Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 4 Road to Boruto – Test zum Werdegang des Shinobi-Nachwuchses

Etwa ein Jahr ist es her, dass Bandai Namco Entertainments Ninja-Abenteuer Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 4 eine überdurchschnittlich gute Bewertung von uns erhalten hat. Jetzt nimmt im neusten und letzten DLC „Road to Boruto“ Narutos Sohn Boruto das Ruder in die Hand und mischt Konohagakure ordentlich auf. Neben einigen Zusatzpaketen, die letztes Jahr für das Spiel erschienen sind, bildet Road to Boruto die größte Erweiterung des Spiels. Ob sich das letzte Kapitel rund um die Shinobi-Welt lohnt oder ob ihr mit dem Hauptspiel bereits bedient seid, erfahrt ihr in folgendem Test.

 

Film wird zum Spiel

Der DLC Road to Boruto folgt im Großen und Ganzen dem Inhalt des Filmes „Boruto: Naruto the Movie“. Euch werden im DLC ab und an kleine Abwandlungen wie der Chunin-Prüfung begegnen, doch der Kern des Filmes bleibt in diesem DLC erhalten. Allerdings werdet ihr zu Beginn von Road to Boruto ohne Sang und Klang in die Story hineingeworfen: Ihr kämpft direkt als erwachsener Sasuke gegen einen euch noch unbekannten Gegner. Doch eine umfangreiche Einführung ist dabei nicht nötig, denn die Kampf- als auch die Bewegungssteuerung wurde aus dem Hauptspiel übernommen. Aber auch Neulinge, die noch nicht mit dem Naruto-Universum vertraut sind, wird geholfen. Bei allen Charakteren, die im DLC eingeführt werden, steht stets Name sowie eine kurze Beschreibung wie „Sohn von XY“ bei. Dabei werden im Spiel die gleichen Synchronsprecher wie auch schon im Film verwendet. Als Naruto-Veteran ist es dabei wirklich toll, durch das Dorf zu laufen und die älteren Versionen des Naruto-Universums kennenzulernen, die Kind und Kegel zuhause hüten. Während des gesamten DLCs werdet ihr euch in Konohogakure und mehr als vier weiteren Schauplätzen umsehen können, allerdings sind die Schauplätze im Gegensatz zum Dorf aufs Minimalste beschränkt.

Was hat es mit diesem Rüpel auf sich?

 

Hilfe! Ich hab meine Krähenfüße fallen lassen!

Die Hauptstory von Road to Boruto bringt es auf etwas weniger als 10 Spielstunden. Doch auch nach der eigentlichen Geschichte des Filmes gibt es einiges zu entdecken. Als Nebenereignis müsst ihr „Borutos 10 Aufgaben“ lösen, in denen ihr verschiedenen Charakteren aus dem Naruto-Universum helfen müsst. In den Aufgaben müsst ihr Kämpfe bestreiten, Dorfbewohnern helfen oder andere denkbare Aufgaben lösen. Des Weiteren können bei eurem Rundgang durch das Dorf verschiedenste Charaktere plötzlich auftauchen und gegen euch kämpfen wollen, Quizfragen stellen oder euch einfach so ein Item schenken. Dabei erleichtert euch die Teleportfunktion ungemein das Leben. Manchmal wirken die Aufgaben der Dorfbewohner etwas dröge, da ihr euch von Punkt A nach Punkt B bewegen müsst. Doch mithilfe eurer Shinobikräfte ist es euch möglich, in Sekundenschnelle ein großes Stück Weg zu sparen und die Aufgaben so schneller zu bewältigen. Dabei hilft euch eure Karte weiter, denn auf der Dreieck-Taste könnt ihr zunächst statt der Minimap die Bereichskarte zur groben Orientierung aufrufen, allerdings könnt ihr auch zur Gesamtkarte und den Teleportstationen wechseln. Insgesamt erwartet euch also eine gute Mischung aus Kämpfen, Dialogen und Erkundungstouren durch die Stadt.

