Metro Redux – Test zum Untergrund Shooter auf der Switch

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Metro Redux (Switch)
  • Metro 2033 und Metro Last Light erstmals auf einer Nintendo Konsole spielbar
  • Inklusive aller bisher erschienenen DLCs
  • Erleben Sie beide Spiele in den Spielmodi "Überleben", "Spartaner" und im "Rangermodus"

Releasedatum: 28. Februar 2020

Genre: First Person Shooter

USK: ab 18 Jahren freigegeben

Publisher: Deep Silver

Plattformen: Nintendo Switch, Playstation 4, Xbox One, PC

Die Metro Titel nach der Romanvorlage von Dmitri Alexejewitsch Gluchowski konnten schon zu ihrem ursprünglichen Release mit dichter Atmosphäre, packender Action und großartiger Technik überzeugen. Beide Teile legten dann noch mal eine Schippe drauf, als beide Teile in der überarbeiteten Redux Version erschienen. Genau diese Version hat jetzt ihren Weg auch auf die Nintendo Switch gefunden, und wir haben uns Metro Redux angeschaut. Wie erfolgreich 4A Games ihre Shooter auf die Switch portiert hat, verraten wir euch jetzt.

 

Die dunklen Tunnel der Metro

Die Story der Metro Titel folgt im Großen und Ganzen der Romanvorlage, so übernehmt ihr die Rolle von Artyom. Dieser lebt wie viele andere Überlebende des nuklearen Chaos in den Tunneln der Moskauer Metro. Unter der Erde haben die Überlebenden kleine Gemeinden in den Metrostationen gebildet, von denen manche zusammenarbeiten und andere wiederum um Nahrung, Rohstoffe und Platz kämpfen. Die Strahlung hat allerdings dafür gesorgt, dass die Menschen nicht allein in den Tunneln sind. Mutanten und eine neue Bedrohung, die “Dark Ones”, überfallen immer wieder die Siedlungen und fordern ihr Opfer. Trainierte Soldaten, die Rangers, versuchen, die Monster in Schach zu halten. Nachdem der Ranger Hunter verschwindet, muss Artyom sich auf den Weg in die größte Station Polis machen, um dort Hilfe zu suchen und von den Dark Ones zu berichten. Der zweite Teil Metro Last Light schließt dann an die Ereignisse des ersten Teils an. Erneut schlüpft ihr in die Rolle von Artyom und wieder spielen die Dark Ones eine Rolle. Diesmal findet sich Artyom in der Gefangenschaft einer feindlichen Gruppe wieder. Diese haben zudem einen der Dark Ones gefangen nehmen können. Als ob diese Situation nicht schon problematisch genug wäre, kündigt sich auch noch ein Krieg zwischen den Metrostationen um einen Waffenbunker an. Die Story in beiden Metro Titeln ist packend von der ersten Minute an und man bekommt eine überraschend dichte Atmosphäre, insbesondere für einen Shooter. Gerade die ruhigeren Momente in den Siedlungen, wenn ihr den Menschen zuhört und der Musik lauscht, sind besonders atemraubend.

Metro Redux

Nach der nuklearen Verwüstung haben sich die Überlebenden in den Moskauer Untergrund geflüchtet.

 

Jeder Schuss Munition ist wertvoll

Wie bei jedem First Person Shooter stehen auch bei Metro Waffen im Fokus. Von Pistolen, Automatikwaffen, Schrotflinten und so weiter ist alles dabei. Aber auch eher außergewöhnliche Waffen wie pneumatische Waffen, die Metallbolzen verschießen. Das Arsenal solltet ihr aber nur mit Bedacht verwenden, denn Metro hat auch einen starken Survival Aspekt. Munition ist rar und das auf allen Schwierigkeitsstufen, und so solltet ihr euch jeden Schuss genau überlegen. Der Survival Aspekt ist zudem auch deutlich spürbar, wenn ihr die Filter eurer Gasmaske im Auge behalten müsst, um verstrahlte Gebiete zu durchqueren. So entstehen oft spannende Situationen, in denen ihr versucht, Feinde zu umgehen, um Munition zu sparen, oder mitten im Gefecht vielleicht euren Filter wechseln müsst. 4A Games hat hier einen wirklich spannenden Mix aus Shooter und Survival geschaffen. Waffen könnt ihr zudem auch upgraden, allerdings gibt es das nicht für umsonst. Im Spiel gibt es kein Geld, stattdessen dient seltene Vorkriegsmunition als Währung, aber auch als echte Munition. Wenn euch im Gefecht die normale Munition ausgeht, könnt ihr die wertvolle Munition nutzen, verschwendet dann aber auch wertvolle Währung, die ihr in Upgrades investieren könntet. In den einzelnen Metrostationen könnt ihr dann die Bewohner beobachten, Gesprächen lauschen und natürlich auch eure Vorräte aufstocken. Auch die Switch Version von Redux bietet sämtliche DLCs inklusive des Ranger Modus, in dem die Monster noch gefährlicher und die Umwelt noch erbarmungsloser ist. Und Ressourcen findet ihr zudem auch noch deutlich seltener, wer sich der Herausforderung gewachsen fühlt, kann sich an diesem Modus versuchen.

