The Division 2 – Test zu Massive’s Looter Shooter Sequel

The Division 2 im Überblick

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Couch-Koop / Splitscreen

Mikrotransaktionen

Lootboxen

Onlinezwang

Kostenpflichtiger Seasonpass für DLC´s

Tom Clancy's The Division 2 Limited Edition - [PlayStation 4]
  • Inhalte der Limited Edition: Hauptspiel und das Ersthelfer-Paket (beinhaltet seltenen Waffenskin und Feuerwehrmann-Outfit)
  • Spielen Sie allein oder mit bis zu 3 Freunden durch eine 40-stündige Kampagne im zerstörten und kollabierenden Washington D.C
  • Erkunden Sie eine große, dynamische und lebendige Welt, die sich von Ihren Entscheidungen abhängig verändert und helfen Sie dabei, die Stadt durch taktische Eingriffe zu befreien
  • Entdecken Sie ein überarbeitetes PvP-Gameplay in einer brandneuen Dark Zone, das so gestaltet wurde, dass es ein faires und aufregendes Erlebnis für alle Spieler schafft, egal welches Fortschrittslevel sie haben
  • Erhalten Sie Zugang zu nie zuvor gesehenen Endspiel-Inhalten und einem ein Jahr lang kostenlosen DLC mit neuen Einsätzen, Bereichen und Spielfunktionen

Releasedatum: 15. März 2019

Genre: Third Person Action RPG

USK: ab 18 Jahren freigegeben

Publisher: Ubisoft

Plattform: PlayStation 4, Xbox One, PC

The Division war Ubisofts erster Versuch, einen Konkurrenten für Destiny auf dem Markt zu etablieren. Trotz vieler Probleme konnte der Titel viele Fans gewinnen und somit ein Sequel sicherstellen. Mit The Division 2 wechselt nicht nur der Schauplatz, sondern viele Änderungen und neue Features halten Einzug in Massive’s Looter Shooter. Ich habe Washington befreit und so viel Loot gesammelt, Kontrollposten eingenommen und Secrets gesucht, wie ich nur konnte. Meinen Missionsreport bekommt ihr jetzt.

 

Und wieder keine echte Story

Seien wir ehrlich: Schon The Division hatte keine echte Story im eigentlichen Sinn. Man bekam hier und da für einen Moment den Namen und das Gesicht eines Charakters vorgesetzt und Sekunden später standen diese irgendwo in unserer Basis still herum oder wir sahen sie nie wieder. Der eigentliche Plot um den Virus und den Verfall der Gesellschaft war aber auch genug Hintergrund für die eigenen Handlungen. The Division 2 macht ohne große Überraschungen den exakt gleichen Fehler und wirft euch einige Charaktere entgegen und versucht, euch ein paar Story Beats zu vermitteln. Ein Notruf bringt euch nach Washington, wo ihr im Verlauf den gekidnappten Präsidenten rettet und von einem Heilmittel erfahrt. Wirklich ins Detail gehen dabei aber auch die Missionen nicht und somit spielt ihr die Missionen einfach nur für den eigentlichen Plot. Für mich persönlich wäre das Antrieb genug gewesen und ich hätte gut auf die kitschigen Dialoge in den zwei oder drei Videosequenzen im Spiel verzichten können. Ansonsten spielt ihr einfach die Story und Nebenmission, bis ihr auf Level 30 den letzten Stronghold freischaltet und damit die finale Mission. Ist diese bewältigt, geht es aber erst richtig los. Ab dann übernehmen die Black Tusk die Map und bringen ihre eigenen Gadgets mit, die euch das Leben schwer machen.

The Division 2

Das Sequel bringt uns nach Washington und bietet dabei deutlich mehr Abwechslung.

 

