Minecraft Story Mode: Episode 5 (Immer her damit!) – Test zum immer-noch-nicht-Ende des Abenteuers

Nachdem Episode 4 vergangenes Jahr erschien, rechnete man mit Ende Januar, spätestens Anfang Februar mit der finalen Episode des Klötzchenabenteuers. Doch aus dem genüsslichen Warten wurde ein ungeduldiges Hoffen, die Episode würde noch in diesem Jahr erscheinen. Plötzlich und unerwarteterweise war es diesen Monat so weit: Episode 5 erblickte das Licht der Welt und es wurden noch weitere DLCs angekündigt, womit Episode 5 doch nicht das Finale der Geschichte rund um Jesse wird. Ist die lange Wartezeit auf diese Episode gerecht fertigt? Was hat so viel Zeit in Anspruch genommen? Über einige dieser Dinge klären wir euch in diesem Test auf!

 

Ein Neuanfang

Da die Abenteuer rund um den Withersturm schon in Episode 4 endeten, starten wir in dieser Episode mitten in einem epischen Kampf gegen Zombies. Wir sind – wir erinnern uns – Mitglied des Ordens des Steins und wirken selbstsicherer als nie zuvor. Aufgrund eines Tipps von Igor erkunden wir im Vierergespann (Petra, Olivia, Jesse, Axel) einen Tempel und erfahren durch die Truppe noch viel über die Zeit, in der sie schon dem Orden des Steines zugehören. Im Tempel finden wir einige „Schätze“ (Kürbis, Kuchen…), entdecken aber auch seltsam leuchtende Steine. Dem Tempel entkommen wir durch Quick-Time-Events, bei welchen ich tatsächlich auch sterbe (es scheint am Schwierigkeitsgrad gewerkelt zu sein). Durch Lava, Spinnen und Zombies bahnen wir uns einen Weg aus dem Tempel, wo wir in die Arme altbekannter Genossen laufen – die Ozeltos! An Grafik, Sprachausgabe und anderen nebensächlichen Sachen hat sich in dieser Episode scheinbar nichts geändert.

Ob eine der Truhen einen Schatz beherbergt?

 

Lohenruten!

Aiden samt den Ozeltos – jetzt Lohenruten – haben es auf unsere blau leuchtenden Steine abgesehen, mit denen wir eine riesige blaue Flammenwand erzeugen können. Nach einem kurzen Wortgefecht verjagen wir sie und kehren nach Hause zurück. Unsere Heimat vergöttert uns, den Orden der Steine, was bei manchen aus der Gruppe zu Arroganz und Überheblichkeit führt. Nach vielen lustigen Szenen ertönt ein dramatischer Schrei, da Ivor sich sein eigenes Lavahaus mitten in der Stadt gebaut hat. Hier müssen wir auch schon die erste Entscheidung fällen – das Haus abreißen, um den Stadtbewohnern einen Gefallen zu tun, oder es stehen lassen, damit Ivor seinen Traum leben kann? Natürlich reiße ich als pflichtbewusstes Mitglied des Ordens das Haus ab und breche damit Ivors Herz. In der Zwischenzeit taucht Lukas auf, der unsere Schätze bewundert und zwischendurch Aiden getroffen hat, der ziemlich eifersüchtig gewirkt hat. Zudem erfahren wir den Ursprung unserer neusten Errungenschaft, die auf die ewige Quelle zurückzuführen ist, mit der man einen endlosen Vorrat an Materialien herstellen kann. Von Neugier gepackt stapfen wir zurück zum Tempel, um mehr über diese Quelle zu erfahren.

Ivor scheint sauer über meine Entscheidung zu sein, was wir ihm später nicht anmerken

 

Himmelsstadt

Im Tempel angekommen finden wir einen Weg durch ein Portal, welches auch Aiden durchschreitet. Auf der anderen Seite entdecken Jesse und ihre Truppe eine im Himmel schwebende, riesige Insel, zu welcher sie sich durch erbauen einer Brücke durchkämpfen. Auffällig hierbei ist die Aufregung von Ivor, welcher seit der letzten Episode eine Metamorphose der Persönlichkeit durchwandert zu haben scheint. Er bringt während der gesamten Episode viele Gags und Witze, die mich des Öfteren zum Lachen gebracht haben. So baut Ivor einen Schädel mit Augen, aus denen Lava fließt, um seinem zerstörten Haus zu gedenken. Ein Bewohner der Insel erwischt uns beim Bauen und erklärt uns, dass dieses nicht erlaubt sei und erwähnt weitere Fremde, bei denen es sich nur um Aiden und die Lohenruten handeln kann. In der Stadt erwarten uns weitere lustige Momente mit Ivor, so redet dieser mit dem Inselbewohner wie mit einem hörgeschädigten Menschen. Zudem entdecken wir ein Schild, auf welchem eine Anordnung niedergeschrieben ist. Beendet wird diese mit den Worten „Du kannst jetzt aufhören zu schreiben“. Beim Gasthaus angekommen lernen wir Milo kennen und erfahren, dass sich Aiden sowie die ewige Quelle im Palast der Gründerin befinden. Diese beruft auch sofort eine Notfallbesprechung ein, da Aiden ihr gepetzt hat, dass wir unerlaubt gebaut haben. Unsere Brücke fliegt auf und Ivor schreit wie am Spieß, dass er die Brücke gebaut hat, da er verhaftet und so in den Palast gelangen will, um der Quelle ein Stück näher zu sein. Hier konnte ich mich kaum Bremsen vor Lachen, Ivor hat in dieser Episode wirklich eine Wandlung durchlebt!