 

Unglaublich gute Portierungen

Die Switch konnte in den Jahren seit ihrem Release einige beeindruckende Ports an Land ziehen. Neben Saber Interactive die The Witcher 3 auf die Switch gebracht haben, hat sich auch Panic Button mit Ports von Warframe und Doom einen Namen gemacht. Umso überraschender, dass 4A Games den Port nicht ausgelagert, sondern selbst übernommen haben. Und das Ergebnis gibt ihnen recht, denn Metro Redux sieht richtig gut aus auf der Switch. Die Atmosphäre in Metro hängt stark vom Spiel mit Licht und Schatten ab. Der Port hat dabei kaum gelitten und Beleuchtung und Schatten sind meist ohne Abstriche erhalten geblieben. Die Auflösung wurde zwar reduziert, aber gerade im Handheld Modus auf dem kleineren Bildschirm fällt der Unterschied nicht wirklich auf. Im TV Modus ist der Unterschied zwar schon etwas deutlicher, aber auch nur wirklich im direkten Vergleich. In beiden Betriebsarten sehen die beiden Metro Titel aber wirklich gut aus und auch die Performance kann sich sehen lassen. Wirklich positiv ist mir auch die Soundkulisse aufgefallen. Oft muss man gerade bei Switch Ports damit rechnen, dass man eine stark komprimierte Tonspur geliefert bekommt. Hier ist dies allerdings nicht der Fall, denn 4A Games hat es sogar geschafft, Dolby Sound zu integrieren. Hallende Schüsse, realistische Umwelteffekte und mehr könnt ihr so mit sattem Sound genießen. Das einzig Negative, das mir im Test auffiel, war der Soundmix an sich. Es passiert recht oft, dass Gespräche durch Hintergrundgeräusche fast vollständig verschluckt werden und nur die Untertitel dann noch helfen können. Hier solltet ihr also vielleicht den Mix etwas in den Optionen anpassen.

Metro Redux (Switch)
  • Metro 2033 und Metro Last Light erstmals auf einer Nintendo Konsole spielbar
  • Inklusive aller bisher erschienenen DLCs
  • Erleben Sie beide Spiele in den Spielmodi "Überleben", "Spartaner" und im "Rangermodus"

 

Positiv:

Redux bietet zwei exzellente Survival Shooter mit toller Story
Beide Titel beinhalten alle DLCs und alle Schwierigkeitsmodi
Die technische Umsetzung ist beeindruckend
Das Spiel bietet satten Sound und das sogar mit Dolby Support

Negativ:

Der Standard Soundmix überdeckt oft Gespräche und muss daher manuell angepasst werden
  • Metro Redux
    “Auch Jahre nach dem Release der Originalversionen kann Metro noch mit einer extrem dichten Atmosphäre und interessanten Mechaniken punkten. Zudem bietet Metro eine Story, die über die üblichen Genreklischees hinausgeht und den Romanvorlagen mehr als gerecht wird. Umso besser, dass beide Ports auch qualitativ auf der Switch überzeugen können. Es ist erstaunlich wie gut 2A die hauseigene Engine für die Switch optimieren konnte. Optisch wurden in einigen Bereich zwar Kompromisse implementiert, diese fallen jedoch beim Spielen nicht auf und beide Titel sehen exzellent aus. Zudem punktet Redux mit einem unkomprimierten Soundtrack sowohl für Musik als auch für alle Dialoge und Soundeffekte. Dadurch hallen Schüsse und Monsterschreie effektvoll durch die Tunnel der Metro. Metro Redux gehört ohne Zweifel zu den besten Ports, die man auf der Switch finden kann, neben anderen Titeln wie Witcher 3, Doom oder Warframe. Ein absolutes Muss für Action Fans auf der Switch.”
    Marco Schmandt, Redakteur

Ab in die Sammlung?

Die Nintendo Switch Ports für Metro Redux dürfen sich Schulter an Schulter mit den besten Ports der Plattform stellen. Wer die Titel bisher verpasst hat, kann hier ohne echte Verluste zugreifen.

Geschrieben von
Ist unterwegs als Space Ninja in Warframe

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