Creative Inferno – Review zum feuerrotem Headset

Es ist immer wieder eine große Frage, welches Headset soll ich mir fürs Zocken denn zulegen. Viele bekannte Hersteller bieten diverse Versionen ihrer Headsets an, aber so richtig die Unterschiede erkennt man auf den ersten Blick leider nicht. Auch die Firma Creative wagt erneut einen Versuch, ein Headset für die PS4 herauszubringen. Das neue Inferno sieht nicht nur schick aus und bietet tollen Komfort, es ist auch noch richtig günstig. Wir haben uns die schicke Hardware mal genauer angesehen und sagen euch, ob sich der Ersteindruck auch wirklich bezahlbar macht.

 

Ruft die Feuerwehr

Das Creative Inferno kommt in einer schicken Umverpackung daher. Das feuerrote Design ist aber auch nicht ohne Grund gewählt worden, schließlich heißt das Headset auch “Inferno”. Wer einen ersten kurzen Blick auf das eigentliche Gerät werfen möchte, dem bietet der Hersteller zudem noch auf der Rückseite einen kleinen durchsichtigen Einblick in die Verpackung. Schon dort ist zu erkennen, dass das Headset auch in der Realität ein feuerrotes Gewand enthält. Ansonsten gibt es die allgemeinen Hinweise auf etlichen verschiedenen Sprachen, aber ja auch Deutsch ist mit dabei. Nach dem Öffnen der Verpackung bekommt man auch direkt das Headset in einer schwarzen Plastikummantelung zu Gesicht. Mit dabei sind noch zwei “Anleitungen”, wie die Hersteller dies immer bezeichnen, eine “Like us on Facebook”-Karte mit der Bitte eine Amazon-Review zu erstellen … ah ja und auch ein Adapter für den Klinkenanschluss ist mit dabei. Denn um das Headset an einem PC mit Soundkarte anzuschließen, muss ein Klinken-Splitter-Kabel benutzt werden. Großartig, dass genau dieses ca. 18cm lange Kabel schon mit in der Verpackung liegt. Ach und noch was liegt mit bei, das Mikrofon. Wer hätte es gedacht, das Inferno bietet die Möglichkeit das Mikrofon abzunehmen, wenn man es mal nicht benötigt. So muss dies beim Benutzen in den Kopfhörer eingesteckt werden. Tolle Idee, die Umsetzung ist ebenfalls klasse. Jetzt kann man also endlich mal sein Headset mit in die Stadt nehmen, ohne dass gleich jeder das Hobby erkennt.

Nicht nur auf der Verpackung sieht das Inferno schick aus.

Nicht nur auf der Verpackung sieht das Inferno schick aus.

 

LIKE us on Facebook?!

Ja man mag es echt kaum glauben, aber für knapp 40€ bekommt man eine Menge zu bieten. Die Kopfhörer selbst sind ordentlich verarbeitet und bieten keinerlei Schwachstellen an dem eigentlichen Kopfhörer. Zwar ist das Gesamtbild nicht mit einem Sennheiser G4ME ONE zu vergleichen, vor einem Logitech oder Speedlink in der gleichen Preisklasse braucht es sich gar nicht zu verstecken. Besonders die Polsterungen sind wirklich sehr gut gelungen. In unserem Langzeittest haben wir das Headset bis zu fünf Stunden am Stück getragen und verspürten in der gesamten Zeit kein Drücken. Der Vorteil daran ist, dass die Ohrmuscheln nicht zu dick gepolstert sind. Wer diese allerdings mal etwas reinigen möchte, der sollte dies vorsichtig machen, schließlich ist das hier kein echtes Leder. Für den Einen oder Anderen könnte dies aber auch ein Nachteil werden. Denn grundsätzlich sind die Muscheln nicht allzu groß geraten. Wer also etwas größere Ohren hat und / oder ein größeres Headset tragen möchte, der ist beim Inferno leider falsch. Wer vielleicht gerade nur auf einem Ohr etwas hören möchte, der kann eine Ohrmuschel auch zur Seite drehen. Generell ist der Komfort wirklich klasse. Auch nach mehrmaligem Drehen oder Ausziehen der Bügel ist weder etwas ausgeleiert, noch etwas abgebrochen. So gehört sich das!

Wer will kann die Ohrmuscheln auch zur Seite drehen.

