Sushi Striker: The Way of Sushido – Test zum schmackhaften Puzzlespiel

Sushi Striker: The Way of Sushido im Überblick

Online Multiplayer

Couch-Koop / Splitscreen

Mikrotransaktionen

Lootboxen

Onlinezwang

Kostenpflichtiger Seasonpass für DLC´s

Releasedatum: 08. Juni 2018

Genre: Puzzle

USK: ab 6 Jahren freigegeben

Publisher: Nintendo

Getestet auf: Nintendo Switch

Die Lebenszeit des Nintendo 3DS ist ein viel diskutiertes Thema seit dem Release der Switch. Lohnt es sich noch, den Handheld auf dem Markt zu halten, wenn die Switch quasi eine bessere Version ebendieses Handhelds ist? Manche Spiele, die zunächst nur für den 3DS erscheinen sollten und für das kleine Gerät optimiert sind, finden nun ihren Weg auch auf die Switch. So auch Sushi Striker: The Way of Sushido. Aber müssen wir dabei Kompromisse eingehen? Und wäre eine 3DS-Version nicht genug gewesen? Wir haben den außergewöhnlichen Puzzler auf Nintendos Hybridkonsole getestet und uns auch mit dieser Frage beschäftigt.

 

Alles dreht sich um Sushi

Die Geschichte, die in Sushi Striker erzählt wird, ist so abgefahren, dass man sich schon darauf einlassen muss. In dieser Welt dreht sich alles um Sushi. Es ist eine fast schon heilige Kreation, so verehrt, dass um diese japanische Speise ganze Kriege geführt werden. Das rigorose Imperium geht siegreich hervor und beansprucht jegliches Sushi der ganzen Welt für sich. Doch es gibt einen Widerstand, welcher der ganzen Welt das Sushi wieder zugänglich machen will. Wir schlüpfen in die Rolle von Musashi, einem Jungen oder Mädchen, je nachdem, wofür wir uns entscheiden und schließen uns als Sushi Striker dem Widerstand an, um dem Imperium entgegenzutreten. Das Ganze mag absurd klingen, wird aber so herrlich überspitzt präsentiert, dass es alles Sinn macht. Startet man das Spiel, so läuft ein Opening, wie man es sonst nur aus Animes kennt. Wichtige Szenen werden in Cutscenes mit Sprachausgabe präsentiert, der Rest ist zwar Dialog in Textboxen, aber cleverer und witziger Dialog, den man gerne liest. Das Spiel nimmt sich und seine Welt nicht allzu ernst und solange man als Spieler dem Spiel gleichtut, erlebt man ein 10-11 stündiges Abenteuer. Tatsächlich kann man in der Kampagne noch viel länger verbringen, wenn man die besten Ränge jagt. Für ein Puzzlespiel ist dies schon eine außergewöhnliche Spielzeit.

Erst essen, dann Teller schmeißen, wie im echten Leben.

 

Benutztes Geschirr bitte entsorgen

Wenn man sich das Gameplay von Sushi Striker anschaut, wird einem schnell klar, dass es ursprünglich perfekt für die Touchsteuerung des 3DS ausgelegt war. Sicher, man kann auch den Touchscreen der Switch im Handheld-Modus verwenden, dieser funktioniert allerdings nicht ganz optimal mit dem Konzept. Irgendwie wirkt die Touchsteuerung der Switch klobig, ohne Touchpen fehlt die Präzision, und die Hand verdeckt das Spielfeld, welches bei einem Puzzlespiel nicht ganz vorteilhaft ist. Ihr sortiert Sushi auf euren drei Fließbändern und einem gemeinsamen Fließband, welches von euch und eurem Gegner genutzt wird, nach Farben. Dabei habt ihr immer 7 Sekunden Zeit, eine Combo von möglichst vielen gleichfarbigen Tellern einzusammeln. Habt ihr das Sushi darauf gegessen, stapelt ihr die Teller vor euch. Im Anschluss nutzt ihr diese Stapel, um sie auf eure Gegner zu schleudern und ihnen so Schaden zuzufügen. Die Prämisse klingt simpel genug, wird jedoch von einigen Faktoren erweitert. Ihr könnt verschiedene Rädchen anlegen, welche eure Fließbänder beeinflussen. Sushi-Geister, welche sich euch im Laufe eure Reise fast schon wie Pokémon anschließen, helfen euch mit ihrer Magie. Dann wären da noch Kapseln, die auf dem gemeinsamen Band auftauchen und von beiden Spielern eingesammelt werden können und euch einen Vorteil verschaffen. Zu guter Letzt hat auch das Sushi, das ihr esst, besondere Fähigkeiten und erhöhen euren Schaden, wenn ihr besonders viel davon zu euch nehmt. Und das war noch längst nicht alles, was es zu beachten gibt. Nach jedem geschafften Level steigt eure Erfahrung, je nachdem wie euer Rang ist. Schafft ihr noch kleine Zusatzmissionen, gibt es noch mal Extrapunkte. Auch eure Sushi-Geister können aufleveln und die Qualität eures Sushi verbessern. Sogar entwickeln können sie sich, ein weiterer Vergleich mit Pokémon. All diese Faktoren zu überblicken und zu beherrschen macht den wahren Sushi-Striker aus und sorgt für ordentlich viel Puzzlespaß.

