ins Chaos der heißblütigen Reddit-Foren gewagt habt, solltet ihr bereits wissen, dass das Hearthstone wie wir es kennen untergegangen ist. Eulen, Eulen überall und keine Rettung in Sicht.

In der Realität schien sich allerdings eine recht ausgewogene junge Meta zu entwickeln, deren Eindruck lediglich von wenigen schwarzen Schafen getrübt wurde. Schwarze Schafe, die Team 5 nach dem großen Finale der Hearthstone-Weltmeisterschaften aufs Korn nahm und mit dem Patch 20.0.2 aus dem Spiel verbannen wollte. Ob das geklappt hat, fragt ihr euch? In gewohnter Manier haben wir uns auf die Ladder gestürzt und Foren gewälzt, um euch eine qualifizierte Antwort auf diese Frage liefern zu können. Soviel aber schon einmal vorneweg: Wir mussten uns seltenst mit einer derartigen Fülle potenziell wettkampffähiger Decks beschäftigen!

Wie gewohnt findet ihr neben diesen Zeilen unsere hauseigene Tier-Liste, die euch alle erwähnten Decks in hierarchischer Reihenfolge präsentiert – unterteilt in drei Hauptkategorien. Unter der Kategorie der Best Decks findet ihr die Crème de la Crème der aktuellen Meta, während ihr in der Kategorie Great Decks ihre heißesten Verfolger einsehen könnt. Den Schluss bilden die Off-Meta Decks, die den ein oder anderen Sieg versprechen und meist exotischer Natur sind, aber insgesamt unter dem Durchschnitt liegen.

Hearthstone

 

Wie ein Lauffeuer

Es scheint mittlerweile zur Tradition geworden zu sein, dass Jaina nach dem Start einer neuen Erweiterung auf dem ein oder anderen Weg zur beliebtesten Klasse aufsteigt. Zwar hat es im Falle der Alteractal-Erweiterung noch der Nachhilfe des ersten Balance-Updates bedurft, gleichwohl sprengt die Magier-Klasse momentan wieder einmal jede Beliebtheitsskala. Und das, haltet euch fest, mit einem Archetypen, der sich zum Teil auf Kreaturen verlässt! Im Patch 20.0.2 wurde dem Archetyp des Lauffeuer-Magiers gleich mehrfach unter die Arme gegriffen und anscheinend ist nun endlich die Zeit für diese Deck-Idee gekommen. Gleich mehrere Variationen erwecken einen positiven Eindruck und lassen auf eine wettkampffähige Zukunft hoffen.

Die Frage der kommenden Wochen wird sein, welche dieser Versionen die Nase vorn hat. Mit dieser Frage werden wir uns weiter unten ausführlicher beschäftigen. Abseits des allseits beliebten Lauffeuer-Magiers ist Jaina jedoch auch für eines der wenigen letzten schwarzen Schafe der jungen Meta-Landschaft verantwortlich. Der Mozaki-Magier konnte die groß angepriesene Verbrennung der Solitaire 5 unbeschadet überleben und darf sich jetzt einer beinahe konkurrenzlosen Umgebung erfreuen. Wenn ihr aktuell einer Deck-Liste euren Hass gestehen wollt, dann bitte dem Mozaki-Magier! Den Link zu den entsprechenden Foren findet ihr hier.

Dank der Alteractal-Erweiterung durfte Thrall nach einer gefühlten Ewigkeit endlich einmal so richtig mit seinem Frost-Arsenal glänzen. Ja, ihr habt richtig gelesen, ein waschechter Frost-Schamane konnte auf Wettkampfniveau die Standard-Meta unsicher machen. Dabei schnitt der junge Archetype dermaßen gut ab, dass Team 5 den Nerfhammer in Richtung Schneewehenwächter schwingen musste, einer Karte, die sich als entschieden zu mächtig für 5-Mana herausgestellt hatte. Ein harter Nerf, der den Archetypen jedoch nicht von der Ladder drängen konnte. Ganz im Gegenteil, die Community scheint weiterhin dazu motiviert zu sein, das Maximum aus dieser Spielidee herauszukitzeln.

Vielleicht könnte sogar die aberwitzige Bolner-Version am Ende die Nase vorn haben, die sich einer optimistischen Kombination aus Kampfschrei-Karten, Bolner Hammerschnabel, Wassertank, Zirkussanitäter und Y’Shaarj bedient, um eine Partie raputsartig zu beenden. Im Schatten dieser Fantastereien scheinen allerdings alte Bekannte die Nase vorn zu haben. Sowohl der Elementar- als auch der Quest-Schamane machen seit dem Balance-Update eine vielversprechende Figur. Eher weniger überzeugt sind wir derweil von einer Art Burn-Schamanen, der aktuell als Geheimtipp gehandelt wird. Jüngste Ergebnisse sprechen eher die Sprache einer Eintagsfliege als die eines Metabreakers.

 

Season of Opulence

Valeera steht nach dem Balance-Update vor einem schier unlösbaren Dilemma: Welcher ihrer zahlreichen und erfolgreichen Archetypen ist der Beste? Trotz eines gesalzenen Nerfs an Okto-bot, scheint der Kontakt-Schurke nach wie vor die höchsten Legenden-Ränge zu besetzen und gilt nach dem Fall der Lebensraub-Dämonenjäger in diesen Sphären als respektabler Kontrahent. Zum Glück scheinen die generellen Gewinnraten des Archetypen jedoch begrenzter als zuvor, sodass sich Team 5 insgesamt auf die Schultern klopfen darf. Im Reich der Normalsterblichen darf sich die Schurken-Klasse derweil auf ihren Quest-Archetypen verlassen, der sich nach dem Erscheinen der Alteractal-Erweiterung nur eine einzige neue Karte einverleiben musste, um zu den besten Decks der jungen Meta zu gehören: Schattenformer Schnipps. Innovation pur im Anbetracht des absurden Powerlevels dieser Karte.

