Test: Miraculous: Rise of the Sphinx

Wo ist der Kataklysmus, wenn man ihn braucht?

Miraculous: Rise of the Sphinx im Überblick

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Miraculous -Rise of the Sphinx
  • Ein episches Abenteuer. Tauche ein in eine originelle Geschichte und übernehme die Kontrolle über die Lieblingshelden Ladybug und Cat Noir
  • Teamwork. Erlebe den Nervenkitzel im Team, wenn du im lokalen Koop-Modus gemeinsam Schurken bekämpfst und Akumas vernichtest
  • Mehr Schurken. Begegne bekannten Schurken wie Hawk Moth, Gamer, Weredad und Mr. Pigeon, aber auch einigen neuen Feinden
  • Erkundung. Entdecke als Marinette und Adrien die Straßen von Paris und enthülle die Geschichte hinter ihren Alter Egos Ladybug und Cat Noir
  • Super Gadgets. Benutze Ladybugs schnelles Jo-Jo und Cat Noirs magischen Stab, um dich in den Kampf zu stürzen. Rüste die Gadgets auf, um mächtige neue Moves freizuschalten

*Werbung: Die Amazon-Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du auf so einen Affiliate-Link klickst und über diesen Link einkaufst, bekommt die Redaktion von dem betreffenden Online-Shop oder Anbieter eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.

Releasedatum:  25. Oktober 2022

Genre: Abenteuer

USK: ab 6 Jahren freigegeben

Publisher: GameMill Entertainment

Plattformen: Xbox One, Xbox Series, Playstation 4, Playstation 5, Nintendo Switch und PC via Steam

Miraculous: Rise of the Sphinx bringt uns Ladybug und Cat Noir erstmals in einem Videospiel mit Jump and Run-Technik für zuhause. Die Charaktere und die Geschichten basieren auf Jeremy Zags und Thomas Astruc’ Animationsserie Miraculous – Geschichten von Ladybug und Cat Noir. Dabei können Spieler*innen entweder wählen, wen sie spielen wollen, oder zu zweit im Couch-Koop gegen Hawk Moth kämpfen. Diesmal warten eine Verschwörung, sechs Bösewichte und ein Sentimonster auf die beiden Helden. In epischen Kämpfen gegen ihren Erzfeind und dessen akumatisierte Schergen antreten und zwischen den Hausdächern schwingen, bis das Ganze in einem fulminanten Finale auf dem Eiffelturm endet, wo Cat Noir und Ladybug ihre vereinten Kräfte gegen die mächtige Sphinx einsetzen müssen – das Spiel hatte so viele Möglichkeiten, den Erfolg der Serie fortzusetzen, doch nach dem Spielen hatte ich einfach den Wunsch, meine Erinnerungen mittels Kataklysmus zu zerstören…

 

Spielweise und Inhalt von Miraculous: Rise of the Sphinx

Das Spiel beginnt mit dem bekannten Introsatz von Ladybug, indem sie sich vorstellt. Relativ schnell wird – wieder einmal – Xavier Ramier zu Mr. Pigeon akumatisiert. Diesmal erhält er den Namenszusatz 68, was das Videospiel vor den Geschehnissen der vierten Staffel einordnet, in der erwähnt wird, dass Xavier bereits 72 Mal verwandelt wurde. In einem Tutoriallevel wird im Kampf gegen Mr. Pigeon erklärt, wie die Spieler*innen gegen sogenannte Schläger, Minions des jeweiligen Bösewichts, kämpfen können. Im späteren Verlauf kommen noch Fernkämpfer und Heiler hinzu. Zudem gilt es, über Häuserdächer zu springen und dabei leuchtende Kugeln und Macarons einzusammeln. Diese können später bei Master Fu gegen neue Fähigkeiten und Artwork eingetauscht werden. Artwork und Errungenschaften können in Marinettes Album angesehen werden.

Nach Beendigung des Einführung-Bosskampfs gegen Mr. Pigeon verwandeln sich Ladybug und Cat Noir in Marinette bzw. Adrien zurück. Nun können Spieler*innen die Karte, bestehend aus neun Gebieten, zu denen auch Teleport möglich ist, erkunden und mit Nachbarn und Freunden, die ebenfalls aus der Serie bekannt sind, sprechen. Sowohl in den Kämpfen als auch beim freien Herumlaufen kann zwischen den Helden gewechselt werden. Während des Kämpfens werden mal spezielle Fähigkeiten von Ladybug und mal von Cat Noir benötigt, während des freien Spiels wird meist Marinette benötigt, um Gespräche und das Fortführen der Story zu triggern. Marinette erfährt von ihren Freunden, dass Adriens Geburtstag bald ansteht und sie eingeladen wurde. Die Geschichte nimmt ihren Lauf und insgesamt müssen vier weitere akumatisierte Gegner, Mayura und ihr Sentimonster und zuletzt Hawk Moth besiegt werden, um Paris wieder sicher zu machen.

 

Die Highlights in Miraculous: Rise of the Sphinx

Das Grundprinzip des Spiels klingt vielversprechend. Natürlich leuchtet es ein, dass ein Videospiel ab sechs Jahren auch kindgerechte Kämpfe beinhaltet, die nicht allzu schwer sind. Dennoch war es enttäuschend zu sehen, dass die verschiedenen Gegnertypen keinen wirklichen Unterschied gemacht haben und es trotz Debuffs ausreicht, Tasten zu kloppen, um die Feinde zu verprügeln und weiterzukommen. Gefreut hat es mich, dass es Bosse wie Mr. Pigeon gab, der zum 68. Mal akumatisiert wird, was die Welt stimmig macht, da er der am häufigsten verwandelte Gegner von Ladybug und Cat Noir ist.

