Pronty: Fishy Adventure

Test zum Überraschungs-Metroidvania auf dem Meeresgrund

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Releasedatum:  19. November 2021

Genre: Metroidvania

USK:  Keine Angabe

Publisher: 18Light Game Ltd.

Plattformen: PC

Im August 2016 testete ich Song of the Deep, ein Metroidvania, welches sich komplett Unterwasser abspielte. Man steuerte ein kleines Mädchen in einem U-Boot und was das Spiel besonders machte, war vor allem die stimmige Meeresgrundatmosphäre. Die Tiefen des Ozeans haben halt so viel zu bieten, so dass die Menschheit bis heute nur ca. 5 % des Meeres erforschen konnte. Worauf ich hinaus will ist ein neues Metroidvania namens Pronty: Fishy Adventure, welches ebenfalls die Tiefen des Meeres als Schauplatz gewählt hat. Diesmal steuern wir jedoch ein kleines Fischwesen und erkunden eine längst untergegangene Zivilisation. Ob dieses Spiel abseits von fesselnder Tiefseeatmosphäre etwas zu bieten hat, haben wir mal etwas genauer in unserem Test überprüft,

 

Fische und Roboter im Einklang

Pronty ist ein genetisch modifiziertes Fischwesen und dient als Beschützer der Unterwasserstadt Royla. An der Seite eines jeden Pronty dient ein bionisch verstärkter Roboter-Speerfisch namens Bront, der als Hauptwaffe fungiert. Die Pronty können sich mittels Gen-Modifikation neue Fähigkeiten aneignen, die Bront können mit neuer Ausrüstung verstärkt werden und so bilden sie ein nahezu unschlagbares Duo, welche die Unterwasserwelt vor gefährlichen Monstern verteidigen.

Doch Royla scheint nicht mehr die leuchtende Metropole zu sein, die sie mal einst war. Während einer Trainingseinheit werden Pronty und Bront Zeugen eines Angriffs des Riesenfisches Raksha, der eine Unmenge an anderen fiesen Wesen mit sich bringt. Pronty scheint nun der letzte Beschützer zu sein, welcher sich dieser Gefahr entgegenstellen kann. Nach und nach entdecken wir die gefallenen Ruinen der Stadt Royla, die nun komplett geflutet ist und in der keine Menschenseele gefunden werden kann. Lediglich versteckte Aufzeichnungen zeugen noch von Leben in diesen Gebieten und so können wir uns immer mehr selbst ein Bild vom ehemaligen Leben in der Stadt machen, während wir uns auf Monsterjagd begeben. Dazu solltet ihr allerdings der englischen Sprache mächtig sein, eine deutsche Übersetzung gibt es bis dato leider noch nicht.

Es gibt wunderschöne unberührte Orte in den tiefen des Meeres, aber sie sind ein seltener Anblick anbetracht der untergegangenen Zivilisation, die man vorfindet.


 

Die Waffe eines Beschützers

Pronty: Fishy Adventure ist ein ganz klassisches Metroidvania mit all seinen Elementen und Regeln. Ihr erkundet die Unterwasserwelt und werdet oft Stellen finden, an denen man mit den aktuellen Fähigkeiten nicht weiterkommen kann. Diese Fähigkeiten findet man schließlich an anderer Stelle und muss also seine Wege zurückverfolgen und sich an ebenjene Stellen erinnern, die man nun mit neuen Kräften passieren kann.

Auf diesem Weg besiegt man eine Menge kreativer Monster, die alle aus Meereslebewesen mit menschlichen Gegenständen bestehen. Wir haben Flundern, die explosive Bomben in ihrem Inneren verstecken, normale Fische mit menschlichen Gebissen umgeben und Tintenfische mit Plastiktüten über ihren Köpfen. Auch die riesigen Bossgegner sind nicht zu 100 % natürlich. Ein gewaltiges Haiwesen hat Klingen am gesamten Körper, ein Kugelfisch verschießt explodierende Stacheln und eine riesige Variante der Mülltütentintenfische gibt es auch. Die Bosse erfordern euer ganzes Können ab, der Schwierigkeitsgrad des Spiels ist vor allem an diesen Stellen besonders knackig.