Option Nummer 3 im Hause Valeera stellt der Gift-Schurke dar, der sich in den höchsten Rängen größter Beliebtheit erfreut, da er nur zu gern Jagd auf die letzten verbliebenen Kombo-Decks macht. Aber damit nicht genug, Valeera darf sich zu allem Überfluss noch über einen Neuzugang freuen. Der Diebischer-Schurke feierte dank mächtiger neuer Karten schon vor dem Patch ein Comeback und scheint mittlerweile ein ernstzunehmender Kontrahent auf der Ladder zu sein. Die aktuell beste Version liegt in Sachen Erfolg sogar knapp vor dem Quest-Schurken! Somit darf sich Valeera gleich vierer Archetypen rühmen, die, mit Ausnahme des Kontakt-Schurken, beinahe uneingeschränkt zu empfehlen sind.

Illidan hat derweil einen herben Verlust zu betrauern. Nach einem langen Kampf, zahllosen Neuorientierungen, Nerfs, Buffs und Erweiterungen ist sein Lebensraub-Archetyp letztlich dem Balance-Update 20.0.2 erlegen. Der Nerf an Konstrukteur der Mo’arg war zu viel für die angeschlagene Deck-Liste – Ruhe in Frieden, Lebensraub-Dämonenjäger. Wer jetzt allerdings befürchtet, dass die Klasse der Illidari dadurch in eine Krise gestürzt wird, hat wohl noch nie Bekanntschaft mit Dämonenspalter Kurtrus gemacht. Ganz ehrlich? Auch wenn Cariel, Schnipps und Tamsin bislang die meiste Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnten und von der Community zum Teil geächtet wurden, glauben wir, dass sich Kurtrus den ersten Nerf unter den Heldenkarten verdienen wird. Die Heldenkarte der Dämonenjäger liefert von Haus eine Gewinnkondition und kann in vielerlei Fällen raputsartig Partien beenden. Und wem das noch nicht genug ist, der kann mithilfe einer kleinen Kombinationen aus Karten einen waschechten One Turn Kill herbeiführen. Wieso, weshalb, warum erfahrt ihr im Folgenden, aber seid euch sicher: Illidan lebt.

 

Eine dunkle Bedrohung

Die Gespalten in Alteractal-Erweiterung hat das Unmögliche möglich gemacht! Wie gewohnt wurde Rexxar mit einem Haufen überteuerter Karten bedacht – ebenso cool wie unspielbar – und wie gewohnt, rechnete die Community mit dem traditionellen “Face-Jäger ist gut, alles andere ist crap”. Aber weit gefehlt! Es gibt einen Wildtier-Jäger. Einen Wildtier-Jäger mit Leoroxx, König Knirsch und Kommandant Ichman. Einen Wildtier-Jäger mit einer Gewinnrate über 50 %!!

Und natürlich ist der Face-Jäger im direkten Vergleich deutlich besser, aber mal ehrlich, wen zum Henker interessiert das, wenn es einen Wildtier-Jäger gibt, der weit über der 50 %-Marke liegt?! Leider gibt es aber nicht nur Grund zum Feiern. Die Alteractal-Erweiterung könnte uns nämlich mit ein wenig Pech den nächsten Barnes beschert haben. Drek’thar-Geheimnis-Jäger konnte bislang noch keine nennenswerte Fahrt aufnehmen, allerdings befürchten wir bei der kleinsten Verbesserung dieses Archetypen, dramatische Auswirkungen auf die Meta von Hearthstone. Immerhin kann euch Drek’Thar Kreaturen wie Mukla und Verletzter Klingenmeister auf den Hals hetzten. Im 4. Zug. Hoffen wir, dass diese Deck-Liste eine Randerscheinung bleibt.

Auch Malfurion liebäugelte kurz nach dem Erscheinen der Alteractal-Erweiterung mit einem Drek’thar-Archetypen, der jedoch gottlob ziemlich fulminant scheiterte. So blieben zunächst nur die üblichen Verdächtigen der Klasse in Form von Himmlischer-, Clown- und Token-Druide, wobei keiner dieser Archetypen herausragende Ergebnisse erzielen konnte. Zu allem Überfluss wurde Himmlische Ausrichtung im Patch 20.0.2 mit einem Nerf bedacht, sodass dieser Archetyp mittlerweile nur noch als Meme taugt.

Entsprechend sucht Malfurion händeringend nach einem Weg, die Klasse auf einen wettkampffähigen Kurs zu bringen. Ein Token-Deck rund um Eisenschachtminentrogg? Clown-Druide mit Guff des Wildherzens? Quest-Druide? Entschuldigt bei der letzten Frage sind die Pferde mit uns durchgegangen. Interessanterweise scheint sich jedoch ausgerechnet der Clown-Druide besser zu schlagen, als wir zunächst vermutet haben und könnte in den kommenden Wochen einen ernst zu nehmenden Kontrahenten auf der Ladder darstellen. Aber auch die Token-Experimente rund um Drek’Thar, Eisenschachtminentrogg und Co. scheinen sich in eine erfolgversprechende Richtung zu entwickeln. So oder so kann sich Malfurion nicht über die Alteractal-Erweiterung beschweren, auch wenn er im Vergleich zu manch anderer Klasse eine eher durchschnittliche Heldenkarte erhalten hat.