Eine lebendige Open World

Das menschenleere New York des Vorgängers wurde schnell langweilig, denn außer einem vereinzelten Bewohner oder dem einen oder anderen Gegner gab es nicht viele Interaktionen. Für den zweiten Teil hat sich das drastisch geändert. Über die Map verteilt befinden sich Kontrollposten, die entweder von einer der vier Fraktionen im Spiel oder deinen Alliierten in Besitz genommen werden können. Ist ein Posten in eurem Besitz, erhaltet ihr Zugang zu einem Lootraum und müsst eure Leute mit Ressourcen versorgen. Dieses Management-Feature hat interessante Konsequenzen für die Spielwelt. Sind die Ressourcen über 50% gefüllt, gehen eure Leute eigenständig auf Patrouille oder suchen nach Ressourcen in der Umgebung. Gleiches gilt aber auch für die anderen Fraktionen, die ihrerseits eure Posten angreifen oder auf Streifzüge durch die Stadt gehen. Dieses neue System macht die Welt deutlich dynamischer, vor allem weil alles weiterläuft, wenn ihr nicht online seid. Jedes Mal, wenn ihr die Map öffnet, kann sich wieder etwas verändert haben. Die KI leistet hier wirklich großartige Arbeit, die Welt lebendig wirken zu lassen. Zusätzlich zu den kleinen Posten gibt es aber auch große Camps, die ihr mit dem Abschluss von Projekten aufleveln und verbessern könnt. Die Projekte dienen euch dann im späteren Verlauf auch als Lieferant für wöchentliche und tägliche Aufgaben, mit denen ihr XP, Upgrade Punkte und natürlich auch Blaupausen für das Crafting Feature erhalten könnt. Leider erklärt man dem Spieler einen wichtigen Aspekt des Systems nicht. Das Level Up System der kleinen Posten stellt nämlich die Hauptquelle für viele Blaupausen im Spiel dar, was euch aber durch das Spiel selbst nicht klar gemacht wird. Neue Features sind durchaus willkommen, aber man sollte sie dann auch erklären. Darüber hinaus ist der Kern noch immer der gleiche. Ihr bekämpft Feinde und sammelt Loot und Ressourcen, um nach und nach euren Charakter zu verbessern.

The Division 2

Auf der Map könnt ihr Live alle Aktivitäten eurer Alliierten und Feinde verfolgen. Es gibt jede Menge zu tun.

 

So viele Änderungen

Die lebendigere Welt ist nicht die einzige Änderung in The Divison 2. Blaupausen für das Crafting sind zum Beispiel nicht mehr auf den Level festgelegt, auf dem ihr die Blaupause erhalten habt, sondern diese skalieren jetzt mit eurem Level. Sofern ihr eure Werkbank auflevelt. Das Rekalibrierungsfeature erlaubt es jetzt nicht mehr, nach und nach alle Werte von Waffen und Gear zu boosten. Vielmehr wählt ihr jetzt ein Attribut und könnt es durch ein anderes von einem Item der gleichen Klasse übertragen. Das Spender-Item wird dabei allerdings zerstört. Einen Boost zu eurem Gear Score bringt dies aber noch immer. Einige neue Skills haben es ins Spiel geschafft, die aber mehr oder weniger die gleichen Dinge machen. Schild, Geschütz, Sucherminen etc. sind wieder dabei, haben aber allesamt ein paar neue Variationen erhalten. Neu ist zum Beispiel der Chem Launcher, mit dem ihr unter anderem Optionen für Crowd Control, Heilung oder Beseitigung der Panzerung von Feinden habt. Leider funktionieren einige der Skills entweder zu umständlich oder auch gar nicht, was Builds mit Skill Fokus aktuell nicht gerade relevant macht. Für etwas frischeren Wind sorgen da die drei Spezialisierungen, Scharfschütze, Survivalist und Demolitionist. Jeder dieser Klassen dürft ihr ab Level 30 frei wählen und nach Lust und Laune wechseln. Tägliche Missionen und Invaded Missionen bringen euch spezielle Upgrade Punkte für die aktuell ausgerüstete Klasse. Scharfschützen erhalten ein schweres Sniper Gewehr, die Survivalist Klasse bekommt eine Armbrust und der Demolitionist einen Granatwerfer. In jeder Klasse könnt ihr mit den Upgrade Punkten Perks freischalten die euch und euren Alliierten diverse Boni im Kampf geben. Gerade das Sniper Gewehr der Sharpshooter Klasse fühlte sich aber leider selbst voll aufgelevelt recht schwach an. Auch neu dabei ist ein Clan Feature. Durch Aktivitäten im Spiel leveln die Mitglieder des Clans, diesen auf und können diverse Boni für sich selbst und den Clan freischalten.

 

