Dead by Daylight – Test zur Nintendo Switch-Version

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Dead by Daylight (Switch)
  • Der Survival-Horror-Hit, jetzt auch für unterwegs auf der Switch
  • Beinhaltet vier zusätzliche DLC-Kapitel mit neuen Killern und Opfern
  • Zusätzlich gibt es drei kosmetische Erweiterungen, mit denen man Opfer und Killer todschick gekleidet in ihr Verderben schicken kann

Releasedatum: 24. September 2019

Genre: Survival-Horror

USK: ab 18 Jahren freigegeben

Publisher: Deep Silver

Plattformen: PC, PlayStation 4, Xbox One, Nintendo Switch, Smartphone

Mit der Ankündigung von Dead by Daylight, während der Nintendo Direct im Februar 2019, kam das Grauen bereits in die Köpfe aller Lebenden. Es bahnte sich eine Portierungskatastrophe für die Switch an. Im August 2019 verriet uns Game Director Mathieu Cote dann aber, dass die Version flüssig läuft und der Release Ende September nicht gefährdet ist. Jetzt ist es also da, das Dead by Daylight auf der Nintendo Switch, doch läuft es auch? Wir verraten es euch im Test.

 

Wer zusammenspielt, bleibt am leben

Dead by Daylight wird ausschließlich online im Multiplayer mit bis zu fünf Spielern gespielt. Dabei entscheidet ihr euch zu Beginn des Spieles, ob ihr lieber auf der Seite der Überlebenden steht und damit den Nervenkitzel hervorruft, oder ob fleißig getötet wird. Die Aufgabe als einer der vier Überlebenden ist relativ einfach erklärt: Auf einer begrenzten Karte stehen verschiedene Generatoren, die repariert werden müssen, damit sich ein Ausgangstor für die Lebenden öffnet. Die Anzahl der Generatoren wird anhand der Mitspieler festgelegt und beträgt meist einen mehr, als Überlebende im Spiel sind. Sollte nur noch eine Person am Leben sein, öffnet sich bei zwei laufenden Generatoren eine Falltür, durch die der Spieler ebenfalls entkommen kann. Doch es wäre natürlich viel zu einfach, wenn ein Kasten nach dem anderen per Knopfdruck aktiviert wird und ihr schnurstracks dem Killer entkommt. Deshalb entstehen für die böse Seite immer wieder Warnsignale, wenn versucht wird, einen Generator wieder in Gang zu bekommen. In Quick-Time-Events müssen dabei die richtigen Knöpfe zum richtigen Zeitpunkt gedrückt werden, damit der Generator auch aktiviert werden kann. Außerdem werden Fehlversuche mit lauten Geräuschen bestraft, die ebenfalls für den Killer ersichtlich sind. Demnach kommt es vor allem auf die perfekte Teamarbeit an. Nur wer auch zusammenspielt und gemeinsam das Böse austrickst, kann die Runde gewinnen. Natürlich bleibt es euch überlassen, ob ihr als Team zusammenarbeitet oder alleine auf die Suche zum Erfolg macht. Zusammenarbeit wird allerdings mit einigen Vorteilen belohnt. So nehmen die Generatoren wesentlich schneller den Betrieb wieder auf, sobald mehrere Überlebende ihn wieder zum Laufen bringen. Des Weiteren könnt ihr auch euren vom Killer gefangen genommenen oder verletzten Kollegen vom Haken befreien oder ihm heilen.

 