 

An unstoppable Force meets an immovable Object

Auch wenn wir mit diesem Titel auf die jeweiligen Waffen der Heldenkarten von Uther und Garrosh anspielen, erzählt er gleichermaßen die Geschichte der jungen Alteractal-Meta vor dem Balance-Update – und das ohne Beteiligung der Krieger-Klasse. Die Eulen-Hexenmeister strömten in Scharen über die Ladder von Hearthstone herein und überwältigten ihre Kontrahenten mit obszönen Schadenswellen. Eine schier unaufhaltsame Kraft, die sich nur von einer Klasse aufzuhalten schien: die der Paladine. Dank ihrer Heldenkarte Lichtgeschmiedete Cariel war es den Paladinen möglich unglaubliche Schadenswerte wegzustecken, ohne dabei in die Knie zu gehen.

Am besten harmonierte diese Vorgehensweise im altbekannten Buchband-Paladin, der sich zudem filigraneren Neuzugängen erfreuen durfte. Einer dieser Newcomer war Eisenschachtminentrogg in seiner ungenerften Form, der insbesondere gegen Hexenmeister eine Partie im richtigen Moment und mit den richtigen Aufwertungen entscheiden konnte. Aber auch nach dem Balance-Update scheint sich Uther nicht aus der Meta drängen zu lassen. Besonders der Buchband-Paladin zählt trotz der Nerfs weiterhin zu einem der besten Decks überhaupt. Anderweitig liefert die Klasse allerdings keine ernsthaften Alternativen, sodass die kommenden Wochen von Eintönigkeit geprägt sein könnten.

Nur dem Namen nach wurde Garrosh mit einer unaufhaltsamen Macht ausgestattet. Insgesamt betrachtet scheint nämlich ausgerechnet Rokara die Tapfere eine der schwächsten Heldenkarten zu sein. Dem interessanten Design der Karte zum Trotz scheint sich Rokara in keiner konventionellen Deck-Liste wohlzufühlen. Entsprechend dieser Enttäuschung ist Garrosh momentan dazu gezwungen auf alte Stärken zu vertrauen und schickt hauptsächlich seinen Quest-Archetypen in den Wettstreit. Dieser Archetyp wird innerhalb der Community als Negativ des Kontakt-Schurken belächelt, da es das am einfachsten zu spielende Deck der aktuellen Meta-Landschaft darstellt. Verglichen mit dem Quest-Krieger wirkt sogar der Buchband-Paladin wie ein Einstein-Deck, so zumindest der allgemeine Tenor. Lasst euch allerdings nicht von diesen abschätzigen Bemerkungen abschrecken, immerhin gehört der Quest-Krieger zu den erfolgreichsten Decks der jungen Meta-Landschaft. Bis zum Reich der Legenden, braucht ihr euch mit diesem Archetypen nicht zu verstecken.

 

Ein kolossaler Aufruhr

In den ersten Tagen der Alteractal-Erweiterung war es wieder einmal Gul’dan der die Standard-Ladder von Hearthstone in Angst und Schrecken versetzte. Den neuen Karten sei dank, war es der Hexenmeister-Klasse möglich geworden ein groteskes OTK-Deck auf die Beine zu stellen, welches mit einem maximalen Schadenspotential von über 100 Punkten für sich Werbung machte. Eine aufgewertete Kopie von Üble Ladung + Tamsins Phylakterium nach dem Tod einer Kolossalen Eule + Schulgeister = GG. Doch damit nicht genug, besonders hartnäckige Kontrahenten konnte der Eulen-Hexenmeister mithilfe von Tamsin Roame düpieren, einiger Kostenreduktionen durch Runenverzierte Mithrilrune vorausgesetzt. Was im ersten Moment überaus umständlich und hanebüchen Erfolgslos erschien, entpuppte sich dank eines üppigen Kontroll-Arsenals als Überraschungshit. Ein Überraschungshit, der sich innerhalb kürzester Zeit den geballten Hass der Community auf sich ziehen konnte und entsprechend im Patch 20.0.2 adressiert wurde.

Der Nerv an Runenverzierte Mithrilrune war unserer Meinung nach genau das, was die Klasse der Hexenmeister gebraucht hat, um faireren Strategien den Weg zu ermöglichen. Leider ist der Eulen-Hexenmeister dem Balance-Update zweifelsohne zum Opfer gefallen. Gut, dass sich Gul’dan weiterhin auf seinen Hand-Hexenmeister verlassen kann, der im Übrigen bereits im Zuge der “Schreckensherrschaft” des Eulen-Deck, das beste Deck innerhalb der Klasse dargestellt hat. Das deutlich aufgewertete Kontroll-Arsenal der Klasse ermöglicht eine mühelose Anpassung des Archetypen auf jedwede Bedrohung, während die frühen Fleischriesen ihr Übriges tun. Ach, und falls euch jemand eine Art von Tickatus-Hexenmeister empfohlen hat, raten wir euch diese Person zu blockieren/ zu entfolgen/ zu ignorieren. Eine Gewinnrate von unter 30 % spricht eine mehr als deutliche Sprache.

Anduin darf sich derweil als klarer Verlierer der Gespalten in Alteractal-Erweiterung ausrufen. Keiner seiner Archetypen scheint mit dem Tempo der Konkurrenz schritthalten zu können, egal ob vor oder nach dem Balance-Update. Tragischerweise wurde die einzige Hoffnung der Klasse, eine Art Miracle-Priester, der sich auf das rasante Aufwerten von Eisenschachtminentrogg verlassen wollte, vom Balance-Update getroffen, obwohl sich eine Neuanpassung der Spielidee über Wasser zu halten scheint. Allerdings scheinen die jüngeren Versionen des Miracle-Priesters ein enormes Spielverständnis vom Piloten zu erwarten, bei einer wenig berauschenden Erfolgsaussicht. Großer- oder Quest-Priester machen derweil einen absolut desaströsen Eindruck, ohne den kleinsten Hoffnungsschimmer für Verbesserungen erkennen zu lassen. Somit befürchten wir, dass Anduin düstere Wochen am Spielfeldrand bevorstehen. Sollte es ein weiteres Update geben, so hoffen wir darauf, dass es den ein oder anderen Buff für Anduin parat haben wird.

