One Piece Pirate Warriors 3: Deluxe Edition – Test zur Switch-Umsetzung des Piratenabenteuers

Eine Woche, bevor wir uns in einer neuen Version im The Legend of Zelda-Universum auf Prügel-Tour gehen, erscheint eine ebenfalls neuere Version der Strohhutpiraten. In der One Piece Pirate Warriors 3: Deluxe Edition begeben wir uns wie beim Release vor etwa zwei Jahren zu den Anfängen von Ruffys Abenteuern, allerdings stehen bei der Switch-Version bereits alle 42 DLC-Pakete kostenlos zur Verfügung. Wie uns die Portierung auf die Switch-Konsole gefällt, das erfahrt ihr in folgendem Test.

 

Die ewig gleiche Geschichte

Nachdem One Piece Pirate Warriors 2 versuchte, eine neue Geschichte um unsere Lieblingspiraten zu entwickeln, kehrt One Piece Pirate Warriors 3 zurück zu den Wurzeln. Wie in vielen anderen Teilen der Reihe wird hier abermals die Geschichte rund um Piratenkapitän Ruffy aufs Neue erzählt. Das Spiel umschließt den Anfang von Ruffys Werdegang bis hin zur Insel Dress Rosa, auf der Don Quichotte de Flamingo sein Unwesen treibt. Allerdings wird die Geschichte nicht in jedem Detail behandelt, sondern grob in unterschiedliche Kapitel aufgeteilt, von denen jeweils ein Hauptereignis einen Level im Spiel ausmacht. Innerhalb der einzelnen Kämpfe erscheinen dann kleine Dialoge, die wie ein Comic aufgebaut sind, was dem Erzählen der immer gleichen Geschichte einen neuen Pepp verleiht. Doch das Spielprinzip ist wie auch schon im Vorgänger gleich geblieben und an der Dynasty Warriors-Reihe orientiert. Die spielbaren Karten, die vom Design an den Anime gehalten sind, sind in unterschiedliche Territorien eingeteilt, welche durch Gänge miteinander verbunden sind. Die Karte ist komplett mit zahlreichen Gegnermassen gefüllt, welche uns ans Leder wollen. So prügeln wir uns mit unseren Kombos quer durch die Karte und nehmen Gebiete ein, die meist von stärkeren Gegnern bewacht werden. Besonders große Taktik kommt bei den Kämpfen aber nicht zu tragen, da ihr lediglich starke, schwache sowie die besonders starken Kizuna Rush Angriffe beherrscht, bei denen ihr euch mit einem Crewmitglied zusammentut. Die wahre Taktik besteht darin, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, da mit der Zeit neue Missionsziele auftauchen, die es entweder zu beschützen oder zu bekämpfen gilt. Viel mehr Abwechslung bietet euch das Spiel in diesem Punkt nicht.

Eine Karte dient euch als Übersicht über das Schlachtfeld.

 

Tretet mit eurer Crew an

Neben Ruffy könnt ihr euch allerdings mit einer Vielzahl anderer Charaktere in die Schlacht stürzen. In der Kampagne wird euch noch vorgegeben, welchen Charakter ihr in den einzelnen Leveln spielen könnt.  Im freien Modus könnt ihr allerdings aus einer Anzahl von über 40 spielbaren Charakteren wählen. Jeder Charakter hat seine Stärken in einem anderen Bereich, allerdings kann man problemlos zwischen den einzelnen Charakteren hin und herwechseln, da sie sich alle ähnlich spielen lassen. Besonders spaßig wird es, wenn ihr einen zweiten Spieler dazuholt und ihr euch so die Aufgaben innerhalb der Missionen teilen könnt. Allerdings wird im Split-Screen-Modus oft ein Teil des sowieso schon zu kleinen Sichtfeldes verdeckt, sodass Gegner nicht mehr zu sehen sind oder man die Orientierung verliert. Im Tisch-Modus ist das Spielen im Split-Screen-Modus quasi unmöglich, es sei denn, ihr rückt bis auf wenige Zentimeter an den Bildschirm heran. Die Stabilität ist allerdings in allen Modi der Switch gleich, zwar gibt es immer mal kleine Ruckler, aber diese sind leicht zu verschmerzen. Mit Münzen, die ihr euch nach den Missionen als Belohnung verdient habt, könnt ihr die einzelnen Charaktere durch verbesserte Attribute oder neue Fähigkeiten verstärken. Allerdings müsst ihr dafür einige Nebenmissionen und Ziele innerhalb einer Mission erledigen, damit ihr die besagten Münzen erhaltet.