Mr. Killer sorgt für Aufsehen

Als das Böse umschrieben, besteht die Aufgabe des Killers darin, alle vier Personen zu finden und an einem von mehreren Haken aufzuhängen, die über die Map verteilt sind und verbluten zu lassen. Trotz der harten Umschreibung fließt im gesamten Spiel allerdings gar nicht so viel Blut, wie man es vielleicht denken mag. Insgesamt stehen sieben verschiedene Typen (der Fallensteller, der Geist, der Hinterwäldler, die Krankenschwester, der Wandler, die Hexe und der Doktor) zur Auswahl, die allesamt unterschiedliche Fähigkeiten besitzen. Der Fallensteller kann die auf der Karte verteilten Bärenfallen aktivieren und so positionieren, dass die anderen Spieler in diese hineintappen. Daraufhin bekommt ihr ebenfalls ein Signal und könnt das Opfer zu einem nächstgelegenen Haken bringen. Die Überlebenden haben allerdings noch vor der Auslösung die Möglichkeit, die Fallen zu entschärfen. Ist es bereits zu spät, können sie ihre Teammitglieder befreien. Als Geist seid ihr wie bei Harry Potters Umhang fast komplett unsichtbar. Dadurch können die Überlebenden euch auf den ersten Blick nicht erkennen. Auch der Herzschlag, welcher sonst zu hören ist, falls sich ein Killer in der Nähe des Überlebenden befindet, ist stumm. Nur durch leichtes Verzerren könnt ihr erkennen, dass sich der Killer wohl bald vor euch melden wird. Der Hinterwäldler besitzt eine Kettensäge, mit der er einen besonderen Sprint hinlegen kann und dadurch das Opfer direkt zu Boden wirft. Als Krankenschwester könnt ihr euch teleportieren, was sogar durch Objekte möglich ist. Daraufhin wird nicht nur ein Schrei losgelassen, der in der ganzen Welt zu hören ist, auch die Bewegung nach dem Teleportieren ist kurzweilig langsamer. Beim Wandler habt ihr weniger Chancen seinen Herzschlag zu hören, wenn er sich in Stufe eins seiner Fähigkeit befindet. Mit dem Aufstieg in die zweite Stufe wird der Sound lauter und gleichzeitig früher wiedergegeben und in der dritten Stufe ist das Signal genauso laut, wie bei den anderen Killer-Typen. Zusätzlich kann der Überlebende mit nur einem Schlag bewusstlos geschlagen werden. Die Hexe setzt ebenfalls Fallen in die Welt, werden diese ausgelöst, erscheint ein Phantombild der Hexe direkt vor dem Opfer. Sollte die Hexe sich innerhalb eines kleinen Radius zur ausgelösten Falle befinden, teleportiert sie sich direkt zu der Person hin und kann diese angreifen. Alternativ wird die ausgelöste Falle auf der Karte angezeigt, wodurch die Position eines Überlebenden automatisch bekannt wird. Und wie könnte es anders sein, der Doktor hat übermächtige Kräfte, mit denen er die Opfer mit Stromstößen angreifen kann. Alternativ kann er die Personen aber auch mit seiner Hauptwaffe niederschlagen. Durch die abwechslungsreichen Charaktere werden alle Partien zu einer neuen Herausforderung und gleichzeitig zum Highlight von Dead by Daylight.

 

Befreien sollte man sich lieber nicht allein

Jeder der Charaktere kann im Level aufsteigen, Items oder Gegenstände einsammeln, Opfergaben und Fähigkeiten freispielen. Um diese freizuschalten, müssen Blutpunkte eingesetzt werden. Diese werden automatisch durch verschiedene Interaktionen in den Matches belohnt. Dies zählt ebenso für die Killer. Gesteuert wird der Überlebende in der Third-Person-Ansicht, der Killer hingegen ausschließlich aus der Ego-Perspektive. Dies hat den spielerischen Vorteil, die Übersicht zu behalten und sich schnell zu verstecken, falls es brenzlich werden sollte. Denn die Befreiungsversuche, sollte der Killer erst einmal zugeschnappt haben, enden in der Regel tödlich, sollte ein Teamkollege nicht zufälligerweise vor Ort helfen. Als Überlebender könnt ihr selbstverständlich schleichen, mit der Spielwelt interagieren und sprinten. Letzteres sollte allerdings mit Bedacht eingesetzt werden, da es nicht nur laute Geräusche verursacht, sondern auch die Energie reduziert. Das böse Gegenüber besitzt nämlich einen schnellen Schritt und bekommt sämtliche Störungen als Ortungshinweise angezeigt. Demnach solltet ihr die Spielwelt gut kennen und Bretterstapel und Verstecke gut kennen, um den Killer auszutricksen. Die technische Seite ist ganz in Ordnung. Auch wenn die Umgebungen detailarm sind, die Animationen nicht unbedingt zusagen und die Abwechslung auf den Karten zu kurz kommt, sieht das Spiel insgesamt recht ordentlich aus. Vor allem die Soundkulisse ist richtig stark geworden. Die ständige Angst, dass der Killer hinter euch steht, wird bereits in der ersten Runde deutlich in Szene gesetzt.