 

Top of the Decks: Die Klassen

 

Dämonenjäger

Fangfrage: Welche Karte solltet ihr im Mulligan auf der Hand behalten, wenn ihr Todesröcheln-Dämonenjäger spielt, Klingeneber oder Dämonenspalter Kurtrus? Die Antwort auf diese Frage dürfte gleichzeitig auch begründen, warum sich die Klasse der Dämonenjäger in den kommenden Wochen keine Sorgen machen muss. Dämonenspalter Kurtrus ist eine verdammt gute Karte, die in jede Art von Dämonenjäger passt und diesen signifikant aufwertet. So auch den Todesröcheln-Dämonenjäger, der dank der Heldenkarte eine weitere Möglichkeit erhalten hat, eine Partie aus eigener Kraft zu beenden. Besonders in kontrollierenden Begegnungen kann Kurtrus das Ruder herumreißen und wichtige Schadenspunkte wettmachen. Zwar nagt insgesamt gesehen der Zahn der Zeit am verstaubten Archetypen, für ein wettkampffähiges Deck reicht es dank Kurtrus jedoch allemal.

Todesröcheln-Dämonenjäger

Teufelsfeuerschützin + Entbehrliche Artisten. Sollte euer Kontrahent die Frechheit besitzen euch mit Kreaturen-Aggression zu begegnen, kann diese simple Karten-Kombination zu einem OTK führen – dank Kurtrus. Wer braucht da noch Ilgynoth, oder? Genau das dachte sich auch die Community, als sie versuchte den Dämonischer-Dämonenjäger wiederzubeleben. Nach dem Nerf an Konstrukteur der Mo’arg musste eine neue alternative Gewinnoption her, eine Option, die Dämonenspalter Kurtrus nur zu gern bereitstellte. Das Ergebnis scheint ein überaus ausbalancierter Archetyp zu sein, der aggressive Partien mühelos kontrollieren und explosionsartig beenden kann, während er sich in langsameren Begegnungen auf Jace Düsterweber verlassen darf. Aufgrund der geringen Datenlage ist eine verlässliche Einschätzung der Macht dieser Deck-Liste ziemlich knifflig, sodass wir uns in diesem Fall auf unser Bauchgefühl verlassen. Wir sehen im Dämonischer-Dämonenjäger einen ernstzunehmenden Aspiranten für einen Platz unter den besten Decks!

Damönischer-Dämonenjäger

 

Schamane

Windkühle, Graupelbrecher, Höhle der Wildpfoten, Bäron Gled’scher. Zugegeben, im Anbetracht dieser Karten scheint der Aufstieg des Frost-Schamanen selbstverständlich zu sein. Es wirkt fast so, als habe jede Frost-Karte das Schlüsselwort “Frost” für lau hinterhergeworfen bekommen, ohne in irgendeiner Form eingeschränkt worden zu sein. Das Set der Alteractal-Erweiterung greift für Thrall in Sachen Frost herrlich intuitiv ineinander und ermöglicht dabei sogar die Nutzung einiger unerwarteter Karten.

Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass Brillantara mit Schneewehenwächter und Bru’kan so schnell übermächtige Kampfschreie vor die Nase gesetzt bekommt, die die Karte unersetzlich machen? Und seht nur wie schnell sich die Community daran erinnern konnte, dass Devolutionsgeschosse auch eine Karte der Schamanen ist! Auch nach dem Nerf an Schneewehenwächter überzeugt der Frost-Schamane in jeder Begegnung, die auch nur im Entferntesten etwas mit der Interaktion von Kreaturen zu tun hat. Einzig Kombo-Kontrahenten und Schurken machen dem Archetypen derzeit zu schaffen. Auch wenn es bislang noch nicht für eine Platzierung unter den besten Decks von Hearthstone reicht, schließen wir einen Aufstieg dieser Spielidee in den kommenden Wochen nicht aus. Hätte Moorabi das nur miterleben können!

Frost-Schamane

Kommen wir zu dem Schamanen-Deck welches aktuell unter dem Radar zu fliegen scheint. Der Quest-Schamane konnte kurz nach dem Erscheinen der Alteractal-Erweiterung niemandem so recht vom Hocker reißen und wurde insbesondere durch die Solitaire 5 zurückgehalten. Da diese jetzt jedoch durch das Balance-Update 20.0.2 drastisch dezimiert wurden, findet sich das Quest-Deck von Thrall in einer überaus komfortablen Position wieder und könnte innerhalb der Klasse sogar zum besten Deck avancieren.

Immerhin brilliert der Archetyp nach wie vor gegen frühe Kreaturen-Aggression und kann damit Schurken, Kriegern, Dämonenjägern und Druiden die Stirn bieten. Und auch in späten Spielphasen kann ein einzelner aufgeladener Gelandener Ruf spielentscheidend sein. Wenn wir euch also ein Schamanen-Deck ans Herz legen müssten, so wäre es der Quest-Schamane. Dabei sind wir uns vollends im Klaren, dass auch der Elementar-Schamane grundsolide abzuschneiden scheint. Aber mal ehrlich, wer mag dieses Deck noch sehen?

