Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Rio 2016 – Test zur Wii-U-Version des Sommersportspiels

Hurra hurra, Nintendo macht es jedes ma, hurra hurra, Mario und Sonic sind wieder da… So oder so ähnlich könnte man einen Song zum aktuellen Mario & Sonic-Spiel schreiben. Denn auch in diesem Jahr, pünktlich zu den Olympischen Sommerspielen in Rio, gibt es von Nintendo einen passenden Ableger inklusive der Mario & Sonic-Charaktere. Nachdem im April die 3DS-Version den Weg in die Regale schaffte, folgt nun der Wii-U-Ableger. Doch lohnt sich der Kauf? Wir haben den Test gemacht.

 

Weniger Inhalt?

Genau wie die 3DS-Version beinhaltet auch die Wii-U-Version 14 unterschiedliche Disziplinen. Dabei gibt es drei exklusive Sportarten, welche man nur auf der Wii U spielen kann. Während man auf dem 3DS zusätzlich noch jeweils eine Plus-Variante spielen konnte, gibt es auf der heimischen Konsole leider nur drei Disziplinen, in denen man die abgefahrenen Änderungen erleben kann. Der auf dem Handheld bekannte Story-Modus wurde zusammen mit den zusätzlichen Schauplätzen und den Trainingsspielen gestrichen. Auf der Konsole geht es direkt von der Copacabana aus, welche im Grunde die zentrale Ausgangssituation darstellt. Von hier aus kann man alle Disziplinen, Turniere, Herausforderungen und Duelle starten. Des Weiteren gibt es eine Menge Sammelobjekte, die darauf Warten eingesammelt zu werden. Dies können Musikstücke, Flaggen der Nationen, Outfits für die Miis oder Stempel sein. Outfits bekommt man für erfolgreich abgeschlossene Turniere. Alternativ kann man aber auch an Kapselautomaten mit gesammelten Ringen und Sternen welche freischalten. Außerdem kann es vom Vorteil werden, wenn man die ein oder andere amiibo auf das Gamepad stellt – man weiß ja nie, wozu die nützlich sein können.

 

Alle in der Wii-U-Version enthaltenen Disziplinen:

1. Fußball (inklusive Plus-Version)
2. Rugby (exklusiv), (inklusive Plus-Version)
3. 100-Meter-Lauf
4. 4x-100-Meter-Staffellauf (exklusiv)
5. Dreisprung (exklusiv)
6. Speerwerfen
7. 100-Meter-Freistil-Schwimmen
8. Bogenschießen
9. Boxen
10. Tischtennis
11. Beach-Volleyball (inklusive Plus-Version)
12. Reitsport
13. BMX
14. Rhythmische Sportgymnastik

 

Topmodel zu sein, bringt uns nach vorn

Alle Outfits können dem eigenen Mii angezogen werden. Dies ist auch bitter notwendig, denn je nach Kleidungsstück werden die Leistungen des Charakters erhöht. Alternativ kann man natürlich auch mit den bekannten Figuren aus dem Sonic- und Mario-Universum antreten. Diese haben, wie schon in den letzten Jahren auch, unterschiedliche Fähigkeiten. Als Beispiel: Sonic kann sehr schnell rennen und Mario hat von allem etwas. Man sollte also auf jeden Fall jeden Charakter ausprobiert haben, bevor die Mehrspielerwettkämpfe oder Duelle gestartet werden. In den Heldenduellen treten zwei Teams gegeneinander an und versuchen das gegnerische Team zu schrumpfen. Durch jeden Sieg werden die Mitglieder des Teams reduziert, bis nur noch der Anführer übrig bleibt. Hier gibt es zusätzlich noch einen weiteren Modus, in dem man mit unterschiedlichen Handicaps die Gegner besiegen muss – eine witzige Angelegenheit. Neben dem lokalen Mehrspielermodus mit bis zu vier Spielern gibt es auch noch einen “Online-Modus”. Hier sollte man die Erwartungen allerdings sehr stark reduzieren, denn außer Ranglisten und Geistdaten mit der Welt zu teilen, gibt es nichts weiter. Keine Online-Duelle! Keine Online-Turniere! Kein Online-Match! Wieso Nintendo sich dagegen entschieden hat, bleibt uns allerdings ein Rätsel.

 

Die Wii U verabschiedet sich

Mit Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Rio 2016 schließt Nintendo wohl langsam oder übel mit der Bewegungssteuerung ab. Wo man früher noch wild herumgefuchtelt oder angestrengt gezielt hat, wird heute nur noch auf dem Sofa gesessen, ohne sich auch nur ein Millimeter für die Interaktion zu bewegen. Denn während in der 3DS-Version noch mit dem Touchscreen, Mikrofon und den Sensoren gespielt wird, ist auf dem Gamepad Totentanz. Alle Disziplinen werden tastenbasiert ausgeführt. Es ist sogar egal, ob man mit der Wii-Mote oder dem Controller spielt. Viele Matches werden leider mit Tastenhämmern bestritten, was ziemlich eintönig wird. Generell ist es sicherlich nicht die richtige Art und Weise mit einem portablen Gamepad zu spielen. Die KI lässt sich in drei unterschiedliche Stufen einstellen, sodass für jeden die richtige Schwierigkeit ausprobiert werden kann.

 

Fazit:

Ich habe mich früher immer sehr gefreut, wenn es zu den Olympischen Spielen ein neues Mario & Sonic-Spiel gab. Mittlerweile freue ich mich aber nicht mehr so doll. Dies liegt nicht daran, dass ich älter geworden bin und solche Titel seltener anfasse, es liegt vielmehr daran, dass es an Innovation fehlt. Aber besonders in diesem Jahr hat mich die Wii-U-Version stark enttäuscht. Wieso sollte ich überhaupt zur Konsolenversion greifen, wenn der Handheld doch viel mehr Inhalte bietet, die Bewegungsfunktionen vorhanden sind und ich fast alle Disziplinen spielen kann? Wer die 3DS-Variante hat, sollte hier schon gründlich nachdenken, ob die Konsolenversion wirklich zusätzlich im Regal stehen muss. Wer noch keine Version besitzt dem raten wir eher zur Handheld-Version.

 

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Geschrieben von Tobias Liesenhoff
Chefredakteur für Games, Movies, Hardware seit Juni 2013.

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