Speedlink Ultor – Test zum kleinen Gamer Keyboard

Bei Speedlink war es lange Zeit still um neue Tastaturen im Gaming-Bereich. Doch nun geht es schnell vorwärts mit dem Push in den Gaming Keyboard Markt. Erst letztens hatten wir ja die Velator Tastatur von Speedlink im Test. Die Velator ist dabei etwas anspruchsvoll gewesen, was freien Platz auf eurem Schreibtisch angeht. Für alle Gamer mit etwas weniger Platz oder alle, die auf ein Numpad verzichten können, hat Speedlink eine Alternative. Wir haben das Ultor Keyboard für euch getestet und geben euch jetzt unseren Erfahrungsbericht.

 

Die klassische Speedlink Haut

Das Ultor Keyboard kommt in einer handlichen Box in den bekannten Speedlink Farben Schwarz und Rot. Die Front gibt euch dabei einen Print des Ultor mitsamt einer Zusammenfassung der Features. Neben der genannten Kompatibilität mit den vorhandenen Windows Varianten (von XP bis Win 10), kann ich auch Mac und Linux Support bestätigen. Die weiteren Punkte sind die Beleuchtung, Tastenfunktionen und einige andere Features. Die Rückseite gibt euch dann noch den Hinweis auf die Software zur Tastatur. Diese ermöglicht es euch, die Profilfunktion und Button Remapping zu nutzen. Im Inneren der Box finden wir dann außer der Tastatur selbst nur zwei kurze Guides – mehr nicht.

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Die Box im gewohnten Speedlink Design.

 

Ein leiser Klicker

Habt ihr die Tastatur dann aus der Verpackung befreit, geht die Installation erwartungsgemäß problemlos vonstatten. Einfach einstecken und los gehts. Das Keyboard im Tenkeyless Format selbst ist etwa 35 cm lang und 12 cm breit. Dank der mechanischen Keys misst sie in der Höhe etwa drei Zentimeter. Das Gehäuse bietet auf der Oberfläche eine rote Aluminium Abdeckung in die die mechanischen Kaihua-Kailh Keys eingelassen sind. Nehmt ihr die Kappen ab, kommen die Redkeys zum Vorschein. Wer gerne mal beim Zocken in die Chips greift, wird hier keine Probleme haben, die Tastatur zu reinigen. Sobald die Tastatur Strom hat, leuchtet euch diese auch gleich in Blau entgegen, zumindest teilweise. Die WASD- und Richtungskeys zum Beispiel sind und bleiben weiß. Das soll zwar eine Hilfestellung sein, mir hätte es allerdings besser gefallen, wenn man alles in einer Farbe gehalten oder voll anpassbar gemacht hätte. Positiv war für mich allerdings der Geräuschpegel der Tasten. Wer nach dem leicht metallischen Klick sucht, ist hier falsch, da die Keys allesamt weich und nahezu geräuschlos betätigt werden können. Mit zwei gummierten Standfüßen könnt ihr den Winkel anpassen für etwas mehr Komfort. Um die Verarbeitung rundzumachen, hat man der Ultor dann noch ein Textilkabel verpasst, das insgesamt einen sehr robusten Eindruck macht.

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Die Ultor ist sehr kompakt und findet auch auf kleinen Tischen einen Platz.

 

Ein Profil für jede Gelegenheit

Mit dem angesprochenen Treiber, den man sich direkt bei Speedlink herunterladen kann, soll man ja die Tastatur anpassen können. Nach der Installation begrüßt euch der Treiber mit einer Übersicht eures Keyboards. In dieser Anwendung könnt ihr jetzt zum Beispiel Tasten umbelegen oder gleich ein eigenes Nutzerprofil anlegen. Fünf Speicherplätze stehen euch dafür zur Verfügung. Wechselt ihr auf der Tastatur durch Drücken der Fn+Druck Tasten in den Gaming Mode, habt ihr Zugriff auf die Makrotasten. Um diese sinnvoll nutzen zu können, müsst ihr über den Makro Manager allerdings erst mal selbige aufnehmen und speichern. Danach wählt ihr diese für die jeweilige Taste M1 – M6 aus. Dabei hatten wir allerdings einige Schwierigkeiten. Um diese Einstellungen auf die Ultor zu übertragen, müsst ihr diese auf der Tastatur speichern, was so weit absolut normal ist. Leider jedoch hat dieser Prozess im Test nicht so recht funktioniert. Mehr als eine Stunde saß ich vor einem “Bitte warten”- Dialog, ohne dass sich etwas tat. Die gerade zugewiesenen Makros funktionierten demzufolge ebenfalls nicht. Erst wenn Windows im “abgesicherten Modus” gestartet wird, funktionierte die Speicherung. Das Problem lag an unserem Testrechner, der zuvor schon andere Treiber weiterer Hardware installiert hatte und somit leider Probleme mit dem Ultor-Treiber aufwies. Nach Rücksprache mit Speedlink haben wir im abgesicherten Modus von Windows alle Einstellungen der Makros vornehmen können. Schaut also bitte vor der Installation der Software, ob Treiber alter Tastaturen deinstalliert sind.

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Der Tastenhub ist sehr groß für präzisere Tastenanschläge.

 

Fazit:

Die Speedlink Ultor ist eine wirklich kompakte Gamer Tastatur für den schmalen Geldbeutel. Die Tasten haben einen angenehmen mechanischen Hub, ohne nervig laut zu klicken. Etwas seltsam fand ich allerdings die zweifarbige Beleuchtung mit den weiß beleuchteten WASD- und Richtungstasten. Die Absicht dahinter ist mir zwar klar, aber in der Praxis war es mehr eine Ablenkung als eine Hilfe. Positiv ist dagegen das recht gute Gewicht/Größe Verhältnis. Gerade Gamer mit kleinem Schreibtisch werden dafür dankbar sein. Vieltipper werden aber vielleicht weniger Spaß mit der mit dem Keyboard haben. Der Winkel in dem die Hände auf der Tastatur aufliegen ist zum Tippen nicht unbedingt angenehm gewesen. Die Verarbeitung ist dabei sehr gut, vor allem für dieses Preissegment. Speedlink sollte aber an der Software dringend noch nacharbeiten. Wer ein preiswertes mechanisches Gaming Keyboard sucht, sollte dem Ultor eine Chance geben.82

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Geschrieben von Marco Schmandt
Ist unterwegs als Space Ninja in Warframe

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