Quest-Schamane

 

Paladin

Uther muss sich derweil mit einem einzigen wirklich wettkampffähigen Archetypen zufriedengeben. Wenn wir uns allerdings die Begegnungen des Buchband-Paladins so ansehen müssen wir feststellen, dass Uther in dieser Beziehung auf höchsten Niveau leidet. Aufgewertet mit einigen unscheinbaren Neuzugängen wie Edles Ross oder Steinbruchverteidigerin und einer wahren Götterkarte in Form von Lichtgeschmiedete Cariel erstrahlt der betagte Archetyp der Paladine in neuem Glanz. Im Anbetracht des bevorstehenden Jahreswechsels gönnen wir den Paladinen ihre wahrscheinlich letzte Liaison mit ihren Buchband-Karten – wir gehen stark davon aus, dass diese im kommenden Hearthstone-Jahr kein Teil des Standard-Formats sein werden. Derzeit scheint sich der Buchband-Paladin durch keine gegnerische Strategie ernsthaft auskontern zu lassen, klar unfavorisierte Begegnungen sind rar gesät.

Einzig die absurd gigantischen Kreaturen-Schwärme der Clown-Druiden können das Deck so richtig ins Schwitzen bringen. Ehrlich gesagt sind wir leicht verwundert, dass Cariel das Balance-Update 20.0.2 unbeschadet überstanden hat. De facto verdoppelt ihr mit einer einzigen Karte euer Leben, erhaltet eine unendliche Schadensquelle und könnt selbst kleinste Kreaturen zu wahren Bedrohungen heranzüchten. Natürlich kann eine einzige Rostmoderviper die Hälfte dieser Vorteile ausmerzen, dafür müsst ihr diese aber auch dabei und im richtigen Moment auf der Hand halten. Seit dem Balance-Update und dem damit verbundenen Aussterben der Eulen-Hexenmeister sind auch die Rostmodervipern deutlich seltener geworden, sodass sich Cariel einer schlangenlosen Umgebung erfreuen kann. Wir sind uns ziemlich sicher, dass Team 5 an dieser Stelle noch einmal nacharbeiten wird. Bis dahin wünschen wir jedoch viel Spaß mit einem der besten Decks der aktuellen Hearthstone-Meta!

Buchband-Paladin

 

Priester

In einer Meta des Überflusses kommt Anduin leider die Rolle des Plebejers zu. Sowohl sein Großer- als auch sein Quest-Archetyp hinken der Konkurrenz meilenweit hinterher, ohne Hoffnung auf Verbesserung. Und selbst das letzte Lebenszeichen der Klasse, der Miracle-Priester, wurde mit dem Nerf an Eisenschachtminentrogg getroffen und an den Rand der Off-Meta gedrängt. Neueste Entwicklung innerhalb dieses Archetyp lassen jedoch auf eine wettkampffähige Deck-Liste hoffen, die Anduin in den kommenden Wochen über Wasser halten könnte. Nach dem Nerf wurde Eisenschachtminentrogg kurzerhand aus der Liste gestrichen.

Anstelle dessen verlässt sich der Miracle-Priester wieder ausnahmslos auf die beiden Kern-Kreaturen Dunkelweberin der Sethekk und Blutweberin der Nazmani, die via Drek’Thar verfrüht ausgespielt und mithilfe von Sammeln! mehrfach zurückgeholt werden können. Im Vergleich zu anderen Versionen des Archetypen liegt der Vorteil dieser Herangehensweise primär in der Nutzung von Dunkelweberin der Sethekk die euch mit ihren zufällig generierten Ressourcen Handlungsspielraum geben kann. Gleichwohl kann euch ein einzelner Schattenformer Schnipps die Suppe gründlich versalzen, sodass sich Anduin nicht gerade auf die Begegnung mit Valeera freut.

Miracle-Priester

 

Schurke

C:/Windows>Insert_Schattenformer_Schnipps

DeckStatus…………… Deck stark verbessert; kein weiterer Handlungsbedarf.

Wie aus dieser scherzhaften Formulierung vielleicht deutlich wird, musste sich Valeera nach dem Erscheinen der Alteractal-Erweiterung nicht sonderlich anstrengen, um ihr Quest-Deck zu optimieren. Schattenformer Schnipps schloss im Alleingang gleich mehrere Lücken des Archetypen: Kontroll-Werkzeug, Androhung einer weiteren Schlachtfeldkampfmeisterin-Kombo, signifikantes Upgrade der Heldenfähigkeit. Zugegeben, die Heldenkarte der Schurken dürfte sich Zeit ihrer Existenz einen festen Platz in wirklich jedem Deck der Klasse gesichert haben, im Kontext des Quest-Schurken harmoniert Schnipps allerdings besonders gut. Nach dem Balance-Update profitierte der Archetyp maßgeblich von dem Verschwinden einiger blitzschneller OTK-Kontrahenten, sodass angestrebte Schlachtfeldkampfmeisterin-Kombinationen wieder deutlich gewinnbringender erschienen. Wenn ihr derzeit auf Nummer sicher gehen wollt, seid ihr mit dieser Deck-Liste am besten beraten.

Quest-Schurke

Für die Experimentierfreudigen unter euch, haben wir noch den Diebischer-Schurken parat. Mit einem kleinen, aber machtvollen Karten-Paket wurde diesem angestaubtem Archetypen neues Leben eingehaucht. Allen voran Gnoll der Wildpfoten in Kombination mit Maestra macht aberwitzige Tempo-Spielzüge möglich, dicht begleitet von Karten wie Doppelagent oder Aufklärung. Während frühe Experimente mit dem Deck auf die maximale Ausnutzung von Schmugglerhort konzipiert wurden, gehen die jüngsten Versionen des Archetypen einen brutalen und effizienten Tempo-Weg.