Das komplexe Gear System ohne echte Freiheit

Die Closed Beta war noch keinen Tag alt, bevor die ersten Bedenken bei Spielern aufkamen, ob das Gear System bekannte Builds aus dem Vorgänger ermöglichen würde. An sich hat sich am eigentlichen System nicht viel geändert. Noch immer habt ihr zwei Hauptwaffen und einen Sidearm, sowie eure sechs Gear Slots. Neu sind aber die Brand Sets, die ähnlich im Grunde wie Gear Sets aus dem Vorgänger funktionieren. Je nachdem, ob eines oder mehrere Teile aus dem jeweiligen Set tragt, erhaltet ihr unterschiedliche Boni. Jedes Gear Item verfügt dabei generell über eigene Stats, Talente und Mod Slots, mit denen ihr diese weiter anpassen könnt. Wer den Vorgänger intensiv gespielt hat, wird sicher noch mit Glass Canon Builds oder meinem Favoriten, dem Reclaimer Build vertraut sein. Builds wie diese lehnten sich stark auf einen einzelnen Aspekt wie zum Beispiel reinen Schaden. Das neue System scheint für solche Builds aber leider aktuell nicht mehr wirklich ausgelegt zu sein. Die einzelnen Statuswerte sind oft einfach nicht genug, um euch stark zu spezialisieren. Egal was ich auch probierte, jeder Build fühlte sich sehr eingeschränkt an. Fast als ob man Grenzen am unteren und oberen Ende geschaffen hätte, denen ihr nicht entkommen könnt. Auch die bekannten Skills haben an Effektivität verloren. Die Geschützvarianten fühlen sich schwach an im Vergleich zu eurer normalen Waffe, die Firefly Drone ist umständlich zu nutzen und noch weniger effektiv als andere Skills. Bevor Skills wirklich eine wertvolle Investition darstellen, müssen noch einige Balance Patches kommen.

The Division 2

Das Gear System funktioniert noch ähnlich wie im Vorgänger, bietet aber aktuell nicht ganz so extreme Möglichkeiten.

 

PvP und die Dark Zones

Die Dark Zone war im ersten Teil bekannt für seine toxische Community und die Tatsache, dass Balance bis heute nicht viel mehr als ein Traum ist. Die neue Dark Zone oder Dark Zones haben sich zwar ein wenig geändert. Kein Spielertyp hat dadurch aber einen Gewinn. Die Dark Zones sind wie zuvor PvEvP Gebiete, in denen ihr Loot nicht nur von NPC Feinden und Kisten bekommt, sondern diesen auch von anderen Spielern erbeuten könnt. Und hier greifen die ersten Änderungen. Zuvor habt ihr Loot, XP und Geld verloren, wenn ihr von einem anderen Spieler, einem Rogue Agent, getötet wurdet. Jetzt könnt ihr Loot finden, der nicht infiziert ist und daher auch nicht per Hubschrauber ausgeflogen werden muss. Solange ihr zudem als normaler Agent unterwegs seid, verliert ihr auch keine Dark Zone XP bei einem Tod. Anders sieht es da für Rogues aus. Die drei Dark Zones rotieren regelmäßig, wobei zwei Gebiete normalisiert sind und die letzte eine Occupied Variante ist. In den normalisierten Zonen müsst ihr den Rogue Status manuell aktivieren oder durch Hacken eines Terminals zum Beispiel den Status erhalten, bevor ihr auf andere Spieler Jagd machen könnt. In der Occupied Version ist jeder Spieler automatisch ein Rogue und PvP daher automatisch aktiv. Zusätzlich bekommt ihr es in dieser Version auch noch mit den Black Tusk zu tun. Am sonstigen Rhythmus hat sich aber nichts geändert, ihr kämpft euch durch die Zonen und befreit Positionen in der Gegend und ruft dann einen Hubschrauber, um euren infizierten Loot zu extrahieren, was dann natürlich nicht nur NPCs alarmiert, sondern auch andere Spieler. Die Tatsache, dass ihr als normaler Agent nicht mehr alles verliert, reduziert zwar den Frust, getötet zu werden, Griefer beseitigt dies aber immer noch nicht. Rogues können euch zwar den Safe Houses nicht mehr zu nah kommen, da sie sonst von Geschützen angegriffen werden. Da aktuell aber Sniper ganz oben auf der Liste stehen, können euch Griefer immer noch aus sicherer Entfernung erledigen. Auf der anderen Seite gibt es für PvP Spieler kaum einen Anreiz in der normalisierten Dark Zone zu spielen und selbst in der Occupied Zone sieht es kaum besser aus. Einige Skills und Talente sind zudem vor allem im PvP extrem unausgeglichen. Wer es eher klassisch mag, kann sich in Skirmish oder Domination, klassischen Team vs. Team Modi austoben.

 

