Dead by Daylight

Test zum Roots of Dread DLC

Schaut ihr vor dem Schlafengehen einmal unter eurem Bett nach Monstern? Wahrscheinlich nicht, aber nachdem ihr in Dead by Daylights neusten Update Roots of Dread dem neuen Killer begegnet seid, werdet ihr das vielleicht. Wie sich der neue Killer, die neue Map und der neue Überlebende so schlagen, erfahrt ihr hier in unserem Test.

 

Das Monster unter eurem Bett

Die Entwickler selbst sprachen bei der Veröffentlichung von Roots of Dread davon, dass der neue Killer einem das beunruhigende Gefühl von dem Monster unter seinem Bett geben sollte, vor dem man als Kind Angst hatte. Das ist ihnen mit der Dredsche zweifellos gelungen. Das Gebilde aus verschiedenen Körperteilen sieht schon an sich grotesk aus, seine Bewegungen und Fähigkeiten setzten aber noch einmal einen drauf.

So schwebt die Dredsche mehr über den Boden als zu laufen und windet sich unmenschlich beim Überqueren von Fenstern. Besonders unheimlich und mobil wird die Dredsche jedoch vor allem durch ihre Fähigkeit, sich von ihrer Position aus in jedem Schließschrank auf der Karte zu teleportieren. Sollte sich ein Überlebender zu diesem Zeitpunkt im Schrank befinden, verlässt die Dredsche diesen mit ebendiesem auf der Schulter. Die Überlebenden können es der Dredsche etwas schwieriger machen, indem sie die Schränke verschließen, wodurch sie nach der Teleportation nicht sofort raus kann. Jeder Schrank kann jedoch nur einmal pro Partie verschlossen werden.

Falls ihr die Lichtverhältnisse in Dead by Daylight nicht so optimal findet, werdet ihr euch besonders auf Partien mit der Dredsche freuen. Mit ihrer Fähigkeit Nachteinbruch wird die gesamte Karte für einige Zeit in Dunkelheit gehüllt, sodass Überlebende nur noch wenige Meter weit schauen können. Während dieser Zeit hat die Dredsche auch keinen Terrorradius mehr, sondern es erklingt ein unheimliches Schlaflied. Der Nachteinbruch wird während einer Runde stetig aufgeladen und kann auch mehrmals aktiviert werden. Je mehr Überlebende verletzt sind, desto schneller beginnt der nächste Nachteinbruch.

Das Überleben macht euch die Dredsche außerdem durch ihre drei hauseigenen Talente schwer, die nach dem Leveln auch den anderen Killern zur Verfügung stehen. Zum einen erleichtert das Talent Auflösung die Verfolgung von Überlebenden. Wurden diese verletzt und springen schnell innerhalb Terrorradius des Killers über eine Palette, wird diese sofort zerstört. Mit septische Berührung erleiden alle Überlebende innerhalb des Terrorradius bei Ausführung einer Heilaktion den Status Erblindung sowie Erschöpfung. Schließlich erleichtert enthüllte Dunkelheit der Dredsche die Suche nach ihren Opfern. Wenn sie eine Schließschrank durchsucht, werden ihr die Auren aller Überlebenden in der Nähe von Schließschränken angezeigt, auf der gesamten Karte.

Wer sich also in der Vergangenheit gerne auf die Schließschränke als sicheren Ort zum Verstecken und Entkommen verlassen hat, sollte sich nun mit der Dredsche vielleicht nach neuen Taktiken umsehen. Und selbst außerhalb der Schränke kann sich die Dredsche mit ihrer Teleportation auch mitten auf der Karte behaupten. Dabei hinterlässt sie eine Hülle, die eine gewisse Zeit an ihrem Standort bleibt und zu der sie jederzeit zurückkommen kann. Besonders fies, falls ihr Killer gerne an Paletten austrickst!

 

Neue Überlebende auf neuer Karte

Neben der Dredsche zieht mit Roots of Dread natürlich auch eine neue Überlende samt neuer Karte bei Dead by Daylight ein. Haddie Kaur ist die Neuste im Kreise derer, die den Killern und dem Entitus entkommen wollen. Wie alle bringt sie eine tragische Hintergrundgeschichte mit, denn bereits als Kind konnte Haddie die Dimension des Entitus wahrnehmen, was ihr ganzes Leben prägen sollte.