Schnellstmöglich Gnoll der Wildpfoten gefolgt von Doppelagent, hier und da etwas Schaden am Gegner unterbringen und et voilà euer Gegenüber befindet sich schneller in der Reichweite einer Pein+Tückischer Stich-Kombination als es ihm lieb ist. Diese Liste ist es auch, die sich im Windschatten an den Quest-Schurken heranpirscht und diesen sogar knapp überholt hat. Wenn ihr Lust auf rasante und abwechslungsreiche Partien habt, können wir euch den Diebischer-Schurke nur wärmstens empfehlen. Wie oft bekommt man schon einmal die Gelegenheit einen Edwin mit 13 Mana-Kristallen auszuspielen, nachdem ihr euch Guff des Wildherzens ergaunert habt?

Diebischer-Schurke

 

Druiden

Druiden-Decks. Druiden-Decks, wo man nur hinschaut. Nach dem Nerf an Himmlische Ausrichtung scheint Malfurion täglich zwei neue Archetypen zu gebären, wobei sämtliche dieser Geburten eine gewisse Spielbarkeit in die Wiege gelebt bekommen. Für diese Ausgabe von Top of the Decks haben wir uns für den Clown- und Spott-Druiden entschieden, wohl wissend, dass die Klasse noch weitere Archetypen zu bieten hat, über die es sich lohnen würde zu schreiben. Beginnen wir mit dem Clown-Druiden, der sich als Spitzenreiter der neuen Ramp-Decks hervorzutun scheint.

Nach der Veröffentlichung von Guff des Wildherzens und der Entschleunigung der Meta durch den Patch 20.0.2 ist es innerhalb der Klasse zu einem wahren Wettkampf geworden, wer die Mana-Massen am besten ausnutzen kann. Der Clown-Druide hat unserer Meinung nach bei diesem Wettkampf die Nase vorn. Dabei macht sich die Deck-Liste mit Vanndar Sturmlanze einen neuen Ansatz zunutze, der komplett auf Vierbeinige Freunde verzichtet und voll auf Y’Shaarj, Urzeitlicher Beschützer und Überleben des Stärkeren baut. Dank Führung des Mondlichts und Erratet das Gewicht, stehen dem Archetypen seit Langem wieder mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, die überlebenswichtigen Ramp-Karten auch abseits des Mulligan zu erhalten und so die aberwitzigen Spielzüge früher möglich zu machen.

Wir sind insgesamt von Guff des Wildherzens überrascht, der mit seinen aufgewerteten Heldenfähigkeiten deutlich mehr hermacht, als wir es zunächst erwartet hatten. Es wird euch nicht überraschen zu hören, dass der Clown-Druide, trotz des leichten Tempo-Schubs, weiterhin gegen Aggro-Decks das Nachsehen hat, wobei sich die Lage gegen behäbige Vertreter dieser Art deutlich verbessert hat. Die Stärken der Liste liegen wie gewohnt in der Vernichtung langsamerer Strategien, wodurch sich der Clown-Druide auf Begegnungen mit Paladinen, einigen Schamanen, Priestern und Kriegern freut.

Clown-Druide

Abseits der Mana verprassenden Druiden, ist es der Spott-Druide der an Macht kaum verloren zu haben scheint. Zwar widersprechen uns in diesem Fall zum Teil die Daten von HSReplay, diese Daten gehen allerdings auch von merkwürdigen Experimenten mit dem Archetypen aus. Natürlich sinken die Gewinnraten, wenn ihr euch dazu entscheidet einen Spott-Druiden, ohne Klingenmähnenwache zu spielen.

Entsprechend raten wir euch zu der aufpolierten Version des Archetypen, der sich weiterhin auf die guten Karten verlässt, gespickt mit wenigen, sinnvollen Neuzugängen wie Drek’Thar und Eisenschachtminentrogg – der auch nach dem Nerf eine Kern-Karte dieses Decks darstellt. Auch wenn der Spott-Druide in Sachen innovatives Spielgefühl keinen Blumentopf gewinnen dürfte, so stellt er eines der besten Decks der Klasse und der gesamten Meta dar. Wenn ihr also in vorigen Erweiterungen Erfahrungen mit diesem Archetypen gemacht habt, legt los und unterjocht eure gierigen Kontrahenten!

Spott-Druide

 

Jäger

Der Face-Jäger ist eines der besten Decks von Hearthstone. Immer noch. Die Alteractal-Erweiterung hat dem Archetyp mit Eisenschachtminentrogg eine mächtige neue Karte beschert, die auch nach dem Nerf weiterhin als gesetzt gilt. Bla, bla, überzeugt gegen unausgereifte Kontrahenten, bla, bla, würde gern auf die Existenz der Paladin-Klasse verzichten, weiter im Text. Denn entgegen jeglicher Erwartung endet die Jäger-Sektion an dieser Stelle nicht!

Face-Jäger

Erstmals seit einer gefühlten Ewigkeit gibt es nämlich Abwechslung innerhalb der Jäger-Klasse. Mit dem Großer-Wildtier-Jäger, im Folgenden vereinfacht als Wildtier-Jäger bezeichnet, hat ein Archetyp Wettkampffähigkeit erlangt, der sich für die Ewigkeit den Status eines Meme-Decks gesichert zu haben schien. Aber hier sind wir nun in der Alteractal-Erweiterung und Wildtier-Jäger ist ein Deck! Ein richtig gutes Deck sogar, welches noch Raum für Verbesserungen bietet! Selbst vor der Verbesserung von Bestienjäger Tavish konnte dieses Deck bereits für Furore sorgen und erstaunliche Ergebnisse abliefern.