Euch stehen viele spielbare Charakter aus dem Anime zur Auswahl.

 

Dem Original entsprechend

Besonders erfreuend ist es, wenn man die japanische Sprachausgabe hört. Alle Charaktere aus dem Anime konnten auch für One Piece Pirat Warriors 3 gewonnen werden, zudem sehen die Charaktere den Originalen sehr ähnlich. Ein paar Verbesserungen an der Grafik sieht man im Gegensatz zum Vorgänger sofort, auch, wenn man noch nicht von einer qualitativ hochwertigen Grafik sprechen kann. Auffällig ist, dass Texturen erst im Nachhinein aufploppen, vor allem im Koop-Modus scheint das Spiel oft völlig überfordert mit dem Nachladen von Texturen. Die Level an sich sind ebenfalls an die Schauplätze aus dem Anime gehalten, allerdings ist der Detailgrad sehr arm. Auch die Gegnerhorden sehen sich zu ähnlich, als dass man einen Unterschied bemerken würde, ob man nun gerade in eigene oder in feindliche Massen schlägt. Dies trägt nicht gerade zur Orientierung auf der Karte bei, was bei der manchmal hinderlichen Kameraansicht sowieso schon schwer genug ist. Auch das Anvisieren von stärkeren Gegnern bringt meinem Empfinden nach nichts, denn befinden sich diese einmal außerhalb des Sichtfeldes, wird nicht automatisch auf diese zurückgestellt. Auch die Pfeile, die immer in Richtung des Gegners zeigen, können die schlechte Kameraansicht nicht retten und lassen den ein oder anderen Fehltritt ins Leere zu.

 

Positiv:

Sämtliche Charaktere aus dem Anime
Originale japanische Synchronstimmen
Koop-Modus für zwei Spieler
Comic-Stil während der Dialoge verleiht dem Spiel mehr Pepp
Verstärken seiner Lieblingscharaktere durch Münzen möglich

Negativ:

Geschichte um Ruffy wird abermals neu erzählt
Missionen nicht besonders abwechslungsreich
Level-Design zu detailarm
Verlust der Übersicht durch schlechte Kamerawinkel
  • One Piece Pirate Warriors 3: Deluxe Edition – Test zur Switch-Umsetzung des Piratenabenteuers
    “Als eingefleischter One Piece Fan kommt man um One Piece Pirate Warriors 3 nicht drum herum. Zwar erlebt ihr abermals die gleiche Geschichte um die Strohhutpiraten, allerdings wird diese in einem neuen Stil präsentiert. Im Vergleich zum Vorgänger hat sich nicht sonderlich viel getan, doch wer auf Spiele wie Dynasty Warriors steht und nicht vom ewigen Kloppen überdrüssig wird, der dürfte mit diesem Titel seine Freude haben. Durch die Switch ergeben sich neue Möglichkeiten im Handheld-Modus, was den Spielspaß sogar transportabel macht. Allerdings solltet ihr im Tisch-Modus auf einen lokalen Koop verzichten, da ansonsten völlig die Sicht flöten geht.”

    Jasmin Paskuda, Redakteurin

Ab in die Sammlung?

One Piece Fans sowie Freunde von massivem Hack-and-Slay werden hier ihre Freude haben.

Jasmin Paskuda
Geschrieben von
schwärmt heimlich für ein Leben als Strohhutpiratin!

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