Es ist also wichtig, dass man lernt, mit dem Speerfisch Bront als Waffe umzugehen. Während ihr Pronty steuert, könnt ihr Bront separat mit der Maus verwenden und so Gegner normal zusetzen, eure Angriffe aufladen oder Bront um euch wie einen Schutzschild schwirren lassen. Das Ganze kombiniert ihr mit einem Dash zum Ausweichen, denn Pronty selbst kann nicht angreifen. Die Symbiose zwischen dem Fischwesen und dem Roboter eröffnen ein sehr interessantes Kampfsystem.

Fiese Riesenwürmer mögen euch stark vorkommen, sie sind aber im weiteren Verlauf das kleinste Übel.


 

Fischmutationen en masse

Obwohl Bront in den Kämpfen an vorderster Front wirkt heißt das nicht, dass Pronty nichts auf dem Kasten hat. Wie bereits erwähnt handelt es sich bei Pronty: Fishy Adventure um ein klassisches Metroidvania und somit gibt es auch allerlei Upgrades zum Entdecken. Diese kommen zum größten Teil in Form von „Memory Boards“, Items zum Ausrüsten für Pronty. Ähnlich wie zum Beispiel das Ordensystem aus den frühen Paper Mario-Spielen funktionieren auch diese Memory Boards. Sie kosten eine bestimmte Anzahl an Punkten zum Ausrüsten und ihr habt nur ein gewisses Kontingent an Plätzen zur Verfügung. Auch das lässt sich natürlich aufrüsten, genau wie euer Leben, euer Stamina, Bronts Angriffsschaden und seine Überhitzung, die bei starken Fähigkeiten eintreten kann und sehr hinderlich ist.

Aber zurück zu den Memory Boards. Die verliehenen Fähigkeiten fallen recht unterschiedlich aus. Ein Item lässt Pronty schneller, länger und kontrollierter dashen, ein weiteres schenkt ihm einen kleinen Klingenfischbegleiter, der Gegner angreift. Manche Boards verstärken Bronts Angriff mit Elektrizität und Explosionen und manche helfen euch dabei, die Lebenspunkte eurer Gegner zu sehen. Es ist immer eure Aufgabe, die für eure Spielweise oder die erforderliche Situation beste Kombination zu finden. Und schlussendlich gibt es auch noch direkte Mutationen für Pronty, die euer Fähigkeitenrepertoire aufstocken.

Mit all diesen Items, den versteckten Aufzeichnungsdisks mit zusätzlichen Storydetails und versteckten Schatztruhen, mit dessen Inhalten ihr weitere neue Ansteckeritems kaufen könnt, gibt es echt eine Menge zu entdecken. Pronty: Fishy Adventure ist sehr gut darin euch zu ermutigen, jeden Winkel der Unterwasserwelt zu erkunden.

Ein Problem gibt es jedoch und das ist euer Stamina. Während ihr in anderen Metroidvanias eure Fähigkeiten, nachdem ihr sie erhalten habt, nach eurem Belieben verwenden könnt, seid ihr hier an euer Stamina gebunden. Ein Dash, also eure einzige Ausweichmöglichkeit, kostet Stamina und das wird vor allem bei Bossen zum Problem. Ihr könnt euch 360° durch das Wasser bewegen und eure Gegner auch, also ist ausweichen essentiell. Das Spiel hätte auf diese Funktion auch verzichten können und wäre immer noch herausfordernd genug gewesen.

Wenn etwas blau oder rot leuchtet, dann kann es doch nur etwas Gutes sein, oder? Zum Beispiel genverändernde Stoffe für eure Mutationen.


 

Kennt ihr noch Rapture?

