F1 2018 – Test zum diesjährigem Formel 1 Ableger

F1 2018 im Überblick

Online Multiplayer

Couch-Koop / Splitscreen

Mikrotransaktionen

Lootboxen

Onlinezwang

Kostenpflichtiger Seasonpass für DLC´s

F1 2018 Headline Edition [Playstation 4]
  • Das offizielle Formel 1-Videospiel der 2018 FIA FORMULA ONE WORLD CHAMPIONSHIP
  • Enthält alle offiziellen Fahrer, Teams, Boliden und Strecken der Saison 2018 inkl. eines neuen erweiterten Karriere- und Multiplayer-Modus
  • Noch mehr F1-Ikonen aus der Formel-1-History
  • Die Erstauflage erscheint als exklusive Headline-Edition mit zwei Bonus Classic-Cars
  • Herausgeber: Koch Media GmbH

Releasedatum: 24. August 2018

Genre: Rennsimulation

USK: ab 0 Jahren freigegeben

Publisher: Koch Media 

Plattformen: Playstation 4, Xbox One, PC

Seit gut einem halben Jahr brettern die bekannten Formel 1 Fahrer auf die bekanntesten und beliebtesten Rennstrecken des Planeten. Pünktlich zum Endspurt der diesjährigen Saison schicken die Rennsport Experten von Codemasters wieder den diesjährigen F1 Ableger auf die Konsolen der Fans. In den letzten Jahren konnte die Reihe durch gelungene und neue Features immer mehr überzeugen. Ob das Spiel die Spitzenposition einnimmt oder auf halber Strecke einen Motorschaden erleidet, erfahrt ihr in unserem Test zu F1 2018.

 

