The Elder Scrolls Online: Tamriel Unlimited – Review zum MMOPRG auf der Konsole

Bereits im März 2014, also vor einem sehr gutem Jahr, haben wir uns bereits das erste Mal “The Elder Scrolls Online” (kurz gesagt: TESO) genauer angesehen. In der Zeit bis heute ist aber auch eine Menge in Tamriel passiert. Das Spielmodell wurde auf Free 2 Play umgestellt, harte Veteranen von TESO können aber dennoch ein Abonnement abschließen und so mehr Inhalte bekommen. Letztendlich kamen wir allerdings nur noch mal auf TESO zu sprechen, weil jetzt schließlich auch die Konsolenversionen endlich in den Läden stehen. Lohnt es sich als Elder Scrolls Fan überhaupt mal einen Blick in die Onlinewelt zu werfen? Ist die Portierung wirklich gelungen? Wir verraten euch in dieser Review, ob man sich wirklich Tamriel anschauen muss oder ob man lieber auf den sechsten Teil der Hauptserie warten sollte.

 

Information zu dieser Review:

Es ist sehr schwierig und zeitaufwendig ein MMOPRG in kurzer Zeit ausführlich zu spielen. Aus diesem Grund haben sich gleich drei Redakteure von uns an die Welt von Tamriel gewagt, um einen bestmöglichen Einblick zu erhalten – dies ist uns auch gelungen. Allerdings könnte es aus diesem Grund an manchen Stellen zu kleinen Überschneidungen kommen. Schließlich wurde die Review auch zu dritt geschrieben. Marco und Tobias haben sich der neuen PlayStation 4-Version gewidmet und Nadine hatte die PC-Version zur Hand. Beide sind vom Inhalt her identisch, spielen sich aber doch sehr unterschiedlich. Dies wird in unserer Review auch erklärt.

 

Na, dann wollen wir mal…

Es kommt nicht oft vor, dass man ein neues MMOPRG in eine Konsole schiebt. Das dachte sich auch Bethesda, weshalb bei der Ankündigung von TESO bereits von einer Konsolenversion die Rede war. Diese musste allerdings aufgrund von Qualitätsgründen kurz vorm Release im Juni 2014 verschoben werden. Jetzt haben wir Juli 2015 und das Game steht seit einem Monat im Laden. Kurz zur Geschichte von TESO. Wie bereits die vorausgegangenen Spiele der Reihe spielt auch TESO auf dem Kontinent Tamriel. Der Zeitpunkt der Handlung liegt etwa 1000 Jahre vor Skyrim. Die Aufgabe des Spielers ist recht einfach. Es gilt gegen Molag Bald zu kämpfen, einen Fürsten der Daedra. Molag Bal versucht nämlich ganz Tamriel unter seine Herrschaft zu bringen. Die Besonderheit an der Story ist es, dass man durch verschiedene Quests immer neue Herausforderungen und Nebengeschichten erlebt. So muss man sich beispielsweise des Öfteren auch entscheiden, welchen Weg man schlussendlich eingehen wird. Entscheidungen sind auch im Questverlauf notwendig. Beispielsweise, wenn sich einer der Mitläufer opfern möchte, muss man sich als Spieler für einen der beiden Charaktere entscheiden. Dies hat danach natürlich Auswirkungen auf den weiteren Verlauf der Quests und Aufgabenbereiche. Wer vorher schon einmal The Elder Scrolls V: Skyrim gespielt hat, der wird sich auch mit der Steuerung und allem was dazugehört in TESO zurechtfinden. Da geben sich beide Spiele nicht besonders viel. Wir haben beim Spielen allerdings einiges Negatives sammeln müssen, sodass wir auch einiges zu bemängeln haben. Das Spiel möchte ein MMORPG sein, so viel ist klar. Allerdings sollte man sich dann auch ein wenig an anderen MMORPGs orientieren, was das Interface, also die Benutzeroberfläche betrifft. Denn ein MMORPG spielt sich nie wie ein normales RPG, ergo sollte man das Interface den Funktionen, die es zu erfüllen hat, entsprechend anpassen. Es gibt keinerlei Anzeigenamen, weder Mitspieler noch NPCs werden irgendwie ersichtlich gekennzeichnet, sodass man sich dumm und dämlich sucht, wenn Spieler AFK neben NPCs herumstehen. Namen werden einem nur angezeigt, wenn man mit der Maus oder dem Controller über die Spielfiguren fährt, was unglaublich anstrengend ist, wenn man NPC XY sucht, bei dem man Quest A abgeben muss. Das hemmt den Spielspaß enorm.