Im Gepäck hat Haddie drei Talente, mit denen sie den Killer aufspüren kann, den Einsatz von Taschenlampen verbessert und Generatoren schneller reparieren kann. Mit innerer Fokus kann Haddie nämlich die Kratzspuren anderer Überlebender sehen und sogar die Aura des Killers, wenn dieser einen Überlebenden in ihrer Nähe verletzt. Durch das Talent Übereifrig kann sie nach dem Zerstören eines Totems alle Generatoren schneller reparieren, jedoch nur solange bis sie verletzt wird. Danach muss sie zu erneuten Aktivierung ein weiteres Totem zerstören. Schließlich nutzt Haddie voll die Kraft der Taschenlampen aus, denn mit Manifest der Reste verleiht sie dem Killer bei der Blendung zusätzlich für kurze Zeit noch den Status Erblindung. Außerdem kann sie so einmal pro Runde garantiert eine Taschenlampe beim Durchsuchen einer Kiste finden.

Ausprobieren könnt, könnt ihr sowohl Haddie als auch die Dredsche auf der neuen Karte Garten der Freude. In der wohl vormals idyllischen amerikanischen Kleinstadt stehen gefühlt zu viele Schließschränke herum, um der Dredsche zu entgehen, dafür sieht sie aber sehr schick aus. Im großen Haus in der Mitte kann sich zudem wundervoll in den pechschwarzen Ecken verstecken und hoffen, dass der Killer einen übersieht. Die Karte sieht wirklich sehr gut aus und es ist eine spürbare Steigerung im Vergleich zu den ersten Karten von Dead by Daylight.

 

Lohnt sich Roots of Dread?

Gegen die Dredsche werdet ihr natürlich auch spielen, ohne euch die neuste Erweiterung zu holen. Und gerade im Spiel gegen sie merkt man den großen Unterschied zu anderen Killern. Die vormals sicheren Schließschränke gleichen nun eher einer Todesfalle und potenziell jeder Killer kann in ihrer Nähe mit dem neuen Talent eure Aura sehen. Insofern hat Roots of Dread schon die Art und Weise geändert, wie Partien gespielt werden.

Auch die Dredsche selber zu spielen ist ungewohnt, das richtige Timing um auf eine gezielte Teleportation einen tödlichen Angriff folgen zu lassen will gelernt sein. In den ersten paar Runden kann das durchaus fummelig sein, gerade wenn man eigentlich in einen anderen Schrank teleportieren wollte, das Spiel aber den anderen auswählt. Das ist aber auch das einzig Negative an der Dredsche, denn im Grunde kann ihre Fähigkeiten schon gut meistern. Und es gibt kaum ein besseres Gefühl, als einen ahnungslosen Überlebenden aus einem Schrank heraus zu greifen und an den Haken zu hängen.

Die Talente sind dabei unterschiedlich Hilfreich, gerade aber das Sehen der Auren kann deutlich helfen, sollte man sonst Schwierigkeiten haben Überlebende zu finden. Die Talente von Haddie sind ebenfalls unterschiedlich hilfreich. Während die verbesserte Blendung des Killers wirklich hilfreich sein kann, ist der Bonus auf die Geschwindigkeit bei der Reparatur von Generatoren kaum spürbar und das, obwohl es vorher noch ein zerstörtes Totem erfordert. Hier könnte noch nachgebessert werden. Alles in allem sind die neuen Talente jedoch eine gute Erweiterung eures Arsenals, um zu fliehen oder möglichst viele Überlebende an den Haken zu bringen!

 

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  • Dead by Daylight – Test zum Roots of Dread DLC
    Fazit zu Roots of Dread

    Das Spielprinzip von Dead by Daylight läuft Gefahr, nach einer Weile sehr eintönig zu werden. Daher ist es schön, wenn es durch neue Killer mal wieder aufgefrischt wird. Durch die Talente der Dredsche muss man nun manche Situationen völlig neu denken, gerade das beliebte Palettenspiel funktioniert mit ihr nicht mehr wie gewohnt. Auch wenn mich nicht alle neuen Talente der Dredsche und von Haddie überzeugen, habe ich doch einigen Spaß mit ihnen gehabt. Gerade mit dem Fokus aus die Schließschränke entstehen hier einige coole Spielmomente, die es vorher so nicht gab.

    Tobias Mehrwald, Redakteur und Lektor

Positiv:

Neuer Killer der sich deutlich anders spielt
Neue Überlebende mit coolen Look
Gute Talente für Killer und Überlebende
Die neue Karte sieht wirklich hübsch aus

Negativ:

Durch die Fähigkeit der Dredsche sieht man je nach Karte wirklich kaum irgendwas
Alternative Skins für Haddie bisher etwas langweilig verglichen mit anderen

Ab in die Sammlung?

Nicht unbedingt notwendig um spaßige Runden Dead by Daylight zu spielen. Wenn ihr aber auf der Suche nach einem neuen Spielgefühl als Killer seid, dann schlagt zu!

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10
Geschrieben von Tobias Mehrwald
entkommt in unter fünf Minuten aus der Unterwelt.
1 Kommentar

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