Die volle F1 Erfahrung

Während derzeit Sebastian Vettel und Lewis Hamilton sich erbitterte Kämpfe um die WM Führung liefern, hat Codemasters das neue F1 Spiel herausgebracht. Wie bereits in den letzten Jahren bietet das Spiel eine Vielzahl an Spielmodi. Mit dabei sind die üblichen Verdächtige wie schnelles Rennen, bei dem man einfach eine Strecke und Fahrzeug auswählt und ein Rennen abfährt, im Rennwochenende kann man, wie der Name schon sagt ein komplettes Rennwochenende samt Training, Qualifikation und Rennen absolvieren. Des Weiteren kann man diverse Onlinemodi spielen, eine Saison mit einem der bekannten Fahrer bestreiten oder in der Karriere selber das Lenkrad in die Hand nehmen. Doch der große Hauptmodus ist und bleibt der Karrieremodus. In diesem erstellt man sich aus einer Vielzahl an vorgefertigten Fahrern einen Rennfahrer, erstellt einen individuellen Helm und sucht sich dann einen der renommierten Rennställe aus. Die Auswahl des Rennstalls ist bereits eine der großen Auswahlmöglichkeiten des Spiels. Den jedes der Teams stellt andere Anforderungen an die jeweiligen Fahrer als die anderen. Fährt man zum Beispiel für Torro Rosso, ist es wichtig überhaupt in die Punkte zukommen und damit eher kleine Erfolge zu feiern. Fährt man hingegen für Spitzenteams wie Mercedes oder Ferrari, dann ist eine Platzierung unter den Top 3 ein Muss. Bleiben diese Erfolge aus, dann kann es sein, dass man für die nächste Saison keinen neuen Vertrag erhält und sich einen neuen Rennstall suchen muss. Dies kann aber auch andersrum geschehen, fährt man in einen unterklassigen Rennstall nach und nach Erfolge ein, dann werden die großen Rennställe auf einen aufmerksam und bieten einem einen Vertrag an. Wer bereits in den letzten Jahren die Karriere gespielt hat, wird sich auch in diesem Jahr sofort zu Recht finden. Wie in den Jahren davor kann man auf jeder Rennstrecke ein komplettes Rennwochenende absolvieren. Dieses fängt bereits am Freitag mit dem Training an. Das Training geht über je drei Sessions mit je einer Stunde Laufzeit. Wer diese nicht bestreiten möchte, kann diese auch direkt überspringen und zur Qualifikation oder zum Rennen springen.  Dies empfiehlt sich aber nicht, da das Training große Vorteile bietet. Zum einen lernt man so bereits die Strecke kennen, zum anderen gibt es mehrere Trainingsprogramme, die diverse Vorteile bieten. Bei einem Programm muss man zum Beispiel bei jeder Kurve die Brems- und Einlenkpunkte treffen. Je nachdem wie gut man diese trifft, desto mehr Forschungspunkte erhält man. In einem anderen Spielmodus muss man darauf achten möglichst wenig Reifenabrieb zu bekommen und damit seine Reifen möglichst lange am Leben zu erhalten. Mit diesem Programm und denn erfassten Daten legt das Team dann eine passende Reifenstrategie für das Rennen auf. Absolviert man jedes Programm, lernt man unter anderem die Strecke richtig kennen und zum anderen ist man mit den erfassten Daten perfekt für die Quali und das Rennen gewappnet. Doch nicht nur dies ist hilfreich, auch die erfahrenen Forschungspunkte sind enorm wichtig, denn mit diesen kann man seinen Formel 1 Boliden nach und nach verbessern. Zwar erspielt man sich die Punkte auch in der Qualifikation und dem Rennen, doch den Großteil eben im Training. Allein aus diesem Aspekt sollte man das Training nicht vernachlässigen. Neu in F1 2018 ist die Einbindung der Medien. Nach jeder Session führt man ein kurzes Interview mit der Presse, die einem mehrere Fragen stellen. Bei jeder Frage hat man eine kurze Zeit, um diese zu beantworten. Dabei hat man immer vier verschiedene Antwortmöglichkeiten. Je nachdem welche Antwort man gibt, desto unterschiedliche Auswirkungen hat dies. Doch diese Mechanik ist recht einfach und durchschaubar geraten. Jede der Antwortmöglichkeiten steigert quasi die Beziehung zum Team oder eines des jeweiligen Forschungsabteils. So fragt die Reporterin unter anderem nach einem Sieg. „Sie haben das Rennen eindrucksvoll gewonnen. Wie haben sie das geschafft?“. Als Antwortmöglichkeiten stehen dann zum Beispiel folgende zur Auswahl: A:„ ohne die gelungene Teamarbeit hätten wir das nie geschafft.“, B: „Die Aerodynamikabteilung haben die ganze Nacht durchgearbeitet und das Auto perfekt eingestellt.“, C: „Weil ich ein verdammt guter Rennfahrer bin und nix anderes erwartet hab.“,  D: „ Ohne die Arbeit der Mechaniker hätte ich dieses Rennen wohl nicht gewonnen.“ Gibt man zum Beispiel in diesem Fall Punkt B und D steigert man das Vertrauen des jeweiligen Abteils und erhält einen Bonus in Form von Rabatt bei den Forschungspunkten. Punkt A hingegen steigert das Vertrauen des Teams und Punkt C steigert die Selbstdarstellung. Denn jedes Team setzt andere Anforderungen an den Fahrern.  Mercedes will zum Beispiel, dass das Team an erster Stelle steht und der Fahrer ein Teil davon ist. Ferrari hingegen die Fahrer, die etwas selbstverliebt sind.

Die F1 Strecken wurden alle original getreu ins Spiel gebracht.

