Marsupilami Hoobadventure

Test zum Donkey Kong-Klon mit dem kultigen Cartoontierchen

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Onlinezwang

Kostenpflichtiger Seasonpass für DLCs

Marsupilami: Hoobadventure - [Switch] - Tropical Edition
  • Entdecke 3 verschiedene Welten und über 20 spannende Level
  • Einstellbarer Schwierigkeitsgrad für mehr Spaß bei unerfahrenen und mehr Herausforderungen für erfahrene Spieler:innen
  • Wunderschön gestaltete und farbenfrohe Welten mit vielfältigen Interaktionsmöglichkeiten
  • Stelle Rekorde auf mit dem Chrono-Modus
  • Entdecke und sammle Bonus-Items, um versteckte Level freizuschalten

*Die Amazon-Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du auf so einen Affiliate-Link klickst und über diesen Link einkaufst, bekommt die Redaktion von dem betreffenden Online-Shop oder Anbieter eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.

Releasedatum: 16. November 2021

Genre: Jump’n’Run

USK: Ab 6 Jahren freigegeben

Publisher: Microids

Plattformen: PC, PS4, Xbox One, Switch

Donkey Kong-Fans warten schon seit Ewigkeiten auf einen dritten Teil der Returns-Reihe, Tropical Freeze ist immerhin schon über sieben Jahre alt. Eine Alternative gibt es nun eventuell in Form von Marsupilami Hoobadventure, wo das knuffige Cartoon-Tierchen in sein eigenes Abenteuer hüpft und sich dabei viele Elemente von Nintendos Superaffen abschaut. Ob sich das Spiel als Donkey Kong-Ersatz herhalten lässt haben wir in unserem Test überprüft.

 

Hooba Hooba

Das Marsupilami in ein Donkey Kong-ähnliches Spiel zu stecken bietet sich an. Auch dieses Tier ist im Dschungel heimisch und hüpft gerne umher. Das fiktive Tierchen tauchte erstmals 1952 in den Spirou & Fantasio-Comics auf und hatte seitdem viele eigene Geschichten und Serien. Nun hüpft das schwarz-gelbe Wesen mit meterlangem Schwanz also über die Bildschirme und es lässt sich nicht abstreiten, dass man sich hierbei extrem bei den Donkey Kong Country Returns-Spielen hat inspirieren lassen.

Das Spiel öffnet mit drei kleinen Marsupilamis, die friedlich in ihrem Haus am Strand einer Insel leben. Eines Tages entdeckt eines von ihnen jedoch einen mysteriösen Sarg, aus welchem ein geisterhaftes Skelett entsteigt, die Tiere der Insel in etwas größere und gefährlichere Wesen verwandelt und die Insel übernimmt. Also ist es an den drei Marsupilamis, die Insel zurückzuerobern. Und so brüllen sie ihr charakteristisches „Hooba“ und sprinten los. Eine besonders mitreißende Story bietet Marsupilami Hoobadventure also nicht, aber das sieht bei den Donkey Kong-Spielen auch nicht anders aus, hier können wir also keine Punktabzüge im direkten Vergleich rechtfertigen.

Das Marsupilami ist im Dschungel heimisch und möchte sich diese Heimat nicht von einem fiesen Skelett nehmen lassen.

 

Bekannte und neue Fähigkeiten

Sowohl einige Bewegungen des Marsupilami als auch Elemente in den Leveln an sich wurden fast 1 zu 1 aus den Donkey Kong-Spielen übernommen. Es gibt eine Rolle, mit der man Gegner beseitigen kann, ebenso die Sprünge auf deren Köpfe, die man mit gutem Timing zu Springplattformen umwandelt. Statt Kanonenfässer schießen euch Tukane aus ihren Schnäbeln durch die Gegend und Lianen zum Schwingen gibt es natürlich auch. Aber das Marsupilami hat auch ein paar eigene Tricks auf Lager, Mit seinem Schwanz kann es zuschlagen und sich zu entfernten Objekten hinziehen und daran festhalten. Mit einer Kombination aus rollen und schwingen kommt Tempo auf, doch das normale Laufen fühlt sich etwas träge und langsam an. Nach anfänglichen Tutorials entsteht aber ein gewisser Flow, mit dem man durch die Level hüpft.