Jede Fraktion besitzt ihr eigenes Startgebiet in dem euer Abenteuer beginnt.

Jede Fraktion besitzt ihr eigenes Startgebiet in dem euer Abenteuer beginnt.

 

Gameplay mit Tücken

Eine andere Sache, die uns sehr negativ aufgefallen ist, es gibt keine Minimap. Zumindest auf dem PC ist es unglaublich umständlich ständig die große Map zu öffnen, wenn man einfach nur eine kleine Übersicht des Bereiches haben möchte, in dem man sich gerade befindet. Auf der PlayStation 4 ist dies etwas schlauer gelöst. Ein Druck auf das Touchpad und die Karte ist da. Mithilfe der Schultertasten kann man dann in die Karte hineinzoomen oder herauszoomen. Normalerweise befindet sich eine Minimap in jedem MMORPG irgendwo am Bildschirmrand. Wer so etwas nicht möchte, kann es in den Interface-Einstellungen ausblenden. Eine Minimap wiederum hätte den Vorteil, dass man dort auch entsprechende NPCs, wie etwa Händler, oder Crafting-NPCs anzeigen könnte. Das würde dann zumindest den Mangel an Anzeigenamen ein bisschen ausmerzen. Aber nach einer Minimap sucht man hier vergebens. Was uns ebenfalls negativ aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass wenn man zum Beispiel Ressourcen draußen in der Wildnis sammelt, etwa Holz, oder Erze und Kräuter, dass man hierüber keinerlei Information im Textfeld bekommt. Also wie viel Erz hat mir diese Ader nun tatsächlich gebracht? Es wird nicht einmal erwähnt, dass man gerade eine Ressource geplündert hat. Und hier auch wieder ein Minuspunkt, dass man die Ressourcen nirgends sehen kann, man stolpert einfach zufällig darüber. Eine Minimap, die uns anzeigt, dass hier oder dort eine Ressource zum Abbauen ist, wäre sehr hilfreich. Der „Kompass“, der sich am oberen Bildschirmrand befindet, ist in einem MMORPG ziemlich nutzlos. Man hat die Möglichkeit, all diese Dinge, die wir gerade bemängelten, als Mods, die von anderen Spielern entwickelt wurden, herunterzuladen und dem Spiel hinzuzufügen. Aber wäre es nicht schön, wenn man so etwas von Haus aus bekäme? Schön wäre es, auch wenn man diese Möglichkeit in den Konsolenversionen bekommen würde, doch leider geht man hier leer aus und muss mit den Mängeln leben. Dies gehört zu der Grundausstattung eines Online-Spiels. Man möchte nicht erst das Internet durchforsten müssen, um das Interface seinen Wünschen entsprechend anpassen zu können. Gut, wer es minimalistisch mag, ist hier bestens bedient. Wenn wir schon beim Gameplay sind, so können wir auch noch kurz die Kämpfe und Animationen beleuchten. Kämpfe sind dynamisch und flüssig gestalten. Sie gehen einem einfach von der Hand und fühlen sich intuitiv an. An den Animationen gibt es nichts auszusetzen, alles lief bestens. Ebenso wenig hatten wir auf dem PC mit Lags zu kämpfen, die bei der Konsolenversion zumindest anfangs schon mehrfach auftraten. Durch diverse Patches, die unter anderem 15 Gigabyte groß sind, gehören diese Lags aber ebenfalls der Vergangenheit an.

Es ist sehr schade das man sich so wenig verbunden fühlt mit den eigenen Anführern.

Es ist sehr schade das man sich so wenig verbunden fühlt mit den eigenen Anführern.

 

Wer will ich sein?

