Teenage Mutant Ninja Turtles: Shredder's Revenge

Test zum 90er Jahre Nostalgie-Abenteuer

Teenage Mutant Ninja Turtles: Shredder's Revenge im Überblick

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Kostenpflichtiger Seasonpass für DLCs

Teenage Mutant Ninja Turtles: Shredder’s Revenge - [Switch]
  • Das krasse Spieldesign versetzt dich zurück in die 80er Jahre
  • Herrliche vollfarbige Pixelgrafik
  • Old-School-Gameplay mit super-frischen Mechaniken
  • Bis zu vier Spieler gleichzeitig
  • Spiele mit kultigen TMNT-Charakteren und -Fahrzeugen in verschiedenen Gameplay-Optionen

*Werbung: Die Amazon-Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du auf so einen Affiliate-Link klickst und über diesen Link einkaufst, bekommt die Redaktion von dem betreffenden Online-Shop oder Anbieter eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.

Releasedatum: 16. Juni 2022

Genre: (Multiplayer) Beat em’ up

USK: ab 12 Jahren freigegeben

Publisher: Limited Run Games

Plattformen: Nintendo Switch, Playstation 4, Xbox One, PC

Wenn ich an die 90er Jahre denke, kommen mir sofort drei Dinge in den Sinn: Tamagotchis, Lavalampen und die Ninja Turtles. Ich habe die Geschichten um Leonardo, Donatello, Raphael und Michelangelo geliebt und konnte von den Pizza-mampfenden Ninja-Schildkröten und ihrem Lehrmeister Splinter gar nicht genug kriegen. Von Comics über Videokassetten bis hin zu Merchandise war ich optimal ausgestattet, um meine Idole zu zelebrieren. Einzig und allein die Videospiele habe ich leider nie in die Finger bekommen. Mit dem Wunsch danach, die sagenumwobenen 2D-Sidescroller eines Tages nachzuholen, habe ich mich riesig darüber gefreut, als Teenage Mutant Ninja Turtles: Shredder’s Revenge angekündigt wurde. Ohne zu zögern habe ich mich nach dem Release auf die Reise nach New York begeben, wo der Bösewicht Shredder erneut sein Unwesen treibt. Ob dieses Abenteuer eher einer köstlich belegten Pizza mit doppelt Käse oder einem versalzenen Rosenkohl ähnelt, erfahrt ihr in unserem Test.

 

Keine Zeit für eine große Geschichte

Wer bei dem neuesten Abenteuer der Ninja-Schildkröten eine Wahnsinnsgeschichte mit viel Tiefgang und spannenden Wendungen erwartet, wird wohl leider enttäuscht. Im Großen und Ganzen geht es darum, dass Shredder den auseinandergesprengten Androidenkörper des Aliens Krang neu zusammensetzen möchte und sich seine Schergen nach und nach die Teile unter den Nagel reißen. Außerdem hat es der Fiesling wie so oft auf die Freiheitsstatue abgesehen. Die Turtles, Meister Splinter und April O’Neil wollen dies mit vereinten Kräften verhindern. Doch wie bereits erwähnt spielt die Story eher eine nebensächliche Rolle. Stattdessen verliert das Arcade-Prügelspiel keine Zeit damit, uns gleich die grundlegende Steuerung im Schnelldurchlauf vorzustellen.

Diese wirkt auf den ersten Blick ein wenig überwältigend, weil es eine durchaus hohe Anzahl an Kombo-Möglichkeiten gibt. Nach ein, zwei Levels hat man das Wichtigste aber auf dem Kasten. Ihr könnt Gegner schlagen und in verschiedene Richtungen werfen. Außerdem könnt ihr springen und Luftangriffe ausführen. Haltet ihr den Schlagknopf gedrückt, ladet ihr einen harten Schlag auf. Treffer treiben euren Kombo-Zähler solange in die Höhe, bis ihr getroffen werdet. Eine erfolgreiche Kombo lädt eure Spezialleiste auf mit der ihr einen mächtigen Angriff auslösen könnt. Um gegnerischen Angriffen auszuweichen könnt ihr euch entweder zur Seite bewegen, rennen oder eine Ausweichrolle ausführen.