Nach dem Balance-Patch ist der Wildtier-Jäger jedoch endgültig auf der Standard-Ladder angekommen. Um euch das Wasser im Mund zusammenlaufen zu lassen, hier einmal eine kurze Aufführung der Karten, die in diesem Deck spielbar gemacht wurden: König Knirsch, Kommandant Ichman, Juwel von N’Zoth, Tierbändiger Leoroxx, Vierbeinige Freunde (!). Wir glauben, dass sich dieser unwahrscheinliche Archetyp vorrangig beim mittlerweile überdurchschnittlichen Geheimnis-Paket der Klasse bedanken darf. Besonders der Neuzugang Frostfalle scheint eine elementare Lücke im Arsenal geschlossen zu haben. Was sollen wir noch sagen? Der Wildtier-Jäger hat insgesamt gesehen natürlich recht häufig das Nachsehen gegenüber rasanten Aggro-Decks, wobei diese Begegnungen nicht so hoffnungslos sind wie ihr vielleicht erwarten würdet. Gegen jegliche Form des eher langsamen Spielaufbaus brilliert das Deck jedoch! Für uns steht der Wildtier-Jäger wie kein anderes für den Erfolg dieser Erweiterung und des Balance-Updates. Wenn so etwas möglich sein kann, kann Team 5 nur Erfolg gehabt haben! Amen.

Wildtier-Jäger

 

Krieger

Kommen wir zum ultimativen Autopilot-Deck, dem Quest-Krieger. In einer Hearthstone-Meta in der ständig diskutiert wird, welches Deck den meisten Skill abverlangt, stellt Garrosh den absoluten Gegenpol mit seinem Piraten-Deck. Bis zum Rang der Legende könnt ihr mit diesem Archetyp eure Ränge dominieren und das von der geistlosen Bequemlichkeit eures Sofas aus, während eines Zoom-Meetings oder ganz klassisch auf der Toilette. Spielt einfach jeden Zug eure teuerste Karte, wenn es geht einen Piraten. Ende der Geschichte. Die Alteractal-Erweiterung hat keine nennenswerten Verbesserungen beschert und die scheint der Quest-Krieger auch nicht zu benötigen, um einem Großteil von uns eines der besten Decks zu bescheren.

Sofern ihr nicht in den obersten Legendenrängen mitspielt, können wir euch diesen Archetypen bedenkenlos empfehlen und ja, das war eine Wortspielerei. Dabei möchten wir klarstellen, dass wir dieses Deck nicht dafür auslachen wollen, dass es sich so einfach spielen lässt. Wir wollen nur herausstellen, dass es das perfekte Deck für diese Tage ist, an denen man einfach mal sein Hirn ausschalten möchte. Und warum dabei nicht auch noch mehr Partien gewinnen als verlieren, oder? Leider endet an dieser Stelle auch schon die Geschichte von Garrosh, da sich abseits des Quest-Kriegers kein anderer Archetyp zu regen scheint. Im Anbetracht des kolossalen Erfolgs des einen Decks erscheint dies zwar fair, wir würden uns dennoch ein wenig mehr Abwechslung und vielleicht sogar einen Kontroll-Archetypen wünschen. Bedankt euch bei Fluss des Beschwörers für diesen Umstand.

Quest-Krieger

 

Magier

Der Lauffeuer-Magier scheint nach Monaten der Erfolgslosigkeit endlich im Standard-Format von Hearthstone Fuß zu fassen, auch wenn sich die Community derzeit noch nicht über die finale Form des Archetypen einig ist. Dabei ist die Diskussion in zwei Lager gespalten: Schlanke Mana-Kurve rund um Multiwirkerin, mit wenigen schweren Geschützen oder ein weitaus teureres Arsenal unterstützt durch Ungeschickte Kurierin und Rune des Erzmagiers. Momentan scheinen sich beide Varianten in Sachen Gewinnrate nur wenig voneinander zu unterscheiden, auch wenn die Tendenz der teureren Versionen abzurutschen scheint.

Generell scheint im Anbetracht des eigentlichen Spielplans des Archetypen eine zu hohe Mana-Kurve unsinnig, da die aufgewertete Heldenfähigkeiten an sich das Gegenüber im späteren Verlauf einer Partie unter Druck setzt. Wer braucht schon Rune des Erzmagiers, wenn man 6 oder 7 Schadenspunkte mit einer einzigen Heldenfähigkeit austeilen kann? Hinzu kommt noch Mordresh Feuerauge, der die ein oder andere Begegnung zu beenden weiß. Entsprechend diesen Annahmen raten wir euch zu der günstigeren Variante und erfreuen uns eines kompetitiven Magier-Decks welches ohne Fluss des Beschwörers auskommt.

Lauffeuer-Magier

Womit wir bei dem schwarzen Schaf der aktuellen Meta-Landschaft wären, dem Mozaki-Magier. Dieser Archetyp wurde nicht nur vom Balance-Patch verschont, nein, gleich mehrere seiner direkten Konter wurden vom Angesicht der Ladder generft. Das Ergebnis ist ein eindimensionales Deck, welches euch mit den richtigen Karten im 6. oder 7. Zug nach Hause schicken kann. Wenn euer Deck nicht dazu in der Lage ist, den Mozaki-Magier bis zu diesem Zug unter Druck zu setzten, seid ihr im Nachteil. Versteht uns an dieser Stelle nicht falsch, immerhin gab es vor dem Patch 20.0.2 nicht nur einen diesen Archetypen, der euch mit einer solchen Schlagzahl im Nacken saß. Uns stört, dass Team 5 diese Deck-Liste unverändert durchgewunken und somit der neuen Meta-Landschaft als eine Art Torwächter aufgezwungen hat.