Das ist, wie in allen MMORPG’s, auch in TESO eine wichtige Frage. Denn habt ihr euch erst mal entschieden gibt es kaum eine Möglichkeit euren gewählten Charakter in eine andere Richtung zu zwingen als seiner Bestimmung entspricht. Welche Waffe passt zu eurem Spielstil, wollt ihr aus der Ferne Gegner in Brand stecken oder im Nahkampf ein Schwert schwingen. Fragen wie diese solltet ihr vorab überdenken. Genauso wichtig ist allerdings auch die Frage nach der Rolle, die ihr innerhalb einer Party oder Gilde übernehmen wollt. Gerade in großen Raids ist es essenziell, dass jeder Spieler seine Rolle erfüllt denn sonst geht ein solches Unternehmen schnell den Bach herunter. Die drei Archetypen die euch TESO bietet sind Damage, Healer und natürlich Tanks. Als Charakter mit Fokus auf Schaden ist es eure Aufgabe, den Feinden so viel Schaden wie möglich zuzufügen. Dabei spielt es keine Rolle, ob ihr euch auf Waffen strotzenden Nahkampf spezialisiert oder auf Magie aus der Ferne. Auch wenn der DPS (Damage per second) Typ wahrscheinlich der am häufigsten gespielte Typ sein mag sollte man dennoch nicht unterschätzen. Es braucht schon einiges an Übung nicht selbst sofort das Zeitliche zu segnen, wenn man gerade einen Boss niederstrecken will. Healer sind die Stützpfeiler einer guten Raidparty denn ohne sie geht auf Dauer in großen Gefechten nichts. Dabei müsst ihr allerdings keinesfalls dumm im Hintergrund stehen bleiben, denn auch aktive Supports, durch Fähigkeiten die Gegner verlangsamen oder eure Mitstreiter schneller machen, unterstützen eure Party. Besonders positiv dabei ist, dass Elder Scrolls dabei eigentlich jedem die Möglichkeit mehr oder weniger in die Heiler Rolle, zu schlüpfen. Zuletzt sind da noch die Tanks. Als Tank ist es eure Hauptaufgabe, die Aufmerksamkeit der Monster auf euch zu lenken und für eure Party den größten Schaden abzufangen. Diese Rolle ist in den meisten MMOs eine der schwersten zu meisternden Rollen und in The Elder Scrolls wird sie nicht einfacher. Ein Tank nutzt normalerweise Fähigkeiten, die den Gegner verhöhnen und so seine Aufmerksamkeit auf euch lenken, sodass der Rest eurer Mitstreiter dann besser angreifen kann. In anderen Genre Vertretern gibt es dafür flächendeckende Fähigkeiten, die dann mehrere Gegner auf einmal in eure Richtung dirigieren. In TESO allerdings gibt es das nicht, hier müsst ihr einen Gegner auswählen und nur dieser wird durch eure Fähigkeit beeinflusst. Darüber hinaus solltet ihr als Tank allerdings auch Supports anwenden wie es Heiler tun und auch für kurze Zeit euch selbst heilen können. Überlegt euch also gut, welche Kategorie von Spieltyp euch am Meisten liegt.

Im Editor könnt ihr schon eine Weile verharren, bei all den Möglichkeiten.

Im Editor könnt ihr schon eine Weile verharren, bei all den Möglichkeiten.

 

Eine Klasse für sich

Die gewählte Rasse steuert eure Affinität zu Magie oder physischen Angriffen. Die Dragonknight Klasse ist am Besten geeignet für Tanks und im Kampf gegen große Gegnergruppen. Das gilt hauptsächlich, weil sie großflächigen Feuerschaden verursachen können und schwere zu töten sind. Ein Nachteil ist, dass Dragonknights schlechter auf Distanz sind. Nightblades sind die Stealthklasse in TESO. Sie können sich an Feinde anschleichen und dann massiven Schaden verursachen und sind daher am Besten als Damage Dealer geeignet. Zusätzlich verfügen Nightblades über eine passive Heilfähigkeit. Für Spieler, die gerne viel Schaden austeilen wollen und dennoch auf Distanz bleiben möchten sind die Sorcerer gedacht. Charaktere dieser Klasse verfügen über starke Selbstheilungsmagie und gut auf größere Entfernung. Das macht sie zu guten Allroundern. Die letzte Klasse ist Templar. Die Templar sind eine gute Einsteigerklasse da sie über gute, eigene Heilfähigkeiten verfügen und lange im Kampf durchhalten können.

Hin und wieder bietet TESO nette Ausblicke aber nichts wirklich beindruckendes.

Hin und wieder bietet TESO nette Ausblicke aber nichts wirklich beindruckendes.