Ich stelle diese Frage, denn sind wir mal ehrlich, eine Dystopie versunken im Ozean wie die Stadt aus den Bioshock-Spielen ist jetzt wahrlich kein neues Konzept. Aber Pronty: Fishy Adventure weiß, dieses Konzept dennoch absolut eindrucksvoll umzusetzen. Sicher haben manche Ecken der Gegenden, die ihr erkundet, auch schöne Elemente, doch an den meisten Stellen ist der Verfall dieser wohl einst wunderbaren Metropole nicht zu leugnen. Es gibt üstere, fast schon Kloaken gleichende Schächte, verfallene Gebäude mit umgestürzten Säulen und Statuen, zerstörte Computer und von Schrott umgebene Bunker, in denen ihr übrigens speichern, schnellreisen und eure Memory Boards verändern könnt. Diese verfallenen Gebiete machen schon ein wenig betroffen, da sorgt die passende Atmosphäre für.

Bis auf ein paar Tracks während der Bosskämpfe kommt das Spiel gänzlich ohne einen Soundtrack aus. Ihr werdet lediglich begleitet von den Geräuschen, welche diese Welt euch zu bieten hat. Natürlich das Blubbern der Unterwasserwelt, aber auch ein Knarzen und Krächzen der alten Gebäude und noch viele weitere, unidentifizierbare Geräusche. Der Meeresgrund ist bereits bei uns in der echten Welt einfach gruselig, da müssen wir uns nichts vormachen und auch die Welt in Pronty: Fishy Adventure ist mitreißend düster, atmosphärisch und ja, an einigen Stellen auch angsteinflößend.

Sein Übliches tut dazu der handgezeichnete Look, die Lichteffekte und das absolut kreative Design, von der Architektur der Stadt und seiner Einrichtung bis hin zu den bereits erwähnten sonderlichen Kreaturen, denen ihr begegnet. Die Spielwelt ist der wohl überzeugendste Punkt von Pronty: Fishy Adventure, der das bereits gute Metroidvania-Gameplay komplettiert und für eine ganz besondere Spielerfahrung sorgt. Es gibt aber auch einen kleinen Haken: So atmosphärisch die Spielwelt auch ist, sie besteht an sehr vielen Stellen aus engen Gängen. Nicht nur wird eure Bewegung hier deutlich eingeschränkt, auch Bront verhakt sich oft an Kanten. Manche Abschnitte wirken fast so, als wäre nicht bedacht worden, dass man sich überall hin bewegen kann, sondern wurden ursprünglich für ein Metroidvania übliches Jump’n’Run entwickelt. Wenn man dieser ansonsten exzellenten Spielwelt etwas ankreiden möchte, wäre dies das einzige Manko.

 

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    Fazit zu Pronty: Fishy Adventure

    Pronty: Fishy Adventure kommt völlig unerwartet daher, entwickelt von einem kleinen chinesischen Entwicklerstudio und mausert sich zu einem der besseren Metroidvanias. Das Kampfsystem ist mal etwas Neues, die Unterwasserwelt ist wunderbar düster, dystopisch, klaustrophobisch und atmosphärisch und die Bosse sind schön knackig schwer. Es gibt viele Geheimgänge und -verstecke zu entdecken, viele Aufrüstungen für euren Pronty und eure Waffe und viele optionale Storyelemente zu lernen. Es gibt für Liebhaber des Genres eigentlich keinen Grund, dieses Spiel nicht zu empfehlen. Kleinere Macken wie der Stamina-Balken und das teilweise sehr schlauchige und enge Leveldesign sind kleine Schönheitsflecken, die sich gut überdecken lassen. Definitiv ein Überraschungshit im Ozean der Metroidvania-Spiele.

    Maarten Cherek, Redakteur

 

Positiv:

Innovatives Kampfsystem mit eurem Speerfisch-Buddy
Alle typischen Metroidvania-Elemente wie die Erkundung und fordernde Bosskämpfe sind vorhanden
Unschlagbare, düstere Unterwasseratmosphäre
Wunderschöne, handgezeichnete Hintergründe und Monsterdesigns
Viele verschiedene Spielmöglichkeiten durch das Memory Board-System

Negativ:

Leider keine deutschen Texte
Leveldesign oft etwas schlauchig und eng
Stamina braucht keine Sau in einem Metroidvania

Ab in die Sammlung?

Wenn ihr nach Metroid Dread immer noch nicht genug vom Genre habt, dann bekommt ihr hier exzellentes, neues Spielefutter.

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Geschrieben von Maarten Cherek
isst nichts so heiß, wie es gekocht wird!

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