Washington ist deutlich besser

New York als Kulisse für den ersten Teil war zu Beginn sehr interessant, aber schon zum Ende der Story hatte man sich weitestgehend sattgesehen. Das Winter Setting sorgte zudem für einen eher blassen Look. Washington im Vergleich bietet nicht nur deutlich mehr Farbe, sondern auch optische Abwechslung beim Terrain. Neben den urbanen Bereichen haben wir nahtlos Regierungs- und Bankenviertel, die alle unterschiedlich aussehen und aufgrund der Architektur Konsequenzen für das Gameplay haben. So bietet der Bereich um das Weiße Haus weite, offene Bereiche, sodass ihr leichter entdeckt werden könnt. Das dynamische Wettersystem beschert euch dabei in einem Moment Sonnenschein und im nächsten Moment verdunkelt sich der Himmel und es beginnt wie aus Eimern zu schütten. Das Wetter kann dabei sowohl Segen als auch Fluch sein. Ich so mancher Patrouille durch den dichten Regen in die Arme gelaufen. Gegner sind diesmal aber deutlich gesprächiger und aktiver, sodass sie sich oft selbst schon vorzeitig ankündigen. Aber genau durch diese Kniffe fühlt sich The Division 2 deutlich lebendiger an. Sound Design und Musik haben ebenfalls ein deutliches Upgrade bekommen und insbesondere die härtere Musik in den Missionen gefällt mir richtig gut. Die Waffensounds wirken authentisch in den Gefechten und unterstützt damit die Wirkung des Settings.

 

Tom Clancy's The Division 2 Limited Edition - [PlayStation 4]
  • Inhalte der Limited Edition: Hauptspiel und das Ersthelfer-Paket (beinhaltet seltenen Waffenskin und Feuerwehrmann-Outfit)
  • Spielen Sie allein oder mit bis zu 3 Freunden durch eine 40-stündige Kampagne im zerstörten und kollabierenden Washington D.C
  • Erkunden Sie eine große, dynamische und lebendige Welt, die sich von Ihren Entscheidungen abhängig verändert und helfen Sie dabei, die Stadt durch taktische Eingriffe zu befreien
  • Entdecken Sie ein überarbeitetes PvP-Gameplay in einer brandneuen Dark Zone, das so gestaltet wurde, dass es ein faires und aufregendes Erlebnis für alle Spieler schafft, egal welches Fortschrittslevel sie haben
  • Erhalten Sie Zugang zu nie zuvor gesehenen Endspiel-Inhalten und einem ein Jahr lang kostenlosen DLC mit neuen Einsätzen, Bereichen und Spielfunktionen

 

Positiv:

Washington als neue Schauplatz bietet deutlich mehr Abwechslung
NPC KI ist auf beiden Seiten deutlich verbessert
Neues Camp Management bringt frisches Feature und die Welt lebendiger
Welt, Missions und Level Design sind extrem gut gelungen
Das Spiel bietet konstant Anreize weiterzuspielen, selbst jenseits von Gear Score 500
Es gibt unglaublich viel zu entdecken und unzählige Anspielungen auf den Vorgänger
Das Gameplay belohnt euch durchweg und macht auch wiederholte Anläufe interessant

Negativ:

Noch immer gibt es Fälle von Bullet Sponges, die über das normale Maß hinausgehen
Das Gear System erlaubt aktuell kaum wirklich krasse Builds
Grüne Gear Sets sind viel zu schwach und aktuell unbrauchbar
Einige Dinge wie zum Beispiel Quellen von Blaupausen werden nicht erklärt
Skill Builds kann man momentan ignorieren, da sie deutlich weniger effektiv sind
Die Dark Zone leidet trotz einiger Änderungen noch immer unter vielen Problemen
  • The Division 2
    “The Division 2 macht zwar in Sachen Story die gleichen Fehler wie der erste Teil, bietet aber in fast allen anderen Bereichen deutliche Verbesserungen. Missionen bieten größere Variationen, die Welt fühlt sich lebendiger an und neue Systeme bringen einen frischen Wind in das bekannte Konzept. Das Gear System bietet zwar technisch gesehen noch immer Potenzial für spezialisierte Builds, allerdings nicht im aktuellen Zustand. Alle Builds fühlen sich stark eingeschränkt an und die vorhandenen Talente und Stats bieten im Moment keine Chance für krasse Builds. Die schon zuvor kontroverse Dark Zone ist ebenfalls überarbeitet aber nicht wirklich besser, und zwar für niemanden. Griefer haben immer noch genug Chancen und wer kein PvP will, wird mit der aktuellen Version der DZ auch nicht glücklich. Wer The Division bis zum Schluss gespielt hat, insbesondere nach dem finalen Patch, wird mit The Division 2 eine verbesserte Version davon bekommen. Jeder, der schon früher nichts mit dem Titel anfangen konnte, wird hier daher aber auch nichts finden, dass ihn diesmal überzeugen wird. The Division 2 ist einer der aktuell besten Looter Shooter und für Fans des Genres ein absolutes Muss.”
    Marco Schmandt, Redakteur

Ab in die Sammlung?

The Division 2 ist im Looter Shooter Bereich aktuell einer der besten Titel überhaupt. Fans des Genres sollten zugreifen.

Marco Schmandt
Geschrieben von
Ist unterwegs als Space Ninja in Warframe

1 Kommentar

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