 

Die Nintendo Switch-Version im Detail

Auf der Nintendo Switch gibt es selbstverständlich auch exklusive Inhalte. Beim Kauf erhält man den exklusiven Trapper-Killer als Kostüm. Außerdem enthält das Spiel neun Killer, zehn mögliche Opfer und drei kosmetische Pakete. Dazu kommen noch massig Inhalte von bereits erschienenen Kapiteln. Unter den Kandidaten befinden sich Shattered Bloodline, Curtain, Call Spark of Madness und Of Flesh and Mud, welche euch alle in verschiedenen Szenarien, das fürchten lehren wollen. Wer es gerne bunt mag, erhält mit dem The 80s Suitcase, The Bloodstained Sack und dem Headcase genug kosmetische Erweiterungen, um seinen Killer oder Opfer mit Stil einzukleiden. Das am 17. September erschienene Stranger Things Kapitel ist leider nicht in der Edition enthalten und muss separat nachgekauft werden. Ebenso stehen weitere DLC’s, außer Freddy Krueger und Michael Meyers, im eShop zum Kauf zur Verfügung. Nun aber Butter bei die Fische: Dead by Daylight sieht auf der Nintendo Switch alles andere als hübsch aus. Bereits in den Menüs kommen die verwaschenen Texturen und unscharfen Texte zum Vorschein, die sogar im TV-Modus unsauber auf dem Bildschirm erscheinen. Dazu kommen Freezes und eine desaströse Steuerung im Menü. Im Spiel selbst wird dies aber schnell wettgemacht. Hier laufen die Matches bei rund 30 Frames stets flüssig und auch die Verbindungen zu den anderen Spielern brachen während unseres Tests nicht ab. Vor allem im Handheld-Modus zeigt sich Dead by Daylight ähnlich der PS4-Version deutlich besser als die Smartphone-Version. Für das gesamte Spiel benötigt man allerdings eine Online-Mitgliedschaft, da es sich hierbei um ein reines Onlinespiel handelt.

Dead by Daylight (Switch)
  • Der Survival-Horror-Hit, jetzt auch für unterwegs auf der Switch
  • Beinhaltet vier zusätzliche DLC-Kapitel mit neuen Killern und Opfern
  • Zusätzlich gibt es drei kosmetische Erweiterungen, mit denen man Opfer und Killer todschick gekleidet in ihr Verderben schicken kann

 

Positiv:

Abwechslungsreiche Killer-Typen mit unterschiedlichen Fähigkeiten
Teamfähigkeit wird bei Dead by Daylight groß geschrieben und dementsprechend belohnt
Dichte Atmosphäre dank einer sehr guten Soundkulisse
Levelsystem mit neuen Gegenständen und Items für die Überlebenden
Stabile Framerate auf der Nintendo Switch

Negativ:

Ein reines Onlinespiel, demnach benötigt man zusätzlich noch Nintendo Switch Online
Menü ist nicht für die Switch optimiert und ruckelt stark
Texturen sind teilweise auf PlayStation 2-Niveau
40 Euro für ein drei Jahre altes Spiel ohne vollständige Inhalte
  • Dead by Daylight
    “Dead by Daylight macht überraschenderweise auch auf der Nintendo Switch eine Menge Spaß. Trotz der technischen Einbußen bietet die Version eine stabile Framerate und eine Menge Inhalte. Doch 40 Euro für einen drei Jahre alten Titel zu verlangen, der auf allen anderen Plattformen für rund die Hälfte angeboten wird, ist alles andere als fair. Währen wenigstens alle DLC’s im Kauf enthalten, würde ich die Summe verstehen, doch um wirklich alle Charaktere spielen zu können, muss man noch weiteres Geld investieren. Überlegt euch also gut, ob ihr Dead by Daylight bereits kaufen oder lieber noch ein paar Wochen bis zum ersten Sale warten wollt.”
    Tobias Liesenhoff, Chefredakteur

Ab in die Sammlung?

Wer Dead by Daylight schon kennt, der wird auf der Nintendo Switch eine Enttäuschung erleben. Alle Neulinge können aber beruhigt zugreifen.

Tobias Liesenhoff
Geschrieben von
ist bereit für neue Herausforderungen in 2019.

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