 

Von Rennsport Fans für Rennsportfans

Auf der Strecke bringen die Entwickler von Codemaster ihre ganze Expertise mit rein. Der Vorteil bei der ganzen Formel 1 Reihe sind die ganzen Einstell Möglichkeiten. Allein den Schwierigkeitsgrad kann von einer Skala von 0 – 110 einstellen und so die perfekte Mischung finden. Bis man diese allerdings gefunden hat, kann es eine Weile dauern, denn dies ist nicht ganz leicht. Denn bei 110 Stufen sein passenden Schwierigkeitsgrad zu finden, erfordert erst mal ein paar Rennen. Ich mag es zum Beispiel recht fordernd und will nicht das ganze Rennen allein an der Spitze fahren. Angefangen hab bei Stufe 50 gesundes Mittelmaß, jedoch hab ich bereits nach den ersten Runden gemerkt, dass ich zwei bis drei Sekunden schneller als der zweit Platzierte bin. Was in der Formel 1 oder allgemein im Rennsport Welten sind. Im nächsten Rennen bin ich auf 60 hoch, was immer noch zu leicht war. So hab ich erst mal vier bis fünf Rennen gebraucht, um meine passende Stufe zu finden. Aber allein diese Möglichkeit zu haben, ist sehr löblich. Auch bei den restlichen Einstellungen kann man das Spiel so einstellen, wie man es möchte. Ist man in Rennspielen noch nicht so erfahren, dann kann man alle Fahrhilfen einstellen, womit sich das Rennspiel dann recht arcadig spielt. Erfahrene oder Formel 1 Fans schalten alle Fahrhilfen aus. Zudem unterstützt das Spiel diverse Lenkräder, welche an die jeweilige Konsole anschließen kann, um die authentischste F1 Erfahrung zu bekommen. Auf der Strecke fühlt sich F1 verdammt gut an. Allein das Geschwindigkeitsgefühl ist atemberaubend und zählt für mich mit zu dem besten auf den Markt. Doch die absolute Krönung ist das Reifenverhalten und der dazugehörige Verschleiß. Stellt man diesen ein, nutzen sich die Reifen Runde für Runde, wie in der echten Formel 1, ab. Und eben dieses Abbauen merkt man spürbar beim Fahren, denn bauen sich die Reifen ab muss man bei jeder Kurve immer früher bremsen und später beschleunigen, damit man auch auf der Strecke bleibt. Noch schlimmer wird es, wenn ein Rennen bei gutem Wetter startet und es währenddessen anfängt zu regnen. Man merkt es einfach wie und vor allem, wo die Strecke nass ist. In langen Rennsessions die über die volle Distanz mit 60 Runden gehen, beginnt dann das Reifenpoker. Denn Regenreifen sind am besten bei Regen geeignet, auf trockener Strecke jedoch bauen die sich recht stark ab und halten nur wenige Runden. Obendrauf kostet jeder Boxenstopp wertvolle Zeit und somit sollte jeder überflüssige Stop gemieden werden. Fahre ich jetzt bei Regen sofort in die Box und das Wetter bleibt so, hab ich alles richtig gemacht. Wird das Wetter aber wieder besser, muss ich nach einigen Runden wieder in die Box und habe somit nicht nur wertvolle Zeit, sondern auch einige Plätze verloren. Allein solche Situation sorgen nicht nur in der Formel 1, sondern auch im Spiel für ungemeine Spannung. Damit man während eines Rennens mit den zahlreichen Informationen versorgt wird, steht einem ein schnell und einfach zu bedienendes Menü zur Hilfe. Auf dieses hat man zu jeder Zeit im Rennen Zugriff. Mit diesem Menü hab ich Zugriff auf allerhand Information wie Reifenzustand, Temperatur oder Gespräche mit dem Boxenfunk. Diese können dann Informationen zum Rennverlauf geben. Auf welcher Position befindet sich der Teamkollege, wie ist die Wettervorhersage solche und viele andere Fragen können ausgewählt werden und werden dann beantwortet. Jedoch sollte man beim Auswählen aufpassen. Da man diese Fragen auswählt, während man fährt, ist man immer kurz abgelenkt. Daher sollte man dies zum Beispiel nur auf langen Geraden machen.