Große Probleme sollte man dabei nicht haben, denn die Level sind nicht besonders herausfordernd. Man merkt recht schnell, dass Marsupilami Hoobadventure eher auf Kinder ausgelegt ist. Man kann zwar den Schwierigkeitsgrad wählen, doch dieser legt nur fest, wie viele Herzen ihr habt. Der schwierigste Modus gibt euch zwei Herzen, der Standard in den Donkey Kong-Spielen. Außerdem gibt es viele Stellen, an denen ihr euer Leben auffüllen könnt und die Gegner stellen meist keine Bedrohung dar. Erst in der letzten Welt sind die letzten paar Level ein klein wenig herausfordernder, aber auch diese sind nach einigen Versuchen überwunden.

Hinzu kommt, dass Marsupilami Hoobadventure ein extrem kurzweiliges Spiel ist. Knappe drei Stunden braucht man zum kompletten Durchspielen, da es nur drei Welten gibt. Ein wenig mager, da hier noch viel möglich gewesen wäre.

Ab und zu blitzen mal kreative Aspekte wie diese Riesenschildkröte auf.

 

Die kleine Marsupilami-Insel

Diese drei Welten sind vom Konzept her recht ansehnlich. Ihr beginnt in einer Küstenstadt, schlagt euch durch einen Dschungel und erreicht schließlich einen antiken Tempel. Die Level sind dabei zwar nett anzusehen, aber recht simpel designed und erreichen zu kaum einem Zeitpunkt die kreativen Spielereien aus Donkey Kong-Leveln.

Ebenfalls vergleichen muss sich Marsupilami Hoobadventure mit Donkey Kong im Aspekt Fundsachen. Davon gibt es in diesem Spiel leider nicht so viele. Die Wege und die meisten (leicht zu findenden) Geheimverstecke sind voll mit Früchten, die ähnlich wie die Bananen aus der Donkey Kong-Reihe fungieren und euch je 100 Stück ein Extraleben schenken. Es gibt sie im Übermaß und so sammelt ihr ein Leben nach dem anderen.

Bonuslevel, die versteckt sein sollten, sind immer gut zu finden und schicken euch in ein Minispiel, wo ihr durch goldene Ringe rennen und springen müsst. Die Gegebenheiten ändern sich zwar, aber die Art des Minispiels bleibt immer gleich, genau wie die Bananen-Minispiele der Affenbande. Hier bekommt ihr goldene Tickets, die euch Bonuslevel freischalten lassen, in denen ihr mal wieder Unmengen an Früchten sammeln könnt.

Die Federn sind wohl das coolste Collectible in Marsupilami Hoobadventure, da sie an etwas schwieriger zu erreichenden Orten platziert sind und komplett neue Level freischalten. In so einem kurzen Spiel ist jeder zusätzliche Inhalt willkommen, solange es keine Ring-Bonuslevel sind.

Und das war es mit den sammelbaren Objekten. Die Belohnungen sind recht mager. Ein weiterer Donkey Kong-Vergleich: KONG-Buchstaben schalteten besonders schwere Tempel frei, Puzzleteile brachten euch Artworks und Münzen konnte man im Shop für hilfreiche Items ausgeben. All diese Elemente gibt es hier nicht und so bleibt Marsupilami hinter seinen Möglichkeiten zurück.

Immerhin könnt ihr mit dem Durchspielen eine Galerie mit Konzeptzeichnungen und 3D-Modellen freischalten, jedes Level im Zeitrennenmodus durchspielen und Achievements erreichen wie zum Beispiel einen gewissen Multiplikator am Ende eines Levels.

Das fiese Skelett verfolgt ihr bis zum bitteren Ende und zwar drei mal.

 

Noch mehr verschenktes Potential und trotzdem eine Prise Spaß

Dass Marsupilami Hoobadventure oft hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt bemerkt man leider an vielen weiteren Ecken im Spiel. So gibt es zum Beispiel keine richtigen Bosskämpfe. Die Welten enden alle mit einem Autoscroller-Level, wo ihr den Skelett-Bösewicht verfolgt und ihm am Ende eine verpasst. Kreative Bosskämpfe hätten doch sicher gut ins Konzept gepasst.