Wer will kann die Ohrmuscheln auch zur Seite drehen.

 

Womit ist das Inferno kompatibel

Wie schon sehr lobenswert erwähnt, bietet das Inferno im Lieferumfang das passende Klinken-Splitter-Kabel gleich mit an. Dadurch kann man das Headset sowohl an der PS4, als auch an einer Soundkarte anschließen (also am PC). Eines sei aber gesagt, es ist ein Gaming-Headset mit der Auslegung Kommunikation mit seinen Freunden zu starten. An ein 5.1-Surround-Gerät kommen die Klänge nicht heran. Und so unglaubwürdig, wie es heutzutage klingen mag: Einstecken, Aufsetzen, fertig! Ohne großartige Treiber-CDs oder Einstellungen in Programmen, welche keiner checkt, kann das Inferno direkt genutzt werden. Bei der PS4 ist dies Standard, am PC leider noch nicht. Auch das Smartphone, Tablet oder der Laptop kann dank Klinkenanschluss ebenfalls mit dem Creative genutzt werden. Das eigentliche Kabel ist aber etwas zu lang geworden. Schließlich braucht man keine meterlangen Verbindungen, da sowohl der Controller, als auch der Laptop/PC oder das Smartphone unmittelbar in der Nähe liegt. Zwischen Anschluss und Headset liegt noch eine kleine Steuerung, womit man das Mikrofon “muten” kann und ein kleines Lautstärkerad. Hier muss dann aber doch mal gemeckert werden. Denn sobald man nur leicht am Rädchen die Lautstärke verstellen möchte, werden die Sounds in den Ohren komisch. Durch das Drehen des Rades wechseln, warum auch immer, auch der Sound-Ausgleich. So hatten wir im Test mal nur auf der rechten Seite kurzweilig die Sounds, das andere Mal nur auf der linken. Ein wenig Feinjustierung und alles stimmt wieder, dennoch darf so was nicht passieren. Generell ist der Sound in Ordnung. Man versteht die Gespräche in den Chats deutlich, Musik lässt sich ebenfalls gut hören und die Gamesounds kommen auch sehr gut rüber. Wir sind für diese Preisklasse sehr positiv überrascht worden.

Einfaches anschließen an die Hardware ermöglichen direkten Start mit dem Headset.

Einfaches anschließen an die Hardware ermöglichen direkten Start mit dem Headset.

 

Das Mikrofon macht alles richtig

Wer sich zum Mikrofon einmal selbst ein Bild machen möchte, dem würden wir sehr gerne unser Testvideo zu Godzilla: Das Spiel ans Herz legen. Alle von uns eingesprochenen Sounds sind mit dem Inferno aufgenommen worden. Für das fertige Video wurde lediglich der Ton etwas angehoben, an der Qualität wurde gar nichts geändert. Man hört schon, dass auch beim Mikrofon nicht gespart wurde. Besonders bei Skype, Teamspeak oder auf PlayStation funktioniert es einfach grandios.

https://www.youtube.com/watch?v=IWQy8LfrjGU

 

 

Fazit:

Wer ein günstiges Headset sucht und auf die Standardwerte nicht verzichten möchte, der wird beim Creative Inferno goldrichtig sein. Für den kleinen Anschaffungspreis von 40€ bietet man hier ein sehr gutes Aufgebot. Dazu kommt, dass benötigtes Zubehör direkt im Lieferumfang mit enthalten ist, so was sieht man sehr selten. Auch die Idee mit dem abnehmbaren Mikrofon ist wirklich genial. Einzig das etwas zu lange Kabel mit dem missratenen Lautstärkerädchen könnte so manchen abschrecken – verständlich. Wer kein Surround-Sound beim Zocken benötigt, der kommt ums Inferno nicht drum herum.

84

Good
  • Hoher Tragekomfort
  • Klinken-Splitter-Kabel im Lieferumfang enthalten
  • Schickes Design
  • Der Preis
  • Abnehmbares Mikrofon
Bad
  • Lautstärkerad zerstört den Soundausgleich
  • Kein Surround Sound (Meckern auf hohem Niveau)
  • Ohrmuscheln für den Ein oder Anderen zu klein
  • Das Verbindungskabel ist zu lang geworden
84
Geschrieben von
freut sich sehnsüchtig auf das Finale in diesem Jahr.

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