Eine Insel im Himmel? Unglaublich!

 

Die ewige Quelle

Ich entschließe mich bei meiner zweiten Entscheidung, mit Ivor mitzugehen und bekomme so mit, wie Aiden von der Gründerin mit Karotten belohnt wird, was ihm gar nicht zu schmecken scheint. Aiden erzählte der Gründerin, dass ich in meiner Welt eine Tyrannin sei und die Schätze der Welt stehlen würde. Nach einem Gespräch unter vier Augen erkläre ich der Gründerin, dass ich Verständnis für das Bauverbot habe und schleime mich bei ihr ein. Bei dieser dritten Entscheidung hätte ich auch wählen können, der Gründerin vorzuwerfen, ihre Macht auszunutzen. Allerdings ist es hier egal, wie ihr euch entscheidet – ihr werdet so oder so ins Gefängnis geworfen. Sehr schade, dass sich hierbei die Wahl der Entscheidungen nicht auf das Resultat auswirkt. Zudem ist es in der Episode schade, dass der Text und die Vertonung teilweise unterschiedliche Dinge erzählen. Nach der Flucht aus dem Gefängnis schleichen wir uns erneut in den Palast, um die ewige Quelle zu finden. Nach Erreichen der ewigen Quelle entdecken wir, dass es sich bei dieser um ein Huhn handelt, welches Eier ausbrütet, aus denen Kreaturen schlüpfen. Mit ihren gnadenlosen Kung Fu Fertigkeiten überrumpelt uns die Gründerin mitsamt Aiden, welcher plötzlich sein wahres Gesicht zeigt und uns mit der Gründerin von der Insel stößt.

Im freien Fall mit der Gründerin

 

Vom Himmel zum Land

Gott sei Dank landen wir in einem See und die Gründerin muss zunächst ihren Kulturschock über das neu entdeckte Land überwinden. Währenddessen tüfteln wir den Plan aus, uns zurück in den Himmel zu bauen, um Aiden aufzuhalten. Auf der Insel angekommen herrscht das reinste Chaos – die Kreaturen treiben ihr Unwesen und tyrannisieren die Bewohner. Daran sind nur Aiden und die Lohenruten schuld! Ivor bietet uns drei Tränke an – entweder werden wir unsichtbar, haben eine Supersprungkraft oder sind ungeheuer schnell. Egal, welchen Trank ihr nehmt, ihr gelangt in den Palast und stellt euch dort Aiden. Ein infernalischer Schwertkampf aus Quick Time Events beginnt, in welchem wir Aiden besiegen. Daraufhin müssen wir entscheiden, ob wir diesen hier lassen oder mitnehmen möchten. Da ich kein Herz aus Stein besitze, nehme ich Aiden mit. Alle Bewohner der Insel fliehen über einen Wasserfall, der von der Insel fließt, und landen auf dem Land in einem See. Erst sind die Menschen skeptisch, doch schnell gewöhnen sie sich an ihre neue Heimat. Aiden wirkt zudem wir ausgewechselt und gelobt, ein besserer Mensch zu werden. Hier fällen wir unsere letzte Entscheidung – stehen wir hinter Milo oder der Gründerin? Da mir die Gründerin ultraunsympathisch wirkte, stehe ich hinter Milo, auch wenn das den Tod aller Bewohner bedeuten könnte. Die Gründerin schenkt uns zum Abschied die Krone des Huhns und wir gehen durch ein Portal, das uns vermeintlich nach Hause führen soll. Allerdings landen wir in einer anderen Welt, welche auf weitere spannende Abenteuer hindeutet.

Diesmal scheine ich komplett anders zu denken als der Rest der Gamer

 

Fazit:

Neben wenigen Sprachfehlern, was mir positiv auffällt, fallen mir aber ebenso die Entscheidungen auf, die keinen Einfluss auf den Ausgang der Story haben. Selbst, ob ich Aiden mitnehme oder nicht, bringt mir zum Ende der Geschichte nur einen kurzen Wortwechsel mit diesem ein. Bei Spielen wie The Walking Dead, die auch von Telltale Games stammen, haben die Entscheidungen einen deutlich größeren Einfluss auf den Verlauf der Geschichte, was ich mir – gerade bei dieser langen Entwicklerzeit – bei Episode 5 gewünscht hätte. Da ansonsten alles beim Alten geblieben ist, fällt die Bewertung ähnlich wie bei den Vorgängerepisoden aus.

 

Share This Post
Deine Meinung?
00
Geschrieben von Jasmin Beverungen
schwärmt heimlich für ein Leben als Strohhutpiratin!
2 Kommentare
  1. Ich fünde es gut, wenn ih r einen Test mit einem Datum verseht, dann kann man sehen, ob der Artikel überhaupt noch aktuell ist.

    Antworten
    • Vielen Dank für den Tipp. Wir versuchen dies im nächsten Update mit einzubringen.

      Antworten

Hinterlasse einen Kommentar

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.