Konohagakure wirkt durch die NPCs belebt

 

Chunin-Prüfung für Fortgeschrittene

In Road to Boruto erwarten euch weit weniger Bosskämpfe mit Quick Time Events als im Hauptspiel. Während des DLCs kämpft ihr zwar gegen viele kleinere Gegner, einen gigantischen Bosskampf erwartet euch allerdings nur am Ende des Spiels. Dabei handelt es sich allerdings um einen gigantischen vor Spezialeffekten strotzenden Bosskampf, für den es sich lohnt, zu kämpfen (im wahrsten Sinne des Wortes). Bei diesem Bosskampf war es mir auch zum ersten Mal vergönnt zu sterben.  Falls ihr im DLC sterbt, habt ihr am Ende des Kampfes die Wahl, ob ihr den Kampf mit 100% mehr Angriff oder 100% mehr Verteidigung fortsetzt. Die Lebensanzeige des Gegners wird dabei NICHT zurückgesetzt, eure Lebensanzeige wird allerdings komplett aufgefrischt. Etwas ungerecht, aber der Fokus des DLCs liegt eindeutig auf der Erzählung der Geschichte. Trotz der rar gesäten Bosskämpfe gibt es aber auch so im Verlaufe des Spieles viele abwechslungsreiche Missionen. Die Chunin-Prüfung bietet beispielsweise einen schriftlichen Test, in welchem ihr alle 10 Fragen richtig beantworten müsst, ansonsten fallt ihr durch! Auch der zweite Teil, die Flaggenjagd, macht unglaublich Spaß durch die tickende Zeit und der Absprache mit den Teamkameraden Sarada und Mitsuki.

Alles Gute zum Geburtstag, Himawari!

 

Technisch nicht immer ein Augenschmaus, grafisch dafür umso mehr

Während im Hauptspiel kaum Bugs aufgefallen sind, reihen sich diese innerhalb der kurzen Spielzeit des DLCs aneinander: Teammitglieder buggen beispielsweise an anderen Dorfbewohnern fest. Auch die teils langen Ladezeiten zehren an den Nerven. Während ich Boruto durch die Stadt steuere, bewegt er sich manchmal einen Schritt weiter, obwohl ich den Controllerstick schon losgelassen habe. Auch die Bildrate bleibt nicht immer bei den konstanten 60 FPS, dabei fand der Einbruch nicht immer in Kämpfen statt, die vor Spezialeffekten nur so gesprüht haben. Doch genau dieses Feuerwerk an Spezialeffekten ist es, das den Spaß an den Kämpfen erhalten. Auch das 100. Rasengan macht Spaß, da der Bildschirm vollends am Flackern und Leuchten ist.  Auch die Umgebung von Road to Boruto ist liebevoll gestaltet: Während man durch Konohagakure läuft, kommt einem das Dorf wie ein kleines, belebtes Städtchen vor. Überall sind Grüppchen von NPCs versteckt, die sich miteinander unterhalten oder Runden durch das Dorf drehen. Während der Gespräche untereinander stehen die Dorfbewohner nicht starr auf einem Fleck, sondern gestikulieren beim Reden oder wedeln mit den Armen fröhlich hin und her. Sogar an kleine Details wie einem Staubsauger in Narutos Haus oder Postern in Borutos Zimmer wurde gedacht. So macht es doch gleich viel mehr Spaß, das Dorf zu erkunden!

Positiv:

Abwechslungsreiche Missionen, die manchmal anders als im Film sind
Viele Charaktere aus dem Naruto-Universum mit originalen Synchronstimmen
Tolle Spezialeffekte in Kämpfen und viel Liebe zum Detail bei der Gestaltung des Dorfes
Für einen DLC viel Inhalt

Negativ:

Kaum spannende Bosskämpfe, die einen fordern
Technische Macken wie Framerate-Einbrüchen und Ladezeiten
Dorfbewohnern helfen auf Dauer zu monoton
Wenige Orte, die man besichtigen kann
[testimonial_slider][testimonial image_url=”58908″ image_width=”180″ image_height=”180″ name=”Jasmin Paskuda, Redakteurin”]

“Der DLC Road to Boruto bildet den krönenden Abschluss der Ninja Storm-Reihe. Trotz einiger technischer Mängel bietet die Erweiterung weitere 10 Stunden im Reich des Feuers, die man als Fan nicht missen darf. Auch wenn man den Film Boruto: Naruto the Movie schon kennt, erwarten euch einige abwechslungsreiche Missionen und ein Finale, das auch nach fünfmaligem Ansehen sehenswert ist, besonders dank des spannenden Bosskampfes und der vielen Spezialeffekte. Die freigeschalteten Charaktere bieten zudem mehr Abwechslung im Online-Modus und den lokalen Kämpfen gegen Freunde und Feinde. Des Weiteren erwartet euch eine Vielzahl an sammelbaren Items, mit denen ihr euer Profil aufpeppen könnt.”

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Auf in das Konohagakure der Zukunft?

Wer Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 4 schon in der Sammlung hat, der macht mit diesem DLC nichts falsch. Auch Neulinge finden an diesem DLC ihren Gefallen, was zusammen mit dem Hauptspiel erworben werden kann.

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Geschrieben von Jasmin Beverungen
schwärmt heimlich für ein Leben als Strohhutpiratin!

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