Auch Chloé kommt vor, somit hatte ich zumindest eine Feindin von meiner stärkste Schurken-Liste wieder gefunden. Ebenso lebendig wurde das Spiel durch Cutscenes zwischen Gabriel Agreste und Nathalie. Diese haben nicht nur den Spieler*innen, die die Serie nicht kennen, erklärt, warum Gabriel die Miraculous’ haben will, sie haben Serienkennern auch verraten, dass er bereits lange nach den Schmuckstücken sucht. Max als Gamer 3.0 war zudem eine willkommene Abwechslung als Boss, da man hier Fragen zur Serie beantworten konnte, anstatt gegen ihn zu kämpfen.

Miraculous: Rise of the Sphinx

Das Quiz von Gamer 3.0 als spezieller Bosskampf war ein Pluspunkt des Spiels.

 

Wo liegt dann das Problem?

Das Quiz hat mich nicht nur als Fan der Serie gefreut, sondern auch, weil das Kampfsystem lächerlich ist. Tasten drücken bis zum Gehtnichtmehr und Feinde, die innerhalb von Sekunden zu Boden gehen, waren genauso nervig wie sinnlos wiederkehrende Boss-Bewegungen, da es wohl zu schwer war, den meisten Bossen mehr als einen speziellen Move zuzutrauen. Das Alles wäre aber noch mit dem zu erwartenden, jungen Publikum zu erklären – obwohl die Serie auch ab sechs Jahren ist und trotzdem viele erwachsene Fans hat.

Aber unverzeihlich war die teils richtig schlechte Grafik. Verwaschene Hauswände und verpixelte Graffitis machten Miraculous: Rise of the Sphinx genauso unfertig wie die ständig auftretenden “Eine Weile später”-Bildschirme. Ein Bösewicht wird akumatisiert? Eine Weile später – plötzlich ist Ladybug vor Ort, obwohl sie noch zuvor als Marinette bei ihren Freunden war. Max zeigt sein neues Videospiel? Eine Weile später – alle sagen ihm, wie begeistert sie sind. Noch eine Weile später – Max ist sauer, weil ihm dieselben Personen angeblich gesagt haben, dass das Videospiel doch schlecht sei. Was ist denn hier mit den Storywritern passiert? Wurde an diesen Stellen etwa vergessen, die Geschichte zu animieren, oder dachten sie wirklich, das fällt niemandem auf?

Dazu kam, dass mit zunehmenden Leveln die Schwierigkeit zunahm. Allerdings nicht der Gegner. Es wurde immer schwerer, ohne Neustart ein Level zu beenden. Plötzlich hingen die Helden irgendwo im Boden fest, wo eigentlich giftiges Wasser sein sollte. Ab und an fiel man auch durch den Boden hindurch. Dass Cat Noir dann ermutigend rief “Wir haben sie besiegt!” hat zwar zur Komik beigetragen, aber nicht weitergeholfen. Gegen Ende wurden die englischen Aussprüche auch nicht mehr richtig untertitelt und im Startbildschirm hieß es “Guthaben” statt “Credits”.

 

Gut gemeint, aber schlecht gemacht

Miraculous ist ein tolles Franchise und eine unterhaltsame Serie. Auch im Videospiel habe ich bei den Cutscenes und den kleinen Easter Eggs für Fans gemerkt, dass man sich Mühe gegeben hat. Hier und da hat es sich auch wie eine Folge der Serie angefühlt: Marinette will Adrien näher kommen, steht sich aber selbst im Weg, muss dann einen Feind besiegen und schafft es am Ende doch irgendwie, genau das Richtige zu Adrien zu sagen, während Hawk Moth einen nächsten, finsteren Plan vorbereitet. Aber das hat eben nicht darüber hinweg getäuscht, dass das Spiel sehr viele grafische Unzulänglichkeiten und technische Schluckaufs hatte. Alles in allem war ich froh, dass ich das Spiel im Couch-Koop getestet habe. Allein hätte ich diese Heldenreise wohl nicht überstanden.

 

*Werbung: Die Amazon-Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du auf so einen Affiliate-Link klickst und über diesen Link einkaufst, bekommt die Redaktion von dem betreffenden Online-Shop oder Anbieter eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.

 

  • Test: Miraculous: Rise of the Sphinx – Wo ist der Kataklysmus, wenn man ihn braucht?
    Fazit zu Miraculous: Rise of the Spinx

    Ich bin ein großer Fan der Miraculous-Serie. Natürlich habe ich kein Wunderwerk erwartet, als ich dieses Spiel getestet habe, aber dass es nicht einmal das erfüllt, was man erwarten kann, war wirklich enttäuschend.

    Ann-Kathrin Günther, Redakteurin

Positiv:

Ein Spiel für Jung und Alt
Geschichte auch für nicht-Serienkenner gemacht
Lokaler Couch-Koop ermöglicht

Negativ:

Eintöniges Kampfsystem
Schlechte und unfertige Grafik
Ausgelassene oder unfertige Storyelemente
Viel zu teuer für den unfertigen Zustand

Ab in die Sammlung?

Nein. Falls jemand denkt, das wäre ein gutes Geschenk für Miraculous-Fans: Lasst die Finger davon!

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Geschrieben von Ann-Kathrin Günther
braucht kein Buch, sie hat schon eins.

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