Ebenfalls misslungen ist das Konzept der unterschiedlichen Charaktere. Man kann drei verschiedene Marsupilami wählen, die sich aber alle gleich spielen. Sie haben nur eine andere Farbe. Es ist nicht so, dass eines kräftiger ist, eines schweben und das dritte über Stacheln springen kann, alle drei Marsupilami verfügen über die gleichen Fähigkeiten. Ein weiteres Beispiel für verschenktes Potential.

Es ist ja nicht so, dass Marsupilami Hoobadventure keinen Deut Spaß macht, aber man wird an jeder Ecke daran erinnert, dass man versucht hat, Donkey Kong nachzueifern. Die Bonuslevel sind zum Beispiel im charakteristischen Silhouetten-Look aus manchen Levels der Returns-Spiele und am Ende eines jeden Level muss man den Y-Knopf schnell hintereinander drücken, um eine Frucht zu essen, ähnlich wie die Fässer am Ende eines Donkey Kong-Levels.

Und so verdrängt man als Fan dieser Jump’n’Runs die guten Aspekte des Spiels, da sie nicht lange anhalten und von den ganzen Mängeln zurückgehalten werden. Der Soundtrack ist beispielsweise super und passt sich dem jeweiligen Setting gut an. Auch die Idee, mit dem Schwanz des Marsupilami anzugreifen oder nach Ankerpunkten zu werfen ist eigentlich clever und so sorgt Marsupilami Hoobadventure für eine kurze Zeit für Spielspaß, der leider schnell verfliegt, wenn man anspruchsvollere Titel gewöhnt ist.

 

Marsupilami: Hoobadventure - [Switch] - Tropical Edition
  • Entdecke 3 verschiedene Welten und über 20 spannende Level
  • Einstellbarer Schwierigkeitsgrad für mehr Spaß bei unerfahrenen und mehr Herausforderungen für erfahrene Spieler:innen
  • Wunderschön gestaltete und farbenfrohe Welten mit vielfältigen Interaktionsmöglichkeiten
  • Stelle Rekorde auf mit dem Chrono-Modus
  • Entdecke und sammle Bonus-Items, um versteckte Level freizuschalten

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  • Marsupilami Hoobadventure
    Fazit zu Marsupilami Hoobadventure

    Die Zielgruppe für Marsupilami Hoobadventure ist definitiv ein jüngeres Publikum, die wahrscheinlich ihren Spaß mit diesem Titel haben werden. Mit ca. 30 € für knapp 3 Stunden Spielzeit macht man dann auch nicht viel verkehrt. Aber auch wenn das Spiel ohne Zweifel von den Donkey Kong-Spielen inspiriert wurde und viele Aspekte zu kopieren versucht worden sind, so wird man als Fan hier keinen vollwertigen Ersatz finden. Es gibt ein paar kleine kreative Ideen, aber Returns und Tropical Freeze sprühten ihrer Zeit vor Kreativität nur so über und damit kann Marsupilami Hoobadventure einfach nicht mithalten.

    Maarten Cherek, Redakteur

 

Positiv:

Kurzweiliger Hüpfspaß für jüngere Zocker*innen
Passende musikalische Untermalung
Die Szenerien der Levels ist wirklich hübsch

Negativ:

Nur drei Welten und damit einhergehend eine Spielzeit von drei Stunden
Wenig Sammelobjekte abseits der vielen Früchte
Statt Bosskämpfen gibt es nur Autoscroller
Viel verschenktes Potential mit den Marsupilamis, den Levels, den Geheimnissen usw.
Versucht den Donkey Kong-Spielen nachzueifern erreicht aber zu keiner Zeit das gleiche Niveau

Ab in die Sammlung?

Dieses Spiel ist zu 100 % für ein jüngeres Publikum gedacht und sollte von Jump’n’Run- und Donkey Kong-Veteranen gemieden werden.

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Geschrieben von Maarten Cherek
isst nichts so heiß, wie es gekocht wird!

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