Der Spielplan eures Archetypen entfaltet sich erst ab dem 6. Zug? Sorry, mit dem Mozaki-Magier habt ihr zumindest schon eine desaströse Begegnung. Hinzu kommt noch die verhasste Karte Fluss des Beschwörers, die wieder einmal im Alleingang den Erfolg der Deck-Liste bestimmt. Auch, wenn wir generell davon absehen Kombo-Decks, als ungesunden Teil von Hearthstone zu betrachten, fällt uns für den Mozaki-Magier aktuell keine bessere Beschreibung ein. Ohne diesen Archetyp wäre die Standard-Meta schlicht besser. Für einen echten Meta-Tyrannen reicht es jedoch nicht, da es eine Handvoll echter Konter wie dem Gift-Schurken gibt, der dem Mozaki-Magier das fürchten lehren können.

Mozaki-Magier

 

Hexenmeister

Das Balance-Update 20.0.2 hat jegliche Form von Varianz innerhalb der Hexenmeister-Klasse vernichtet. Die Nerfs an Runenverzierte Mithrilrune und Konstrukteur der Mo’arg haben nicht nur den Eulen-, sondern auch den Fatigue- und Tickatus-Hexenmeister auf dem Gewissen, sodass sich Gul’dan mit seinem Hand-Archetypen begnügen muss. Bevor sich jedoch die Tränen in euren Augen stauen, sei gleich angemerkt, dass Gul’dan durch diese Einschränkungen nicht auf die Ersatzbank geschickt wurde. Der Hand-Hexenmeister beweist sich nämlich erneut als überaus mächtiges Deck und brilliert insbesondere gegen einen der großen Aufsteiger der aktuellen Meta, dem Diebischer-Schurken – eine einzige Seelenzerreißung kann in dieser Begegnung spielentscheidend sein.

Aber auch abseits dessen weiß der Archetyp mit alten Stärken zu überzeugen und sichert so das Überleben der Klasse. Für die kommenden Wochen halten wir einen Aufstieg eines weiteren Hexenmeister-Decks für unwahrscheinlich, auch wenn uns das allgemeine Desinteresse an einer Neuauflage des Zoo-Hexenmeisters irritiert. Vielleicht lässt sich an dieser Stelle noch etwas innovieren. Insgesamt genügt Gul’dan aber auch dieses eine Deck für einen komfortablen Platz in der Meta, was allein schon erstaunlich ist, wenn man sich die nicht Enden wollende Liste an Nerfs ansieht, die die Klasse im Verlauf des Jahres über sich ergehen lassen musste.

Hand-Hexenmeister

 

Keine echte Diskussion

Ob das jüngste Balance-Update ein Erfolg war, dürfte an dieser Stelle indiskutabel sein. Auch wenn die neue Alteractal-Meta noch in den Kinderschuhen steckt und sicherlich der ein oder Archetyp aufsteigen oder fallen dürfte, sehen wir uns mit einer wahnsinnig abwechslungsreichen Meta-Landschaft konfrontiert, die in diesem Ausmaß sogar einmalig sein könnte. Einige Klassen sind gerade mit bis zu 4 verschiedenen Deck-Listen auf der Ladder vertreten und dabei gibt es keine klaren Ausreißer nach oben oder unten. Wer momentan also auf die Barrikaden geht und wieder einmal das altbekannte Klagelied “Team 5 hat Hearthstone ruiniert, es gibt kaum noch Abwechslung, …” anstimmt, liegt schlicht und ergreifend falsch. Kombo, Aggro, Kontroll, Tempo, sämtliche Klassen und Archetypen sind derzeit in irgendeiner Form vertreten und beherrschen ihre eigene Nische. Wir sprechen von einer Meta, in der ein Wildtier-Jäger auf einen Lauffeuer-Magier treffen kann, ohne dass dabei ein Meme-Deck involviert ist.

Damit möchten wir gerne auf einen kleinen Jahresrückblick überleiten. Schließlich bildet die Gespalten in Alteractal-Erweiterung den Abschluss des aktuellen Hearthstone-Jahres. Ein Hearthstone-Jahr, welches uns die Einführung eines Kern-Sets, eines klassischen Spielmodus, einer neuen und deutlich rasanteren Balance-Philosophie und des Söldner-Spielmodus beschert hat und das alles während eines regelrecht ekelerregenden Hurrikans innerhalb Blizzards. Team 5 scheint dabei einen Platz im Auge des Sturms einzunehmen und eine vergleichsweise gesunde Arbeitskultur zu kultivieren – einer der wenigen Gründe, warum dieses Format überhaupt noch fortbesteht. Das macht die Arbeit dieses Studios für uns nur umso beeindruckender! In diesem Sinne also Danke an die Entwicklerinnen und Entwickler von Team 5. Ihr habt uns ein wahrhaft glorreiches Hearthstone-Jahr beschert.

Nach dem Erscheinen der neuen Erweiterung oder einem erneuten Patch sollte die neueste Ausgabe von Top of the Decks an den Start gehen. Haltet eure Augen und Ohren in diesem Zeitraum offen – gerne auch auf unseren Social-Media-Kanälen (TwitterFacebook und Instagram). Bis dahin wünschen wir euch viel Spaß auf der Ladder von Hearthstone. Wie gewohnt freuen wir uns riesig über Fragen, Rückmeldungen, Kritik oder Diskussionen über die vorgestellten Decklisten!

 

Hearthstone: Die besten Gasthaus-Rezepte
  • Monroe-Cassel, Chelsea (Autor)

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Quellen: hsreplay.com, hearthstonetopdecks.com, reddit.com

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Maximilian Apel
Geschrieben von Maximilian Apel
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