Bevor ihr euch in die Kampagne stürzt könnt ihr einen der sechs genannten Charaktere auswählen. Diese verfügen über unterschiedliche Statuswerte in den Punkten Reichweite, Geschwindigkeit und Stärke. Einen wirklich spürbaren Unterschied zwischen den Turtles, ihrer Freundin und ihrem Lehrmeister gibt es im Gameplay allerdings nicht. Alle spielen sich ähnlich flüssig und sind gleichermaßen in der Lage dazu, einen Haufen Gegner zu vermöbeln.

Die Cutscene direkt am Anfang sieht einfach nur fantastisch aus.


 

Stürzt euch ins Getümmel

Sobald ihr eure Kampagne gestartet habt, geht der Spaß auch gleich los. Auf der „Oberwelt“ schaltet ihr nach und nach insgesamt 15 Levels frei, bei denen es im Grunde genommen vor allem um eines geht: Gegner verprügeln! Ein Level startet ihr mit drei Leben und einer vollen Energieleiste. Von da an bewegt ihr euch von links nach rechts, wobei ihr während der Kämpfe auch ausreichend Platz nach oben und unten habt. Habt ihr erst einmal alle Gegnerscharen eines Abschnitts beseitigt, geht’s weiter in den nächsten. Zwischendurch warten Pizzen zur Gesundheitswiederherstellung und zerstörbare Objekte mit Sammelgegenständen auf euch.

Am Ende eines rund 7-minütigen Levels wartet ein Bosskampf auf euch. Diese sind mindestens auf der mittleren Schwierigkeitsstufe auch durchaus fordernd und zwingen euch dazu, eure Attacken sowie Ausweichmanöver gut zu timen. Es empfiehlt sich, Teenage Mutant Ninja Turtles: Shredder’s Revenge deshalb auch mindestens auf der mittleren Schwierigkeitsstufe zu spielen, da es auf „Leicht“ eher einem Parkspaziergang ähnelt.

Egal ob in Zoos, Museen oder dem Einkaufszentrum: Mit der Zeit wird Shredder immer fiesere Schergen auf euch hetzen. Doch auch ihr gewinnt im Laufe des Spiels an Erfahrung und schaltet nach und nach kleine Power-Ups für eure Charaktere frei. Dazu zählen zum Beispiel eine höhere Anzahl an Lebenspunkten oder neue Spezialangriffe. Abgesehen vom Design spielen sich die Levels alle recht ähnlich. Einzig und allein die „Fluglevels“ auf den Düsen-Skateboards sorgen für ein wenig Abwechslung.

Besonders unterhaltsam wird der Arcade-Prügler im Koop-Modus! Es empfiehlt sich deshalb unbedingt, sich entweder ein paar weitere Turtle-Fans zu sich nach Hause einzuladen oder online nach einer passenden Gruppe zu suchen. Neben dem Spaß verdoppelt der Koop-Modus allerdings auch das Chaos, welches auf dem Bildschirm herrscht. Hat man sich da aber erst einmal zurecht gefunden, will man den Controller kaum noch aus der Hand legen.

Die Geschichte wird in kleinen Bildergeschichten weitererzählt.


 

Und was gibt es sonst noch?

Neben dem Kampagnen-Modus bietet der Arcade-Modus euch eine weitaus größere Herausforderung. Dort erwartet euch eine Aneinanderreihung der Levels mit begrenzten Leben und Continues – eben wie früher an den Automaten! Scheitert ihr dort, könnt ihr nicht wie im Story-Modus das eben gespielte Level gleich wieder versuchen, sondern beginnt von vorne.

Im Kampagnen-Modus erwarten euch in den Levels noch Zusatzherausforderungen, die sogenannten Hürden. Um alle Herausforderungen zu erfüllen, müsst ihr beispielsweise ein Level meistern ohne Schaden zu erleiden oder die Gegner mit bestimmten Kombos ausschalten. Im Dojo findet ihr zudem noch eine beeindruckende Anzahl weiterer Herausforderungen, die für die Langzeitmotivation sorgen sollen. Zusätzlich könnt ihr Gegenstände sammeln, die nach und nach eure Bibliothek füllen.