Bei den Gesichtsanimationen und Texturen sind noch ein wenig verbesserungsfähig.

 

Es kann nur einer Weltmeister werden

Bei der Technik ist Formel 1 2018 im oberen Mittelfeld. Was die Grafik angeht, kann das Spiel nicht ganz mit den Genregrößen wie Forza Motorsport 7 oder Gran Turismo Sport mithalten. Gerade die menschlichen Gesichter in den Boxengassen sehen alles andere als schön aus. Doch die zig Strecken und Fahrzeuge sehen recht ansehnlich aus. Darüber hinaus profitiert das Spiel von der gelungenen Präsentation, denn die Rennen werden wie TV Übertragungen mit den bekannten TV Sprechern präsentiert. Auch werden nach dem Rennen die Teamchefs gezeigt. Auch die kleinen Dinge wärmen das Formel 1 Herz. Sei es die Einführungsrunde, Safety-Car Phasen, Rivalitäten mit anderen Fahrern. In kaum einem anderen Spiel werden die Rennen so authentisch und gekonnt präsentiert. An solchen Kleinigkeiten merkt man, dass die F1 Reihe bei Codemasters nicht nur eine x beliebige Lizenz ist, sondern sie sich auch damit auskennen. Der Onlinemodus läuft auch wie gewohnt flüssig, man kann einfache schnelle Rennen auswählen oder Ranked Rennen auswählen. Bei diesen Rennen wird man dann mit Rennfahrern zusammengestellt, die auf einem ähnlichen Niveau befinden. Jedoch kommt die Onlineerfahrung nicht ganz an dem Gefühl von Gran Turismo Sport heran. Dafür agieren einige der anderen Fahrer zu aggressiv und rammen einen ab und an mal bei Überholmanöver.

 

Positiv:

Alle diesjährigen Fahrer, Teams, Logos etc, sind im Spiel enthalten.
Einzigartige F1 Atmosphäre
Viele Einstellmöglichkeiten, durch die man das Spiel so spielen kann wie man es möchte.
Rennen erzeugen durch Boxenfunk, Reifenabtrieb eine packende Atmosphäre.

Negativ:

Das neue Medienfeature wirkt zu einfach und durchschaubar.
Im Vergleich zum Vorgänger wenig neues.
Gesichter der Protagonisten wirken etwas detailarm.
  • F1 2018 – Test zum diesjährigem Formel 1 Ableger
    “Ein neues Jahr ein neues F1 Spiel. In den letzten Jahren hat Codemasters viele großen Verbesserungen und Neuerungen in das Spiel gebracht. Sei es der Karrieremodus oder die klassischen F! Boliden. Sämtliche bekannten und beliebten Features haben es wieder ins Spiel gebracht und wurden etwas ausgebaut. Somit fehlen die ganz großen Neuerungen im Vergleich zum Vorgänger. Wer diesen bereits besitzt, wird bis auf die aktuellen Fahrer und Fahrzeuge, und dem damit verbundenen, etwas schnellerem Fahrgefühl, wenig neues bekommen. Wer jedoch F1 Fan ist und den letzten Ableger noch nicht besitzt, kann bedenkenlos zugreifen. Denn Codemasters schafft es die F1 einwandfrei zu präsentieren. Zudem steuern sich die Fahrzeuge angenehmer mit den passenden Fahrhilfen etwas angenehmer als die F1 Boliden in Gran Turismo Sport der Forza Motorsport 7.”
    Kevin Kreisel, Redakteur

Ab in die Sammlung?

Wer Formel 1 Fan ist, der wird derzeit wohl kein besseres Rennspiel um diesen Sport finden. Wer jedoch bereits den Vorgänger besitzt sollte sich den Kauf überlegen, weil viele Neuerungen gibt es nicht.

Kevin Kreisel
Geschrieben von
Freier Redakteur von NAT-Games.de

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