 

Ich bastle mir einen Helden

Das Klassensystem in TESO ist doch sehr umfangreich. Man sollte sich zuvor schon ein wenig mit der Klasse und den Möglichkeiten, die diese mit sich bringt beschäftigt haben, sonst kann man eventuelle Effektivitätsboni nicht komplett ausschöpfen. Sicherlich ist dies kein Weltuntergang, richtige Strategen würde es aber sicher stören. In TESO begegnen uns Skillbäume, die man vielleicht auch schon aus anderen Spielen kennt. Leider sieht man hier vorher nicht, in welche Richtung sich gewisse Fertigkeiten entwickeln lassen. Es gibt die üblichen Klassen-Skillbäume, wo man die zu seiner Klasse zugehörigen Fertigkeiten weiterentwickeln und ausbauen kann. Hinzu kommt eine Reihe an anderen Linien, wie etwa Waffen-Skillbäume. Je nachdem welchen Gilden (Magier-, oder Kriegergilde zum Beispiel) man beitritt, erhält man auch hier noch einmal zusätzliche Skillbäume. Dass jede Klasse jede Waffe nutzen kann, finden wir persönlich jetzt nicht so berauschend, da wir sehr viel von fester Rollenverteilung innerhalb eines Online-Spiels halten. Magier gehören in die hinteren Reihen und nicht mit einem Schwert an die Front – sie tragen leichte Rüstung und kippen, wenn man Pech hat, sofort um. Aber das ist ein anderes Thema. Wer jetzt Angst hat, mit dem Skillsystem in TESO leicht überfordert zu sein, dem sei ans Herz gelegt, dass auch wenn man nicht jede Fertigkeitenlinie vollends ausnutzt, ein stattlicher Held zusammengebaut werden kann. Es kommt ja auch immer noch ein bisschen darauf an, ob man seinen Charakter generell spielen kann. Wie viele Skills man dafür letztendlich braucht, sei jedem selbst überlassen. Das Skillsystem an sich ist zumindest einigermaßen übersichtlich gestalten. Es gibt über 300 Skillpunkte zu ergattern, also haben wir die Möglichkeit, alles irgendwie einmal ausprobieren zu können und dann zu entscheiden, was uns am meisten Spaß macht. Schade finden wir hier, wie oben schon einmal erwähnt, dass es in TESO keine klassische Rollenverteilung gibt, also jeder irgendwie alles ein bisschen machen kann. Uns fehlen der klassische Tank, der klassische Heiler und derjenige, der irgendwie für das Crowd Control zuständig ist – der Templer und Zauberer haben beide was von Crowd Control in einer bestimmten Fertigkeitenlinie. Unserer Meinung nach erleichtert es nicht das Gameplay in der Gruppe, und wenn auch immer wieder Stimmen laut werden, dass TESO super für Solisten zu spielen ist, so wird es als Online-Rollenspiel verkauft. Und in einem Online-Rollenspiel steht Gruppenspiel an erster Stelle.

Der Charaktereditor bietet sehr viele Einstellungsmöglichkeiten.

Der Charaktereditor bietet sehr viele Einstellungsmöglichkeiten.

 

Die Gesichter Tamriels

Die Welt von Tamriel wird von einer bunten Vielfalt an Wesen bewohnt, dadurch habt ihr eine gute Auswahl an Rassen. Sofern ihr aber nicht ein wenig Geld investiert, seid ihr etwas eingeschränkt, welche Rasse ihr spielen könnt. Drei Fraktionen streiten nämlich um die Vorherrschaft im Land. Zum einen Aldemri Dominion, die Elfen Allianz. Hier könnt ihr als Hochelf, Waldelf oder die katzenartigen Khajiit spielen. Bei den Daggerfall Covenant könnt ihr zwischen den Breton und Reguard wählen oder als Ork-ähnliche Orsimer spielen. Wenn euch allerdings etwas wie ein Dunkelelf, eine mannshohe Echse oder ein Wikinger Typ vorschwebt, seid ihr beim Ebonheart Pact zu Hause. Solltet ihr zusätzliches Geld investiert in die Imperial Edition haben, dann steht euch noch die Imperial Rasse zu Verfügung, die in vielen Bereichen Vorteile gegenüber den anderen bereithält. Dabei ist entscheidend für welche Allianz ihr euch entscheidet, denn jede Fraktion bietet unterschiedliche passive Boni, die sich im Verlauf des Spiels auf euren Charakter auswirken. Solltet ihr von der festgelegten Zugehörigkeit der Allianzen abweichen wollen, also zum Beispiel einen Dunkelelf in der Aldemri Dominion Fraktion spielen wollt, geht dies nur gegen Bares. Habt ihr aber diese Entscheidung getroffen, seid ihr aber noch nicht fertig.