In den freischaltbaren „Bonuslevels“ müsst ihr zum Beispiel für einen Charakter bestimmte Gegenstände zu sammeln. Wirkliche Abwechslung bieten diese kleinen Nebenquests jedoch nicht, weil man die gesuchten Objekte mehr oder weniger im Vorbeigehen einsammelt, während man eigentlich damit beschäftigt ist, Gegner zu vermöbeln. Generell sind die Sammelobjekte und freischaltbaren Erfolge hier und da ganz nett, aber auch keine riesen Bereicherung.

Im Dojo seht ihr, welche Herausforderungen ihr bereits abgeschlossen habt.


 

Die Turtles wissen worauf es ankommt

Um nochmal auf meine Frage vom Anfang zurück zu kommen: Teenage Mutant Ninja Turtles: Shredder’s Revenge hat durchaus das Zeug dazu, eine köstlich belegte Pizza mit doppelt Käse zu sein. Das liegt vor allem daran, dass das Spiel sich auf seine Stärken fokussiert und für das was es sein möchte, wirklich gut ist. Der Arcade-Prügler bietet einem ein fantastisches Single- und Multiplayer-Erlebnis, wenn man weiß, worauf man sich einlässt. Auch wenn die Spielzeit recht knapp ist und es hier und da ein wenig an Abwechslung fehlt, sorgen die verschiedenen Schwierigkeitsgrade für eine gelungene Herausforderung mit einer ordentlichen Portion Nostalgie.

Teenage Mutant Ninja Turtles: Shredder’s Revenge - [Switch]
  • Das krasse Spieldesign versetzt dich zurück in die 80er Jahre
  • Herrliche vollfarbige Pixelgrafik
  • Old-School-Gameplay mit super-frischen Mechaniken
  • Bis zu vier Spieler gleichzeitig
  • Spiele mit kultigen TMNT-Charakteren und -Fahrzeugen in verschiedenen Gameplay-Optionen

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  • Teenage Mutant Ninja Turtles: Shredder’s Revenge – Test zum 90er Jahre Nostalgie-Abenteuer
    Fazit zu Teenage Mutant Ninja Turtles: Shredder's Revenge

    Ich persönlich bin wirklich glücklich über Teenage Mutant Ninja Turtles: Shredder’s Revenge. Das Spiel hat es von der ersten Sekunde an geschafft, mich in meine Kindheit zurückzuversetzen. Das Spiel ist eine Hommage an die gute alte Zeit, in der Arcade Automaten das Maß aller Dinge waren. Außerdem bietet es sowohl durch den lokalen als auch durch den online Multiplayer-Modus eine fantastische Mehrspielererfahrung, die definitiv ihr Geld wert ist. Auch wenn ich mir hier und da ein wenig mehr Spielzeit und Abwechslung gewünscht hätte, hat mich das Spiel durch seinen Charme überzeugt. Die Kombination aus einem simplen Spielprinzip und einem durchaus herausfordernden Schwierigkeitsgrad sorgen dafür, dass man sich mit voller Vorfreude in das nächste Level stürzt und den Controller gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Von mir gibt es deshalb für das neueste Turtle-Abenteuer beide Daumen nach oben!

    Lukas Runde, Redakteur

Positiv:

Die unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade sorgen für die passende Herausforderung
Der Charme der 90er wurde perfekt getroffen
Das Gameplay sorgt für ein wahrhaftiges Flow-Erlebnis
Der Soundtrack ist spitze

Negativ:

Ein wenig mehr Abwechslung hätte dem Spiel gut getan
Der Koop-Modus ist zunächst etwas chaotisch

Ab in die Sammlung?

Fans der 90er können mit Teenage Mutant Ninja Turtles: Shredder’s Revenge nichts falsch machen.

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Redaktionsteam-Lukas-Runde-Foto-2021
Geschrieben von Lukas Runde
Egal ob Mario oder Donkey Kong - Hauptsache Hyrule!
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