Kritik: Plane

Wieder ein typischer Gerard Butler

Kennt ihr Gerard Butler? Ihr wisst schon, der Schotte, der ständig den amerikanischen Präsidenten retten muss. Der inzwischen auch immer gefühlt die gleiche Rolle spielt, wie es aktuell voll im Trend liegt. Genau dieser Gerard Butler legt jetzt mit Plane seinen neuesten Film vor. Ist das wieder einer dieser typischen Butler-Filme, oder macht er mal was neues? Die Antwort darauf findet ihr hier.

 

Die Story von Plane

Brodie Torrance möchte Silvester eigentlich mit seiner Tochter auf Hawaii verbringen. Blöd nur, dass er vorher noch einen Flug von Singapur nach Tokyo vor sich hat. Noch blöder, dass er auf einmal den gesuchten Mörder Louis Gaspare mit an Bord nehmen muss. Und dann soll er auch noch mitten durch einen Sturm fliegen, weil die Fluggesellschaft Sprit sparen möchte. So kommt es, wie es kommen muss. Das Flugzeug wird durch einen Blitz beschädigt und Brodie muss notlanden. Doch da beginnt der Spaß erst, denn die rettende Insel, auf der er gelandet ist, wird von Terroristen regiert, die die gesamte Crew als Geiseln nehmen. Bis auf Brodie – und Gaspare. Also müssen sich der Pilot und der Mörder zusammenreißen, um die restlichen Geiseln gemeinsam zu retten.

 

Unsere Kritik zu Plane

Machen wir kein großes Getue um die Antwort auf die Frage aus der Einleitung: Es ist ein typischer Gerard Butler Film. Das bedeutet nicht, dass es nichts weiteres dazu zu sagen gibt. Also schnallt euch an und ab geht’s.

Nichts für Leute mit Flugangst

Die größte Überraschung des Films gibt es direkt zu Beginn. Nein, keine inhaltliche Überraschung, die Geschichte ist geradlinig wie eine Landebahn. Aber die ersten gut 30 Minuten im Flugzeug sind absolut überzeugend. Selbst als jemand, der in seinem Leben bereits einige Male geflogen ist, bekommt man bei der Startsequenz nur vom Zuschauen das gleiche mulmige Gefühl, so als würde man tatsächlich abheben. Generell ist der Film rein technisch wirklich gut gemacht. Inwiefern Szenen wie der Check vor dem Start oder die Bruchlandung realistisch sind können wir als Laien natürlich nicht beurteilen, aber es wirkt zumindest so. Alleine das ist schon viel Wert.

Eine Geschichte, so spannend wie die Sicherheitseinweisung

Und nein, damit meinen wir nicht die beste Einweisung, die es jemals gab. Wir meinen das typische Tänzchen, das wir alle kennen. Zugegebenermaßen ist es Meckern auf hohem Niveau, bei einem Actionfilm sich über die mangelnde Geschichte zu ärgern, aber es fällt dennoch auf. Denn sobald das Flugzeug auf der Insel landet, taucht die Entwicklung schnell ab. Erinnert ihr euch an den anfangs erwähnten Häftling Louis Gaspare? Nun, wie jeder vernünftige Mysteriöse hat auch er ein Geheimnis – das er in der ersten Unterhaltung mit Torrance ausplaudert. Die einzige Charakterentwicklung, die dann noch folgt, sind die Schweißflecken auf seiner Kleidung. Der Rest ist der typische Actionbaukasten, aber hier wird erst angekündigt, und dann nicht geliefert. Diesen Bluff hätte es nicht gebraucht.

Es ist das drin, was draufsteht

Abgesehen von diesem kleinen Bluff bekommt man hier exakt das, was man erwartet. Einen gut aufgelegten Gerard Butler in seiner inzwischen Paraderolle, eine schnörkellose Geschichte und gut gemachte Action. Alles, was für diese nicht essenziell wichtig ist, wird auf das Nötigste heruntergefahren. Keine Schnörkel, kein erzwungenes Drama, nichts. Schon die … has fallen Filme haben nie auch nur vorgegeben, mehr zu sein als das, was sie tatsächlich waren. Und das ist auch hier der Fall. Vielleicht mag der Film die Messlatte für manche etwas niedrig ansetzen. Aber er setzt sie lieber runter und erreicht sie problemlos, als krachend an den eigenen Erwartungen zu scheitern. Ihr wisst ganz genau, worauf ihr euch hier einlasst. Wer sich nach dem Film noch beschwert, der ist selbst schuld.

 

Informationen zu Plane

  • Originaltitel: Plane
  • Laufzeit: ca. 107 Minuten
  • Kinostart: 02. Februar 2023
  • Altersfreigabe (FSK): ab 16 Jahren freigegeben
  • Besetzung: Gerard Butler, Mike Colter, Yason An, Daniella Pineda, Evan Dane Taylor, Paul Ben-Victor, Remi Adeleke, Joey Slotnik

Trailer zu Plane

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  • Kritik: Plane – Wieder ein typischer Gerard Butler
    Fazit zu Plane

    Plane ist genau der Film, der er sein möchte. Nicht mehr, nicht weniger. Die Action ist vielleicht nicht so pompös, wie man es aus anderen Filmen der Produzenten kennt, dafür werten die spektakulären Flugzeugsequenzen den Adrenalinspiegel auf. Unterm Strich kommt ein kurzweiliger Actionfilm heraus. Eben genau so, wie man es erwartet. Ob einem das gefällt, müssen alle für sich selbst entscheiden.

    Lennart Hoffmann, Redakteur
Nichts für Leute mit Angst vorm Fliegen
Figurenbluff, der nicht aufgeht
Kurzweiliger Actionfilm ohne unnötige Schnörkel
Paradebeispiel für die Marke Gerard Butler

Ab in die Filmsammlung?

Nicht wirklich. Der Film ist definitiv nicht schlecht, und gerade der Anfang im Flugzeug weiß zu überzeugen. Aber wenn ihr nicht die absoluten Flugzeug- oder Gerard Butler Fans seid, könnt ihr auch ruhig auf den Streaming Release warten und euch einen schönen Actionabend machen.

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Lennart
Geschrieben von Lennart Hoffmann
diskutiert mit Tarantino über Trinkgeld.

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