TESOs Menü ist nicht sehr übersichtlich und manchmal umständlich zu nutzen.

TESOs Menü ist nicht sehr übersichtlich und manchmal umständlich zu nutzen.

 

Free to p(l)ay

Es ist ja bekannt, dass TESO zum Free to Play Modell umgebaut wurde. Doch wie viel Free steckt denn eigentlich im Spiel. Mal abgesehen vom Preis für das Hauptspiel (70€ – 80€ je nach Version) könnt ihr noch weiteres Geld loswerden. Dies ist abhängig davon, was ihr noch gerne haben möchtet. Dafür hat man den Kronen Store eingeführt. Hier könnt ihr die In-Game-Währung für Sachen wie Erweiterungen, Pferde, Haustiere, Fähigkeiten oder Kostüme ausgeben. Dabei fällt die Preisgestaltung allerdings nicht ganz so günstig aus. Ihr kauft Kronen gegen bares Geld, wobei euch vier Pakete zur Wahl stehen. Das kleinste Paket gibt euch 750 Kronen für 6,99€ und das größte 5000 Kronen für satte 34,99€. Diese Preisgestaltung muss man in Kontext mit der Kaufkraft der Kronen sehen. Das Adventurer Pack, das euch erlaubt jede Rasse in jeder Allianz zu spielen, kostet 1900 Kronen was bedeutet ihr müsst mindestens 20€ investieren, um dieses Paket zu kaufen. Für 3000 Kronen könnt ihr unter Umständen sogar nur ein einziges (zugegebenermaßen ein seltenes) Pferd kaufen. Ein Pferd für knapp 21€ ist meiner Meinung nach etwas heftig. Abseits des Kronen Stores hat sich TESO auch nicht ganz vom Abo-Modell gelöst. Für 12,99€ im Monat könnt ihr euch ESO Plus holen. Das ESO Plus Abo bietet den gesamten DLC kostenlos, sowie monatlich 1500 Kronen frei Haus. Zusätzlich erhaltet ihr Boni auf Handwerk, Erfahrungspunkte sowie Gold. Wer also dauerhaft TESO spielen möchte sollte sich dieses Angebot anschauen, da hier im Vergleich zum Store wohl noch der größte Wert steckt.

Der Kronen Store ist zum großen Teil überteuert.

Der Kronen Store ist zum großen Teil überteuert.

 

Tagwerk in Tamriel

Möchte man die Optik von TESO auf der PS4 beschreiben, dann kommen die Worte zweckmäßig oder unspektakulär auf. Es ist nicht so, dass Tamriel schlecht aussieht, aber im Vergleich zu anderen MMORPGs, insbesondere auf der PS4, ist TESO leider nicht an der Spitze dabei. Abseits der Grafik gibt es zudem immer noch viele Fehler mit der Kollisionsabfrage. So gehen immer mal wieder Hiebe ins Leere oder ihr werdet getroffen, obwohl sich ein Gegner noch nicht einmal komplett in eure Richtung gedreht hat. Der Soundtrack bzw. die Hintergrundmusik ist immer stimmig, sogar episch. Es lässt einen eins mit Tamriel werden. Auch die Soundeffekte fügen sich nahtlos ins Spielgeschehen mit ein, etwa die Tiergeräusche, wenn man durch einen Wald läuft. Oder die NPCs die in den Städten herumstehen und einen anquatschen, sobald man an ihnen vorbeigeht, sorgen für ordentliche Rollenspiel-Stimmung.