Vorausschauende Planung ist alles.

 

Multiplayer und Knopelspaß

Abseits von der Hauptstory gibt es auch ein paar Sachen, die ihr noch tun könnt. So könnt ihr in eurem Rückzugsort gegen einen Roboter antreten und versuchen, einige Rätsel zu lösen. Hier müsst ihr alle Sushisorten einer Farbe in nur einem Zug einsammeln und euer Band so komplett leeren. Dabei habt ihr ein Zeitlimit, welches mit jedem Sieg immer kürzer wird. Eine nette Abwechslung zum normalen Spielmodus. Ebenfalls erwähnenswert ist der Multiplayer, welcher jedoch nicht von Anfang an verfügbar ist. Lokale Spiele könnt ihr bereits nach dem Abschließen des ersten Kapitels ausprobieren, wollt ihr jedoch online gegen Fremde antreten, müsst ihr noch eine Weile weiterspielen. So kann man noch ein wenig mehr mit dem Spiel vertraut werden und stärkere Sushi-Geister sammeln, jedoch sollte die Wahl, wann man online spielt, beim Spieler liegen und nicht beim Spiel selbst. Die Switch bietet zudem noch die Möglichkeit, an einer Konsole mit zwei Joy-Cons zu spielen. In der Duellarena, in welcher ihr eure Multiplayermatches austragt, könnt ihr zudem entscheiden, ob ihr mit oder ohne Itemkapseln spielen wollt. Eure Sushi-Geister werden automatisch auf Level 30 gesetzt, hier muss man sich also keine Sorgen machen, mit einem Handicap gegen seine Freunde anzutreten. Sushi Striker hat als Puzzlespiel süchtig machenden Qualitäten, die man hier auch nach dem Abschließen der Story weiter ausleben kann.

 

Positiv:

Süchtig machendes Puzzlekonzept
Absurde und farbenfrohe Präsentation und Story
Viele abwechslungsreiche Faktoren im Gameplay
Ungewöhnlich lange Kampagne für einen Puzzler

Negativ:

Schwammige Steuerung auf der Switch
Multiplayer erst später freischaltbar
  • Sushi Striker
    “Man mag Sushi Striker vielleicht als albernes Spiel abtun, wer interessiert sich schon so extrem für Sushi, dass sich ein ganzes Spiel darum lohnt? Wer so denkt, dem entgeht ein fantastischer Puzzler, welcher ein großartiger 3DS-Exklusivtitel hätte sein können. Die Switch-Version macht nicht so viel Sinn und man merkt die Spuren, die auf die Schnelle verarbeitet wurden, um auch eine Konsolenversion möglich zu machen. Nichtsdestotrotz ist Sushi Striker ein exzellenter Titel, welcher Puzzlefans mit viel Spielefutter versorgt, im wahrsten Sinne des Wortes.”
    Maarten Cherek, Redakteur

Ab in die Sammlung?

Wenn ihr einen 3DS besitzt, dann besorgt euch diese Version, die Steuerung ist für den Touchscreen mit Stylus ausgelegt. Aber auch Switch-Besitzer sollten sich nicht scheuen, sich Sushi Striker anzuschauen. Wer ein Herz für Puzzlespiele hat, der bekommt hier ein richtig gutes Exemplar.

Maarten Cherek
Geschrieben von
isst nichts so heiß, wie es gekocht wird!

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