 

Fazit Marco:

Ich bin ein riesiger RPG Fan und daher muss ich sagen, dass ich umso enttäuschter bin von einem Spiel mit einer so langen Geschichte im RPG Genre. Man sollte meinen, dass die PC-Version lange genug gespielt wurde, um offensichtliche Mängel zu erkennen und zu beheben. Den größten Spaß hatte ich da noch mit dem Charaktereditor. Dieser bietet nämlich viele Möglichkeiten, sich zu verwirklichen. Danach war meine Erfahrung mit der PS4 Version nur noch geplagt von Technik- und Designfehlern. Charaktere, die ineinander hängen bleiben, wichtige Questitems die plötzlich verschwinden oder Quests die sich einfach kurz vor Abschluss aufhängen und einen Neustart erfordern. Mir verging dadurch recht schnell der Spaß. Ein weiteres Problem ist, dass TESO keinen guten Job macht euch die wichtigen Figuren in eurer Allianz näher zu bringen. Man fühlt sich einfach nicht wirklich verbunden. Der für mich persönlich größte Kritikpunkt ist aber der Kronen-Store. Die Kaufkraft dieser Währung ist im Vergleich zum realen Geld, welches man investiert, viel zu gering. Dadurch gehen schon kleinere Anpassungen teilweise richtig ins Geld. Hardcore Fans, die sich mit diesen Schwächen abfinden können, mögen einen Blick in die PS4 Version riskieren, es sollte aber klar sein, dass man hier definitiv nicht die beste Version erhält.

Wertung: 60

 

Fazit Nadine:

Ich selbst habe damals Oblivion und Skyrim gespielt, die Landschaften haben mir stets gefallen, auch wenn die Story etwas mau war. Da machen andere Rollenspiele schon weitaus mehr her. Nichtsdestotrotz freute ich mich, als es hieß: The Elder Scrolls wagt den Sprung in die Onlinespiele-Welt. Ich muss sagen, dass ich mitunter etwas enttäuscht war. Es gibt einiges, was mich an diesem Spiel stört, vor allem der Punkt, dass es sich für mich persönlich nicht wie ein klassisches MMORPG anfühlt und spielt. Das Wort klassisch im Zusammenhang mit MMORPGs ist immer eine blöde Floskel, allerdings habe ich schon einige andere Online-Spiele gezockt und dies nicht nur ein paar Tage lang. Daher denke ich, dass ich mich mit meinem Fazit nicht zu weit aus dem Fenster lehne. Als Rollenspiel funktioniert es auf jeden Fall, zu mehr reicht es für mich vom Feeling her nicht. Da ich die PC-Version spielte, habe ich grafisch absolut nichts an dem Spiel auszusetzen. Es hat mir atmosphärisch gesehen immer gefallen, Städte und Außenposten sind liebevoll gestaltet, ebenso die Charaktere. Texturen sind nicht verwaschen, Lichteffekte beeindruckend. Die Charaktererstellung macht auf jeden Fall eine Menge Spaß, es gibt viele Möglichkeiten seine Spielfigur individuell zu gestalten.

Wertung: 62

 

Fazit Tobi:

Ich habe damals mit WoW angefangen, die MMOs anzuschauen. Die Mutter aller Onlinespiele hat mit TESO aber wenig gemeinsam. Dies ist sehr schön, denn wie viele Spiele haben sich schon an einem Klon versucht und sind daran bitterlich gescheitert. Dass kostenpflichtige Abos nicht mehr zeitgemäß sind, haben wir in den letzten Jahren bei diversen Genre-Titeln gesehen. Dass TESO nun auf der Konsole ebenfalls kostenfrei spielbar ist, liegt aber wahrscheinlich auch an den PSN und Xbox Live-Kosten. Denn als Konsolenspieler müsste man gleich zwei monatliche Gebühren zahlen. Doch sind 70€ Anschaffung auch gerechtfertigt? Nun ja … also ich fand Skyrim großartig, aber einfach zu gewaltig. Es gab zu viel zu sehen und zu entdecken, sodass ich irgendwann nicht mehr damit klarkam. Auch bei TESO ist dies der Fall. Der Elder Scrolls Flair wird sehr gut in die Onlinewelt übertragen, bietet aber zu wenig Erklärung für zu viel Spielinhalt. Die Quests sind schön und abwechslungsreich gestaltet und bieten eine Menge Spielspaß. Wer nach einem neuartigen Onlinespiel sucht, der wird zwar bei TESO fündig, muss sich aber auch dessen bewusst sein, dass er hier ein Elder Scrolls Online bekommt und keinen WoW-Nachahmer. Ich persönlich werde das Spiel nicht dauerhaft in der Konsole liegen haben, ab und an kann man aber gerne mal reinschauen.

Wertung: 72

 

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Geschrieben von Marco Schmandt
Ist unterwegs als Space Ninja in Warframe

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